Strasburg (Uckermark) in alten Ansichten Band 1

Strasburg (Uckermark) in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Dr. Lutz Libert
Gemeente
:   Strasburg (Uckermark)
Provincie
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6174-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Strasburg (Uckermark) in alten Ansichten Band 1'

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Einleitung

Mit Genehmigung des Innenministers von Mecklenburg- Vorpommern führt Strasburg seit dem 1. März 1995 offiziell den Namen Strasburg (Uckermark). In den [ahren von 1914 bis 1952 war diese Schreibweise schon einmal üblich, sie verschwand mit der Bildung der Bezirke und der Teilung der historischen Region der Uckermark. Nur auf dem Bahnhofsschild blieb der Zusatz (Uckermark) auch in den nachfolgendenJahren bewahrt. Es ist weniger die Vermeidung einerVerwechslung mit Strasbourg, der Hauptstadt des Elsaß, oder der Kleinstadt Straßburg in Kärnten, sondern das Bekenntnis der Zugehörigkeit zur Kulturlandschaft Uckermark, die in dieser Bezeichnung zum Ausdruck kommt.

Namensgebend für die Ortsgründung in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts waren die Lage an der wichtigen Fernhandelsstraße, die sich über Neubrandenburg und Stettin erstreckte und eine pommersche Burg. In deren Schutz entwickelte sich die Siedlung, die 1319 erstmals als Stadt urkundlich erwähnt wurde. 1250 kam Strasburg in brandenburgischen Besitz, nach 1320 geriet die Stadt in die anhaltenden Machtkämpfe der Pommern, Brandenburger und Mecklenburger und wechselte mehrere Male die Landeszugehörigkeit. Erst 1479 kam Strasburg schließlich in den Besitz der brandenburgischen Territorialherrschaft. An die Zugehörigkeit zu Brandenburg erinnert in dem Stadtwappen der kleine Adlerschild auf der goldenen

Mauer. Die drei Türme in dem Wappen symbolisieren die einstigen Stadttore an der Altstadt, [ûteritz und Falkenberg. Erst seit 1900 ist das Stadtwappen in der heutigen Form üblich. Das goldene Mauerwerk war ursprünglich silbern, zwei Kugeln ohne besondere heraldische Bedeutung schwebten über den Türmen und die Wellen im Schildfuß deuten bei der neuen wappen auf die Lage inmitten von Gewässern und Sümpfen hin.

Strasburg liegt auf der 66 m. ü.M. hohen Kuppe eines in der Eiszeit geformten Grund- und Endmoränenbogens, der westlich der Stadt mit den 179 m hohen Helpter Bergen die höchste Erhebung in Mecklenburg- Vorpommern bildet. Der fruchtbare Ackerboden brachte durch den Getreideanbau und -handel den Bürgern einen beachtlichen Wohlstand. In neuerer Zeit kam der Anbau von Zuckerrüben und des durch die Hugenotten eingeführten Tabaks hinzu. Auch das Tuchmachergewerbe und die Töpferei gehörten zu den wichtigen Wirtschaftsbereichen. Von dem Bau der Eisenbahnstrecken nach Neubrandenburg über Strasburg nach Pasewalk und Stettin, nach Woldegk und Prenzlau, die zwischen 1867 und 1902 entstanden, profitierte vor allen die 1882 errichtete Zuckerfabrik.

1952 erhielt Strasburg in dem neu gebildeten Bezirk Neubrandenburg den Status einer Kreisstadt und wurde Verwaltungszentrum für den früheren Nordteil des Kreises Prenzlau sowie für Gemeinden aus Mecklenburg-Strelitz. Mit der Neubildung der

Bundesländer 1990 blieb Strasburg in Mecklenburg- Vorpommem, zu einem, von vielen Bürgern gewünschten Anschluß an Brandenburg kam es nicht.

1652 veröffentlichte der Kupferstecher Matthaeus Merian in seiner Sammlung brandenburgischer und pommerscher Städteansichten die älteste Darstellung von Strasburg. Von einem Mauerring mit zahlreichen Weichhäusern umgeben, überragen hier die Stadtkirche St. Marien und das Renaissance-Rathaus die Bûrgerhäuser. Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges und die Folgen mehrerer Stadtbrände sind auf diesem Kupferstich noch nicht zu erkennen. So brannte 1681 die Stadt nahezu völlig ab, erst nach 1 71 5 wurde das Rathaus wieder aufgebaut.

In den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges fiel die Stadt erneut der Vernichtung anheim. Vor allem im Bereich des Marktes blieb kaum eines der schmucken Bürgerhäuser erhalten.

Nur historische Ansichten können helfen, ein Bild vom alten Strasburg zu vermitteln. Dieses Ziel stellt sich diese vorliegende Sammlung. Älteren und ehemaligen Einwohnern möchte die Auswahl helfen, um Erinnerungen aufleben zu lassen und neu in die Stadt gekommene Bürger sowie die jüngeren Strasburger können die Geschichte ihres Heimatortes besser verstehen.

Die Autoren

1 An der Nordwestseite des Markres gehörte ohne Zweifel das barocke Rathaus zu den Sehenswürdigkeiten von Strasburg. 1599 errichtete der Baumeister Jodoker einen Renaissancebau, der 1681 einem Brand zum Opfer fiel.

1 715 entstand auf den alten Kellergewölben ein zweigeschossiger Putzbau. Bis 1849 wurde das Rathaus noch mehrere Male umgebaut. Über dem Eingangsportal an der Nordseite stand der Spruch:

Wer kann 's machen überall, daB es jedermann gefall.

Vor dem Rathaus steht noch eine Pumpe, an der an den Markttagen die Bauern ihre Pferde tränken konnten.

2 Ein Bliek auf die Stadt aus 150 Meter Höhe, von einem Flugzeug aus südwestlicher Richtung aus fotografiert. Der freie Marktplatz läßt das Rathaus inmitten der meist zweigeschossigen Bürgerhäuser gut zur Geltung kommen. In der Bildmitte ragt die Marienkirche auf Die Anlage der Stadt ist noch immer von der mittelalterlichen Entwicklung geprägt. Selbst das alte Weichbild wird nur von wenigen Bauwerken aus jüngerer Zeit unterbrochen. Hierzu gehören der Wasserturm hinten rechts und die Fabrikanlagen außerhalb der Stadt.

3 Der Markt mit dem Rathaus gehörte zu den beliebten Motiven nicht nur der Ansichtskartenhersteller. Auch diese Zeichnung eines anonymen Künstlers wählt als Standort die Sicht mit dem Denkmal für die Gefallenen der Kriege 1864 und 1871 und der Marienkirche im Hintergrund.

4 Nur ein wenig versetzt ist der Standort dieser Aufnahme. Im Laufe der Iahre diente das Rathans auch anderen Aufgaben. Der Geistliche der Hugenottengemeinde wohnte hier, das Postamt war eine Zeitlang im Rathaus untergebracht und selbst die Schüler der Mittelschule gingen hierher zum Unterricht. 1899 erhielt der kleine Turm eine neue Rathausuhr mit vier zifferblättern. Die alte Uhr hatte 76 [ahre lang jede Viertelsrunde angezeigt.

5 Ehrwûrdig stehen die Mitglieder des Magistrats und die Stadtverordneten bei der Eröffnung einer Ausstellung, in deren Zentrum das Modell des Rathauses steht. Leider vergaß der Fotograf das Datum und den konkreten Anlaß anzugeben, ein Stadtjubiläum gab es jedenfalls nicht, das diesen Aufwand verständlich macht.

6 Dreiunddreißig Iahrc lang, von 1896 bis 1929, stand Hermann Merck an der Spitze der Strasburger Stadtverwaltung. Als 40jähriger übernahm er das Amt des Bürgermeisters. Bis zu seinem 73. Lebensjahr widmete sich Hermann Merck dem Wohle der Stadt, dabei von denAngehörigen aller Fraktionen hochgeachtet. Im biblischen Alter von 98 [ahren starb Merck. Ein Gedenkstein auf dem Friedhof erinnert an ihn.

7 Das Ehrenmal für die Gefallenen der Kriege 1864, 1866 und 1870/71 wurde am 2. September 1876 feierlich eingeweiht. Die Grundsteinlegung erfolgte ein jahr zuvor, ebenfalls am 2. September, dem 'Sedantag' , an dem 1 870 die französischen Truppen kapitulieren mußten. Der Gitterzaun um das Denkmal mit den vier Laternen wurde 1913 durch einen niedrigen Zaun auf sechseckiger Grundfläche abgelöst.

8 Drei Denkmäler sind auf dieser frühen Ansichtskarte zu sehen. Zu dem bereits vorgestellten Kriegerdenkmal ist noch zu bemerken, daß der Adler um 1940 eingeschmolzen wurde. Anfang der sechziger Iahre entstand anstelle des Denkmals auf dem Markt ein Brunnen. Die beiden Denkmäler im Stadpark erinnerten an Kaiser Wilhelm I. und Friedrich lIL

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