Straubing in alten Ansichten

Straubing in alten Ansichten

Auteur
:   Alfons Huber und Dr. J. Prammer
Gemeente
:   Straubing
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2546-8
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Straubing in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Die Kunst der Fotografie wurde 1826 in Frankreich entdeckt, aber erst im Jahre 1839 allgemein bekannt. Zunächst diente sie in erster Linie zum Porträtieren, bis man sie in den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts dann auch zur Herstellung von Landschafts- und Ortsansichten anwandte. Leider konnten Lichtbilder von sogenannten Wanderfotografen, die in Zeitungsannoneen ihre Kunst ankündigten und in den Jahren von etwa 1840 bis 1870 durchs Land zogen, nicht ausfindig gemacht werden, wie überhaupt Lichtbilder von den in Straubing nachweisbaren Fotografen aus der Zeit vor 1880 als besondere Raritäten angesprochen werden müssen.

Die folgende Liste der bis etwa 1920 in der Stadt nachweisbaren Fotografen mag eincn kleinen Einblick in dieses bislang wenig erforschte Gewerbe vermitteln: Arnold, Edmund: mindestens tätig von 1906 bis 1918; Blumschein, Johann: von München gekommen, meldet März 1871 sein Gewerbe 'zur Ausübung der Photographie' an, April1871 Abmeldung; Ernst Josef: aus ThaI gekommen, als Fotograf tätig von November 1873 bis Januar 1877 und von März 1882 bis August 1883; Gläser, Anton: geboren 1871, von Augsburg zugezogen, nachweisbar von 1903 bis 1931; Herbst, Emil: von Landsberg

a.d. Warthe gekommen, Juni 1873 in der Liste der Gewerbeanmeldungen genannt; Hoffmann, Adam: geboren 1868, mindestens tätig von 1906 bis 1931; Hohenester, Johann: Gewerbeanmeldung April 1877; Holzapfel, Michael: nachweisbar von 1900 bis 1906; Kraus, Max: geboren 1848, Gewerbeanmeldung als selbständiger Fotograf Juli 1881; Krieger, Alois: geboren 1844, 1877 als Fotograf genannt, Gewerbeanmeldung Januar 1881, seit 1900 in Landshut; Limbrunner, Franz Xaver (1844-1899): Hoffotograf; Limbrunner, Anton Franz Xaver: geboren 1881, gelernter Fotograf, übernahm das angesehene Geschäft seines Vaters, das er noch weiter ausbaute; Limbrunner, Josef: 1877 nachweisbar; Lüst, Hermann August Ludwig: vorher in Landau, 1908 von Straubing verzogen; Merz, Max: tätig vor 1875; Neumayer, Ludwig: keine Gewerbeanmeldung, nennt sich 'Amateur de la Fotografie'; Schambeek, Peter: geboren 1860, nachweisbar von 1893 bis 1895; Stöß, Julius: Gewerbeanmeldung Januar 1881; Strigl, Ludwig: nachweisbar von 1900 bis 1906; Urban, Hans: geboren 1871, von Regensburg gekommen, mindestens tätig von 1906 bis 1921; Wolfram, Franz: tätig um 1875.

Die Zeit anzuhalten und festzuhalten ist ein uralter

Traum der Menschheit, denn alles ist Werden und Vergehen, nichts von festem und dauerhaftem Bestand. Mit der Kunst der Fotografie scheint es möglich zu sein, einen Augenblick der Zeit, von Bewegung und Entwicklung, im Bild einzufangen und unbestechlich getreu zu erfassen.

In diesem Büchlein wurden 116 alte Lichtbilder und Ansichten der Stadt Straubing zusarnmengetragen, die in den Jahren bis etwa 1920 entstanden sind. Sie haben ihren besonderen Reiz und Aussagewert, weil sie im Vergleich mit dem Vorher und Nachher vor uns ein scharfes Bild erstehen lassen von einer fernen Zeit, die heute nur mehr wenigen gegenwärtig ist.

Bei der Auswahl der Bilder ließen wir uns von der Absicht leiten, ein einigermaßen charakteristisches Bild von dem Aussehen der Stadt und ihrem damaligen Wachsen zu vermitteln, soweit dies bei dem beschränkten Umfang überhaupt möglich ist.

Den wenigen Gesamtansichten der Stadt schließen sich auf unserem Rundgang Aufnahmen des Stadtplatzes an. Nach Vorstellung der schönen Patrizier- und Bürgerhäuser auf den beiden Plätzen schlendern wir, ausgehend vom Stadtviertel im Südwesten, durch Straßen und Gassen bis zum Unteren Rain. Unser Augenmerk gilt dann

dem Volksfestplatz, dem Schloß und der Donau, bevor wir unseren Spaziergang durch die Donaugasse in die Altstadt nach St. Peter fortsetzen. Auf der Heerstraße kehren wir wieder zur Neustadt zurück, die wir dann am südlichen Stadtgraben bis zur Regensburger Straße umwandern. Mit einigen Blieken hinaus in die Vorstadtsiedlungen beenden wir unseren Rundgang.

Alte Fotografien regen von sich aus zu Betrachtungen an. Mit ihrem künstlerischen Reiz und der ihnen eigenen Ausstrahlung bedürfen sie eigentlich nicht vieler Worte. Sie sprechen für sich selbst, sind oft zeitlos. Kurz sind daher die textlichen Erläuterungen gehalten, die nur zur topografischen Einordnung und zum Verständnis beitragen sollen, jedoch keine umfassende kunsthistorische und stadtgeschichtliche Auswertung bringen können. Wann die Bilder entstanden sind, läßt sich leider nicht immer mit letzter Sicherheit sagen.

Das Fotomaterial entstammt weitgehend dem Archiv des Historischen Vereins sowie des Gäubodenmuseums. Fräulein 1. Rohrmayr vom Stadtarchiv , Herrn J. Primbs und Herrn Dr. J. Geier/Landshut danken wir herzlich für die Überlassung weiterer Fotos.

1. Ihr ursprüngliches spätmittelalterliches Aussehen hat die Stadt bis heute am eindrucksvollsten von ihrer Nordseite her bewahrt. Im Zentrum erhebt sich mächtig ihr Wahrzeichen: der fünftürmige Stadtturm. Mit ihm bestimmen der Bau von St. Jakob im Westen und die Ordenskirche der Karmeliten im Osten, zwei großartige spätgotische Hallenbauten, das Bild der Stadt.

2. Ein alter Raddampfer mit drei Schleppkähnen hat Straubing mit seiner markanten Silhouette passiert. Den Untiefen der 'Kagerser Reibm' ausweichend, dampft er donauaufwärts. (Foto Edm. Arnold,1918.)

3. Die mächtige Silhouette des Turmes von St. Jakob ernpfängt schon von weitem jeden, der sich von Westen der Stadt nähert. Entlang des Moosmühlbaches zieht die Frauenbrünnlstraße zur unteren Stadtbefestigung. Links weitet sich der Bliek zur Donauniederung. (Foto Ziegler, 1916.)

4. Quer durch das Bild zieht sich der Bahndamm der Strecke von Straubing nach Regensburg. Die neuen Häuser der Vorstadt halten sich noch bescheiden im Hintergrund. Unter der mächtigen Rauchfahne der heute stillgelegten Arcobrauerei reckt sich der Turm der Jesuitenkirche empor.

5. Die Begrenzurig der Stadt nach Süden bildete lange Zeit der in der Bildmitte sichtbare Bahnkörper der 'Kgl, Bayer, Staatsbahn'. Verschiedene Betriebsgebäude sind hinter zahlreichen abgestellten Güterwaggons zu sehen. Die Passauerstraße im Vordergrund kreuzte damals noch ohne Unterführung die Bahnlinie von Straubing nach Plattling, Dahinter liegt erhöht der Stadtkern mit den sich ausbreitenden Vorstädten. (Foto Franz Limbrunner, 1893/1906.)

6. Vom oberen Stadtgraben her zeigt sich der Theresienplatz in seiner vollen Länge, Seinen Namen verdankt der Platz dem Besuch des Kronprinzen Ludwig und seiner Gemahlin Therese am 5. Juni 1812. Auf der weiten Fläche werden zahlreiche Märkte abgehalten: der Getreidemarkt - die Schranne, der Arnermarkt, der Roßmarkt, der Krautmarkt und der Fischmarkt. (Foto Edm. Arnold.)

7. Der freistehende achtgeschossige Stadtturrn tritt als Mittelpunkt des geschwungenen Platzes aus der Nähe noch markanter hervor. Die Dreifaltigkeitssäule davor steigert die Wirkung des sich weitenden Theresienplatzes. Auf seinem Pflaster haben zahlreiche Pferdefuhrwerke ihre Spuren hinterlassen. Jahrhundertelang fand hier die Schranne statt, auf der die Bauern des Gäubodens ihr Getreide verkauften. Dieser Getreidemarkt bildete für die Stadt die Grundlage ihres Reichtums.

8. An der Südseite des Theresienplatzes reihen sich von der Aprilgasse bis zum Stadtturm vornehme Adels- und stolze Bürgerhäuser aneinander. Bemerkenswert unter ihnen ist das mit seinem Treppengiebel in die Aprilgasse führende ehemalige Vitztumhaus, das anschließende Bürgerhaus mit seinem für das Stadtbild so kennzeichnenden Dachaufzug sowie das viergeschossige Adelshaus mit prächtiger barocker Stuckfassade. Der Stadtturm selbst ist noch mit Holzschindeln gedeckt zu sehen,

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