Straubing in alten Ansichten

Straubing in alten Ansichten

Auteur
:   Alfons Huber und Dr. J. Prammer
Gemeente
:   Straubing
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2546-8
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Straubing in alten Ansichten'

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89. In besonders strengen und kalten Wintern tritt an der Donau das Eisrinnen auf. Wenn die abwärts treibenden Schollen auf ein Hindernis treffen und aufgestaut werden, kann sich ein Eisstoß bilden. Dies geschieht manchmal so plötzlich, daß früher die Schiffe oft nicht mehr rechtzeitig das Ufer erreichten und vom Eis eingeschlossen wurden. In der schon erwähnten Wallfahrtskirche von Sossau hängt eine Votivtafel. Sie berichtet von einem Gelübde des Straubinger Kaufmanns Donauer, der bei Kelheim in einen Eisstoß geraten war. Nachdem er sich in seiner Not nach Sossau verlobt hatte , kam der Eisstoß in Bewegung. An einem frostkalten Wintertag treiben mächtige Eisschollen donauabwärts. 'Bayerische Krapfen' nennt man scherzhaft im benachbarten Österreich diese Schollen. Am Nordufer, am Gstütt, wartet ein Schiff auf das Ende des Eisrinnens. (Foto H. Urban, Winter 1918/19.)

90. 'Mehr Mühe und Arbeit, mehr Sirzen und Schwitzen, mehr Laufen und Schnaufen als zehn andere Konvente' kostete es die Franziskaner, von Kurfürst Max Emanuel die Erlaubnis zu erwirken, in Straubing ein Kloster (1702) errichten zu dürfen. Ihre Kirche ist den Heiligen Schutzengeln geweiht. Davor steht die gotische Krönungskapelle. Durch sie wurden die Toten hindurchgetragen, bevor sie im Friedhof St. Peter zur letzten Ruhe bestattet wurden. (Foto Edm. Arnold, 1918.)

91. Schräg gegenüber der Schutzengelkirche liegt an der nördlichen Seite der Petersgasse die 'Bierbrauerei und Gastwirtschaft bei den barmherzigen Brüdern'. Die noch ungepflasterte Gasse macht vor dem Gasthaus einen kleinen Buckel. Im letzten Jahr wurde das schon längere Zeit leerstehende Gebäude abgebrochen.

92. Die zahlreichen Altwasser der Donau am Wöhrd sind heute schon lange verfüllt und überbaut, Auf dem Lichtbild ist die Westseite des Friedhofes von St. Peter noch nicht durch moderne Bauten verstellt, die Türrne der Kirche beherrschen noch die Flußniederung.

93. Die hohe Umfassungsmauer des Friedhofs verleiht der romanischen Anlage von St. Peter den Charakter einer Wehrkiche. Tatsächlich diente der Ende des 17. Jahrhunderts vollendete Mauerring der Friedhofserweiterung. Neben der Basilika mit ihren Ende des vorigen Jahrhunderts hochgezogenen Türmen erheben sich im heiligen Bezirk von links die Totentanzkapelle, die Sühnekapelle für Agnes Bernauer und die Kapelle Unserer Lieben Frau.

94. Das vor den Toren der Stadt liegende Schlößchen Azlburg wurde 1325 erstrnals urkundlich erwähnt. Im Jahre 1748 konnte es von den aus Prag kommenden Elisabethinerinnen, die sich innerhalb der Stadt nicht niederlassen durften. erworben werden. 1798 wurde das Kloster mit Kirche als vierflügelige Anlage neuerrichtet. In einem Flügel befanden sich zwei Säle zur Pflege der Kranken.

95. An der Heerstraße wurde 1897/98 der Städtische Schlachthof gebaut. Die Pläne für die Anlage lieferten der Stadtbaumeister Kaspar Mahkorn und der Garnisonsbauinspektor Strasser, der später in Tsingtau/China ein verbessertes Straubinger Modell ausführen ließ. Mit dem Schlachthof ist untrennbar der Name Dr. Hugo Heiss verbunden. Er führte die schmerzlose Tötung der Schlachttiere ein. Die Anlage zählt zu den bedeutendsten Industriedenkmälern Straubings.

96. Den Repräsentationswillen königlich bayrischen Beamten- und Bürgertums gibt die von Villen gesäumte Lindenstraße besonders deutlich wieder. Aber auch hier darf die nahe Gastwirtschaft nicht fehlen. Im Gasthaus 'Zur Linde' fanden sich die Vorstädter zum kühlen Bier und zu den angekündigten 'Concerten' ein.

97. Die alten Pappeln am Straßenrand unterstreichen noch die gewaltige Höhe des Wasserturmes, der jäh aus dem Giebelgewirr ein- und zweigeschossiger Häuser an der Krankenhausgasse emporsteigt. Diese auffallenden technischen Architekturdenkmäler wurden oftmals in ganz besonderer Weise künstlerisch gestaltet und ausgestattet. Sie waren weitgehend auf das Stadtbild bezogen. Dies gilt auch für den Wasserturm von Straubing, der 1923 als Pendant zum Stadtturm errichtet wurde, dessen Höhe von 66 Metern aber um drei Meter unterschreiten mußte. Da er während der Inflation erbaut wurde, geriet er durch die Zeitumstände für nur ein paar Mark zum kostengünstigsten Bauwerk der Gemeinde.

98. Die Passauerstraße ist dem Zeitgeschmack entsprechend mit einer Pappelallee bepflanzt. An der Ecke zur Frühlingsstraëe steht der Gasthof Zimmermann, das heutige Gasthaus 'Zum goldenen Löwen', In seinem schattigen Vorgarten kann man noch in Ruhe zu einer deftigen Brotzeit und zum kühlen Bier einkehren. Viel hat der Platz heute von seiner Gemütlichkeit eingebüßt. Wenige Häuser stadtauswärts befindet sich rechts der Wagenfabrikant Hof, 'Hoflieferant Sr. Kgl. Hoh. Prinz Ludwig von Bayern', Hersteller von 'ein- und zweispännigen Wägen und Chaisen, sowie amerikanischer Rennwagen'. Links steht an der Ecke zur Heerstraße das Haus des Kaufmanns Ludwig Rasch, wo später lange Zeit die Firma Meier und Steiner ihre Geschäfts- und Verkaufsräume hatte.

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