Straubing in alten Ansichten

Straubing in alten Ansichten

Auteur
:   Alfons Huber und Dr. J. Prammer
Gemeente
:   Straubing
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2546-8
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Straubing in alten Ansichten'

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99. Rund um die beiden Mittelhäuser hat sich das Erscheinungsbild der Mühlsteingasse heute grundlegend gewandelt. Die Bretterniederlage im Vordergrund ist ebenso verschwunden wie die an das stattliche Haus des Maurermeisters Josef Zisterer anschließenden Gebäude. An ihrer Stelle erstand der Backsteinbau der Brauerei Redlbacher. Auch sie mußte in diesem Jahr einem geplanten Geschäftshaus weichen,

100. Das 'Bürgerrneister-Schlößl' am Stetthaimerplatz ist jedem heiratslustigen Straubinger wohlbekannt, denn der hinter hohen Kastanienbäumen versteekte Rokokobau aus den Jahren 1752 bis 1755 dient heute als Standesamt. Seit 1862 war er in Besitz der Familie des Realitätenbesitzers Joh. Nep. Loichinger, von der ihn 1906 die Stadt erwarb. Im Dritten Reich residierte dort der Oberbürgermeister Sepp Reiter. Seit dieser Zeit heißt das Gebäude im Volksmund 'Bürgerrneister-Schlößl'. (Foto H. Urban.)

101. Von der Familie Loichinger erwarb die Stadt 1906 nicht nur das 'Bürgermeister-Schlößl', sondern auch den Baugrund für die Königliche Realschule. Unter 77 eingereichten Projekten wurde der Entwurf des Regierungsbaumeisters Robert Vorhö!zer ausgewählt. In einern gesonderten Anbau im Hintergrund befand sich unter dem Turnsaal ein gemeinsames Volks- und Schülerbad. Von dem kleinen Turm auf dem Hauptgebäude konnte der Sternenhimmel beobachtet werden. (Foto Ziegler, 1916.)

102. Den alten Stadtgraben, längst aufgefüllt, säumten damals noch hübsche , gepflegte Anlagen um den größten Teil der Stadt. Die Vorgärten, wie sie damals noch in großer Zahl entlang dieses Straßenzuges bestanden, waren ausgestattet mit Lusthäusern und boten den Besitzern die Möglichkeit, sich in diese Idylle zurückzuziehen. Ob die.Bäume auf dem Bild gerade dem beginnenden Aufbau der östlichen Häuserzeile am mittleren Stadtgraben weichen müssen, läßt sich nicht mehr entscheiden. Einer dichten Bebauung wich diese Gartenmauer vorn heutigen Café Isabell bis hinüber zur Mühlsteingasse. Das Königliche Amtsgericht, das man noch durch das breite Portal vorn Stadtgraben her betritt, schiebt sich mit seinem Eekerker dominant auf den Platz. In dem angrenzenden Gebäude zur Kolbstraße hin, befindet sich das Königliche Landbauamt. Dort entstanden die meisten Pläne für die staatlichen Gebäude in der Stadt um die Jahrhundertwende unter den Amtsvorstehern Josef Rottier und Andreas Roth.

103. Wo bis vor kurzem das Humanistische Gymnasium stand, erstreckte sich einst der ausgedehnte Küchen- und Gernüsegarten des Karrnelitenklosters, Das ungepflegte Äußere des Gartens zeigt schon, daß der Schulneubau unmittelbar bevorsteht. Durch die breite Durchfahrt geht der Bliek über den Stadtgraben zu den rückwärtigen Fassaden der Häuser an der Rosengasse. Der Inhaber der dort befindlichen 'Eierhandlung', dessen Firrnenzeichen wir hinter der Durchfahrt erkennen können, wird uns wohl für immer verborgen bleiben. Allein vier der zehn damals in der Stadt ansässigen Eierhändler betrieben ihr Geschäft in der Rosengasse. Es waren dies die Handlungen Blümel, Honig, Kernpt und Veit. (Aufnahme 1903.)

104. Der Neubau des Königlichen Humanistischen Gymnasiums am Stadtgraben ist bis zur Hälfte aufgeführt. Zu einer großen Arbeitspause haben sich fast 90 Bauleute im Schulhof des Gymnasiums versammelt. Zwischen Baumaterialien und Gerüststangen stellen sich voller Stolz Parlier. Maurer und mit dem 'Schaber' bekleidete Handlanger der Bauunternehmer H. Bichier und A. Ludsteck dem Fotografen zu einern geschichtsträchtigen Erinnerungsfoto an die Aufführung dieses Bauwerks, die unter der Oberleitung des Bauamtmannes J. Rottler und seines Assistenten G. Kremb erfolgte. In vorderster Reihe sitzen auf einem der Peiner Stahlträger, die im Hof herumliegen, die 'Stoatrager', ausgerüstet mit ihren hölzernen 'Stoakraxn' und den Maßkrügen in der Hand. Welche Brauerei den 'Scheps' lieferte, mit dem die Bauarbeiter eine 60 Stundenwoche durchstehen konnten, läßt sich heute nicht mehr feststellen. (Aufnahme 1908/09.)

105. Der erste Spatenstich für das neue Gymnasium erfolgte am 17. August 1908. In der erstaunlich kurzen Bauzeit von kaum 13 Monaten wurde der Baukomplex, der insgesamt 499 776,47 Mark kostete, bis zum Herbst des Jahres 1909 fertiggestellt, so daß das neue Schuljahr unbehindert beginnen konnte. Am 1. Juni 1910 fand in Anwesenheit Seiner Königlichen Hoheit Prinz Ludwig von Bayern die Eröffnungsfeier statt. Nach dem Wunsche des Bauherrn der Schule, Rektor Karl Welzhofer, war auf den Schlußstein des Portalbogens das Antlitz der Medusa gesetzt worden. Mit ihrem Bliek, ob nun finster oder freudig empfunden, begleitete sie Tausende von Schülern, die bis in die jüngste Vergangenheit dieses Tor durchschritten, Heute, nachdem in dieses Haus eine merkwürdige Ruhe und Stille eingekehrt ist, blickt sie herab mit der bangen Frage, was wohl ihr selbst und dem Haus, das sie so lange gehütet hat, bevorstehen mag.

106. Aus einer ungewöhnlichen Perspektive ist das an der Bahnhofstraße gelegene Gebäude der 'Samenhandlung Kunst- und Handelsgärtnerei des Johann Kiendl' aufgenommen. Im angeschlossenen Garten zog der Königliche Hoflieferant neben Bäumen, Ziersträuchern und Rosen seine bekannte und geschätzte 'kletternde Delicatess-Gurke'.

107. Das etwas spärliche Angebot an Hotelbetten wurde erst 1902 beträchtlich erweitert. Damals entstand an der Ecke vom Stadtgraben zur Bahnhofstraße das Hotel Neumayer, das bald einen ausgezeichneten Ruf genoß. Dem damaligen Service entsprechend gab es auch eine eigene Kutsche, welche die Reisenden von der Bahn abholte. Sie parkt gerade vor dem Hoteleingang, in dem auch ein Teil des Hauspersonals Aufstellung genommen hat, Der prächtige Jugendstilbau wurde 1945 zerbombt. (Foto Frz. Limbrunner.)

108. Als der Fotograf diese Aufnahme vom Baufortschritt an der protestantlsohen Pfarrkirche in der Bahnhofstraße schoß, war es für die zahlreichen Bauarbeiter sicher eine willkommene Unterbrechung. Im Schatten der Alleebäume haben sich die Verantwortlichen in Positur gestellt. In unmittelbarer Nähe des 1887 erbauten Pfarrwohnhauses wurde der Kirchenbau des Architekten Lemmes 1893 vollendet. Der gesamte Komplex mit Schul- und Pfarrhaus fiel 1945 einem Bombenangriff zum Opfer.

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