Straubing in alten Ansichten

Straubing in alten Ansichten

Auteur
:   Alfons Huber und Dr. J. Prammer
Gemeente
:   Straubing
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2546-8
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Straubing in alten Ansichten'

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29. In das Eckhaus vom Ludwigsplatz zur Flurlgasse, einstens im Besitz der adeligen Labermair und Lerchenfelder, zog 1873 der Glasermeister Johann Hiedl, Im Erdgeschoß war auch der Laden des Fotografen Gläser untergebracht. Auf unserem Bild hat er eben den Totalausverkauf wegen Geschäftsaufgabe angekündigt. Das alte Patrizierhaus gegenüber wurde 1744 als Kaffeehaus umgestaltet, das zuletzt ab 1902 der Kaffeeschenk Wiegand Lüst führte.

30. Das Haus mit der schmucken Rokokofassade war einst das alte Bräuhaus 'Zum goldenen Kreuz'. Sein Flachdach mit dem gerade abgeschnittenen Giebel begegnet üblicherweise nur bei den Bürgerhäusern der Innstädte. Im Erdgeschoß des schmalen Gebäudes sind mehrere Läden untergebracht. Vor dem Kleidergeschäft Ignaz Kohn, dessen Auslagen gerade umgestaltet werden, zeigt sich der Hausbesitzer mit seiner Kinderschar. Die Eierhandlung loser Müller betreibt ihr Geschaft im Hinterhof. Rechts des Tores befindet sich die Korbwarenhandlung der Babette Bielmeier. Die Jugendstilfliesen neben dem Geschaftseingang kontrastieren seltsam zu der prächtigen Stuckdekoration des Straubinger Künstlers Mathias Obermayr, Heute ist das Erdgeschoß eine lebhafte Geschäftspassage des Schuhhauses Meier.

31. Das alte Patrizierhaus war einst im Besitz des Straubinger Bürgermeisters Simon Höller. 1840 erwarb es der Kaufmann Ludwig RaH, der im Erdgeschoß eine gutgehende Spezerei- und Modewarenhandlung einrichtete. In einer umrahmten Nische zwischen dem zweiten und dritten Geschoß ist noch die berühmte Rosenstrauch-Madonna zu sehen, eine Steinplastik aus der Mitte des 14. Jahrhunderts, die 1915 ins Bayerische Nationalmuseum nach München kam. Im Jahre 1927 wurde das Gebäude abgebrochen. An seiner Stelle befindet sich heute das 'Straubinger Tagblatt'.

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J~ ~L 32. Eines der auffallendsten Häuser an der Nordseite des Ludwigsplatzes ist der Gasthof 'Zur goldenen Gans' mit seiner charakteristischen geschwungenen frühbarocken Fassade. Wer gerne die Wirtschaft wechselte, konnte schon zwei Häuser weiter beim altrenornmierten Gasthof 'Zum goldenen Hirschen' erneut einkehren. Von seiner stattlichen Fassade ist freilich nichts mehr zu sehen. An seiner Stelle erhebt sich heute der nüchterne Zweckbau des Kaufhauses PauL (Foto H. Urban.)

33. Das Eckhaus an der Albrechtsgasse war ein langgestreekter Bau, in dem von alters her das Bäckerhandwerk ausgeübt wurde. Als letzterwirkte hier der Bäckermeister Anton Kitzinger, ehe dann die Firma Kaiser mit ihrem Kaffeegeschäft aus dem nahen Schneideranwesen in dieses Gebäude wechselte.

34. In das alte Patrizierhaus der 'reichen Lerchenfelder' mit seiner Rokokofassade ist schon die neue Zeit eingezogen. Um ihr Warensortiment bestmöglich dem kauflustigen Publikum präsentieren zu können, haben die Eisenhandlung Josef Primbs und das Schuhgeschäft Josef Götz mit ihren Auslagen die alte Fassade durchbrochen, Die Eisenwarenhandlung mit ihren tiefgestaffelten Verkaufs- und Lagerräumen zum Innenhof hin empfiehlt in einer Anzeige 'zum billigsten Preis' ihr 'großes Lager in Tragbalken oder Gewölbeschienen, Portlandcement, Pferdestalleinrichtungsgegenstände, fertige Kochherde, Küchenausgüsse sowie verschiedenen Artikeln zu Bauzwecken'. Die ausgedehnten Verkaufsräume benutzt heute die Firma Tengelmann.

35. Auch im Nachbarhaus wird ungeachtet der barocken Fassade modernisiert. Unter der Leitung des Baugeschäftes Hans Dendl erweitert die angesehene Bäckerei Melchior Schneider ihre Verkaufsräurne. Im ersten Obergeschoß, in dem der Rechtsanwalt Ludwig Wenninger seine Praxis betreibt, ist auch heute noch eine originelle Stuckdecke zu bewundern. Sie wurde einst vom Handelsmann Andre Mohr angebracht und zeigt im Wappen deutlich einen Mohrenkopf. Das Gebäude erwarb vor einigen Jahren die Volksbank. Wo früher Brotlaibl, Feingebäck und Krapfen verkauft wurden, wiekelt man heute Kreditgeschäfte ab.

36. Die 'Untere Stadtapotheke zum Löwen' hat heute keinen Sonntagsdienst und verweist die Hilfesuchenden an die zuständige Adresse. Bereits 1696 verlegte der 'ehrengeachtete und kunstreiche' Pankraz Franz Mair, unterer Stadtapotheker, die seit 1492 in der Fraunhoferstraße bestehende Apotheke in dieses Gebäude. Von 1828 bis 1830 wirkte hier Carl Spitzweg als Provisor. Seine damals angefertigten Skizzen sind heute ebenso verschwunden wie die von ihm gewählten Motive.

37. Das Eckhaus an der Fraunhoferstraße, das heute die Volksbank beherbergt, gehört zu den wenigen Bürgerhäusern, die ihren charakteristischen Innenhof und die Hauskapelle bis in die Gegenwart bewahrt haben. Ursprünglich war das 'Haus zur Cron', wie es früher hieß, im Besitz der Familie Zeller. Die Fassade wurde Mitte des 18. Jahrhunderts vom Straubinger Stukkator Mathias Obermayr geschaffen.

38. Das Eckhaus vom Ludwigsplatz zur Fraunhoferstraße ist von zwei Häusern eingerahrnt, in denen die berühmtesten Söhne der Stadt geboren wurden: Ulrich Schmidl und Josef von Fraunhofer. Die ehrwürdige Nachbarschaft fördert sichtlich den Umsatz der Konditorei Oskar Leykam, vor deren behäbigen Gewölben sich die Passanten dem Fotografen stellen. Nach Westen zu schließt das Gebäude das ehemaligen Messerschmieds und Geschmeidewarenhändlers Max Auer an. Sein Gewerbe setzt in Unterrniete Xaver lngerl fort. In diesen beiden nun vereinigten Häusern hat heute die Firma Hosen-Rieger ihre Geschäftsräume.

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