Straubing in alten Ansichten

Straubing in alten Ansichten

Auteur
:   Alfons Huber und Dr. J. Prammer
Gemeente
:   Straubing
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2546-8
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Straubing in alten Ansichten'

<<  |  <  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  10  |  >  |  >>

49. Die Rosengasse hieß früher Judengasse und kennzeichnet durch ihren Verlauf die Lage des Straubinger Ghettos, Sie reichte von der Einmündung der Steinergasse bis zum Käsbauerhaus, das somit das Ende des Ghettos markierte. Der Straßenzug vom Haus des Kaminkehrers Käsbauer zum Ludwigsplatz gehörte nicht mehr zum Judenviertel. Hier standen einst auf engem Raum die Freudenhäuser, nach deren Bewohnerinnen, den Rosen, die Straße im Mittelalter benannt wurde.

50. Am Viktualienmarkt, dem früheren Saumarkt, wird auch heute noch der Kleinviehmarkt abgehalten. Hühner, Kücken, Gänse, Enten, Stallhasen und Tauben können hier Woche für Woche erstanden werden. Am Ende des vorigen Jahrhunderts war der Marktplatz zur Rosengasse hin noch geschlossen. Erst mit dem Abbruch des Hauses des Lohnkutschers Nep. Reicherstorfer, der zwischen 1895 und 1901 erfolgte, wurde eine Durchfahrt geschaffen, durch die nun der Bliek auf das Anwesen des Spenglermeisters Pellkofer möglich ist. Am linken Bildrand sieht man den ehemaligen städtischen Weinstadel mit seiner machtigen Treppengiebelfassade. Unter dem hohen Satteldach präsentiert heute die Firma Wimmer ihr Möbelsortiment.

51. Am Ende des 19. Jahrhunderts befanden sich in den Häusern der Burggasse zahlreiche kleine Läden. Dem Chor der Karmelitenkirche gegenüber lagen die Bäckerei des Georg Hösl, die Faßbinderei Hochstraßer und das Gebäude des Hafnermeisters Lorenz Hösele. Der schöne viereckige Brunnen gehört schon lange der Vergangenheit an. Als im Jahre 1896 der Straßendurchbruch von der Hofstatt zum Stadtgraben erfolgte, wurde er ebenso wie die gegenüberliegenden Häuser abgebrochen.

52. Noch einmal erleben wir den alten Zustand der Burggasse vor dem Straßendurchbruch von 1896. Rechts tritt nun das Haus des Jakob Biermaier, der eine Schuh-, Schaf-, Leder- und Nähmaschinenhandlung betrieb, ins Bild. Links sind der langgestreckte Bau des Ursulinenklosters und das Dach der Ursulinenkirche zu erkennen.

53. Die ehemals geschlossene Häuserfront der Burggasse ist auf diesem Bild besenders schön eingefangen. Die linke Straßenseite wird von der Umfriedungsmauer des Karmelitenklosters begrenzt, Vor ihr hat der Faßbinder Hochstraßer seine Erzeugnisse ausgebreitet. Den Straßenabschluß bildet der Südflügel des ehemaligen Herzogsschlosses mit dem vorgelagerten Brunnen auf dem Schloßplatz. Sein Gegenstück stand einst an der Einmündung der Hofstatt in der Burggasse.

54. Mit dem Abbruch der Häuser in der Burggasse war auch der Platz für den geplanten Neubau des Mädchenschulhauses St. Jakob, heute Agnes-Bernauer-Grundschule, geschaffen worden. Der Keller der neuen Schule ist schon hochgezogen, die Ziegel für das Erdgeschoß lagern am Bauplatz. Die Verlängerung der Hofstatt zum Stadtgraben fehlt noch, so daß sich auch der kleine Brunnen in der Burggasse vorerst noch behaupten kann. (Foto 1896.)

55. Ein Jahr später ist der Schulbau fast vollendet. Am Tag des Richtfestes haben sich die verantwortlichen Bauherren, Maurer, Dachdecker und Fuhrleute in Positur gestellt. Auch der Straßendurchbruch ist bereits abgeschlossen. Der freie Bliek zum hochaufragenden Chor der Karmelitenkirche ist Vergangenheit. (Foto 1897.)

56. Vom Dachturm der Realschule her zeigtsich die Ostseite der Stadt in ihrer ursprünglichen Geschlossenheit. Der ehemalige Stadtgraben wird noch von Gärten beherrscht. Hinter ihm erhebt sich die weitläufige Anlage des Ursulinenklosters. Alles aber überragt der hohe Chor der Karmelitenkirche. An ihm vorbei geht der Bliek in die Weite der Donauniederung. Im Hintergrund, vor den Erhebungen des Bayrischen Waldes, ist die von den Straubingern gerne besuchte Wallfahrtskirche von Sossau zu sehen.

57. Rechts im Bild ist die fertiggestellte Mädchenschule St. Jakob mit ihrem zur Burggasse hin vorgelagerten kleinen Garten zu sehen. Am Chor der spätgotischen Karmelitenkirche erkennt man deutlich die bei der barocken Umgestaltung der Kirche zugemauerten Spitzbögen der Fenster. (Foto Adolf Hofrnann, 1910.)

58. Unmittelbar am Ufer der Donau steht das ehemalige Herzogsschloß, Der Bau wurde 1356 von Herzog Albrecht begonnen. Der Nordflügel des Schlosses birgt im Obergeschoß den Rittersaal, im Erdgeschoß befindet sich die Dürnitz, die Gesindestube, In den beiden mächtigen Türmen, die den Mittelteil flankieren, waren die Fürstenzimmer eingerichtet. Rechts ist das hohe Dach des Salzstadels zu sehen. Dort legten früher die großen Salzzüge an, die von Passau heraufkamen, um ihre Salzscheiben abzuladen. Ursprünglich umspülte die Donau die Grundmauern des Schlosses, Erst später wurde der heute noch bestehende Weg entlang der Donau angelegt.

<<  |  <  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  10  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2019 Uitgeverij Europese Bibliotheek