Straubing in alten Ansichten

Straubing in alten Ansichten

Auteur
:   Alfons Huber und Dr. J. Prammer
Gemeente
:   Straubing
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2546-8
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Straubing in alten Ansichten'

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59. Am 11. Oktober 1910 enthüllte der damalige Bürgermeister von Leistner in Anwesenheit hoher und zahlreicher Gäste ein Hochrelief mit der Darstellung des berühmtesten Sohnes der Stadt Josef von Fraunhofer, auf dem mit nur zwei Wörtern das Schaffen des berühmten Gelehrten gekennzeichnet ist: 'Er brachte uns die Sterne näher.' Fraunhofer war etwa so alt wie diese beiden Schulkinder auf dem Schloßplatz, als er als Vollwaise in die Lehre nach München kam. Der Treppenaufgang führt in einen gewölbten Saal, der im 19. Jahrhundert langere Zeit den Protestanten als Betsaal diente. An den mit wildem Wein bewachsenen Südflügel des Schlosses fügt sich der Torturm an, durch den man den weiträumigen Innenhof betritt. Der Querbau beherbergte einst das Landgericht. Ihm folgte darin das Bezirksamt, das spätere Landratsarnt, bevor das Finanzamt auch diesen Bau beanspruchte.

60. Im malerischen Innenhof des Schlosses zieht die in den Ostflügel eingebaute spätgotische Kapelle den Bliek auf sich. Sie wurde im Jahre 1373 dem Heiligen Sigismund geweiht und den Karmeliten übergeben, Weit über den Giebel hinaus ragt der schlanke achtseitige Dachreiter mit seinem Spitzhelm. In späterer Zeit diente die Kapelle den Altkatholiken Straubings als Versammlungsraum. Der Fürstenbau an der Nordostseite des Schlosses wurde im Jahre 1755 zur Kaserne umgewandelt und verlor dabei durch tiefgreifende bauliche Veränderungen viel von seinem ursprünglichen Charakter. Nach Verlegung des Militärs verödete die Anlage. Heute dient der Hof als historische Kulisse für die regelmäßig stattfindenden Freilichtspiele des Agnes-Bernauer-Vereins, (Foto H. Urban.)

61. Das churfürstliche Rentamt an der Südwestecke der Schloßanlage, nun ein Teil des Finanzamtes, erhielt die heutige Gestalt im Jahre 1739 durch den Münchner Hofmaurermeister Effner. Das Königliche Rentamt verkaufte um die Jahrhundertwende eine Gartenfläche an die Stadt, um einen Durchbruch von der Fürstenstraße zum Gschaiderbrückl zu ermöglichen, Am Fuß des Rentarntsberges erhebt sich links der neuen Straße der sogenannte Agnes-BernauerTurm, eine mächtige zinnenbekrönte polygonale Anlage. Der Legende nach soll dort die schöne Baderstochter und Gemahlin Herzog Albrechts III. gefangengehalten worden sein.

62. Auch das Gebäude Albrechtsgasse Nr. 233 hat im 19. Jahrhundert eine Fassade im Stil der Neurenaissance erhalten. Um 1820 gehörte es dem Bäckermeister Andre Luckner, der freilich mehr durch seine heimatkundlichen Forsehungen denn durch sein Gebäck in Erinnerung blieb. Der letzte der Bäckerzunft in diesern Haus war Heinrich Lindner. Nach Norden schloß das Haus des Spenglermeisters Johann Ablöscher an, der auf unserem Bild einen Teil seiner Ware über der Ladentür präsentiert.

63. Die Zollergasse, ursprünglich Zwerchgässl genannt, verbindet die Albrechtsgasse mit der Fraunhoferstraße. Ihren heutigen Namen erhielt sie 1880 zum Andenken an General von Zoller, dessen Geburtshaus in dieser Straße steht. Den Ostabschluß der Gasse bildet die hochaufragende barocke Turmfassade der Karmelitenkirche. In ihr wird das Gnadenbild der Nesselmuttergottes verehrt. Die Überlieferung nach wurde es 1442 in der Nähe der Stadt Heilbronn in einem von Brennessein überwucherten Mauerloch gefunden. Bald entwickelte sich dort eine bedeutende Walltahrt , die die Reforrnation nicht überdauerte. Das Gnadenbild wurde im Jahr 1661 in einem Festakt nach Straubing gebracht und in der Karmelitenkirche aufgestellt. In der Folgezeit erhielt die einfache Fassade der Bettelordenskirche ihren vorgeblendeten Turm , der ihr als Wallfahrtsstätte zustand.

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64. Die breite Fraunhoferstraße, der ehemalige Rindermarkt, gehört zu den interessantesten Straßen der Stadt. In ihr befinden sich so berührnte Häuser wie das 'Haus in der Cron', an das sich das 'Haus in der Mann' (Mond) und 'in der Stern' unmittelbar anschließen. Ihnen gegenüber steht das Geburtshaus Fraunhofers. In der ehemaligen Fürstenherberge sind heute die historischen Sammlungen der Stadt untergebracht. Am Nordende weitet sich die Straße zum heutigen Rotkreuzplatz, dessen Bauten einen eindrucksvollen Abschluß des Straßenzuges bilden.

65. Das ehemalige Amtsgericht beherbergt heute einen Teil des Gäubodenmuseums. Durch den verträumten Innenhof, an dem die Zeit fast spurlos vorübergegangen ist, gelangt man auch heute noch von der Fraunhoferstraße zur Enggasse. (Foto H. Urban, um 1918.)

66. Ein Gebäude von beträchtlicher kulturgeschichtlicher Bedeutung, das heute nur noch wenige Bürger kennen, ist die spätmittelalterliche Fleischbank an der Nordseite der Spitalgasse. An der Straßenfront lagen ehemals die Verkaufsläden und Auslagenfenster. Das weit in die Spita1gasse ausgreifende Dach ermöglichte den alten Straubingern auch bei schlechter Witterung einen angenehmen Einkauf. (Foto H. Urban, 1919.)

67. Auch um die Jahrhundertwende waren Parkplätze in der Simon-Höller-Straße schon gesucht. Nach Süden zu trifft der ehernalige Kasmarkt auf den Stadtturm. Neben ihrn lugen rechts der Turm der St.-Veits-Kirche und das neugotische Glockentürmchen des Rathauses hervor. Im Vordergrund senkt sich die Straße zum Spitaltor und zum Hagen hinab. Hier, am Kasrnarktbuckel, bieten an Samstagen die Waldierinnen ihre Schwammerl und Heidelbeeren feil. (Foto nach 1893.)

68. Vom Stadtturm geht der Bliek nach Norden die Simon-Höller-Straße entlang und über das Kasmarktbergl hinunter zum Heiligen Geistspital. Die Funktion des Turmes als Wachturm wird hier besonders deutlich. Über die alten, geschlossenen und kleingliedrigen Dachflächen hinweg blickt man weit über die Donauebene bis zu den Hügeln des Vorwalds. Es muß ein schlimmer, verregneter Sommer gewesen sein, als diese Aufnahme entstand, denn die Donau ist weit über die Ufer getreten, der Hagen steht unter Wasser, und auch Kagers, das damals noch eine eigene Gemeinde war, ist nur schwer trockenen Fußes zu erreichen. Im Hintergrund erhebt sich wie auf einer kleinen Insel die Wallfahrtskirche von Sossau aus den Fluten.

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