Straubing in alten Ansichten

Straubing in alten Ansichten

Auteur
:   Alfons Huber und Dr. J. Prammer
Gemeente
:   Straubing
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2546-8
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Straubing in alten Ansichten'

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79. Bei plötzlichern Tauwetter oder bei länger anhaltendem starkem Regen treten an der Donau Hochwasser von außerordentlicher Höhe auf. Manche Hochwassermarke aus früherer Zeit berichtet von solchen überschwemmungen von Feld und Flur. Besonders schwer wurde Stadt und Land in den Jahren 1920 und 1924 von den Fluten getroffen. Die Auswirkungen des Hochwassers von 1920 im Bereich der nördlichen Stadtbefestigung und am Hagen führt uns dieses Lichtbild vor Augen. Von der Stadt bis hinaus nach Parkstetten waren große Teile des Landes unter Wasser gesetzt. Heute ist die Hochwassergefahr durch moderne Dammbauten weitgehend gebannt. (Foto H. Urban, 1920.)

80. Inmitten kleiner Gärten erhebt sich das Vorstadtwohnhaus Gschaiderbrückl. Vor ihm spannt sich eine schmale Holzbrücke, die den gleichen Namen trägt, über den Moosmühlbach. In seinem fast stehenden Wasser spiegeln sich an diesem klaren Sommertag die Türme der Spitalkirche und St-Jakobs-Kirche, (Foto Ziegler, 1916.)

81. Wer vom nahen Bayrischen Wald in die Stadt wollte, mußte zuerst die Brücke über die Alte Donau passieren. Sie war bestimmt ein Nadelöhr, denn der Ochsenkarren mit seinem Fuder Heu braucht allein die volle Breite der überdachten Durchfahrt, Im Sommer 1934 brannte die 1856 vollendete Brücke ab. Auch ihre Nachfolgerin hat bereits ausgedient. Seit kurzer Zeit spannt sich hier eine mächtige Stahlkonstruktion über das künftige Bett des Rhein-Main-Donaukanals, (Foto H. Urban, 1919.)

82. Die ursprüngliche Holzbrücke über die Donau zwischen Gstütt und Schloßtor stellte mit ihren drei Pfeilern ein beträchtliches Hindernis für die Schiffahrt dar. Aus diesem Grund wurde die Brücke in den Jahren 1852 bis 1856 durch eine hölzerne Gitterbrücke ersetzt. Sie benötigte nur noch einen Pfeiler, um die Donau zu überspannen. Doch auch dieser eine Pfeiler erwies sich in der Foige als Gefahr für den Schiffsverkehr. So wurde der überbau der alten Brücke zunächst donauabwärts verschoben, ehe an der ursprünglichen Stelle mit dem Bau der neuen Brücke begonnen wurde.

83. Auf diesem Bild ist die alte Gitterbrücke schon verschoben. In zahlreichen Zeitungen wurde diese Brückenverschiebung als technische Meisterleistung gefeiert. Der alte, steinerne Brückenpfeiler steht noch. Im Vordergrund hat man berelts mit dem Aushub für die Widerlager der neuen Brücke begonnen. Im Auffûl1material dieser Widerlager fand das bemerkenswerteste Steindenkmal aus der römischen Geschichte Straubings, der Weihestein für Juppiter Dolichenus, seinen vorläufig letzten Ruheplatz.

84. Als die 'Alte' verrückt wurde, weil sie einsehen mußte, daß ste nun doch untergehen werde, war die Freude der Bürger um so größer. Tag fur Tag verfolgten die Bewohner der Stadt den Fortgang der Arbeiten an dem Bau der neuen Brücke, berichtet das Straubinger Tagblatt vom 18. Dezember 1896. Bevor das 'vollendete Kunstwerk', wie Magistratsrat Schenk in seinem Trinkspruch den Bau bezeichnete, seiner Bestimmung übergeben werden konnte, mußte es zwei Belastungsproben über sich ergehen lassen. Am 12. Dezember 1896 wurde die erste vorgenommen. Die 92 Meter lange und 8 Meter breite Brücke wurde mit 5 800 Zentnern Eisenbahnschienen überlegt und zeigte unter dieser Belastung eine Einsenkung von nur 17 Millimetern. (Foto Ad. Hofmann, 1896.)

85. Bei einem sehr unfreundlichen Wetter wurde die zweite Probebelastung der neuen Donaubrücke vorgenommen. Auf offizielle Einladung ist der Magistrat und das Gemeindekollegium zahlreiclt erschienen, ebenso eine große Menge von Zuschauern, darunter mehrere Fremde; auch mehrere Photographen hatten sicb eingefunden. Zwei Fuhrwerke mit je sechs schongezierten Pferden und einer Last von 400 Centnern - die Pferde nicht mitgerechnet - gingen vom linken Ufer aus neben einander unter dem Donner eines Geschûtzes ûber die beflaggte, hûbscn dekorierte Brücke ... Die Senkung der Brücke während der Fahrt betrug 21/2 Millimeter, die Seitenschwankung 61h Millimeter. Unter der Last der Fuhrwerke wurde das Pflaster der Fahrbahn auf der Gstûttseite eingedrûckt, welches Vorkommniß nicht viell iicht einer lássigen Arbeit, sondern dem Umstande razuschreiben ist, daß dort mit gefrorenem Sand gearoeitet werden mußte. Wenn die als Beschwerungs-Material dienenden Eisenbahn-Schienen von den beiden Trottoiren entfernt sein werden, wird die alte Brûcke abgesperrt, ein Zeichen, daß die neue Brücke nun dem allgemeinen Verkehre geöffnet ist. (Straubinger Tagblatt vom 17. Dezember 1896.) (Aufnahnme, Dienstag 15. Dez. 1896.)

86. An diesem Wintert ag sind die Spuren des Verkehrs über die neue Brücke schon deutlich zu erkennen. Der Abbruch der' Alten' ist bereits weit fortgeschritten. In luftiger Höhe stellen sich die Bauarbeiter selbstbewußt dem Fotografen. Ohne Sang und Klang, ohne kirchliche Weihe war die Brücke dem Verkehr übergeben worden, wie der Chronist des Tagblattes vermerkt. lm Volke versteht man einfach derlei nicht, und wiederholen, die Unterlassung einer angemessenen Feier, nicht zum mindesten die der kirchlichen Weihe, hat hier sehr verstimmt.

87. Noch wird der Verkehr über die Donaubrücke von Pferdefuhrwerken bestritten. Die schwungvolle Stahlkonstruktion wurde in den letzten Kriegstagen des Jahres 1945 sinnlos gesprengt. Die heutige Brücke entspricht in ihrer Form weitgehend ihrer Vorgängerin. (Foto Ziegier, 1916.)

88. Der Schleppdampfer 'Czeriva' nähert sich Straubing. Auf Deck macht sich die Besatzung bereit, den hohen Schornstein für die Brückendurchfahrt umzulegen. Auf der Brücke selbst warten zahlreiche Neugierige auf dieses Schauspiel. (Foto Edm. Arnold.)

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