Stürzelberg in alten Ansichten

Stürzelberg in alten Ansichten

Auteur
:   Jost Auler und Jakob Justenhoven
Gemeente
:   Stürzelberg
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4628-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Stürzelberg in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Stürzelberg, am linken Rheinufer südlich von Düsseldorf gelegen, ist seit der kommunalen Neugliederung 1975 ein Stadtteil von Dormagen im Kreis Neuss. Die ersten Spuren des Menschen im Gebiet von Stürzelberg sind archäologische Funde aus ur- und frühgeschichtlicher Zeit (Mittelpaläolithikum, Mesolithikum, Neolithikum, Bronzezeit, vorrömische und römische Eisenzeit); sie liegen aus der näheren Umgebung, aber auch aus dem Ortskern vor. Eine Kontinuität zu dem hochmittelalterlichen kleinen Dorf existiert aber sicher nicht.

1345 wird erstmalig Stürzelberg benannt, und zwar als Beiname eines Zonser Schöffen. Es gehörte zur Zeit des Zonser Fronhofes im 12. Jahrhundert wie Horrem zum Amt Zons. Stürzelberg ist vermutlich als eine Ro-

dungssiedlung des erzbischöflichen Hofes 'im Stüttgen' entstanden, und zwar an einer Stelle, die zum Rhein hin 'steil abfällt' und sich daher im Namen widerspiegelt. In so exponierter und hochwasserfreier Lage fanden seine Bewohner den lebensnotwendigen Schutz vor den Unbilden des erst in der Neuzeit regulierten Flusses.

Die Siedlung bestand nur aus vereinzelten größeren Hofanlagen wie dem Rittergut Heekhof und dem vom Fronhof unabhängigen 'Gnadentaler Hof' sowie vielen kleineren Höfen. Die Menschen verdienten ihren Unterhalt zumeist als Tagelöhner, Ackerer und Fischer sowie vereinzelt als Handwerker und Fuhr- und Fährleute. Politisch und kirchlich ist Stürzelberg von Anfang an mit der Zollfeste Zons verbunden, die 1373 von dem Kölner Erzbischof Friedrich Hl, von Saarwerden zur Stadt erhoben worden war. Das kleine Rheindorf steht fortan im Schatten dieser privilegierten, befestigten Stadt und spielt daher weder örtlich noch überregional eine bedeutende Rolle.

Dies ändert sich erst mit der Industrialisierung von

Stürzelberg im ausgehenden 19. Jahrhundert, dem Zeitpunkt, an dem die vorliegende 'Bildreportage' einsetzt. Sie zeigt in alten Ansichtskarten und Fotografien 'Stürzelberg am Rhein' während des späten Kaiserreiches, des Ersten Weltkriegs, der Weimarer Republik und der Anfangsjahre der nationalsozialistischen Herrschaft und umfaßt etwa die Zeitspanne von 1880 bis 1930.

Die Ansichten werden in historischen Komplexen präsentiert. Den Hauptanteil stellen dabei Straßenund Häuseransichten. Gerade diese zeigen uns, wie sehr in den letzten Jahren - sieht man einmal von den Folgen des Zweiten Weltkrieges ab - Bausubstanz verlorengegangen ist. Andere Komplexe beschäftigen sich mit Institutionen wie der 1909 gegründeten Feuerwehr oder der seit 1868 existierenden Schützenbruderschaft. Bilder von der 'Stürzelberger Hütte' und den Rütgerswerken weisen auf die um die Jahrhundertwende entstandene örtliche Industrie. Einen weiteren Schwerpunkt bildet das Rittergut Heckhof. Das Rittergut wird 1389 erstmals urkundlich erwähnt. Die noch erhaltenen Bauten stammen zum Großteil aus

dem Jahre 1694 (Torbogeninschrift). Auch der Gasthof in St. Peter, an der Verbindungsstraße zwischen Köln und Neuss (heutige Bundesstraße 9) gelegen, und die alten Stürzelberger Gaststätten 'Vater Rhein' und 'Erkelenz' bleiben nicht unerwähnt.

Alles in allem zeigt dieses 'Bilderbuch' den kleinen niederrheinischen Ort Stürzelberg, wie er vor sechzig Jahren und in den fünf Jahrzehnten zuvor ausgesehen hat. Dabei ist den Verfassern durchaus bewußt, daß Abbildungen die geschriebene Geschichte nicht ersetzen, sondern lediglich begleitend illustrieren können. Und in diesem Sinne soll dieses Büchlein auch verstanden werden.

Literatur:

Auler, J. (Hg.): Blätter zur Geschichte von Zons und Stürzelberg, JüchenJDormagen, Bd. I 1983 ff; Hansmann, A.: Geschichte von Stadt und Amt Zons, Düsseldorf 1973 (= Diss. Bonn 1970);

Justenhoven, J. u. Milz, H.: Stürzelberg und die St.Aloysius-Schützenbruderschaft. Festschrift zum 100jährigen Bestehen, o.O. 1968.

1. Postkarte von 1903. Auf dieser Postkarte vom 29. Dezember 1903 teilt die Schwester von Katharina Schönen ihr mit: 'Komme nicht Neujahr sondern H. drei Könige ... '. Unten links das Kolonialwarengeschäft der Elise Schönen, unten rechts die Kirche noch ohne Seitenschiff, das 1910 angebaut wurde. Oben ist eine idealisierte Ortsansicht zu sehen.

Grua aus Stürzelberg

Partie am lUIein

Perr-blick ~ur ReiBholz

2. Totalansicht von Stürzelberg. Von dieser Postkarte sind mehrere Exemplare überliefert, unter anderem eine Farbaufnahme mit versetztem Text. Die Poststempel datieren in die Jahre 1929 und 1931; ein Exemplar stammt schon aus dem Jahre 1913. Auf der Gesamtansicht ist links die jetzige Gaststätte Thiele, rechts daneben an der Einmündung des Weges die 'Schwanenburg' und ganz rechts die Bebauung auf dem Kapellenberg zu sehen. Die 'Partie am Rhein' wurde wohl im Grind aufgenommen und das kleine Bild rechts unten bietet einen Bliek auf das rechtsrheinische Düsseldorf-Reisholz; im Vordergrund ist hier ein Passagier-Raddampfer zu sehen.

Dorf-Eingang

GruB aua StQrzelberg

tHon.

3. 'Gasthof Industrie' und der Dorfeingang. Diese Blanko-Postkarte mit dem Stürzelberger 'Dorf-Eingang' stammt aus der Sammlung von Gisbert Nerlich, Dormagen-Rheinfeld, Der 'Gasthof Industrie', das weiß getünchte Gebäude links im Bild, wurde 1913 erbaut. Demnach entstand das Bild danach. Zu sehen ist der heutige Gustav-Biesenbach-Platz und rechts zwischen den Häusern der Steigerturm mit Spritzenhaus der Feuerwehr.

Partie am Rhein

4. Vier Dorfaspekte. Im Stürzelberger Postkartenverlag von E. Schönen erschien diese farbige Postkarte. Sie wurde 1914 in Zons gestempelt und zeigt den Kolonialwarenladen von Schönen, Schule und Kirche mit Pastorat sowie eine 'Partie am Rhein' mit einem Raddampfer.

5. Rhein und Feldstraße. Diese Karte entstand vor 1930; das genaue Jahr ist nicht bekannt. Oben ist der Rhein bei Stürzelberg mit einem Güterschraubenboot, mehrere Nachen sowie die Kaianlage der Stürzelberger Hütte mit den Kränen zu sehen. Im Hintergrund erkennt man den Kamin der Zinkhütte. Unten findet sich eine der seltenen Ansichten der Feldstraße, die ja neben beispielsweise der Schulstraße oder dem Kapellenberg eine der ältesten Straßen des Dorfes ist. Man blickt in Richtung der damaligen Hauptstraße, dem heutigen Biesenbachplatz.

Rheinpartie

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Fe'dstraêe

6. Eine typische Bauernfamilie vor ihrem Haus. Der 'Ackerer' Theodor Stöpp (1867-1949) mit Pfeife (Bildmitte ), ganz rechts seine Frau Katharina Stöpp geborene Longerich (1872-1964) und links neben ihr die 1829 geborene Mutter von Theodor, Anna Stöpp geborene Broich mit fünf ihrer sieben Kinder vor ihrem Haus Leichweg Nr. 7 (Hausnummer unklar), der späteren Zonser Straße 22 bzw. der jetzigen Schulstraße 98a. Das Foto wurde um 1912 aufgenommen. Auf dem Bild aus Familienbesitz von H. und E. Kempis sind der alte Weinstock und die Schwengelpumpe sowie der alte Birnbaum zu sehen. Der vordere Wohnfeil wurde 1976 abgerissen, die Stallungen und die Scheune im Hintergrund wurden umgebaut.

7. WohnhalLS 1907. Wohnhaus der Familie AdolfMalzkom um 1907. Das Haus steht heute noch auf der Schulstraße (NI. 76). Einige der Familienmitglieder, so rechts Hubertine Malzkom, stehen vor dem Haus. Neben der Haustüre die obligatorische Holzbank . Die Vorfahren der Familie wohnten bei Stüttgen in einem kleinen Haus, welches in einem Busch (kleiner Wald) lag. Nach der Übersiedlung nach Stürzelberg erhielt die Familie den Beinamen 'Bösche'.

8. Familie Wirtz, Schulstraße, um 1916. Die Familie Wirturn 1916 vor ihrem Haus Schulstraße 68. Das Fenster an der Straßenseite wurde zu Anfang der zwanziger Jahre zu einem Schaufenster vergrößert. Anstelle des Fensters vor dem Hoftor wurde eine Ladentür eingebaut. Hier betrieb Heinz Wirtz ein Geschäft mit Schulartikeln, Porzellan und ähnlichem.

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