Stuttgart in alten Ansichten

Stuttgart in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. Wolfgang Müller
Gemeente
:   Stuttgart
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2936-7
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Stuttgart in alten Ansichten'

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9. Aus seiner ersten Ehe mit Marie zu Waldeck und Pyrrnont, die 1882 im Alter von fûnfundzwanzig Jahren an den Folgen einer Totgeburt verstorben war, hatte König Wilhelm eine Tochter, die 1877 geborene Prinzessin Pauline. Da die zweite Ehe mit Charlotte zu Schaumburg-Lippe kinderlos blieb, war die Prinzessin der ungeteilte Sonnenschein im häuslichen Leben des Königshauses. Auch das Volk nahm lebhaften Anteil am Leben der Prinzessin, die kurz und bündig 'das Prinzessle' oder - auf gut schwäbisch - einfach 'Päule' genannt wurde. Und so waren die Verlobung mit dem Erbprinzen Friedrich zu Wied im März 1898 und die Hochzeit am 29. Oktober des gleichen Jahres freudige Ereignisse für viele Bürger des Landes (1898).

10. Drei Generationen der Königlichen Familie von Württemberg vor dem Fotografen vereint: König Wilhelm 11. und Königin Charlotte, Prinzessin Pauline, die Königstochter, mit ihrem Mann, dem Erbprinzen zu Wied, und die beiden kleinen Prinzen Hermann und Dietrich zu Wied. Zu seinen Enkeln, die ihn oft im Wilhelmspalais in Stuttgart oder im Schloß in Friedrichshafen besuchten, hatte der König ein enges und liebevolles Verhältnis (1911).

11. Seine Absetzung und den rilden Hinauswurf aus seinem Domizil, dem Wilhelmspalais am Charlottenplatz, konnte der König nicht verwinden. 1916 bei seinem 25jährigen Regierungsjubiläum noch groß gefeiert, trieb ihn der Mob am 9. November 1918 aus Amt und Heim; seine offizielle Abdankung erklärte Wilhelm am 30 November. Er lebte fortan zurückgezogen, zumeist in seinem Jagdschloß Bebenhausen bei Tübingen, Stuttgart hat er nie wieder betreten. Nach seinem Tod am 2. Oktober 1921 wurde sein Leichnam zum Begräbnis in Ludwigsburg in weitem Bogen um die undankbare Stadt herumgefahren (1921).

Ein Menn, höchjter rnenkhlldrer Achtung roert, irt mit HERZOG WILHELM ZU WORTTEMßERG eus dem Leben gerchieden

12. Im Neuen Schloß hingen in der Königlichen Familiengalerie die Gemälde mit den Vorfahren und der Verwandtschaft der königlichen Familie. In der Ecke rechts oben ist der von Napoleon mit der Königswürde ausgestattete Friedrich zu erkennen. 1797 hatte er als Friedrich H. den herzoglichen Thron bestiegen, 1816 starb er als der erste König seines Landes, dem er ein kühler, nicht selten gewalttätiger, absolutistischer Herrscher war. Von historischer Bedeutung ist seine Rolle als Begründer des neuen Wûrttembergs in einem Flächenstaat. In dem Manifest zur Annahme der Königswürde (l. Januar 1806) gab er Stuttgart die offizielle Bezeichnung 'Unserer Königlichen Residenz' (1904).

Empire-Salon.

13. Der Prinzenbau an der Westseite des heutigen Schillerplatzes gegen die Königstraße wurde 1605 von Herzog Friedrich nach dem Entwurf des Hofbaumeisters Heinrich Schickhardt als fürstliches Gasthaus begonnen. Nach dem Tod Friedrichs diente es verschiedenen Zwecken, bis 1710 Erbprinz Friedrich Ludwig das Gebäude bezog und ihm zu dem Namen 'Prinzenbau' verhalf. Auch später wohnten dort wieder Prinzen, so Prinz Friedrich, dessen Sohn Wilhelm, der ab 1891 Württembergs letzter König war, in diesem Haus am 25. Februar 1848 geboren wurde. Das Bild zeigt einen in geradlinigem Empirestil ausgestatteten Salon im Prinzenbau, den um die Jahrhundertwende Herzog Robert von Württemberg mit seiner Gemahlin Maria Immakulata Raineria von Österreich bewohnte (1902).

Stuttgart

Königin-Olga-Bau

14. Der Königin-Olga-Bau bildete den architektonisch angemessenen Abschluß des Schloßplatzes zur unteren Königstraße gegenüber dem Hotel Marquardt. Er war im Eigentum der Herzogin Wera von WÜIttemberg (1854-1912), der geborenen Großfürstin von Rußland und Witwe von Herzog Eugen von Württemberg (1846-1877), und stellte eine geglückte Verbindung von Palais und Geschäftshaus dar. Nach den Plänen der Architekten Lambert und Stahl wurde das im Palaststil gestaltete Gebäude in den Jahren 1893 bis 1895 erbaut. Seinen Namen bekam es nach der 1892 verstorbenen Königin Olga, deren Besitz ihre Nichte Wera geerbt hatte. 1917 kam das Gebäude in den Besitz der Darmstädter Bank, 1934 an die Dresdner Bank. 1944 wurde es zerstört und nach dem Krieg als Bank- und Bürogebäude in neuer Forrn, aber konservativem Baustil wieder erstellt. (Urn 1900.)

Stut/gart - partie

15. Das Café-Restaurant im Königin-Olga-Bau war der Treffpunkt der 'besseren Kreise' und der Ort distinguierter Veranstaltungen. Im Stadtführer von 1902 preist der seinerzeitige Inhaber, der Königliche Hoflieferant Ludwig Stottele, sein Haus an als 'Rendezvous der vornehmen Welt sowie aller Fremden' und verspricht eine 'Aufmerksame und flotte Bedienung'. Zum Gedenken an den berühmten Bildhauer Dannecker, dessen Atelier auf diesem Platz einst stand, wurde in den Erdgeschoßräumen seine Ariadne und in der Mitte der Decke seine Apotheose nachgebildet. Im oberen Stockwerk war ein ebenfalls reich ausgeschmückter Konzertsaal. (Urn 1920.)

16. Prinz Hermann zu Sachsen-Weimar-Eisenach (1825-1901) war rnit König WilheIms Tante, Prinzessin Auguste von Württemberg, verheiratet. Kurz 'Prinz Weimar' genannt, widrnete er sich vor allem dem Militär- und Veteranenvereinswesen, dem Roten Kreuz und den Künsten. Er war auch Ehrenpräsident der 1868 gegründeten Stuttgarter Pferdeeisenbahn Aktiengesellschaft und später Aufsichtsratsvorsitzender der Stuttgarter Straßenbahnen. Durch seine aufgeschlossene Art galt der Prinz als Brücke zwischen Hof, Adel und Bürgertum. Sein Haus an der Neckarstraße Nr. 23, 'Palais Weimar' genannt, war 1854 von Baumeister Leins errichtet worden. Gegenüber, beim Museum der bildenden Künste, wurde am 15. Mai 1904 das von Prof. Donndorf jr. geschaffene Standbild enthüllt (1905).

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17. Die Goethestraße, 1874 fertiggestellt, erhielt ihren Namen zu Ehren des Dichters, der Stuttgart 1779 und 1797 besucht hatte. Die kurze Straße, bei der im Adreßbuch von 1904 lediglich dreizehn Häuser verzeichnet sind, liegt zwischen der Kriegsberg- und der Jägerstraße. Das Bild zeigt sie von der Kriegsbergstraße aus mit Bliek auf die Weinberge des Kriegsbergs. In dem Haus Nr. 2, rechts mit dem Wachtposten davor, hatte das Generalkommando seinen Sitz, Dort war die Residenz Seiner Exzellenz des Kaiserlich-preußischen und kommandierenden Generals von Hugo. Auch die übrigen Bewohner dieser ersten Stuttgarter Adresse konnten sich zu den besten Kreisen zählen, Vor allem der Adel hatte sich dort standesgemäß niedergelassen (1904).

Stuttgart. .Marstall

18. Der im Jahr 1771 als 'Langer Stall' auf der Solitude errichtete herzogliche Marstall mit den Wagenremisen wurde 1805 in die untere Königstraße versetzt. Er wurde 1923 für Geschäftszwecke umgebaut. Nach den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurden die Marstallbaulichkeiten nicht wieder aufgebaut. Heute befinden sich dort moderne Läden und Bürohäuser.

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