Stuttgart in alten Ansichten

Stuttgart in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. Wolfgang Müller
Gemeente
:   Stuttgart
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2936-7
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Stuttgart in alten Ansichten'

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39. 'Unter der Uhr' in der großzügigen Schalter- und Empfangshalle des Alten Bahnhofs war der beliebte Treffpunkt für Verabredungen allerlei Art. Besonders stolz war man auf die prachtvolle und moderne elektrische Beleuchtung dieser 'guten Stube' des Bahnhofs. Auch diese Aufnahme stammt von F. Brandseph (1900).

40. Seit der Eröffnung des neuen Hauptbahnhofes dampfen und pfeifen hier keine Züge mehr. Einzug gehalten hat ein Lichtspieltheater, der UF A-Palast, wo es gerade den Film 'In Treue stark' zu sehen gibt. Geblieben bis heute vorn alten Bahnhof sind die Eingangsportale mit den Säulen der Morlok'schen Fassade. Nach dem Krieg als 'Metropol-Palast' mit Variété und Kleinkunst erlebte dieses Haus noch einmal eine große Zeit. Wer erinnert sich nicht an den Magier Kalanag und seine Miß Gloria, sein 'Wasser aus Indien' und die von der Bühne weggehexte Luxuslimousine? Heute flimmert es in einigen kleineren Kinos dort wieder auf der Leinwand. In der Bildmitte - neben dem Friedrichsbau sieht man das renommierte Hotel-Restaurant Dierlamm, wo angesehene Stammtischrunden tagten. (Urn 1930.)

41. Mit dem Bau des neuen Hauptbahnhofes am unteren Ende der Königstraße war 1914 begonnen worden. In der Nacht zum 23. Dezember 1922 konnten die ersten Züge einfahren, aber erst 1927 war das große Werk der Architekten Prof. Paul Bonatz und Scholer vollendet. Die Aufnahme zeigt die 160 Meter lange Querhalle mit den Zugängen zu den sechzehn Bahristeigen (1925).

42. Nach Einweihung des neuen Hauptbahnhofes und Stillegung des alten Bahnhofes in der Schloßstraße im Oktober 1922 konnte das sieben Hektar große Gelände zwischen Schloßstraße, Hauptbahnhof, Königstraße und Friedrichstraße einer neuen Verwertung zugeführt werden. Dem neuen Hauptbahnhof fehlte zunächst ein angemessenes Gegenüber. 1926 wurde im Auftrag der BahnhofplatzGesellschaft AG mit dem Bau eines großen Geschäftshauses begonnen. Das Bauwerk mit Gaststätten, Läden und Büros wurde im sumpfigen Untergrund auf 1 250 Elsenbetonpfähle gegründet. Es erhielt nach dem Reichspräsidenten den Namen 'Hindenburgbau'. Der erste Bauteil mit den Gaststätten, deren Glanzstück ein über drei Stockwerke reichendes Konzertcafé war, wurde im Februar 1928 eröffnet. Nach dem Wiederaufbau blieb der Hindenburgbau in seiner Gestalt und Funktion im wesentlichen erhalten (1929).

43. Der Mittnachtbau an der Königstraße, Ecke Büchsenstraße, hat seinen Namen von dem früheren württernbergischen Ministerpräsidenten Freiherr Hermann von Mittnacht. Das Geschäftshaus mit zehn Geschossen an der Büchsenstraße und sieben Geschossen an der Königstraße wurde 1926 bis 1928 nach den Plänen der Architekten Eiseniohr und Pfennig errichtet. Die ursprüngliche Planung hatte ein Hochhaus von durchweg zehn Geschossen vorgesehen, was jedoch von der Stadt nicht gebilligt wurde. Im obersten Geschoß war das Café Schwörer, von wo aus man einen herrlichen Bliek über die Stadt hatte. Früher befanden sich auf diesem Platz das 'Hohenheim'sche Palais' (erbaut 1699; für Franziska von Hohenheim 1775 hergerichtet und ausgeschmückt); 1795 nach Erweiterung das 'Herzogliche Erbprinzsche Haus' (Wohnung des Kronprinzen) und ab 1816 nach nochmaliger Erweiterung das Königliche Staats- und Außenministerium. Nach Verlegung des Sitzes der Regierung in die Villa Reitzenstein wurde das historische Gebäude 1925 abgebrochen (1928).

44. Am 4. April 1925 beschloß der Gemeinderat den Bau einer StadthaIIe zwischen der Neckarstraße und dem Berger Park. Obwohl sich durch einen Unfall, bei dem drei Bauarbeiter ums Leben kamen, eine Verzögerung ergab, konnte die Halle schon am 18. Juli 1926 eröffnet werden. Sie war bestimmt für Ausstellungen, Tagungen und Veranstaltungen aller Art sowie als Sport-Arena und Radrennbahn. Mit einem Fassungsvermögen von 10 000 Personen diente sie in den heftigen politischen Auseinandersetzungen bis zur Machtergreifung durch die Nationalsozialisten als Stätte großer Kundgebungen. Am 15. Februar 1933 kam Adolf HitJer und sprach in der StadthaIIe. Die Rundfunkübertragung wurde jäh unterbrochen, als eine von Widerstandskämpfern geführte Axt die Kabel zerschnitten hatte. Gegner und Sympathisanten freuten sich über diesen 'Schwabenstreich', Auf dem Platz der StadthaIIe steht heute der Neubau des Süddeutschen Rundfunks (1928).

45. Dieses Bild vom neuen Hallen-Stadtbad in Heslach an der Mörikestraße, Ecke Adlerstraße, wurde kurz nach der Eröffnung im Jahre 1929 aufgenommen. Die Schwimmhalle mit fünfzig Metern Länge war zeitweilig die größte in Deutschland. Das Bad hat den Krieg einigermaßen gut überstanden. Vor allem durch den Schul- und Vereinssport war es stets stark frequentiert. In jüngster Zeit stellte sich jedoch die Notwendigkeit einer grundlegenden Instandsetzung und Modernisierung heraus. (Urn 1930.)

46. Die Straßenbahn mit der Nummer 204 der Linie 7 kommt aus Richtung Bopser-Wilhelmsbau über die Königstraße gerade am Warenhaus Tietz vorbei. Die braunbeschilderte Linie führt weiter zum Herdweg über den Hegelplatz. Das Bild zeigt die Bahn kurz vor dem Einbiegen in die Büchsenstraße. (Urn 1914.)

Stuttgart

47. Die ziemlich heruntergekommene Legionskaserne - 1753 auf Veranlassung von Herzog Karl Eugen erbaut - mußte 1906 dem Neubau des Wilhelmsbaues Platz machen. Ihre militärische Vergangenheit hatte jedoch schon 1843 geendet. Sie war anschließend Sitz der ZentralstelIen für Landwirtschaft und für Gewerbe und Handel. Am oberen Ende der Königstraße war auch einer der wichtigsten Warteplätze für Droschken. Der Tarif innerhalb der Stadtgrenze betrug für die pferdebespannten TaxameterDroschken bis zu achthundert Meter 50 Pfennig und für jede weitere vierhundert Meter 10 Pfennig. (1903).

48. In der oberen Königstraße, beirn Wilhelmsbau, herrschte stets munteres städtisches Treiben. Dort hatten auch viele renommierte und gut geführte Fachgeschäfte ihren Sitz. An sonnigen Sommertagen bestimmten die bunt gestreiften Markisen über den Schaufenstern das Bild der wichtigsten Stuttgarter Einkaufsstraße. Links, wo die Straßenbahn mit ihrem offenen Wagen gerade in die Gartenstraße einbiegt, sehen wir die Depositenkasse der Württembergischen Vereinsbank, einer Gründung des vielseitig sozial engagierten Geheimen Hofrates Eduard Pfeiffer. Rechts im Bild der Kleine Bazar, der ursprünglich als Kaffeehaus genutzt wurde. Er war 1803 von dem Bäcker und 'Gastgeber' Mühlbach errichtet worden und wurde von Juwelier Kolb, dem neuen Besitzer, 1846 im Erdgeschoß zu Läden umgebaut. (Um 1905.)

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