Stuttgart in alten Ansichten

Stuttgart in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. Wolfgang Müller
Gemeente
:   Stuttgart
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2936-7
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Stuttgart in alten Ansichten'

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I Stuttgart

Eberhardstrasse

59. Die Eberhardstraße heißt nach dem Grafen Eberhard dem Greiner (1344-1392). Hermann Lenz meint in seinen 'Spaziergängen' durch Stuttgarter Straßen, daß der alte Rauschebart, wenn er Anfang unseres Jahrhunderts hier gegangen wäre, hätte jeden wissen lassen, daß es zu seiner Zeit in Stuttgart viel behaglicher gewesen sei, weil sich damals statt der Eberhardstraße die Stadtmauer mit ihrem Graben und davor Wiesen gestreckt hätten. Das Bild zeigt den Abschnitt zwischen Steinstraße (links) und Torstraße (rechts) und dem Knick der Straße nach der Einmündung der Färberstraße (Bildmitte rechts). Der kleine Platz mit den Bäumen vor den Häusern Nummer 22 bis 26 erinnert daran, daß hier vor der Altstadtsanierung, als die Häuserfront in der Flucht des Eberhardsbaues vorrückte, der 'Hatenmarkt' (Geschirrmarkt) und das Platanen-'Alleele', der aufgefüllte Graben, war. (Urn 1910.)

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Restaurant Petersbuieer f50f - Stuttaart

60. An der Eberhardstraße, dem aufgeftillten Stadtgraben, Ecke der Hirschstraße stand der Gasthof 'Petersburger Hof', der ursprünglich den Namen 'Zum Ritter St. Georg' hatte, Großfürst Paul von Rußland übernachtete 1782 dort, wovon spater der neue Name abgeleitet wurde. Im Fremdenführer von 1843 war der 'Petersburger Hof' unter den Gasthöfen dritten Ranges verzeichnet und mit dem Hinweis 'Viele Fuhrleute' versehen. Spater übernahm der Möbelfabrikant Schöttle das Anwesen und nutzte es teilweise als Ausstellungsraum. Das Restaurant wurde verpachtet und weiterbetrieben. 1925 erfolgte der Abbruch, um dem Neubau des Kaufhauses Schocken Platz zu machen. (Um 1910.)

61. Auf dem Platz des 'Petersburger Hof entstand 1927/1928 das Großkaufhaus Schocken nach den Plänen des Berliner Architekten Erich Mendelsohn. Das ausgewogen gegliederte und im Detail gestaltete Gebäude mit seiner rot-braunen Klinkerfassade wurde geprägt von dem gerundeten, großzügig verglasten Treppenhaus an der Ecke Eberhard- und Hirschstraße. Das Kaufhaus wurde im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt und später wiederaufgebaut. Ende der fünfziger Jahre mußte es aber einem Warenhausneubau weichen, obwohl es Bestrebungen gab, das Haus als Baudenkmal zu erhalten. Das Bild zeigt das beleuchtete Kaufhaus mit seinen anziehenden Schaufenstern kurz nach der Eröffnung am 4. Oktober 1928.

Stuttgart. Leonbardskirche.

62. Straßenbahn, Fußgänger, Hunde, Karren und Marktstände vertrugen sich gut bei der Leonhardskirche. Der Straßenbahnftihrer auf seiner offenen Plattform nimmt beschaulich Kurs auf den Charlottenplatz über die Eßlinger Straße. Die dreischiffige St.-Leonhardskirche wurde 1463 bis 1466 von Aberlin Jörg aus einer ursprünglich einschiffigen Kirche (1408) erbaut. Bis 1700 diente die Kirche zum Begräbnis von Beamten und Bürgern der Stadt. 1944 fast vollständig zerstört, wurde sie stilgetreu von Prof. Rudolf Lempp wieder aufgebaut und im März 1950 erneut geweiht. (Um 1910.)

63. Die Eßlinger Straße war eine belebte Verbindungs- und Sammelstraße für viele Gassen, Straßen und Plätze. Rechts im Bild sieht man das Stuttgarter Gewerkschaftshaus mit dem Gasthof 'Zum goldenen Bären' (1904).

Akademie [frühere ßtuttgart.

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64. Ein Bliek vom Charlottenplatz in die Neckarstraße (heute Konrad-Adenauer-Straße) mit ihren kulturellen Gebäuden und vornehmen Privathäusern. Auf ihr verkehrte die Pferdebahn und später die elektrische Straßenbahn zu den Mineralbädern in Berg und Cannstatt. Links sehen wir die 'Hohe Karlsschule', zu deren berühmten Absolventen Friedrich Schiller zählte. Die Gebäude wurden ursprünglich (1740-1745) als Kaserne erbaut (1903).

Stuttgart.

Charlollen-Slrasse.

65. Die Charlottenstraße, früher eine belebte Geschäftsstraße, ist heute eine seelenlose Verkehrsader. Sie hat ihren Namen von Charlotte Prinzessin von Bayern, der ersten Frau des Kronprinzen und späteren Königs Wilhelm I. Auch der Charlottenplatz (im Vordergrund) war beliebt als Treffpunkt und frequentiert als Umsteigeplatz der Straßenbahn. In dem großen Gebäude mit den Funkantennen auf dem Dach war das königliche württembergische Kriegsministerium untergebracht. 1824 bis 1826 wohnte dort der DichterWilhelm Hauff als Hofmeister in der Familie des Kriegsministers Freiherr von Hügel. (Um 1910.)

STUTTGART. Kgi. Lendes-Brbtiotbet«

66. Neben dem Naturalienkabinett stand an der Neckarstraße mit der Hausnummer 8 die Königliche Landesbibliothek. Der großartige Monumentalbau entstand 1883 nach den Plänen des Architekten Landauer. Die Bibliothek war 1765 von Herzog Kar] Eugen gegründet worden. Um die Jahrhundertwende hatte sie einen Bestand von fast 500000 gedruckten Werken. 1964 bis 1970 wurde für das 1944 zerstörte Gebäude ein Neubau in Sichtbeton, Kupfer und Klinker erbaut. Der magazinierte Bestand ist mittlerweile auf fast 2,5 Millionen Bände angewachsen. (Urn 1910.)

67. Die Königlichen Naturaliensammlungen, nach der ursprünglichen Bezeichnung allgemein 'Naturalienkabinett' genannt, zeigten in reicher Zahl einheimische und ausländische Tiere, Pflanzen und Steine. Sie konnten sich zu den ansehnlichsten Sammlungen der Welt zählen. Von besonderer Bedeutung war eine umfassende geologische Sammlung Württembergs. An der Neckarstraße entstanden als bauliche Einheit in mehreren Abschnitten in den Jahren 1826 bis 1865 nach den Plänen von G. Barth in klassizistischer Form die Gebäude der Naturaliensammlungen (Neckarstraße 6, links im Bild) sowie des Hauptstaatsarchivs (Neckarstaße 4, rechts im Bild). 1944 ausgebrannt, wurde nach dem Abbruch von 1964 bis 1969 ein moderner Neubau für das Hauptstaatsarchiv erstellt. Die Bestände der Naturaliensammlung haben zum Teil im Schloß Rosenstein Platz gefunden. (Urn 1915.)

Botanlseher Garten K. Katharinenstift and Karl-Olga-Denkmal.

68. Der 1805 angelegte Botanische Garten in den Oberen Anlagen zeichnete sich durch prachtvolle Werke der Teppichgärtnerei aus. An seinem Rand wurde an der heutigen Schillerstraße der Neubau des Königin-Katharina-Stiftes (links irn Hintergrund) errichtet und im September 1903 eingeweiht. 1909 vertrieb der Theaterneubau den Botanischen Garten (1904).

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