Stuttgart in alten Ansichten

Stuttgart in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. Wolfgang Müller
Gemeente
:   Stuttgart
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2936-7
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Stuttgart in alten Ansichten'

<<  |  <  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  10  |  >  |  >>

Stuttgart - Xarl-O'ga-}tfonum~nl

69. Im Botanischen Garten stand das prachtvolle Denkmal für das württembergische Herrscherpaar König Karl (regierend 1864-1891) und Königin Olga, der russischen Zarentochter. Das 1895 errichtete Monument mußte ebenfalls dem 1909 beginnenden Neubau der Königlichen Hoftheater weichen. Die von den Künstlern Curfess und Halmhuber gestaltete Gedenkstätte fand ihren neuen Platz an der Mauer der Anlagen zur Ludwigsburger Straße (heute Cannstatter Straße). Sie wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört (1906).

70. Die vielen Stuttgarter Quellen und Wasserläufe wurden schon in frühen Zeiten in privaten und öffentlichen Brunnen gefaßt. Oft wurden dabei aus repräsentativen Gründen, aber auch um die lebenswichtige Bedeutung des kostbaren Naß zu betonen, Figuren oder Verzierungen angebracht. Zur Zeit gibt es im ganzen Stuttgarter Stadtgebiet über siebzig künstlerisch gestaltete Brunnen. Leider sind durch Kriegseinwirkungen einige Brunnen aus dem Stadtbild verschwunden, die bei den Stuttgartern bekannt und beliebt waren. Das künstlerisch bedeutendste Werk unter den Brunnenfiguren war die Nymphe von Dannecker am Brunnen beim Neekartor auf der rechten Seite der Neekarstraße Richtung Cannstatt. Der Bildhauer hatte sie 1823 modelliert und sein Schüler Th. Wagner ursprünglich aus Sandstein gemeißelt. Später mußte die Figur erneuert werden; die Ausftihrung erfolgte nunmehr aus haltbarerem Marmor durch Th. Bausch. 1944 wurde der Brunnen zerstört; die Plastik blieb erhalten und kam in das Städtische Lapidarium. (Urn 1915.)

71. Auch dieser Brunnen mit seiner anmutigen Mutter-undKind-Figur hat den Zweiten Weltkrieg leider nicht überstanden. Er hatte seinen Platz an der Südseite des KöniginOlga-Baues in der Theaterstraße. Nach einem Modell von König in Wien war die Figur von der Stuttgarter Gießerei Pelargus gegossen worden. (Urn 1915.)

72. Das Landesgewerbemuseum, auf diesem Bild noch im Bau und ohne Fenster, wurde 1896 in Verbindung mit einer großartigen Ausstellung für Elektrotechnik und Kunstgewerbe eröffnet. Auf dem Gelände zwischen Schloß-, Linden-, Hospital- und Kanzleistraße standen früher die Gardekaserne und die alte Garnisonskirche. In dem von Architekt Neckelmann im Renaissancestil gestalteten Monumentalbau fanden neben den Ausstellungs- und Bibliotheksräumen die Kanzleien der Zentralstelle für Gewerbe und Handel und für Landwirtschaft, der Komission für die Gewerblichen Fortbildungsschulen, der Gewerbeinspektoren und der Museumsverwaltung sowie ein chemisehes Untersuchungslaboratorium ihren Platz (1895).

STUTIGART

Museum

73. Vor allem für Ausstellungs- und Messezwecke ließ die Stadt Stuttgart im Jahr 1880 zwischen Linden- und Kanzleistraße die Gewerbehalle erstellen. Die Einweihung erfolgte 1881 mit einer Landesgewerbeausstellung. In den folgenden Jahren fanden viele bedeutende Ausstellungen, zum Beispiel 1896 für Elektrotechnik und Kunstgewerbe oder 1914 für Gesundheitspflege, dort statt. Auch der freie Platz vor der Halle wurde häufig bei Ausstellungen einbezogen. Bei einem Luftangriff wurde die Gewerbehalle 1943 zerstört (1909).

Arbeiterhaus der Württ. Kattuntnanufaktur Heidenheim.

Erbauer : Wärft. Kattunmanufaktur Heidenhelm,

Entururf und Banleitung : P. J. Manz, Architekt, Stut/galt.

-_.

74. Von Juni bis Oktober 1908 fand eine große und anspruchsvolle Bauausstellung auf dem Gelände bei der Gewerbehalle statt. Unter dem Leitmotiv 'Burgerliche Baukunst' sollten richtungsweisende Beispiele für Einfamilien- und Arbeiterhäuser gezeigt werden. Passende Inneneinrichtungen sollten demonstrieren, daß Häuser zum Bewohnen und nicht nur zum Besehen da sind. Die Württembergische Kattunmanufaktur in Heidenheim beteiligte sich mit diesem Arbeiterhaus an der Ausstellung. Es waren also auch sozialpolitische Ziele, die mit Hilfe der Architektur und des Bauwesens verfolgt wurden (1908).

Sdiwäbisdtes Sommet- und Ferienhaus, Erbauer : Rer..-Baunuister Ridi. Dollinger, Stutt a

75. Heimische Bauweise, dieses Zauberwort prägte einen großen Teil der gezeigten Objekte. In den Reden und Festschriften wurde mit Stolz vermerkt, daß gerade in Württernberg 'in den Zeiten des Ungeschmacks weniger Bausünden begangen sind' daß hier viele bürgerliche Bauten 'schon im Sinne jener Ehrlichkeit und Zweckmäßigkeit erbaut sind, die für Architektur und Kunstgewerbe allein rnaßgebend sein dürften.' Das 'Schwäbische Sommor- und Ferienhaus' auf diesem Bild bringt diese (freilich nicht unumstrittene) Gesinnung deutlich zum Ausdruck.

76. Von hervorragender Bedeutung für die Landwirtschaft im ganzen Land war die 22. Wanderausstellung der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft vom 25. bis 30. Juni 1908 auf dem Cannstatter Wasen. Sie war beschickt mit 340 Pferden, 651 Rindern, 336 Schafen, 490 Schweinen, 223 Ziegen sowie Geflügel aller Art in großer Zahl. Bis zu 95 000 Besucher wurden am Tag gezählt, und dies bei einem für die damalige Zeit recht stolzen Eintrittsgeld bis zu drei Mark. Während der Ausstellung, die in Gegenwart des Königspaares eröffnet wurde, fanden eine Reihe glanzvoller gesellschaftlicher Veranstaltungen statt. Auch in der Innenstadt herrschte Feststimmung bis in die Nacht hinein. Fahnenschmuck und nächtliche Illuminationen, besonders eindrucksvoll im Stadtgarten, sollten die Gäste von auswärts und die Einheimischen erfreuen (1908).

Stuttgart mit List-Denkmal.

77. Der Landesverein württembergischer Verkehrsbeamten stiftete das am 2. September 1905 enthüllte Denkmal in den Bopser-Anlagen für den großen Landsmann und Förderer des Eisenbahnwesens Friedrich List (1789-1846). Es war eine späte Ehrung des weitsichtigen Ökonomen und Wirtschaftspolitikers, der - nach dem Wort vom Propheten, der im eigenen Land nichts gilt - viel Bitteres erfahren mußte und in Amerika seinem Leben selbst ein Ende setzte. Über das mit Blickrichtung zur Stadt aufgestellte Denkmal ist in der Iahreschronik 1905 vermerkt: Das Denkmal ist eine treffliche Arbeit unseres heimisehen Bildhauers Stocker; das wohlgelungene Werk, welches Lists Charakterkopf vorzüglich darstellt, ist eine Zierde der Bopser-Anlagen. (1905.)

Stuttgart

, jYeue ]Jopseranlagen

78. In Schieflagc und falschen Proportionen präsentieren sich auf dieser Bildmontage jeweils ein Motorwagen der Stuttgarter Straßenbahnen (links) und der Filderbahn (rechts) an einer Stelle am Bopser, wo die beiden so nicht fuhren. Richtig ist lediglich, daß am Bopser von der Straßenbahn in die Filderbahn umgestiegen wurde. Seit dem 7. Dezember 1900 hatten die Stuttgarter Straßenbahnen ihre Linie von der Charlottenstraße bis zum Bopser verlängert, Die Filderbahn bereitete daraufhin die Pläne für die Linie Bopser-Neue Weinsteige-Degerloch vor, wodurch auch die überforderte Zahnradbahn entlastet werden sollte. Nach Gewährung einer 90jährigen Konzession wurde sie am 1. Mai 1904 eröffnet, gleichzeitig mit der vollen Umstellung der Zahnradbahn auf elektrischen Betrieb. Die neue Weinsteige, das geniale Werk Eberhard von Etzels, wurde dadurch weiter aufgewertet (1905).

<<  |  <  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  10  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2019 Uitgeverij Europese Bibliotheek