Stuttgart in alten Ansichten

Stuttgart in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. Wolfgang Müller
Gemeente
:   Stuttgart
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2936-7
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Stuttgart in alten Ansichten'

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Stuttgart, neue Weinsteigc mit Zahnradbahn

79. Im Jahre 1884 wurde die Zahnradbahn zwischen Stuttgart-Süd und dem Luftkurort Degerloch, 1888 die Fortsetzung als 'Filderbahn' nach Hohenheim eröffnet. Die mit Dampf betriebene Zahnradbahn war die erste für Personenbeförderung bestimmte Bahn dieser Art in Württemberg. Das Bild zeigt die inzwischen auf elektrischen Betrieb umgestellte Zahnradbahn bei der Bergauffahrt Richtung Degerloch auf der Brücke über die Neue Weinsteige. Diese Brücke, 'Türkenbrücke' genannt, weil sie ursprünglich für den Export in die Türkei konstruiert worden war, schwang sich mit ihren über einhundert Meter Länge in elegantem Bogen von hundertzwanzig Meter Radius über die 1831 eröffnete bequeme Verbindung zwischen Stuttgart und Degerloch. Die Zahnradbahn behielt ihren steilen Direktkurs im Verlauf der Alten Weinsteige, die für Menschen und Pferde viel Mühe und Schweiß bedeutet hatte. (Urn 1903.)

Stadtgarten und Polytechnikum.

80. Der Stadtgarten war eine streng geometrisch und kunstgärtnerisch gestaltete Anlage mit Springbrunnen. Er war 1870 angelegt und 1881 vergrößert worden. Betrieben wurde er von einer privaten Gesellschaft bis zur Übernahme durch die Stadt im Jahre 1921. Mit seinem gastronomischen Angebot und Konzerten war er auch ein gesellschaftlicher Mittelpunkt des alten Stuttgart (1906).

Stuttgart

Se est rasse mit Polytechnikum

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81. Das an der Al1eenstraße gelegene Polytechnikum (Technische Hochschule) mußte wegen zunehmender Studentenzahlen gegen die Seestraße und den gegenüberliegenden Stadtgarten in den Jahren 1875 bis 1879 erweitert werden. Die blühenden Kastanienbäume hinter dem Zaun stehen am Rande des Stadtgartens zur unteren Seestraße (1906).

Stuttgart.

Baugewerbeschule.

82. An der Kanzleistraße (Nummer 29), gegenüber dem Stadtgarten, zwischen der Militär- und Schellingstraße, wurde 1867 bis 1870 der Neubau der Baugewerkschule im Stil der französischen Renaissance erstellt. Architekt war der Hofbaumeister und Direktor der Schule, Joseph Egle. Zusammen mit seinem Kollegen Chr. Friedrich Leins bestimmte Egle maßgebend die Stuttgarter Monumentalarchitektur der Gründerzeit. Das Bild zeigt die Eingangsseite an der Kanzleistraße und die Front zur Schellingstraße (links). (Urn 1905.)

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83. Von 1889 bis 1893 wurde das mit künstlerischem Schmuck im maurischen Stil reich verzierte Bad an der Büchsenstraße (links) erbaut, um breiten Bevölkerungsschichten, wie man sich damals ausdrückte, Gelegenheit zu Schwimm-, Wannen- und Schwitzbädern zu geben. Unter dem Motto 'Täglich einmal in die Flut, tut Leib und Seele gut' erhoffte man sich dadurch einen Beitrag flir die Förderung der Volksgesundheit. Die alte Liederhalle war 1864 fertiggestellt worden als Vereinsheim und Konzertsaal des Stuttgarter Liederkranzes. Mit einem Aufwand von einer halben Million Mark wurde 1874 ein pompöser Festsaal für 4000 Menschen angebaut. Der im Bild gezeigte Bau verschwand 1906 im Zuge eines totalen Umbaues (1904).

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84. Der Tiergarten von Nil! beim Herdweg bot alt und jung nicht nur über fünfhundert Tiere aus aller Welt, sondern auf seiner 'Völkerwiese' auch Sonderschauen fremder Völker, dazu populäre Konzerte und Kinderfeste. Seit 1898 war der Eingang, den unser Bild zeigt, am Herdweg Ecke Wiederholdstraße. In dem Gebäude beim Eingang befand sich auch das Restaurant und ein Konzertsaal 1905 wurde das Areal an den Staat verkauft. Am Ostermontag 1906 endete die Geschichte eines 35jährigen, überwiegend erfolgreichen Familienunternehmens. 'Der Nil!' schloß seine Pforten für immer (1903).

85. Nachdem der 'Nill' seine Pforten schließen mußte, hatte Stuttgart jahrzehntelang keinen Zoo, der dessen Tradition auch nur annähernd hätte fortführen können. Zunächst wurde von dem Fabrikanten Theodor Widmann auf der Doggenburg in Verbindung mit der gleichnamigen Ausflugs- und Gartenwirtschaft ein kleiner, nur vierzig Ar großerTiergarten angelegt. Er übernahm einen Teil des Tierbestandes und des Inventars aus dem Nill'schen Tiergarten. Später wurde der Zoo, für den die Stadt nichts übrig hatte, von Gustav Bücheler wiederum als reines Privatunternehmen geführt, Das Bild zeigt ihn mit Vilya, dem rechnenden und musizierenden Elefanten. Wirtschaftliche Gründe zwangen in den dreißiger Jahren zur Aufgabe. Heute besitzt Stuttgart mit der 'Wilhelrna' eine geglückte und international anerkannte Verbindung von Zoo und botanischem Garten und setzt damit die Nill'sche Tradition erfolgreich fort. (Urn 1930.)

Stuttgart.

Partie an der Hauptstdttersfrasse.

86. Diese Aufnahme zeigt die Hauptstätterstraße im Bereich des Leonhardsplatzes. Zwischen den beiden Häusern am rechten Bildrand war der Zugang zum Leonhardsplatz hinter der Kirche und zur Jakobstraße .. In diesem Quartier wurde später am Platz des Boten- und Waaghauses das Gustav-SiegleHaus erstellt. In dem Haus vorne im Bild mit den beiden Giebeln zur Hauptstätterstraße befand sich der Gasthof 'Zum Wilden Mann' (Nummer 27) von Friedrich Vollmer. Links waren die Quartiere der Boten, die mit ihren Pferdefuhrwerken den Gütertransport von und zu den umliegenden Städten und Dörfern besorgten (1908).

STUTTGrlRT, Gustav-Sieqle-Haus am l.eonhardsplatz

87, Das Gustav-Siegle-Haus wurde durch Prof. Th. Fischer von 1910 bis 1912 erbaut. Im Zweiten Weltkrieg zerstört, wurde es Anfang der ftinfziger Jahre in weitgehend gleicher Form als Veranstaltungsstätte mit vier Sälen wiederaufgebaut. Das Gebäude ist eine Stiftung der Witwe des nationalliberalen Reichstagsabgeordneten und Unternehmers Geh. Kommerzienrat Dr. phi!. h.c. Gustav Siegle (1840-1905) zu Gunsten der 'Volksbildung', Über Siegle wird folgende Anekdote zum Besuch des sozialdemokratischen Reichstagskollegen August Bebel berichtet, nachdem sich dieser über die Pracht der Siegle-Villa an der Reinsburgstraße gehörig verwundert hatte. Siegle: Wenn Sie, Kollege Bebel, zur Macht kommen, wird das alles nicht mehr mein Eigentum sein. Darauf Bebel: Sie konnen unbesorgt sein, Kollege Siegle, nur Produktionsmittel werden sozialisiert. Ihre Villa ist kein Produktionsmittel. (1912.)

STUTTGART - Schellenfurm.

88. Der 1564 erbaute Schellenturm zwischen der Weber- und Katharinenstraße war Stuttgarts letztes Überbleibsel der Ummauerung der Esslinger Vorstadt. Seinen Namen hatte er von den Sträflingen, die in seinen Mauern eingesperrt waren und 'Schellen' (Fesseln) an den Füßen tragen mußten. 1944 durch Fliegerangriffe zerstört, wurde der untere Mauerteil 1962 notdürftig restauriert. Eine gerneinnützige Denkmalstiftung hat die Wiederherstellung des Turmes in seiner alten Gestalt Anfang 1979 in Angriff genommen. Er soll künftig auch eine schwäbische Weinstube beherbergen. (Urn 1910.)

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