Suderburg in alten Ansichten Band 2

Suderburg in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Dipl. Ing. Rolf Hillmer und Gerhard Müller
Gemeente
:   Suderburg
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6075-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Suderburg in alten Ansichten Band 2'

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Einleitung

Die politische Gemeinde Suderburg bestand seit dem 1. Juli 1957 aus den Dörfern Graulingen, OldendorfI und Suderburg. 1m Zuge der Gebiets- und Verwaltungsreform wurden der Gemeinde Suderburg auch die Dörfer Bahnsen, Bóddenstedt, Hamersterf Hössermgen, Holxen und Räber zum 1. Juli 1972 zugeordnet. Die Gemeinde Suderburg hat einen Flächenumfang von 128,55 qkm bzw. 12 855 ha. und 4 434 Einwohner.

Die Ortsteile Suderburg und Bahnsen werden in wenigen [ahren das Jubiläum der ersten urkundlichen Nennung vor 1000 [ahren feiern, Mit der Urkunde vom 2. November 1004 bestätigte der Deutsche König Heinrich Ir. den Schwestern Frederuna und Imma, vermutlich TöchterWichmann d.Ä. (909-944), das Kanonissenstift - Benediktinerinnen - Kernnade an derWeser zwischen 959 und 965 zu dessen Ausstattung mit ihrem Erbe beigetragen zu haben.

Selbstverständlich ist das [ahr der ersten urkundlichen Nennung nicht mit dem Datum der Gründung einer Siedlung gleichzusetzen. Der Zeitpunkt solcher Gründungen läßt sich nur bedingt aus den Ortsnamen herleiten. Eine Voraussetzung für die olmehin schwierige Datierung ist die Kermtnis der ältesten Schreibweise solcher Ortsnamen. Für die Ortsteile der Gemeinde Suderburg sind nachweisbar: Sutherburg und Bodanhuson 1004; Gruwinghe, Hamerstorpe, Hoseringe und Holekessen um 1200; Bodenstede 1065/1066; Oldenthorpe 1133 und Redhebere 1313.

Acht der vorgenannten Namen bestehen aus den Grundwörtern (hau)sen, stedt, ingen, torf(dorf) und burg. In der ältesten Zeit reichten diese Grundwörter für eine Ortsbezeichnung aus, doch mit der Zuname der Bevölkerung wurden zur besseren Unterscheidung Bestimmungswörter erforderlich. Bahnsen und Böddenstedt tragen als Bestimmungswort den Personennamen Bodenis. ein Name, der auf

den fränkischen Bischof von Toul aus dem 7. Jahrhundert zurückgeht und dessen Namenstag der 11. September ist, Bei Graulingen ist es der Name des Gründers des Ortes, Grawe, der Grauhaarige, der diesem seinen Namen gegeben hat. Genauso verhält es sich mit Hösseringen, das seinen Namen auf einen Hos zurückführt. Der Name Holxen hat seinen Ursprung entweder in dem Personennamen Hullikes oder in der Berufsbezeichnung des Schiffsführers 'Holke', letzterer liegt wegen der Lage an der Hardau nahe. Oldendorf ist das alte Dorf gegenüber der jüngeren Siedlung Suderburg. Hamerstorfhat seinen Namen ebenfalls von dem Gründer des Ortes erhalten, einem Ha (du) mar. Als erster Träger dieses Namens ist der Bischofvon Reims, um 815, bekannt. Die Deutung von Räber ist schwierig. Der Name kann aus dem Grundwort 'be e jare' = Wald und dem Bestimmungswort 'hriot' = Schilf oder Reet bestehen, was als Auwald ûbersetzt werden kann. Siedlungen mit dem Bestimmungswort -burg sind im 9. und 10. Jahrhundert entstanden. In dieser Zeit war es König Heinrich 1. (geboren um 875, gestorben am 6. Mai 973), der als Burgenbauer in die Geschichte eingegangen ist. In diesern Zusammenhang sei auf den Namen der Suderburger Kirche hingewiesen, deren Namensgeber Rernigius, Bischof von Reims (440533), war. Suderburg war zwar keine Grenzfeste, wie es in der älteren Literatur zu lesen ist, sondern ein Herrschaftsmittelpunkt der umfangreichen Besitzungen der Billunger im südlichen Bardengau, der aber schon bald an Bedeutung verloren hatte.

Die erste Nachricht von einer namentlich bekarmten Person in der heutigen Gemeinde ist im Celier Schatzregister von 1438 mit Alheid Wyrman to Suderbarg überliefert. Weitere Personen werden einige Iahre später im Winsener Schatzregister von 1450/5 1 genannt.

Zahlreiche Zeugnisse aus derVergangenheit und damit aus der Geschichtc Suderburgs sind bis heute auf'uns übergekommen. Es seien

hier genannt: aus der urgeschichtlichen Zeit Grabhügel mit sichergestellten Grabbeigaben wie Beile, Waffen, Urnen und Geräte, die sowohl im Niedersächsischen Landesmuseum in Hannover als auch beim Archäologen des Landkreises Uelzen besichtigt werden können. Ausführliche Beschreibungen finden sich bei RolfHillmer: 'Natur- und Kulturdenkmäler im Kirchspiel Suderburg', Uelzen 1982, und 'Geschichte der Gemeinde Suderburg', Uelzen 1986.

Der sogenannte Eichenreichsweg, urkundlich 983-993 erwähnt, war die Verbindungsstraße zwischen den westlichen und östlichen Gauen. Er war zugleich auf einer Länge von etwa 540 m südliche Grenze des Kirchspiels Suderburg. Seine, in das Gelände eingefahrene Spuren sind nordwestlich der Bundesstraße 191 bei den Kilometersteinen 30,3 und 32,6 gut zu erkennen.

An das Landwirtschaftsmuseum Lüneburger Heide in Hösseringen grenzt der Landtagsplatz auf dem nachweislich von 1532 bis 1652 über das Wohl und Wehe der Untertanen von den Prälaten, der Ritterschaft und den Städten verhandelt wurde. Der Platz in seiner heutigen Form geht auf das Iahr 1 936 zurück.

Einen besonderen Einfluß auf das Geschehen in der Gemeinde Suderburg hat die im Herbst 1853 gegründete Wiesenbauschule, die heutige Fachhochschule Nordostniedersachsen - FH NON - mit ihren Fachbereichen Bauingenieurwesen, Wasserwirtschaft und Kulturtechnik, Urnwelttechnik, Abfalltechnik und Tropenwasserwirtschaft mit ihren 650 Studenten.

Das Leben in der Gemeinschaft finder unter ariderem in Posaunenchören, Schützen- und Sportvereinen, KyfThäuserkameradschaften, Reichsbund, Deutsches Rotes Kreuz, Feuerwehren, Volkstanzgruppe und anderen Vereinigungen statt.

Für Feriengäste stehen neben einem rund 350 Stellplätze umfassenden Campingplatz am 80 000 qm großen Hardausee etwa 330 Gästebetten zur Verfügung.

An Freizeiteinrichtungen werden neben dem Hardausee, das Landwirtschafismuseum Lüneburger Heide am Landtagsplatz in Hösseringen, Reitmöglichkeiten, ein Waldgeschichts- und Grüner Lehrpfad angeboten.

Möge dieses Buch dazubeitragen, die 1 OOOjährige Geschichte Suderburgs sowohl für die Einheimischen als auch für die Gäste lebendig werden zu lassen. Alle, im Buch gemachten Angaben beruhen auf sorgraItige Recherchen. Wir bitten aber urn Nachsicht und Verständnis, wenn sich trotzdem Fehler eingeschlichen haben. Abschließend gilt unser Dank denen, die durch Postkarten und Fotos sowie Idenüûzierung derselben zur Gestaltung dieses Buches beigetragen haben.

RoH Hillmer Gerhard Müller jun,

Bildnachweis:

Postkarten und Fotos stammen aus folgenden Sammlungen:

Bakeberg, Dieter: 46.

Baumgarten, Alfred: 66.

Behn, Alfred: 59.

Bühring, Alfred: 71.

Dammann, Günther: 16. Dehrmann, Werner: 13, IS, 19,62. Fachhochschule: 9.

Gemeinde Suderburg: l c, 7, 8, 10,29,34,36,47,49,58,63,68,70, 73.

Ginkowski, Familie: 18. Heirnatkalender für Stadt und

Kreis Uelzen 1987, S.30: 2.

Hillmer, Ralf: 65,67.

Hoffmann, Horst: 6,30, 40a, 40b, 72. Kruggel, Henny: 33.

Landwirtschaftsmuseum Lüneburger Heide: 24. (Herrn. Hihner, Böddenstedt) 2 0, 22, 27. (Luise Cohrs, Böddenstedt) 21.

(Familie Böttcher, Böddenstedt) 23.

(Heim. Drögemüller, Böddenstedt) 26. (Beplate- Haarstrich, Suderburg) 5 0, 51, 52. (Muller, Hamerstorf) 32.

Licht, Adolf: 4,53,54,55,56,75. Matthies, Marga: 5, 31.

Meyer, Alfred: 61.

Meyer-Thees, Heinrich: 48.

Mocek, Wolfgang, Uelzen: la, 12,28,35,37,38, 40c, 44, 45, 57. Müller, Gerhard [un.: 1 b, 11,25,64,69,74,76.

Müller, Hermann, Hamerstorf: 32.

Pfuhl, Gerhard: 17.

Rätzmann,Willi: 14.

Riggert, Familie: 43.

Ripke, Elli: 60.

Schulte, Familie: 42.

Smidt-Oberdieck, Johannes- Vienne u. Erica:

Oberdieck - 1253 - 1971 -, Leer/Ostfriesland 1971,S. 220: 3.

1 Links: Die Suderburger Kirche.

Der älteste Zeuge aus der Zeit der Gründung Suderburgs ist der aus unbehauenen Felsgestein errichteteTurm der Kirche. Sowohl seine kleinen

Fenster als auch die Schießscharten weisen auf seine ehemalige Funktion als Wehrturm in einer als Zufluchtsort dienenden Burganlage hin.

2 Rechts: Grasende Schafe auf dem alten Kirchhof.

Der Kirchhof diente bis zum 31. Dezember 1802 als Begräbnisplatz. Rechts ist auf dem Bild die ehemalige Gerichtslinde zu sehen. Die Grä-

sung auf dem Kirchhof gehörte dem Küster. Ausweislieh der Visitationsprotokolle aus den Iahren 1672 und 1697 wird darüber geklagt, daB Schweine und Gänse Kirchhof und Gräber verwüsten.

3 Karl AdolfDietrich Oberdieck geboren in Holdenstedt am 17. Mai 1875, gestorben in Leer am 30. Juni 1961.1905-1910Pastorin Suderburg, 1910-1915in Holdenstedt, 1 91 5 -19 3 3 in Leer (Christuskirche ), danach Superintendent ebendort. Verfasser des Buches ' Aus der Geschichte Suderburgs',

1 91 O. Heiratere in Dresden all 3. Mai 1905 Klara Frida Schletter. Söhne, Schwäger, Neffen und Großneffen haben als Pastoren das kirchliche Leben auch in der Lüneburger Heide geprägt. Darunter Landes-Superintendent Tielko Tilemann. Zur Verwandtschaft gehört auch der bekannte

Prof. Dr. Hans-Heltnut Decker- Voigt. Hier das Verlobungsbild, um 1903.

4 Klasse der Schule des Doppeldorfes SuderburgOldendorfI.

Eine solche gemeinsame Schule bestand seit dem 4. Dezember 1855. Unterrichtet wurde die abgebildete Klasse von dem lehrer Dietrich Wilhelm Theodor Thiele (18491936).lehrer vom 20. April 1888 bis zum 29. April 1921 an der Schule.Anläßlich seines 25jährigen Dienstjubiläums ehrten ihn lehrer und Schüler mit einem Fakkelzug.

5 Klasse der Schule Suderburg-Oldendorf'I im Iahre 1930.

Obere Reihe von links: Willi Schulte, (Bäcker) Köchling, AdolfPhilipp, Lehrer Hermann Abelmann, Heinz Döhrmann, Heinz (Jäger) Müller, Lehrer Ernst Frerking, Günter Klarmeyer, Helmut Lilie, Otto Riggert, Gertrud Monenschein, Hildegard Lindloff Thea Ohlde und Elli (Jäger) Müller.

Zweite Reihe von links: N.N. weint, Marga Schulte, Marga Dehrmann, Martha (Discher-) Müller, Erna (Spiller-) Müller, Hermann (Spiller-) Müller, Wilhelm Buckendahl, Helmut Behn, Wilhelm Wünncke, N.N. Herbert Drögemüller, Hildegard Behn, Hildegard Gebhard und Hilda Ohlde. Dritte Reihe von links: N.N., N.N., Ursula Klarmeyer, EIsa Grüne, Elfriede Grüne, Hilde (Drewer-) Meyer, Elli (Pann-)

Schulz, die Pastorenkinder Hilde, Hermann und Gerda Franck, Hertha Manenschein, Irmgard Munstermann, Chnstine Meyer, Irmgard pfuhl und Elsbeth Meyer. Untere, Jungen-Reihe von

links: Hermann Depner, Otto Depner, Ewald Philipp, Hermann Heitseh, Adolf (Discher-) Müller, N.N., Arthur Heuer, Hans Heuer, Karl Bakeberg, Hermann Meyer, Heinz Müller, Albert Müller, Her-

mann Polte, Walter Monenschein, Hans Behn, Erich Meyer, Günther Fauteck und Werner Gern.

6 VViesenbauschule Suderburg, Herbert-MeyerStraße.

Im Herbst 1 853 gründeten 72 Einwohner aus den Dórfern des Kuchspiels Suderburg und aus Böddenstedt die Wiesenbauschule Suderburg. An dieser Schule wurden Wiesenbauer ausgebildet, um vorhandene Wiesenf1ächen in rückenförmige Rieselwiesen umzugestalten. Mit dieser Maßnahme konnte der Heuertrag von 8 Zentner bis zu 64 Zentner je Morgen gesteigert werden. Aus dieser Schule hat sich die heutige Fachhochschule Nordostniedersachsen - FH NON - mit den Fachbereichen Bauingenieurwesen, Wasserwirtschaft und Kulturtechnik entwickelt. Die

Abbildung zeigt das am 1. Oktober 1905 in Nutzung genommene, erweiterte Schulgebäude.

"Wiesenbauscbule' Suderburg.··

7 Heinrich Christoph Wilhelm Hillmer, geboren in 01dendorfI am 30. Juli 1831, gestorbenam 13.Juni 1916. Mitbegründer der Schule, Wiesenbaumeister und Lehrer an derWiesenbauschule van 1893 bis 1913, 1898 deren Leiter. Heiratete in Suderburg am 23. November 1866 Catharine Wilhelmine Friederike Meyer, deren Vater, Johann [ûrgen Meyer, Suderburger Amtsvogt, das zum Abbau anstehende Oldenstädter Schulhaus für 120Taler gekauft und auf dem Grundstück Hauptstraße 13 hat aufstellen lassen. Hinter den Eltern stehend die beiden Söhne links Rudolf (18721928), Regierungs-Landmesser und rechts Karl (1869-

1944) van 1898 bis 1935 Studiendirektor und Leiter der Wiesenbauschule.

8 AugustWilhehn KarI Hillmer, geboren in OldendorfI am 15. August 1869, gestorben am 19. August 1944. Seit Ostern 1897 Lehrer und von 1898 bis 1935 als Studiendirektor Leiter der Wiesenbauschule. Heiratete in Suderburg am 29. September 1903 Margaretha ElIa Luise Döhrmann (1878-1954). Das Bild zeigt das Ehepaar mit dem Hund Wotan.

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