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Sulzbach-Saar in alten Ansichten Band 2

Sulzbach-Saar in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Karl Ludwig Jüngst und Dieter Staerk
Gemeente
:   Sulzbach-Saar
Provincie
:   Saarland
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3737-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Sulzbach-Saar in alten Ansichten Band 2'

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Einleitung

Mit 'Sulzbach in alten Ansichten Band 2' wird einem vielseitigen Wunsch nach einer kleinen bilderreichen Darstellung der Sulzbacher Geschichte Rechnung getragen. Ausgewählt wurden 76 Bilder aus allen Stadtteilen (vornehmlich aus dem Fotoarchiv der Stadt Sulzbach) , die in Band 1 dieses Titels noch nicht publiziert waren.

Die Bilder und erläuternden Texte basieren im wesentlichen auf drei Publikationen des letzten Jahrzehnts:

1. Jüngst, K.L. / Staerk, D. (Hrsg.) Sulzhach/Saar mitAltenwald, Brefeld, Hühnerfeld, Neuweiler, Schnappach - eine Stadt im Wandel der Zeiten. Sulzbach 1993 (1. Auflage inzwischen vergriffen) - in den Texten zitiert als [Ortschronik];

2. Jüngst- Kipper, H./ Jüngst, K.L. Einwohner des Dorfes Sulzhach 1815-1875 Familien und Sozialgeschichte, Saarbrücken 1996 - in den Texten zitiert als [Familienbuch] ;

3. Jüngst, K.L, Nassau-Saarhrücker Solzgewinnung im Sulzhachtal, Sulzhach 15491736 Dudweiler 1730-1736, Sulzbach 1996 _ in den Texten zitiert als [Salzbuch J.

In den Texten wird auf diese wissenschaftlich fundierten Arbeiten, in denen die Originalquellen zu finden sind, verwiesen. Gelegentlich wird auch weitere Literatur zitiert. Solche Quellenangaben - das ist deren eigentlicher Sinn - sollen dem Leser ermöglichen, jede Aussage selbst zu überprüfen. Zeitzeugenaussagen (gegenüber den Autoren) runden die Informationen ab.

Die Gliederung des Buches folgt nicht dem Zeitverlauf und nicht der Gliederung nach Ortsteilen sondern inhaltlichen Themen. Die behandelten Themenbereiche sind (in Klammern die Bildnummern) :

Salzgeschichte und heutiges Kulturzentrum (1-8); das Bauerndorf (9);

Chemie- und Glasindustrie (10-17); Montanindustrie: Gruben undKokereien (18-22); Verkehr (23-25);

Verwaltung, Straßen, Plätze und Kreuzungen (26-37); Schulen, Bildung und Erziehung (38-43);

Kirchen (44-51);

Geschäfte, Wirtschaften, Banken (52-55); Dienstleistungen und Öffentliche Einrichtungen (56-62); Wohnhäuser (63-72);

sowie Festveranstaltungen, Sport und Freizeit (73 -7 6).

Die Querverweise, z.B. <24>, führen den Leser zu entsprechenden anderen Bildern und/ oder zugeordneten Texten mit weiteren Informationen.

Das Titelbild 'Gruß aus Sulzbach' beruht auf einer Postkarte, die 1909 (in französischer Sprache) an 'einen Onkel' in Bourré (Loir et Cher / Frankreich) geschickt worden war (Privatarchiv Staerk). Sie zeigt von links oben nach rechts unten das sogenannte Salzherrenhaus (das Carl Phi!. Vopelius etwa 1786-1800 bewohnte) und die Villen: LouisVopelius, Richard Vopelius, Dr. Max Vopelius und Carl Vopelius.

Im vorangehenden Band 1 dieses Titels sind zahlreiche weitere Bilder zur Sulzbacher Geschichte zu finden, die Erich Gebhard als früherer ehrenamtlicher Archivar mit den bescheidenen, ihm damals zur Verfügung stehenden Mitteln gut kommentiert hat.

ULZBACH (Salr)

1. Diese Postkarte (Privatarchiv Staerk) war 1919 aus der Sulzbacher Heimat an Johann Kamp bei einer Torpedodivision in Wilhelmshaven geschrieben worden. Sie stammt aus dem Ver!ag Kar! Wildt in Sulzbach [Familienbuch, Nr. 223 OJ. Die Aufnahme zeigt die Situation des damaligen 'Schlackenlochs' und der Salzhäuser (heutiges Kulturzentrum) mit dem Mettgergelände <31> dahinter. Links führt die Straße 'Auf der Schmelz' bis zur Volksbank. Rechts daneben gibt eine Baulücke den Blick frei auf den oberen Markt (heute Ravanusaplatz <35» und das Haus Korzilius (später Sparkasse <27, 54». Die Rathausgiebelfront <26> ragt in der Häuserzeile der Sulzbachtalstraße heraus. Im Hintergrund links das Gymnasium (heute Polizei, 1908 als Progymnasium errichtet) [Kreuter in Ortschronik, S. 361 ffJ, dahinter die Vopelius-Glashütte < 12>, rechts im Hintergrund die Grube Mellin < 18> mit den zwei Schornsteinen und dem Schlafhaus. Ganz oben am Horizont 'das Schlösschen' < 17>.

2. Blick von der Dachterrasse der Volksbank auf das Ensemble Kulturzentrum Sulzbach mit den historischen Salzhäusern. Im Zentrum das Salzbrunnenhaus mit dem (links) angebauten Haus Weber; rechts vom Salzbrunnenhaus das sogenannte Salzherrenhaus. Vorne der Platz des ehemaligen Mettgergeländes <31>, der links von dem sich unterordnenden Neubaupavillon der Stadtbücherei umsäumt wird. Im Hintergrund der 'Ceiseknopp', der 1535 noch 'Sulzer Kopf' genannt wurde, der Berghang also, von wo das salzhaltige Wasser unterirdisch den Salz brunnen zufloss. Nach dem Heben aus dem Brunnen wurde ein Vorrat an Sole gehalten und dann gradiert (Erzielung höherer Salzkonzentrations-'Grade') <4>. Anschließend wurde im Sudhaus gesotten, das Salz getrocknet, im Magazin aufbewahrt und schließlich verkauft. 1730-1736 war - außer dem Brunnen natürlich - die Produktion (Gradierwerke, Sudhaus, und Magazin) nach Dudweiler ausgelagert, wohin man die Sole in flachen Kändeln leitete [Salzbuch].

3. Wir blicken in den Innenhof des Kulturzentrums Sulz bach. 1989, bei der Neugestaltung des Ensembles, wurde das historische Salzbrunnenhaus (rechts) und das sogenannte Salzherrenhaus, in dem heute das Kulturamt untergebracht ist, renoviert und damit die ältesten Zeugnisse der Sulzbacher Salzgewinnung und das älteste saarländische Industriedenkmal in einer neuen Funktion für die Gegenwart lebendig gemacht. Ein ergänzender abgewinkelter Pavillonbau (Stadtbibliothek) ordnet sich der historischen Substanz unter und begrenzt das Ensemble auf den beiden anderen Seiten. Die erste Nachricht von der Sulzbacher Salzgewinnung stammt aus dem Jahre 1548, als die Zweibrücker Grafen als Mitherren in Sulzbach einenAnteil bekommen wollten 'wenn über kurz oder lang der Salzbrunnen zu Sulzbach aufgetan wird und Salz gesotten wird'. 1549 war es dann so weit, dass der Brunnen 'ward aufgethan und gebraucht, also saltz alda gesotten und gemacht' wurde. Bis 1736 erstreckte sich die wechselvolle Produktionsgeschichte (teils in Eigenregie der Landsherrschaft, teils an Unternehmer verpachtet), in der die 'hohe Politik' ebenso eine Rolle spielte wie individuelle Schicksale und Persönlichkeiten [Salzbuch].

4. Das Salzbrunnenhaus im Hintergrund stammt aus der Zeit um 173 O. Von mehreren Brunnen ist der darin befindliche der älteste (schon 1549 genannt und um 1730 auf 21 m abgeteuft). Salinensalz war in Mitteleuropa neben dem bergbaulich gewonnenen das gängige 'weiße Gold'. Wegen hoher Zölle strebte jede noch so kleine Herrschaft nach einer 'eigenen' Salzproduktion. Der schwierigste Abschnitt der Salzgewinnung war die Gradierung. Um von der Sulzbacher natürlichen 1-2%igen Sole auf die notwendigen 12-20 % zu kommen, setzte man seit dem 18. Jahrhundert erstmals auch Dorngradierwerke ein, wie sie heute in Kurparks mit Salinentradition der Inhalation dienen. Über die Spitzen der Schwarzdornhecken rieselte die Sole, zerstäubte und verdunstete und wurde so immer konzentrierter, insbesondere wenn dies mehrmals (durch Repetierwerke) geschah. Allerdings waren solche Dorngradierwerke nur in Dudweiler installiert <2>. Das Salzherrenhaus (links) wurde erst nach der Stilllegung der Saline erbaut [Salzbuch] (Foto: Herbert Stoss, Sulzbach) .

5. Das Bild zeigt fast die gleiche Perspektive nach der Renovierung. Die großen 'Epochen' der Sulzbacher Salzgewinnung erstreckten sich von 1550 bis etwa 1576, über einen (mehrfach unterbrochenen) Zeitraum von 1594 bis in den Dreißigjährigen Krieg, eine französische Interimspachtzeit kurz vor 1700 und die letzten Blütezeiten 1719 bis 1727 sowie 1730 bis 1736. Um 1700 drohte Lothringen (wegen seiner alten Salzverkaufsrechte von Dieuze nach Saarbrücken) mit einer 'militärischen Intervention'. Bei der Sulzbacher Salzgewinnung waren neben den Baukosten insbesondere die Brennkosten (wegen der schwachgradigen Sole) sehr hoch. Außerdem gefährdeten Verunreinigungen und die wechselnde 'Soleschüttung' (Menge soleführender Quellwasser) die Produktionsmenge, die erst in der letzten Blütezeit (1730-1736) in etwa den eigenen Landesbedarf decken konnten. Obwohl die Sulzbacher Saline die einzige in Nassau-Saarbrücken und -OttweiIer war, konnte sie doch mit geringem Personal betrieben werden: ein Faktor (Verwalter), ein Gradiermeister und vier Salzknechte, von denen je zwei zugleich Korbflechter (zur Herstellung derTrockenkörbe) und zwei zugleich Salzmesser (beim Abwiegen und Verkauf) waren [Salzbuch J.

6. Der um 1550 betriebene Brunnen <4> hatte Schachtmaße von 4,70 x 3,60 m. Bis auf eineTiefe von 3-4 m wurde er um die Mitte des 16. Jahrhunderts ausgezimmert mit dicken Eichenbalken, deren Alter inzwischen dendrochronologisch auf jene Zeit datiert werden konnten. Diese Brunnenauszimmerung wurden im Zuge des Restaurierungskonzeptes 1989 freigelegt und Besuchern zugänglich gemacht. Eine notwendige Konservierung wäre zu teuer und so ist ihr 'Ende' nun leider bald abzusehen. Mit den Bauleuten um 1560 rechnete man noch mittels eines Kerbholzes ab: Auf einem längsgespaltenen Hasel- oder Weidenstock wurde spaltübergreifend jedes Tagwerk eingekerbt. Sowohl der Meier (als herrschaftlicher Aufseher) wie der Handwerker selbst bewahrten je eine Längshälfte, so dass gegenseitiger Betrug oder Benachteiligung ausgeschlossen war. Nach der Entlöhnung wurden die Kerbhölzer zerbrochen, so dass sie uns nicht mehr erhalten sind. Erhalten geblieben ist aber im kollektiven Bewusstsein die Redewendung 'etwas auf dem Kerbholz haben' i.S. einer noch nicht abgetragenen Schuld [Salzbuch J.

7. Wir sehen den Wassergraben der Saline aus Todescos Zeiten <8>. Berühmte 'Salinisteri' (Salzfachleute) spielten hier eine Rolle. ]oseph Todesco (1730-1733 in Sulzbach) galt als Künstler und Scharlatan zugleich. Aus Moutiers in seiner savoyardischen Heimat brachte der allerlei Salinierungskünste, unter anderem die Dorngradierung, mit nach Deutschland. Er experimentierte auch mit Springröhren und Eisgradierung. In Nauheim und Hanau war er ebenso mit wechselnden Erfolgen tätig wie in Wiesbaden, in Sulzbach sowie anschließend in Hessen-Kassels Diensten und im Elsass. Mehrfach wurde er - teils wegen des Verdachts des Verratens von 'Insiderwisseri' , teils wegen Amts- bzw. Titelanmaßung - verhaftet, konnte entfliehen und ist doch immer wieder entkommen. Er brachte die Sulzbacher Saline zur historisch höchsten Blüte, verlegte (außer dem Salzbrunnenhaus) alle Produktionsanlagen nach Dudweiler (das 'Sudhaus' in der Sudstraße / Haus Kollmannsberger), womit er ein kräftesparendes Gefälle von etwa 20 m gewann. Er begründete aber zugleich durch die 'Ausbeutung' der Quellen deren endgültigen Ruin und wurde auch deswegen steckbrieflich gesucht - eine ganz und gar schillernde Persönlichkeit [Salzbuch J.

8. Heute finden in der restaurierten Halle des Salzbrunnenhauses zahlreiche kulturelle Veranstaltungen (Theater, Lesungen, Konzerte, Ausstellungen USw.) statt. In Salinenzeiten spendete der Wassergraben im Kellergeschoss <7> - abgeleitet aus dem alten Mühlenteich - über ein kunstvolles Hebewerk Energie zur Soleförderung. Der Graben führt quer durch das Kellergeschoss des Salzbrunnenhauses und ist heute (bei Führungen) zu besichtigen. 1738 - bei der Wiederanlegung der Mühle - wurde der Graben zum Entwässerungskanal [Salzbuch]. Damit schloss sich ein uralter Mühlen-Salinenzyklus. Denn vor dem Auftun des Sulzbacher Salzbrunnens stand hier die Sulzbacher Bannmühle, die dann am Dorfende (heute bei der ]ahnturnhalle), später dorfnäher zu der Einmündung des SchnappacherWeges und nun (1738) wieder hierher verlegt wurde [Rug in Ortschronik, S. 120-124]. In der Nähe der Salzhäuser ist ein anderer Industriezweig bedeutsam geworden: Hier wurde 1 766 erstmals auf dem europäischen Kontinent Eisenerz mit Kohlekoks- statt der früher üblichen Holzkohlebefeuerung gewonnen [Schichtel in Ortschronik, S. 145 ff].

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