Tangerhütte in alten Ansichten Band 2

Tangerhütte in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Friedrich Nahrstedt
Gemeente
:   Tangerhütte
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6175-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Tangerhütte in alten Ansichten Band 2'

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29 Im Zuge der Bebauung der Bismarckstraße Ende des I 9. Jahrhunderts wurde dieses spätere Geschäftshaus zunächst als Walmhaus im [ahre 1885 erbaut. Ein erster Umbau erfolgte im [ahre 1906 durch den Bäckermeister Seebert. Es entstanden eine Bäckerei und das Zigarettengeschäft Ewald Molle (1906-

192 9) und später Anni N ethe (1929-1971).Am I. Juli 1919 begann die Bäckertradition der Familie Bernick: Otto Bernick (1.7 .1919 bis 1.4.1956), Otto Bernickjun. (1.4.1956 bis 31.12.1990), Olafund Knut Bernick GmbH (ab 1.1.1991). Größere Umbauten erfolgten im Geschäft und bei der Erweiterung der Backwarenproduktion.

30 Maiumzug im Iahre 1935. Die Handwerker harten vor der neuen Schule in der Schönwalder Straße Aufstellung genommen. Im Bild sehen wir die Backwarenbetriebe rnit ihren Belegschaften. Die Bäckermeister tragen blaue Hosen und Mützen, die Bäckergesellen sind ohne Kopfbedeckung, die Bäckerlehrlinge tragen eine weiße Mütze. Im Festumzug führen die Bäcker eine 4 m lange 'Stelle' mit. Im Iahre 1935 versergten die Bäckereien Bernau, Walter, Königgrätzer Straße 5; Bernick, Otto, Bismarckstraße 41 ; Busse, Bruno, Bismarckstraße 60; Gaede, Erich, Stendaler Straße 16; Holze, Otto, Bahnhofstraße 10; Koch, ouo. Schonwalder Straße 3; Meier, Wilhelm, Magdeburger Straße 2; Michaelis, ouo, Stendaler Straße 3; Pornerenke, Erich, Bismarckstraße 21; Stahn, Richard, Königstraße 2;Vinzelberg, Otto.Arnimstraße 29 und Zerm,

Hermann, Königgrätzer Straße 8 die Bevölkerung in der Tangerstadt mit Back- und Konditorwaren.

31 Im jahre 1914 erfolgte die Neupflasterung der Schönwalder Straße. Auf der linken Seite der Schönwalder Straße ist das Gebäude der Bäckerei ütto Koch. Die Bäckerei ist bereits vor 1900 gebaut worden. Anfangs war es ein Fachwerkgebäude, das zu Beginn der dreißiger [ahre als Massivhaus neugebaut wurde. Bis Anfang 1954 war das Gebäude im Farnilienbesitz der Bäckermeister Koch. Vom 1. März 1954 bis zum 18. Juli 1978 wirkte der Bäcker- und Konditormeister Friedrich Schulze in diesem Backwarenbetrieb. Von 1978 bis 1979 war Siegfried Sachse der Nachfolger. Im Iahre 1979 ûbernahm der Bäcker- und Konditormeister Klaus Schulze das Geschäft. Umfangreiche Moderuisierungsmaßnahmen wurden im Iahre 1992 durchgeführt. Dabei entstand ein kleines Café.

32 Das Foto zeigt die Ansicht der Katholischen KircheTangerhütte aus demjahre 1932. Der erste katholische Gottesdienst fand am 2. Dezember 1906 bei Familie Seuffert start, Der Dechant Simon aus Stendal feierte die erste Messe. Ab November 190 7 wurde alle zwei Wochen der Dachboden des Grundstücks Kaufmann Grosche, Bismarckstraße 1, für den Sonntagsgottesdienst genutzt. Im Frûhjahr 1931 wurde mit dem Bau der neuen Kirche begonnen. Dechant Kar! Platt, Sten dal, legte am 2. August 193 1 den Grundstein. Die Gemeinde Tangerhütte zählte 100 Mitglieder im Ort und 60 aus den umliegenden Gemeinden. Die Bauleitung lag in Händen des Architekten Holtey und des DipL-Ing. Arnold. Tangerhütter Handwerksmeister waren am Bau beteiligt: Maurerrneister Franz Müller, Architekt Mewes, Schlossermeister Henneberg, Tischlermeister Ernst Bittkau und

Klempnermeister Storbeck. Am 13. Dezember 1931 fand die Einweihung der neuen Kirche statt. Durch den Zustrom vieler Evakuierter in den Iahre 1944/4S vom Niederrhein, Danzig, Schlesien, Pommern, Sudetenland und andere zählte die Gemeinde inTangerhütte und Umgebung nahezu 2 000 Seelen. 1946 bekam Tangerhütte den ersten Seelsorger Pfarrer Hartwig, der in Ziegen-

hals geboren und in Breslau 1932 geweiht wurde. Es gehörten zur katholischen Gemeinde die StadtTangerhütte und 21 Dörfer. 19 SI nahmen 400 Gläubige an der Fronleichnamsprozession teil. 19 S 9 wird aus der Tangerhütter Kuratie eine selbständige Pfarrvikarie. Die Zahl der Katholiken beträgt 800 Seelen. Bis zum [ahre 1981 versieht der Pfarrvikar Helmut Ladewig

als letzter Geistlicher den Dienst in Tangerhütte.

Hoher Besuch in derTangerstadt waren 1949 der Kardinal Lorenz Jäger aus Paderborn; 19 S 3 / S 7 / 6 1 /65/69 Bischef Rintelen aus Magdeburg; 1973/76/81 BischofBraun. Seit des 700-jährigen Todestages der heiligen Elisabeth am 2. August 1 93 1 trägt die Kirche den Namen 'St. Elisabeth' Tangerhütte.

33 Bliek auf das erweiterte GaswerkTangerhütte mit zwei Gasbehältern. Der erste Gasbehälter aus dem Iahre 190 7 hatte ein Fassungsvermögen von 600 m '. In den Iahren vor dem Ersten Weltkrieg stieg die einheimische Gasproduktion von 100 000 auf 200 000 m '. Im Kriegsjahr 1917 wurden sogar 270000 m3 hergestellt. Der SchieBplatzTangerhütte war bis zum Ende des Ersten Weltkrieges im Iahre 1918 der Hauptabnehmer. Schon vor 1914 gab es eine Gas-Straßenbeleuchtung. Die höchste Gasproduktion wurde mit 351 000 m3 im [ahre 192 7 erreicht. Urn

1935 gab es in den meisten StraBen schon ein elektrisches Straßenlicht. Die Anzahl der Gaszäh leruhren betrug im [ahre 1948 insgesamt 1 265. Der zweite Gasbehälter mit einem Fassungsvermögen von 1 000 m3 wurde im Iahre 1958 aufgestellt. Im Iahre 1965 wurden in Tangerhütte

62127 m ' Gas erzeugt. In der Stadt gab es 1 673 Gasbrennstellen. 1966 wurde die Gasproduktion beender und das Stadtgasnetz an die Ferngasleitung angeschlossen.

34 Eine Familienzusammenkunft angesehenerTangerhütter Bürger. Auf der linken Seite des Fotos der Hüttenbeamte Max ]annasch, daneben der Gasmei ster Heinrich Schehl mit seiner belgischen Partnerin, dahinter der Straßenmeister August Wäke. Im Kreise der drei jungen Frauen: Erika Marzahn, Lore und Hertha Schehl, sitzend Eduard Schehl, Fußballer und TennisspieIer in Tangerhütte. Im Zweiten Weltkrieg war er Facharzt für Gynäkologie im thüringischen Meiningen.

35 Am 22. und 23. September 1841 wurde eine Verleihungsurkunde über die Rasenerzvorkommen veröffentlicht. Auf den sumpfigen Wiesen derTangertäIer gibt es Wiesenerznester mit der Größe I bis 2 Morgen. Die durchschnittliche Mächtigkeit betrug etwa 15 Zoll. Die zusarnmenhängende Fläche wurde mit erwa 2 Millionen Kubikfuß Eisenstein eingeschätzt. Bei einer jährlichen Produktion von

10 000 Zentner hätte die seinerzeit besteliende Hochofenanlage für IOD [ahre versorgt werden können.

Die Hauptfundstellen liegen im Raum zwischen Birkholz, Mahlwinkel, Uchtdorf, Schernebeck, Weißewarte, Bölsdorf und Briest.

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36 Auf dem Foto sehen wir die Eigenheimsiedlung 'Klein-Briest' oder 'Briester Siedlung' . Die ersten Eigentümer haben die Siedlung im [ahre 1935 gerodet. Die ersten Wohnhäuser waren die Nr. 1 Ernst Albrecht, Nr. 3 Richard Albrecht, Nr. 7 Friedrich Gaedecke, Nr. 9Wilhelm Grützmaeher, Nr. 13 Willi Naubereit, Nr. 15 Erich Weber, Nr. 1 7 Walter Knackmuß, Nr. 23 Otto Mathias; auf der rechten Seite: Nr. 6 Paul Iahn und Nr. 14 Albert Klahsmeier. Diese Eigenheime wurden im [ahre 1936 gebaut. Die Straße (heute Birkenstraße) war nicht befestigt. Bis auf eine elektrische Freileitung waren keine Versorgungsleitungen vorhanden. In den zehn Wohnhäusern wohnten 10 Familien mit 33 Personen. Die Bürger der Briester Siedlung arbeiteten überwiegend im Eisenwerk.

Mit dem Bau einerTanksäule für Benzin auf dem Grundstück Nr. 1

irn Iahre 1949 wurde die Kraftstoffversorgung in der StadtTangerhütte und Umgebung abgesichert. Im gleichen jahr erfolgte der Straßenbau mit einer Kleinpflasterung bis zur TankstelIe Ernst Albrecht. Im [ahre 1977 wurden in der restlichen unwegsamen Birkenstraße auf einer

Länge von 300 m Betonplatten in Eigenleistung verlegt. Erst 1984/85 erhielt die Wohnstraße eine Entwässerungsleitung.

37 Briest - Tangerhütte

Kleine Chronik der Kapelle

1599 Errichtung der Kapelle Stiftung von 'Christopherus von Alvensleben und dessen Hausfrau Hypolita van Bisrnarken'.

1720 HängenderTaufengel wird angebracht.

1732 Erste Taufe in der Kapelle. 1806 Plünderungen durch Napoleons Krieger in der Kapelle.

1814 Aufwendige Reparaturen am Turm- und Kirchendach. Wird jetzt Gutskirche genannt.

1862 Vollkommene Neuinstandsetzung und Ausstattung durch Wilhelm van Bismarck. Anbringen der Wappen der Stifter der Kapelle am Kanzelsockel.

1869 Anbau eines Erbbegräbnisses an der Westseite. Die geschaffene Gruft wurde nicht lange benutzt. Der Anbau wurde nach dem Verfall später abgerissen.

1890 Erhielt die Gutskirche

eine Orgel.

1938 Aufhängung des schmiedeeisernen Leuchters gestiftet von Ulrich von Bismarck und seiner Ehefrau Alberune- Luise.

196 9 Die Kapelle wird in die Liste der denkmalgeschützten Gebäude aufgenommen.

1975 Renovierung desTaufengels.

1981 Anbringen des Kennzeichens für denkmalgeschützte Gebäude.

1990 Beginn der Renovierungsarbeiten.

1 991 Die Landesregierung

nach

1945 Gutskirche wurde wieder die kleine Kapelle. 1964 Gottesdienst mit Pastor Ulrich Beelitz.

Sachsen-Anhalt bewilligt Fördermittel für die Restaurierung der Kapelle. Die lnstandsetzungsarbeiten werden von Frau Angelika Arndt ausgeführt.

1993 Neueinweihung durch die Stadtverwaltung als Dankeschön für alle Helfer des Ortsteiles Briest und geladenen Gästen.

38 Ein Blick auf einen Teil der Ortslage Briest um 1900. In dieser Dorfstraße stand bis zum Iahre 192 0 ein alter Schafstall. Nach dem Abriß wurde hier ein Wolmhaus errichtet. Die Häuser wurden vorwiegend von Laudarbeitern bewohnt. Alle Grundstücke besaßen einen Vorgarten mit einem Holzzaun. Der Richtung Osten führende Weg war urn 1900 noch nicht befestigt und geht nach etwa hundert Metern in eine prächtige Kastanienallee über. Am Ende des Weges befindet sich für die Ortsbewohner der kleine Friedhof. Heute ist diese Dorfstraße befestigt. Mehrere Eigenheime sind dort in der Zeit nach 1980 am Waldrand entstanden.

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