Tangerhütte in alten Ansichten Band 3

Tangerhütte in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Friedrich Nahrstedt
Gemeente
:   Tangerhütte
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6587-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Tangerhütte in alten Ansichten Band 3'

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27 Foto mit dem Straßenabschnitt Bismarckstraße zwischen Wagenführstraße und Arnimstraße. Die Bismarckstraße aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg

(1 9 14-19 1 8) . Vor den Wohngebäuden befanden sich eingezäunte Vorgärten. Auf der linken Seite im Vordergrund die Einmündung derWagenführstraße, das

Bankhaus der Altmärkischen Vereinsbank mit der Dienstwohnung des Bankvorstehers Wilhelm Heiland. Rechtsseitig: Wohnhaus des Uhrmachers Ro-

bert Harsdorf, daneben Wohnhaus desViehhändIers Friedrich Roxlau (heute Geschäftshaus Dörfel/Teßmer) .

28 N ach Trockenlegung der Tangerniederung wurde mit der Wohnbebauung in der östlichen Bismarckstraße begonnen.

Der Kontorist Friedrich Wulkau baute ein nicht unterkellertes Zweifamilienhaus in der Bismarckstraße 72. In diesem Haus

verlebte der später am 'Theater der Altmark' wirkende Musiker Werner Schilling seine Kinder- und Jugendjahre bis 1945.

Nach dem Zweiten Weltkrieg erwarb der Fleischermeister Karl Schitthelm das Wohngrundstück.

29 Biszumjahre 1945 war die Schillerstraße die östlichste Straße der Stadt Tangerhütte. Die ersten Wohngebäude wurden hier in den Iahren 1908/09 vom Bauunternehmer Maurermeister Friedrich Jüterbock errichtet. Im Iahre 1926 wohnten in dieser Straße 20 Former, 9 Schlosser, 7 Putzer,

1 Schmied, 1 Kernmacher, 1 Dreher, 1 Modelltischler, 17 Industriearbeiter (alle Eisenwerk), 4 Eisenbahner, 4 Postangestellte, 1 Fleischer und 1 Gärtner. Das Kolonialwarengeschäft in der Schillerstraße 7 gehörte Wilhelm Derbe. Im Iahre 1910 war die erste Straßenbeleuchtung mit Gaslaternen installiert. Die letz-

ten Gaskandelaber wurden 1965 abgebaut. Eine zentrale Wasserversorgung erhielten die Grundstücke

1 973/74. Ein befestigter Fußweg entstand erst nach 1976.

Gruss aus lJaethen- Tangerhütte. Schillcrslrassc.

30 In der Inflationszeit zwischen 1 92 1 und 192 3 druckte auch die örtliche Kommune Tangerhütte ein eigenes Notgeld. Der Rabatt- und Sparverein Vaethen- Tangerhütte gab Notgeldscheine zu 10, 25 und 50 Pfennig mit örtlichen Motiven auf der Vorderund Rückseite heraus. Die beiden 25-Pfennig-Ausgaben vom 1. Mai 1 92 1 und 1. August 1921 zeigen auf der Vorder- und Rückseite des Notgeldes Schießplatzmotive. Die 10-PfennigAusgabe vom 1. August 1921 zeigt auf der Vorderseite die damalige Volksschule (heute Sekundarschule 'Wilhelm Wundt') und auf der Rückseite das

Rathaus. Die 50-PfennigAusgabe zeigt auf derVorderseite zwei Gießereiarbeiter und auf der Rückseite das 'Neue Schloß' des Eisenwerkbesitzers Franz Wagenführ im Schloßpark. Die Originalgröße des 25Pfennig-Scheins betrug

90 x 55 mmo

3 1 Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es im Iahre 1901 in der Bismarckstraße 4 eine erste Consum- Verkaufsstelle.

Der Lebensmittelladen zog im Iahre 1906 in die Mathiasstraße um, heute Kantstraße (benannt nach dem Philosophen prof Dr.

Immanuel Kant (17241804) an der Universität Königsberg) . Das ConsumGeschäft war schon Mitglied des' Allgemeinen

Consum-Vereins (3) für Vaethen- Tangerhütte und Umgebung GmbH'.

32 Diese Lebensmittelverkaufsstelle wurde im Iahre 1948 vom Konsum modernisiert. Im Iahre 1969/70 erfolgte ein

Umbau zur Selbstbedienungskaufhalle durch die Initiative des Verkaufsstellenleiters Helmut Grabowski. In der Kaufhalle in der

BismarckstraBe waren 1971 zwanzig Beschäftigte und fünf Lehrlinge tätig. Der VerkaufsstellenausschuB bestand aus: Hilde-

gard Diebitz, Gustav Elfert, Hildegard Bachor, Frau Haferland, Otto Kreder und Ernst Schwarz.

33 Glasmalereien zieren die Decke des alten Fleischwarengeschäftes Wilhelm Schulze in der Bismarckstraße und symbolisieren die vier Jahreszeiten mit ihren Elementen. Ein Schmuckstück in dem Fleischwarengeschäft ist der wertvolle Verkaufstresen aus verzierten Kacheln gestaltet mit seiner dicken Marrnorplatte. Bei der Modernisierung des Geschäftes wurde eine gelungene Synthese des unwiederbringlichen Alten und den heutigen Erfordernissen erreicht. Dieses einmalige Kunstwerk wurde um 1900 für etwa 2 000 Goldmark gestaltet. Die Glasmalereien sind an

den Seitenwänden mit bunt bemalten Fliesen und Stuckverzierungen eingerahmt.

34 Stein- und Bildhauerei der Fa. Richard Kassube in der Mahlpfuhler Straße 2. Um 1900 war das Grundstück noch nicht bebaut.

Auf dem Bild sind zu erkennen, von links nach rechts: Frieda Kassube geborene Luther mit den beiden Kindern Frieda Lange

geborene Kassube (links), Richard Kassube (rechts), Ehepartner Richard Kassube sen; ganz rechts Ehepaar Luther, Ehemann An-

dreas Luther war 1850 geboren. Das jetzige Wohnhaus wurde im Iahre 1914 gebaut.

351m Wohnhaus der Bäckerei und Konditorei Görz in der Schönwalder Straße wurden eine Kaffeestube und ein Weinzimmer eingerichtet. Die Räume wurden von Vereinen und Privatpersonen für gesellschaftliche Zwecke genutzt. Besonders gern gekauft wurden Baumkuchen, Konditorwaren und Eisspezialitäten.

Das Geschäfts- und Wohnhauswurde Ende des 19. Jahrhunderts gebaut und im 20.Jahrhundert erweitert.

36 Bäcker-Skatklub 'Warmes Rös'chen' - von links:

Otto Bernick, Richard Stahn, Otto Koch, dazu der Bäckerfotograf Müllermei-

ster Schulz. Jeden Montag eine Skatrunde reih um nach jeder Hausschlachtung erfolgte montags ein Pökelessen. Diese gemütli-

che Bäckermeisterrunde fand bis zum Tode des Meisters Eduard Görz im Iahre 1935 statt.

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