Telfs in alten Ansichten Band 2

Telfs in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Hansjörg Hofer
Gemeente
:  
Provincie
:  
Land
:   Österreich
ISBN13
:   978-90-288-6727-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Telfs in alten Ansichten Band 2'

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Einleitung

Der erste Band dieser Buch-Serie hat in der Einleitung die geschichtliche Entwicklung von Telfs behandelt. Hier soll nun der Ort in seiner heutigen Form beschrieben werden.

Telfs liegt in einem breiten Becken 24 km westlich von Innsbruck, 46 km östlich von Landeek und 140 km südlich von München. Im Norden wird Telfs vom mächtig aufragenden Kalkberg, der Hohen Munde (2 661 m) - gehört der Mieminger Kette und mit dieser dem Wetterstein-Gebirge an -, im Süden vom Inn-Fluss eingegrenzt.

Telfs ist mit fast 14 000 Einwohnern nach der Landeshauptstadt Innsbruck und Kufstein der drittgrößte Ort Tirols und eine der größten Marktgemeinden Österreichs.

In Telfs treffen die wichtigen Verkehrsverbindungen vom Seefelder Plateau bzw. vom Mieminger Plateau zusammen. Mit zwei Autobahnabund -auffahrten ist Telfs an die Inntalautobahn angeschlossen.

Nach dem Zusammenschluss mit der Region 11 umfasst nunmehr die Region 09 neben Telfs die umliegenden Gemeinden von Pfaffenhofen, Ober hof en im Inntal, Flaurling, Polling in Tirol, Pettnau, Hatting, Inzing, Zirl und Wildermieming.

Neben den pflichtschulen (August-Thielmann-Volksschule, JosefSchweinester- Volksschule, Anton -Auer- Hauptschule, Aloys- Weißenbach Hauptschule, Sonderpädagogisches Zentrum, Polytechnischer Lehrgang) befinden sich in der Marktgemeinde Telfs auch weiterbildende und höhere Schulen (Handelsschule, Handelsakademie, Bundesgymnasium, Volkshochschule, Tiroler Landesfeuerwehrschule, Musikschule).

Auch für die sportliche Betätigung wird in der Marktgemeinde Telfs

viel geboten. So wurde im Iahre 2000 das Sportzentrum Telfs mit Dreifach-Turnhalle, Kletterwand, einem freien und einem überdachten Eislaufplatz sowie einer Kegelbahn - in Ergänzung der bestehenden Sportanlagen wie z.B. Hallen- und Freibad, Minigolf, Tennisplätze, Sportplätze - der Bestimmung übergeben.

Im Jahre 1982 wurden in Telfs erstmals die Tiroler Volksschauspiele durchgeführt. Seit damals sind sie nun ein fester Bestandteil des sommerlichen Kulturgeschehens in Telfs. Auch hat sich durch das hohe Ausbildungsniveau an der Musikschule Telfs in den letzten Jahren die Aufführung von Musicals in Telfs etabliert.

Das Kulturgeschehen weist aber auch traditionelle Feste wie z.B. die Sebastiani-Prozession oder die Telfer Fasnacht auf Der Heimatbund Hörtenberg, der sich um die Erhaltung des Kulturgutes in Telfs bemüht, feiert heuer sein 5 O-jähriges Bestandsjubiläum. Derzeit ist die Gemeinde Pfaffenhofen mit Unterstützung der MarktgemeindeTelfs in Verhandlungen zum Erwerb des dem Verein den Namen gebenden Schlosses Hörtenberg.

Neben vielen Fach-, Handels- und Industriebetrieben sind die Firma Thöni (Aluminiumwerk, Schlauchherstellung, Umwelt- und Energietechnik, Casting Equipment) und die Firma Liebherr (Planier, Lade-, Schweißraupen und Rohrleger, Fünf-Sterne-Hotel) die größten Industriebetriebe undArbeitgeber in Telfs. Eine geplante Überarbeitung des Angebotes an Einkaufszentren soll in den nächsten Jahren auch diesen Bereich wieder attraktiver machen.

Mit dem Ferienort Mösern am Seefelder Plateau kann Telfs neben den Gast- und Beherbergungsbetrieben im Tal ein besonderes Tourismusangebot im sogenannten SchwalbennestTirols bieten. Dort läutet auch täglich um 17.00 Uhr die 1997 geweihte Friedensglocke, die größte Glocke Tirols.

Die Marktgemeinde Telfs hat mit seiner Vielfalt als Verkehrsknotenpunkt, Tourismusort sowie Schul-, Sport-, Kultur- und Wirtschaftszentrum einen besonderen Stellenwert im Tiroler Oberinntal.

Am Zustandekommen dieses Buches hat, wie auch schon beim ersten Band, Josef Glatz im Besonderen beigetragen, der leider am 14. März 2002 verstorben ist. Er war ein Sammler alter Postkarten und Fotografien von Telfs und auch darüber hinaus. Seine Sammlung wurde von der Familie Glatz dem Fotoarchiv des Heimatbundes Hörtenberg überlassen. Zum Schluss darfich noch auf die Internet-Seiten www.telfs.com und www.telfer.at hinweisen, die einzigartig Telferisches, Aktuelles und Vergangenes zur Marktgemeinde Telfs beinhalten.

Hansjörg Hofer

1. Mit einem 'Gruss ausTelfs' darfich dieses Büchlein beginnen. Ein ausgesprochen schönes Stück einer Correspondenz-Karte, die durch den Verlag Ludwig Kunz, Telfs, um die Jahrhundertwende zum Verkauf aufgelegt wurde. Die Karte wurde gezeichnet und im Grundton in einem hellen Grün gehalten. Hausdächer, der linke Kartenrand und die Sonne (Mond) wurden silbern hervorgehoben. Die alte hölzerne Brücke führt über den Inn von Pfaffenhafen nach Telfs. Der mächtige Kalkberg der 'Hohen Munde' wacht über Telfs. Der Absender schreibt auf der Bildseite: 'Es grüßt dich: weist schon wer?' Die Grüße gingen nach Buchs in der Schweiz, wo die Karte am 16. September 19 00 abgestempelt wurde.

2. Eine Postkarte neueren Datums ist dieser Talbliek aufTelfs und das Tiroler Oberinntal. Sie wurde am 17. September 1922 in Innsbruck von der Post abgestempelt und ging nach München mit 'Herzlichen Grüßen von meiner Osterwanderung sendet dir .. .'. Der Blick zeigt auf der rechten Seite des Fotos Telfs und das Mieminger Plateau. Auf der südlichen Seite des Inns (linke Fotoseite) liegen - von unten beginnend - Oberhafen im Inntal, Pfaffenhafen, Rietz, Stams, Mötz, Silz. Im Jahre 1923 hatte Telfs 2 978 Einwohner, was überraschenderweise gegenüber der Volkszählung 1910 (3 15 1 Einwohner) einen Bevölkerungsrückgang von 5,49 % darstellt. Die Landwirtschaft hatte ausreichend Grundflächen, um die Eigenversorgung zu sichern. Am Horizont sieht man die Berggipfel von: Hohe Riller (3 160 m), Tschirgant (2 372m), Bergwerkskopf (2 733 m), Simmering (2 098 m), Muttekopf (2 777 m), Rauchberg (2480 m), Heiterwand (2 615 m).

Telfs und Pfaffenhofen

3. Eine Ausnahme stellt dieses Bildmotiv dar: es ist der Blick Richtung Süden mit dem Postkarten-Titel 'Telfs und Pfaffenhafen' . Während der Zeit des Ersten Weltkrieges ist diese Postkarte von Telfs nach Ötz gegangen. Am 18. August 1916 schreibt Maria Hausegger an Elisabet Schöpf: 'Liebe Lis!. Ich habe Dein Karte mit besten Dank erhalten und habe auch vernommen das Du willst auf die Alpe gehen und muß Dir noch mitheilen das der Adl nur noch mehr virzen Tage drein ist. Es grüßt Dich Deine Base Maria Hausegger und Kinder.' Die farbige Postkarte ging über die 'K.u.K. Militärzensur in Innsbruck' und erst nach deren Freigabe an den Absender weiter. Die Karte wurde über den 'Alleinverlag Marie Kastel, Papierhandlung, Telfs/Tirol' vertrieben.

4. Einen übersichtlichen Eindruck der Bebauung von Telfs vor etwa siebzig Jahren zeigt dieses Foto. Es wird angenommen, dass die Aufnahme vor 1938 gemacht wurde. Neben den Straßenzügen sticht in der Mitte der unteren Fotohälfte die Villen- und Parkanlage der Eigentümer der Lodenfabrik PischI heraus. Die PappeIallee (Bild Mitte rechts) besteht bereits, wogegen der Inn - im Gegensatz zu heute - noch dürftigen Uferbewuchs aufweist. Die Häuser konzentrieren sich entlang der Hauptstraße. Der Baumbestand in den Hausgärten zeigt, dass dort vermehrt obstanbau betrieben wurde. Dies wohl auch zur Selbstversorgung nicht nur in essbarer, sondern auch in trinkbarer Form als Obstler. Auf der Rückseite des Fotos ist Herr Ferdinand Koch, Pfaffenhafen, im Jahre 1956 als Spender an den Heimatbund Hörtenberg angeführt.

5. Knapp vor oder bereits während des Zweiten Weltkrieges dürfte diese Fliegeraufnahme von Telfs gemacht worden sein. Das durch das Reichsluftfahrtsministerium freigegebene Foto wurde von Hans Weihs & Co, Wien VII, hergestellt. Neben der pfarrkirche (vorne leicht rechts) und der Franziskanerkirche (Mitte leicht links) sind die Fabriksanlagen der Fa. Jenny & Schindler die dominantesten Baukörper im Ortsbild. Eingerahmt von der Mieminger Kette und in einer weiteren Abstufung vom Mieminger Plateau ist am Foto die besonders günstige Lage von Telfs - in einem sonnseitig gelegenen Becken - deutlich zu erkennen.

6. In der Bannwaldordnung von 1510 und dem Steuerkataster von 1627 wird bereits angedeutet, dass neben dem Straß- undArzberg, den Weilern Buchen, Bayrbach, Mösern und Platten auch die Alm Wildmoos auf der Hochfläche zur Gemeinde Telfs gehört. Neben diesen aus ältester Zeit stammenden Weiderechten im Wildmoas besaß die GemeindeTelfs noch weitere in der oberen Leutasch und im vorderen Gaistal, die noch heute mit der Hämmermoos-Alm und der Wang-Alm bestehen. In Wildmoos wurde zusätzlich zur Alm- und Waldnutzung bis um 1905 ein Torfstich zur Gewinnung von Feuerstoff für das von Erzherzog Maximilian begründete Asphaltwerk in Seefeld betrieben. Die Aufnahme stammt von 'Herrnann Wanner, Amateur-Phot. In Seefeld' ; die Postkarte wurde am 18. August 1913 am Postamt Seefeld aufgegeben und ging nach Innsbruck. Mit der Abbildung war die Absenderin nicht gerade zufrieden, denn sie schreibt: 'Seride Ihnen hiermit eine nicht gerade schöne Ansicht von meinem Sonntagsausflug.'

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Buchen (1276. m) aJl der Hochmunde In Tirol mit lnntal

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7. Kommt man aus dem Leutaschtal, führt der Weg über Buchen in das Innta!. Der erste Talbliek gibt ein herrliches Panorama frei. Buchen liegt auf etwa 1 270 m Seehöhe gegenüber dem Abhang der 'Hohen Munde' - hier fälschlich mit 'Hochmuride' bezeichnet - und ist ein Weiler von Telfs. In Buchen befindet sich heute das einzige Fünf-Sterne-Hotel von Telfs, nämlich das 'Interalpen-Hotel Tyrol'. Weiters sind die Gastbetriebe 'Ropferstub'n' und 'Buchner Höhe' ein gern besuchtes Ausflugsziel im Weiler Buchen. Am Bild sind die ehemals landwirtschaftlich genutzten Gebäude des heutigen Gastbetriebes 'Ropferstub'n' zu sehen. Dort befindet sich auch ein kleines Bauernmuseum und die vor einigen Jahren errichtete Kneippanlage. Der Blick in das Tiroler Oberland zeigt das Mieminger Plateau. Die im Verlag: A. Irl, Hofphotograph, Mittenwald a.Isar, herausgegeben Postkarte wurde am 20. September 1928 geschrieben.

8. Etwas oberhalb des Siedlungsgebietes von Telfs liegt das Wallfahrtskirchlein Mariahilf am Birkenberg. Der barocke Rundkuppelbau mit Zwiebelturm weist über dem Portal die Jahreszahl 1692 auf Eine erste Kapelle wurde hier bereits 1648 erbaut und zu Ehren Maria Hilf geweiht. Damals - nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges - besuchten viele Menschen aus nah und fern die Wallfahrt am Birkenberg. Die Kirche wurde bald zu klein, sodass 1692 an deren Stelle ein Neubau errichtet werden musste. Um 19 00 ließ das Interesse an Birkenberg nach, als die Wallfahrt nach Locherboden bei Mötz modern geworden war. Die letzte Restaurierung der Kirche erfolgte durch den Heimatbund Hörtenberg mit Unterstützung der Gemeinde Telfs und dem Denkmalamt. Sie konnte am 5. Juli 1998 im Rahmen eines würdigen Kirchweihfestes abgeschlossen werden. Das vor der Kirche stehende Hofgebäude gehörte ehemals zum Gutsbesitz der Fa. Jenny & Schindler und beherbergt heute die Besamungsstation des LandesTirol.

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