Telgte in alten Ansichten

Telgte in alten Ansichten

Auteur
:   Hans Melchers
Gemeente
:   Telgte
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0822-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Telgte in alten Ansichten'

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9. Die alte Brücke am Emstor, die am Ostersonntag 1945 von abziehenden deutschen Truppen gesprengt wurde, war damals, 1928, die einzige straßenmäßige Emsüberquerung. Die Vorgängerin der heutigen und am 5. Januar 1950 in Betrieb genommenen Emsbrücke gab wie heute den Bliek durch eine Lindenallee in Richtung Ostbevern frei. Doch die 'Kleine Dicke Linde', links im Bild, fiel nach dem Zweiten Weltkrieg einem Sturm zum Opfer. Die 'Westfälische Mühlsteinfabrik von Albert Bruens' lugt durch die Bäume hervor.

10. Angesichts des heutigen Zustandes des Marktplatzes fällt es auch dem genaueren Betrachter schwer, in der Teilansicht rnit dem Bliek in die Münsterstraße das Jahr 1880 zu vermuten. Das zweite Tennentor am Gasthof Seiling und 'Robbers' wollen nicht so recht mehr passen.

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11. Damals um die Jahrhundertwende bildeten das Rathaus und das Hotel Althaus ebenso wie heute - wenn auch mit völlig anderen Gesichtern - den Eingang der Kapellenstraße in den Marktplatz. Die Gnadenkapelle im Hintergrund erweckt den Eindruck, als ob damals schon heute wäre.

12. Von 1787 bis 1907 diente dieses Rathaus am Marktplatz der Bürgermeisterei als 'Residenz'. Bis 1820 hatte es nach dem Abbruch des alten Schulgebäudes auf dem Kirchplatz zugleich die Schule beherbergt. Bei ihm handelte es sich um die grundlegende Erneuerung des aus der Zeit um 1500 stammenden ersten Rathauses, von dem nur eine Handzeichnung vorhanden ist. Hierauf wies eine angebrachte Steinplatte in lateinischer Sprache hin: Mit Gottes Hilfe erneuerten die Telgter nach Vergrößerung der Stadt das Rathaus - 1786. Der Dachausbau zur Kapellenstraße nahm von 1819 bis 1854, als das Rathaus zugleich als Zollamt diente, den Kran zum 'Verwiegen der Zollgüter' auf.

13. 'Dein Wohl, Stadt Telgte, sei dieses Hauses einzige und ganze Sorge.' Dieser, Sinn, Aufgabe und Zweck eines Rathauses symbolisch ausdrückende Spruch zierte in lateinischer Sprache bis zum Jahre 1953 ein Sandsteinfries an der Giebelseite des in den Jahren 1907 bis 1908 errichteten Rathauses. Es war das dritte seiner Art am Marktplatz und wurde bis zur Fertigstellung desjetzigen Rathauses am Baßfeld im Oktober 1974 von Rat und Verwaltung der Stadt, vorübergehend auch von der Polizei, genutzt. Stünden nicht die Fahrzeuge vor dem Rathaus und wäre die Uhr über dem linken Eingang nicht sichtbar, könnte man meinen, die Zeit um 1930 sei stehengeblieben.

14. Hat sich denn eigentlich am Marktplatz mit dem Bliek in die Emsstraße um die Zeit von 1912 gegenüber heute etwas geändert? Wenn die ausgespannten Landauer vor dem Gasthof Horstenke-Seiling und die Kleidung der älteren und jüngeren Passanten nicht eine andere Sprache reden würden, könnte man fast geneigt sein, die Frage zu verneinen. Noch deckt ein dichter Bewuchs das Erdgeschoß des Schräder'schen Hauses fast zu, und eine hölzerne Ummantelung schützt die Kastanie vor dem Rathaus gegen Beschädigungen.

15. In seinem Grundriß hat sich das Eckgebäude Marktplatz-Bahnhofstraße bis auf den heutigen Tag nicht verändert. Dennoch war bereits 1928 der Ruf nach seiner Beseitigung als besondere Gefahrenstelle für den Verkehr laut geworden. Zu der Zeit, als dieses Bild entstand, in der Mitte der zwanziger Jahre, bot der Marktplatz vor der 'Medicinal-Drogerie' eine Oase der Ruhe.

16. Wenn der Marktplatz reden könnte, wüßte er über seine vielhundertjährige Geschichte zu berichten wissen. Gute und schlechte Zeiten, Brand und Seuchen hatte er erlebt, Glockengeläut und Kriegslärm vernommen. Friedliche Bürger und Landsknechte hatten ihn betreten, fröhliche Menschen ihn zum gemeinsamen Treffpunkt heiteren Geschehens gemacht. Fahrendes Volk, Ackerwagen und Kutschen waren über ihn hinweggefahren. Pferdehufe hinterließen hier ihre Spuren, bevor man ihn befestigte. Vor allem aber hatte er Hunderttausende als Pilger zu Gesicht bekommen, wenn sie zum Gnadenbild wallfahrteten oder wenn, wie hier, ein Bischof über den Marktplatz zur Kirche geleitet wurde.

17. 'Katzenköppe' säumten zu beiden Seiten das Grobpflaster der Königstraße. Die Turmspitze der Synagoge überragte die benachbarten Fachwerkhäuser. Die Linde vor der Auerbach'schen Besitzung mußte fallen, als im Mai 1929 das Straßenpflaster durch eine Betondecke ersetzt und Bürgersteige angelegt wurden. (Nach einer Zeichnung des Institutslehrers Kilz aus dem Jahre 1904.)

18. Opa Gerdemann und seine Mannen waren die Stützen der Weinhandlung Schlattmann an der Königstraße. Lederschürzen waren die richtige Arbeitskleidung, wenn es galt, die Fässer auf Flaschen umzufüllen. Nebenan führte die Einfahrt zur Eisenhandlung Anton Schlenker.

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