Telgte in alten Ansichten

Telgte in alten Ansichten

Auteur
:   Hans Melchers
Gemeente
:   Telgte
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0822-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Telgte in alten Ansichten'

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T.ß~te i. w. /

59. Am 8. Februar 1887 war die Eisenbahnlinie Münster-Telgte-Warendorf eröffnet worden. Der Bahnhof in Telgte, damals noch im Kirchspiel gelegen, erhielt damit für den Personenverkehr, vor allem für die Wallfahrer, eine ganz besondere Bedeutung. Auffällig an den Bahnhofsgebäuden waren damals - 1915 - das 'Fahrkartenhäuschen' und die 'Wartehalle'. Sie diente über viele Jahrzehnte als willkommene Unterkunft vor allem den Bauernfrauen, die mit ihren vollgefüllten Eier- und Butterkörben in die Provinzhauptstadt Münster fuhren.

60. Aus Anlaß des Katholikentages in Münster, Anfang September 1928, besuchte der päpstliche Nuntius in Deutschland, Kardinal Cesare Orsenigo, die Wallfahrtsstadt. Vom Bahnhof kommend begleitet ihn eine große Schar von Gläubigen über die gir1andengeschmückte Bahnhofstraße zur Kirche und Kapelle.

61. Im Januar 1913 erwarb die Ordensgenossenschaft von der Göttlichen Vorsehung von dem Kaufmann Oscar Schräder dessen Villa 'Lindenhof', die Ostern des gleichen Jahres, nach einem entsprechenden Umbau, unter dem Namen 'Marienheim' als neues Pensionat ihrer Bestimmung übergeben wurde. Aufgabe des Hauses sollte es sein, 'jungen Mädchen aus guten Bürgerkreisen im Kochen, in der Haushaltsführung und Handarbeit auszubilden'. Nachdem das hier abgebildete Gebäude 1925 aufgestockt und eine Kapelle angebaut worden war, ging das Marienheim 1963, das zuletzt als Schwestern-Altenheim gedient hatte, in das Eigentum der Stadt über, die es nach einer vorübergehenden Nutzung für Schulzwecke für den Neubau des Schulzentrums im Jahre 1972 abreißen ließ.

62. Längs der alten, in Sandstein gehauenen, vielfach verstümmelten und verwitterten Stationen des Kreuzweges an der Einener Straße, die 1857 von Pfarrer Bernhard Schaten angelegt worden waren, ließ Pfarrer Hovestadt in den Jahren 1894 bis 1899 einen neuen Kreuzweg parallel zum alten errichten. Die letzte Station aber bildete nach wie vor, und bis auf den heutigen Tag, der 'Calvarienberg'. Während im Juli 1930 dort die Kreuzigungsgruppe vor windzerzausten Kiefern hoch aufragte, lehnte sich die aus eichenen Knüppeln errichtete Kanzel an eine mächtige Eiche an.

63. In der heute im Wirth Briiggemann 'schen Lokale stattgehabten Versammlung, zu der durch Straßenaufruf geladen war, wurde das von der städtischen Polizei-Behorde unterm 30. May er. genehmigte Statut nebst Instruction fiir die hiesige fretwillige Feuerwehr und der Beitritt laut anliegender Liste erklärt. So lautete das Protokoll vom 31. Mai 1885 über die Gründung der freiwilligen Feuerwehr. In die erwähnte Liste trugen sich in dieser ersten Versammlung 87 aktive Mitglieder ein. Mitbegründer und erster Chef war Carl Evens, der 1903 zum Ehrenchef ernannt wurde. Als im Juni 1935 die Feuerwehr ihr 50jähriges Bestehen feierte, konnten die sechs noch lebenden Mitbegründer H. Kaffille, A. Kämper, H. Janssen, H. Piebrock, F. Bisping und B. Perperhove (von links nach rechts) daran teilnehmen.

64. Als Ersatz für das alte Spritzenhaus in der Schleifstiege, das der Kirchenvorstand im Jahre 1899 der Stadt zum Abbruch mit den beiden Kirchenspritzen unter der Bedingung übergeben hatte, 'daß fortan die Kirche von allen etwaigen Verpflichtungen von Feuerspritzen für Stadt und Landgemeinde für frei erachtet werde', wurde im Jahre 1898 das Gerätehaus an der Ritterstraße errichtet, in dem seit 1909 der größte Teil der Geräte der freiwilligen Feuerwehr aufbewahrt werden konnte. Da die beiden Türme auf dem Gerätehaus als Steigertürme nicht zu verwenden waren, erhielt das Gebäude im Sommer 1924 einen zwölf Meter hohen Steigerturm, bestehend aus drei Stockwerken. An gleicher Stelle steht heute die im Jahre 1960 errichtete und 1976 erweiterte Feuerwache.

65. Obwohl bereits zu Beginn des Bestehens der freiwilligen Feuerwehr bis 1880 eine Feuerwehrkapelle erwähnt wird, die aus der alten Stadtkapelle hervorgegangen war, trat die von Feuerwehrchef Günther gegründete Feuerwehrkapelle erstmals im Oktober 1926 auf. Trotz anfänglicher finanzieller Schwierigkeiten nahm sie einen vielbeachteten Aufschwung. Drei Jahre später zeigt sich ihr Gründer inmitten der Musiker. Sein kleines Signalhorn gibt sich gegenüber den Instrumenten der Kapelle doch sehr bescheiden. Obere Reihe von links: Heinr. Hagedorn, Ludwig Uekötter, Heinr. Tillmann, Joseph Günther, Heinr. Schlüter, Josef Tewes und Hermann Tilbeck. Untere Reihe: Theo Rüschhoff, Johannes Schemmel, Jürgens, Bernh. Schmitz, Alois Franke, Heinr. Kobrink, Felix Münsterkötter und Karl Kaulingfrecks. Kniend: Joharm Tuossaint.

66. Der erste Präses des Gesellenvereins, Kaplan Hörstrup, schuf bereits ein Jahr nach der Gründung die Voraussetzungen für eine eigene Heimstätte des Vereins. Von dem Kupferschmied Günther wurde das Haus des Ackerbürgers Milte auf der Steinstraße (heute Schönhofen) im Jahre 1864 käuflich erworben. Aber schon bald war das Gebäude zu klein und unschön geworden. Hinzugekommen war der Umstand, daß 1898 fünf dem alten Kolpinghaus gegenüber liegende Häuser einem vom Schippmann'schen Haus ausgehenden Brand zum Opfer fielen. Auf diesem Grundstück wurde unter Präses Grabe das neue Kolpinghaus errichtet und am 24. August 1902 seiner Bestimmung übergeben.

67. Im Jahre 1863 konnte sich Telgte auch schon zu jenen glilcklichen Städten rechnen, die diesen Nutzen und Segen bringenden Verein unter ihren Gesellen aufblühen sahen. So hieß es in der Festschrift zur goldenen Jubelfeier des Katholischen Gesellenvereins am 22. und 23. Juni 1913. In dem aus diesem Anlaß durchgeführten Handwerkerzug waren die Gärtner mit diesem Festwagen vertreten.

68 und 69. Inmitten seiner 'Untertanen', geschmückt mit den Königsinsignien, stellt sich der noch amtierende König der Twiärsbrenner beim Schützenfest des Jahres 1907 vor dem Gasthof Zitter (je tzt Gerversmann) dem Fotografen. Aber schon bald werden die

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