Teutschenthal Band 3 damals und heute

Teutschenthal Band 3 damals und heute

Auteur
:   Margarete und Helmut Gerlach
Gemeente
:   Teutschenthal
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6732-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Teutschenthal Band 3 damals und heute'

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Vorwort

Die ersten zwei Bände zu 'Teutschenthal in alten Ansichten' beinhalten eine Rückschau zur Lebensweise, Erwerbstätigkeit und zurnAlltagsleben der Bürger unseres Dorfes in derVergangenheit. Der Darstellung der fünf Ortsteile mit ihren historischen Besonderheiten folgte in Wort und Bild die Beschreibung wichtiger Bereiche vom Tun und Handeln der Einwohner von der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg bis zur Wende in den [ahren 1989/90. Das Jubiläumsjahr 2004, in dem Teutschenthal sein 107 5jähriges Bestehen feiert, war vor allem Anlaß, ein drittes Buch, diesesmal unter dem Motto' damals und heute', anzufertigen. Mit der Zeit sind wir in den Besitz weiterer, wertvoller Fotos und Bilder aus vergangenen Zeiten gekommen. Diese werden im vorliegenden Band heutigen Ansichten mit entsprechenden Erläuterungen gegenübergestellt. Dabei wurden Wiederholungen vermieden und wichtige Dinge erfaßt, die bisher noch nicht dargestellt wurden. Mitteilungen von langansässigen Bürgern, nicht zuletzt von betagten Menschen, haben geholfen, frühere Begebenheiten und Verhältnisse zu erhellen und niederzuschreiben. Dem Leser wird mit den drei Bänden zu Teutschenthal bewußt, welche enormen Veränderungen sich in den vergangenen 50 bis 100 [ahren in unserem Dorf vollzogen haben. Das betrifft die Arbeits- und Wohnverhältnisse, Freizeitgestaltung, Schule, Sport und Kultur sowie die Wahrung und Pflege derTraditionen der Bürger in unserer

großen Gemeinde. Das vorliegende Buch vermittelt nicht nur Rückschau und Erinnerung, sondern führt von Vergangenem zur Gegenwart. Das regt zu Ideen, Vorstellungen und Neugier darauf an, was in Zukunft noch besser werden könnte. Es sind wichtige Voraussetzungen, um mit persönlichem und öffentlichem Engagement unseren Heimatort immer schöner und lebenswerter werden zu lassen. Viele nach Teutschenthal zugezogene Einwohner können in allen drei Bänden die jüngere Heimatgeschichte ihres neuen Wohnortes kennenlernen. Hilft es doch, in der neuen Umgebung mit ihren Menschen sich rasch einzuleben und wohl zu fühlen. Allen denen, die mit ihren Erinnerungen und alten Fotos wertvolle Beiträge gaben, sagen wir herzlichen Dank. Unser Anliegen ist es, mit der nunmehr vorliegenden Trilogie die regionale Heimatliteratur zu bereichern. Wir hoffen und wünschen, daß dieses dritte Buch wieder viele neugierige Leser finden möge.

Helmut und Margarete Gerlach

1. Mit 7 300 Einwohnern ist Teutschenthal die größte Gemeinde des Saalkreises. Das amtliche Wappen von Teutschenthal zeigt in Grün eine stilisierte Linde mit Wurzeln auf silbriger Fläche, die im Umriß der Kalihalde nahekommt. Hinzu gehören zwei silberfarbene Zweige mit jeweils drei Blättern auf grünem Grund. Aus den drei selbständigen Gemeinden Unter- und Oberteutschenthal sowie Eisdorf entstand im Iahre 1950 die Großgemeinde Teutschenthal. Ferner kamen Mitte der fünfziger [ahre Bahnhof Teutschenthal und im [ahre 1993 Köchstedt hinzu. Die Kirche als symbolisches Wahrzeichen von Köchstedt war im Dienstsiegel der Gemeinde, die bis 1950 selbständig existierte. Der rabenartige Vogel im Gezweig einer Linde entsprach dem Wappentier der Herren von

Reveningen, die vom 14. bis 17. Iahrhundert über Eisdorf verfügten. Die Bezeichnung 'Eisvogel' im Volksmund ist wohl in Anlehnung an den Ortsnamen Eisdorf entstanden, wenngleich der Ort erstmalig in einer Besitzbestätigung des Klosters Wimmelburg als 'Hisdorph' erwähnt wird. Die drei Laubbäume, vermutlich Linden, befanden sich bereits im 19. [ahrhundert in einem Dienstsiegel mit der Umschrift 'Gemeinde Teutschenthal' . Sie deuren auf die Derflinden der damals bestehenden Dörfer Ober-, Mittel- und Unterteutschenthal hin. Diese waren hervorgegangen aus den ursprünglichen sieben Siedlungen entlang der Würde, nämlich Kuhsdorf, Deussen, Gottsdorf (Oberthal), Posdorf, Ibitz (Mittelthal), Oesnitz und Wordhem (Unterthal). Ein Abschnitt des Wappens von

Kursachsen mit Rautenkranz auf dem Balkenschild, zwei gekreuzte Schwerter und ein Kreuz ergaben das dreigeteilte Bild des Gemeindesiegels vom früheren selbständigen Dorf Oberteutschenthal, das einst zu Kursachsen bzw. dem Bistum Merseburg gehörte. Das Wahrzeichen für Bahnhof Teutschenthal kennzeichnet die Tatsache, daß der Ortsteil sich seit dem Bau des Bahnhofes im [ahre 1864 an der Eisenbahnlinie Halle-Kassel erst mit dem Kalibergbau ab dem Iahre 1905 zu seiner heutigen Größe entwiekelt hat,

2. Seit dem 15. jahrhundert bestimmten die Herren v. Trotha, Hausvögte der Mansfelder Grafen auf Schloß Seeburg, die Geschicke im Wûrdetal. Von einem Freihof aus erwarben sie einen großen Grundbesitz. Ende des 16. [ahrhunderts vergrößerte Friedrich v. Trotha seinen Besitz an Land, Häusern und Mühlen. In einem Lehnbrief ist von 'Würtenburg im Deutschenthale' die Rede. Heute ist von diesem Rittersitz nichts mehr vorhanden. Der Urenkel Franz Casimir von Trotha (1679-1711) ließ die Würdenburg erbauen. So, wie im Iahre 1710 vollendet, ist sie auf einem PorzellantelIer dargestellt. Dieser gehörte zu einem Geschenk von

90 Porzellantellern, das dem Freiherrn Bernhard von Kerßenbrok am 25. Februar 1854 zu seinem 25. Iubiläum als Landrat von allen Gemeinden des Mansfelder Seekreises überreicht wurde. DerTurm ist nach dem Zweiten Weltkrieg abgetragen worden. Die

Könige Friedrich Wilhelm IV von Prelillen und joharm von Sachsen waren am 7. januar 1857 zum Manöver des IV Armeekorps Preußens auf dem Rittergut Würdenburg. Dieses gehörte seit 1 91 5 zu den Agrarbetrieben von C.Wentzel.

3. Der EisdorferTeller zeigt das damalige Bauerndorf aus der Sicht vom Mühlberg nahe an der heutigen Bennstedter Straße. Die Gebäude links im Bild gehörten vermutlich zum Bauernhof Rohde. Dessen Gutshaus, später 'Villa Oehmichen' genannt, ist heute sehr schön restauriert und steht an der Eisdorfer Straße 16. DerTaubenturm im Garten des einstigen Gutshauses ist in Band 1, Bild 63 beschrieben. Das Pfarrhaus, erbaut um das [ahr 1700, ist links von der St.-JohannisKirche mit fünfFenstern im Giebel zu sehen. Nur wenige Gebäude von damals sind noch vorhanden. Bedingt durch Bergbau und Industrie verschwanden ab der zweiten

Hälfte des 19. Jahrhunderts Bauernhöfe. Im jahre 1945 bestanden noch fünf Betriebe. Die kleine Skizze am Horizont deutet auf das Bestehen einiger Windmühlen in der Mitte des 19. Iahrhunderts hin. Ferner gab es eine

Wassermühle im Hentze' sehen Gut (später Wentzel' sches Gut, heute Mühlberg 10,11,12,13).DerMühlgraben verlieflinks der Bennstedter Straße mit Wasser aus der Würde und von Quellen oberhalb der Eisdorfer Hohle

zu zwei Teichen nahe der Mühle.

4. Das Bild zeigt zwei Häuser mit Klinkerfassaden an der Hauptstraße und den schónen Turm der Kirche St. Laurentius in TeutschenthalWest. Das rechte Haus ist im Iahre 1876 aus Lehm erbaut worden. jahrzehnte später wurde die Wetterseite mit Klinkersteinen stabilisiert. Früher gab es viele kleine Lehmhäuser im Ort, in denen es im Sommer kühler und im Winter wärmer als in Steinhäusern war. Im ausgehenden 19. Jahrhundert wuchsen die Verdienstmöglichkeiten im Bergbau, in der Industrie sowie in Halle, Eisleben usw. So konnte es sich mancher leisten, sein Lehmhaus mit Klinkersteinen teilweise oder vollständig zu verkleiden oder ein neues Haus zu er-

bauen. Die Klinkerziegeln kamen hauptsächlich von Wansleben, wo eine Ziegelei seit 1864 über 130 [ahre existierte. Die Riebeck'sche Ziegelei bestand von 1874 bis

1935 nahe am Bahnhof Teutschenthal. Weiterhin gab es zwei kleinere Ziegeleien in Eisdorf. Immerhin gibt es in der Karl-Iohn-Straße (kl. und gr. Mittelstraße) 17 Häuser

und in der Hauptstraße 10 Häuser mit Klinkeraußenwänden. In ganzTeutschenthal sind es fast 150Wohngebäude.

5. Im Kreuzweg ist bei der 'Städtebaulichen Sanierung im ländlichen Bereich-Sanierungsgebiet TeutschenthalWest' eine grundlegende Wandlung zum Guten erfolgt. Die Realisierung des Konzepts hat im Iahre 1997 begonnen und soll in zehn [ahren abgeschlossen sein. Ein Schwerpunkt ist der gnmdhafte Straßenausbau, der auch, wenn notwendig, Maßnahmen zur Sicherung der Strem- und Gasversergung, der Trinkwasserbereitstellung, Abwasserentsorgung sowie derTelekommunikation einschließt. Ferner sind Gehwegebau und Brückenausbau vorgesehen. Hinzu kommen die Straßenbeleuchtung, die Begrünung und Stützwände bei Straßenabschnitten an Hanglagen. Ungern erinnert man sich

an Fahrten mit dem Auto (Trabant, Saporoshez, Wart-

burg Skoda u.a.) über das holprige Porphyrsteinpflaster im Kreuzweg und in weiteren Nebenstraßen. Die hellgestrichenen Häuser sehen mit Begrünung und Blumen sehr schön aus. So fühlt man sich in einer der engen und ruhigen Straßen des Ortes rechtwohl.

6. Die Straßenerneuerung steht im Mittelpunkt der zehnjährigen Sanierung in Teutschenthal-West. Das Gebiet liegt südlich der Friedrich-Henze-Straße und erstreckt sich vom Schloßpark und von der Grenze an den Feldfluren bis zur Einmündung der Bergstraße in die Karl-John-Straße unweit des pfarrhauses in TeutschenthalMitte. Der Straßenabschnitt bis zur Friedrich-HenzeStraße erinnert mit grobem Porphyrsteinpflaster und einem eingeflickten Stück Schlackensteine an den desolaten Zustand zahlreicher Straßenabschnitte vor acht bis zehn [ahren. Einige sind heute noch vorhanden. Vom alten pflaster wurde ein Teil der

Porphyrsteine und der Mosaikkleinpflastersteine wieder verwendet. Neue Betonpflastersteine in unterschiedlicher Form, Größe und Farbe bestimmen das Aussehen der erneuerten Straßen und Geh-

wege. Auf ihnen läßt es sich angenehm fahren und gehen.

7. Das ist deutlich im Fotobild nach der Erneuerung des Straßenabsclmitts zu sehen. Die Fußgänger freuen sich über neue Gehwege, die auch mit dem Fahrrad benutzt werden dürfen. Die Beleuchtung erhöht die Sicherheit auf der Straße in der Dunkelheit. Das Haus links im Bild erwarb Franz Teichmann im [ahre 1912 und baute es um. Es hatte zum einstigen Bauernhof Hartmann gehört. Im Iahre 1924 machte sich hier Paul Teichmann selbständig und eröffnete eine Klempnerwerkstatt. Seit 1958 führte sein Sohn Paul Teichrnann den Klempner- und Installationsbetrieb und war in der DDR-Zeit als selbständiger Handwerksmeister mit etwa

fûnf Beschäftigten viel gefragt und sehr beschäftigt. Seit dem [ahre 1987 ist das Familienunternehmen in der Hand von Reinhard Siegmann. Das Gebäude oben an der Friedrich-Henze-Straße

gehört zum Transportunternehmen Martin Lipinski. Er übernahm im jahre 1990 den Betrieb von seinem Schwiegervater Wolfgang Hey (s. Bd. I, Bild 15). Neben dem Handel mit Heizöl und Brenn-

stoffen werden Schüttgüter aller Art transportiert.

8. Die Luftbildaufnahme stammt aus der Zeit kurz nach der Wende. Rechts unten befmdet sich der Wasserturm. Nach links folgen der Park und das Schloß und die Gebäude des früheren

VEB Meliorationsbau. Vom Schloßhof geht die Hauptstraße ab, die an der Friedrich - Henze-Straße endet. Sogleich erkennt man die Wohnblöcke im Bereich SchulstraBe und Leninstraße. Der Kopfweg verläuft zum oberen Bildrand, wo sich die Sekundar- und Grundschule sowie die Turnhalle befinden. Noch sind Feldkulturen hinter der PoststraBe am Kopfweg zu sehen. Heute ist reges Treiben auf dem im [ahre 1995 eröffnetenneuen Ein-

kaufszentrum. Vom Feuerwehrgebäude und dem Wohnbebauungsgebiet am Kopfweg ist noch nichts vorhanden. In der Bildecke oben rechts ist etwas vom Stadion zu sehen.

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