Teutschenthal Band 3 damals und heute

Teutschenthal Band 3 damals und heute

Auteur
:   Margarete und Helmut Gerlach
Gemeente
:   Teutschenthal
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6732-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Teutschenthal Band 3 damals und heute'

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9. Das Schloß Teutschenthal der Gebr. WentzeI ist mit seinen 19 hellen und freundlichen Ein- und Zweibettzimmer-Appartements ein viel gefragtes Hotel. Seine Sonnenterrasse gewährt einen wunderschönen Blick zur Fontäne und zu einem Pavillon römischen Stils an einer Wiese im 1 8 ha großen Schloßpark. Hier finden im Sommer Theateraufführungen statt, so z.B. durch das Ensemble des Teutschen Theaters von Teutschenthal. Im renovierten Festsaal des Haupthauses werden Kammermusikabende unter dem Motto 'Vier [ahreszeiten' durchgeführt, wofür im Konzertanrecht Karten zu haben sind. Im zweiten Bild sind Künstler

der 'Iungen Philharmonie Köln' beim Konzert zu sehen. Kostümbälle, Jazzabende u.a. ergänzen das kulturelle Angebot. Die Säle und Salons reichen für 300 Gäste und Besucher. Sie werden für Hochzeitsfeiern incl. standesamtlicheTrauung sowie für Familiäre bzw. persönliche Feste gern in Anspruch genommen. FürTagungen und Konferenzen steht moderne Kommunikationstechnik zur Verfügung.

10. Der BauernhofHerrmann Prietzsch an der Hohen Straße bestand mit nahezu 40 ha bis zum [ahre 1952. Für die Feld- und Viehwirtschaft wurden zwei Paar pferde benötigt. Der Familienbetrteb beschäftigte zusätzliche Arbeitskräfte, die in einem Arbeiterhaus links neben dem Wohnhaus wohnten. Zum Kriegsende bestanden 1945 in Teutschenthal etwa 25 selbständige Bauernbetriebe. Bis zur Gründung der LPG im jahre 1952 sind diese Bettiebe aus verschiedenen Gründen aufgegeben worden. Acker, Vieh und geeignetes Inventar wurden von den LPG übernommen, und die landwirtschaftliche Produktion erfolgte nun auf gen os-

senschaftlicher Basis bei viel größeren Feldschlägen und Viehställen. Bus zum Iahre

1 97 1 bestand in Teutschenthal- West eine LPG Typ 1, in der Genossenschaftsbauern die Feldwirtschaft genossen-

schaftlich durchführten, die Tierhaltung jedoch individuell in ihren Ställen berrieben.

11. In den siebziger Iahren wurden die ungenutzten Wirtschaftsgebäude des großen dreiseitigen Bauernhofes Prietzsch teilweise abgerissen bzw. Mauerteile in den Neubau von drei Eigenheimen und Garagen mit einbezogen. Das rechte Eigenheim im Bild befindet sich dort, wo einst das lange StallScheunengebäude stand. Im [ahre 1976 wurde der Hausbau begonnen, und 1978 konnte die Wohnung bezogen werden. Allerdings erforderten die notwendigen Folgearbeiten auf dem Grundstück und im Haus noch [ahrelang sehr viel Eigeninitiative. Damals war nicht vorauszusehen, daß die holprige Hohe Straße nach der Wende

im Zuge der städtebaulichen Sanierung von TeutschenthalWest eine Erneuerung erfuhr. So zeigt das Bild eine schöne Wohnlage. Vom früheren Bauernhof ist nichts mehr zu sehen. Das trifft auch auf

mehrere der 25 bäuerlichen Betriebe zu, die noch vor sechzig jahren in Teutschenthal existierten.

12. Das Musikinstitut Rauwald wurde um 1900 erbaut. Dahinter standen berelts ein Wohnhaus und eine Stallung für pferd- und Schweinehaltung. Hier befand sich einst eine Getreidehandlung. Nach dem Ersten Weltkrieg waren in der Musikschule ständig 50-60 angehende Berufsmusiker in Ausbildung. Über die Hälfte von ihnen konnte internatsrnäßig untergebracht werden, wobei die Kosten wie auch die jährliche Studiengebühr sehr niedrig lagen. Wichtige Einnahmen erbrachten die kleineren und größeren Kapellen, in denen die Musikschüler zu den verschiedensten Anlässen in der Umgebung spielten. Es gab mehrere Tanzkapellen in der

Formation Geige, Klavier, Schlagzeug und ggf Saxophon. Nach vierjähriger Ausbildung mit anerkanntem Berufsabschluß wurden viele Militärmusiker. Sie spielten in den Kapellen der Königlich

Preußischen und der Königlich Sächsischen Armee zur Kaiserzeit und danach bei der Reichswehr und in der Deutschen Wehrmacht. Musikdirektor Emil Rauwald, [ahrgang 1869, beendete im Iah-

re 1937 die jahrzehntelange Ausbildung von Musikern.

13. Die Privatmusikschule ('Pri-mus') Zelle wurde am 24. September 1990 gegründet. Sie war erst in den Räumen des früheren Kindergartens 'Bummi' (zuvor 'Burgergarten' - s. Bd. I, Bild 9 dann Kreispionierhaus ). In den [ahren 1998/99 entstand durch bauliche Erweiterung eine schöne Wirkungsstätte gleich neben der einstigen Schule Rauwald, Grundausbildung, das Spielen von Blasinstrumenten, Saiten-, Tasten- und Schlaginstrumenten stehen im Vordergrund. Ferner erfolgt Ausbildung im Gesang und irn Fach Computer und Musik, um Computer zur Klangbildung zu nutzen und digitale Tonträger herstellen zu können.

Schüler werden nach Bedarf kostenlos zum Unterricht abgeholt und auch nach Hause gebracht. Zum Einzelunterricht kommt Ensembleunterricht, um gemeinsames Musizieren zu fördern und ne-

ben der Hausmusik vorbereitend Grundlagen für professionelles Musizieren zu vermitteln. Die Räumlichkeiten der günstig gelegenen Schule eignen sich gut für u.a. öffentliche Konzerte, Veranstal-

tungen, Kurse, Familienfeiern. Ferner befindet sich hier eine kinderärztliche Praxis.

14. Seit demjahre 1888 wird die Bäckerei Boltze als Familienbetrieb jetzt in fünfter Generation betrieben. Vor fünfzig [ahren gehörten noch Feldwirtschaft auf 1 5 ha Nutzfläche und Viehhaltung dazu. Im jahre 1928 wurde ein neues Bäckereigebäude

(s. Bild) mit Klinkern von Wansleben erbaut und ein mit Kohle beheizter Dampfbackofen installiert. Im [ahre 1974 hat Bäckermeister Eekhard Boltze einen Backofen mit Gasheizung eingebaut, der 1998 erneuert und modernisiert wurde. Bis Ende der achtziger [ahre erhielten neun Bäckereien in Teutschenthal das Roggenmehl von der Windmühle Kützing in Dornstedt. Die Zulieferung

der weiteren Mehlarten erfolgte lange von den Mühlen GustavWenske, Teutschenthal, und Herrmann Beinert, Steuden, und wurde in den sechziger [ahren vom VEB Saalemühlen Salzmünde

übernommen. Seit dem Jahre 1990 wird das Mehl nicht mehr in Säcken, sondern durch Containerfahrzeuge in das betriebseigene Mehlsilo geliefert. Gegenüber auf dem Grundstück der früheren

Tischlerei Karl Höschel entstand vor einigen [ahren ein neues Haus (rechts im Bild), in dem sich die Arztpraxis von Dr. Isolde Arendt und moderne Mietwohnungen befinden.

15. Das Unternehmen 'Bedachungen GmbH Sven Saalfeld' existiert seit dem

1. März 2000 an der Fa1ladastraße Nr. 5.Von der Firma werden Dacharbeiten aller Art, Dachklempnerarbeiten, Zimmererarbeiten und Schieferarbeiten übernommen und durchgeführt. Im Betrieb beschäftigt S. Saalfeld sieben Mitarbeiter. Er selbst stammt aus einer alten Handwerkerfamilie Teutschenthals. Im Bild ist einer von zwei Doppelachsanhängern zu sehen. Sie sind 5 m lang, und mit ihnen können zwei Fahrzeuge Material und Gerüste aller Art zu den Baustellen transportieren. Diese befinden sich vor allem in der näheren Umgebung bis Halle, Bad

Lauchstädt und Querfurt. An villenartigen und denkmalgeschützten Häusern werden, wenn notwendig, an zwei aneinander liegenden Dachseiten als Übergang im flachen Winkel deutscheingebunde-

ne Kehlen gelegt. Das erfordert viel Sorgfalt und Geschick bei der manuellen Bearbeitung der Biberziegeln oder Schieferplatten, damit diese passend und regenwasserdicht schließen.

16. Im [ahre 193+ kaufte Kurt Pein das verschuldere ehemalige 'Vogelsche Gut' an der Querfurter Straße unweit des Gasthofes 'Wûrdenhof" . Er bewirtschaftete den Bauernhofmit 52 ha Iandwirtschaftlicher Nutzfläche bis zum [ahre 1953. Die bei der sozialistischen Umgestaltung anfangs einige [ahre andauernden Repressalien gegen Großbauern führten zur Enteignung des Besitzes. Die Stadt- und Saalkreissparkasse Halle übernahm die Rechtsträgerschaft. Sie hatte bereits im Wohnhaus eine Filiale, die bis zum [ahre 1995 existierte. Das Bild ist 1972 aufgenommen worden. Die 75 cm dieken Lehmmauern des rückseitigen Teiles vom heuti-

gen Haus sind vermutlich vor 180 Iahren erbaut worden. Anfang des 20. Jahrhunderts hat man das Haus zur Straße hin erweitert, ausgebaut und überdacht. Gegenüber vom Wohnhaus stand die Scheune.

Im linken Seitengebäude befand sich der Kuhstall, und im Wirtschaftsgebäude gegenüber waren der pferdestall und der Schweinestall.

1 7. Der Wirtschaftshof hat jahrzehntelang für den Werterhaltungsbetrieb im Ort gedient. Durch verschiedene bauliche Veränderungen war schließlich vom einstigen Vierseitenhof nicht mehr viel zu sehen. Nach der Rückgabe des Grundstückes im Iahre 1994 haben die Eigentümer das Wohnhaus umgebaut und umfassend restauriert. Das Haus steht jetzt unter Denkmalschutz. An der Rückseite ist ein verbautes ovales Fenster wieder sichtbar geworden. Das bleiverglaste Fenster mit schönen bunten Erntemotiven hat der Kunsthandwerker Gustav Franke von Naumburg in den sechziger Iahren des 19. Iahrhunderts angefertigt. Im Haus befindet

sich seit dem 1. August 1997 eine Filiale derVolksbank Halle (Saale) eG. Ferner sind zwei Wohnungen und eine Dachwohnung entstanden. Alles in allem hat die vielbefahrene Friedrich-Henze-

Straße wieder ein schönes Hausmehr.

18. Noch im Ersten Weltkrieg wurde imAnwesen der Gärtnerei Göpfert (heute Gärtnerei Bamme) eine Privatschule eröffnet. Im jahre 192 2 verlegte man die Schule in ein Haus, das Oberamtmann C. Wentzel kostenlos zurVerfügung gestellt hatte, Drei Lehrkräfte unterrichteten in dieser 'Höheren Prrvatschule' etwa fünfzig Kinder aus allen Ständen von Unter- und Oberteutschenthal und Urngebung. Mit Beiträgen der Eltern und Zuschüssen von

C. Wentzei sowie des Staates wurde die Ausbildung finanziert. Sie war eine gute Vorbereitung für den Besuch einer höheren Schule in Halle. Einzelnen Schülern wurden die Schulgebühren erlassen. Im [ahre 1938 ist der Schulbe-

trieb eingestellt worden. Danach wurden die Räume als Mietwohnungen genutzt. Im Bild sind noch kleine eingeschossige Häuser zu sehen. Bis zum Iahre 1987 besaß Bernhard Ockert dort eine

Mopedwerkstatt. Vielen ehemaligen Trabantfahrern und anderweitigen Autobesitzern hat er mit Batterien und diversen Ersatzteilen ausgeholfen, woran es in der DDRZeit stets mangelte.

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