Teutschenthal Band 3 damals und heute

Teutschenthal Band 3 damals und heute

Auteur
:   Margarete und Helmut Gerlach
Gemeente
:   Teutschenthal
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6732-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Teutschenthal Band 3 damals und heute'

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19. In eigener Initiative erfolgte durch die Familie Ockert der Abriß der einstigen Privatschule. Damit entstand Baufreiheit für ein Eigenheim und den Ausbau der Mopedwerkstatt zum heutigen Zweiradfahrzeughaus Harald Ockert, Hier sind zahlreiche neue Fahrräder und Mopeds zum Verkauf ausgestellt und ist der notwendige Service- und Reparaturdienst vorhanden. Im Iahre 1983 wurde das kleine Wohnhaus aufgestockt. Zwei Iahre später konnte Marlies Galander, geborene Ockert, eine Eisdiele eröffnen. Die verschiedenen köstlichen Eissorten sindAnlaß, daß viele besonders an schönen warmen Tagen hier vorbeikom-

men. Die Erweiterung zum Eiscafé mit Speisenzubereitung erfolgte im Iahre 1991. Einheimische und Durchreisende finden ein Angebot von 18 Gerichten aus hauseigener bürgerlicher Küche. Ferner

gibt es täglich frischgebackenen Kuchen. Familienfeste, Geburtstagsfeiern u.ä. bis 20 Personen sind, wie einst im Gasthof'Zum goldenen Ring' gegenüber, möglich. Ferner kann alles wunschgemäß be-

stellt und zum Verkauf über die Straße abgeholt werden.

20. Das Kultur- und Gemeindezentrum Teutschenthal wird als Freizeit-und Tagungsstätte das ganze [ahr vielseitig genutzt. Sehr günstig für die Bürger ist die Nähe zum Gemeindeamt und zu den Ämtern derVerwaltungsgemeinschaft 'Würde/ Salza'. Zu Sylvester und bei den Veranstaltungen des Tee in der Karnevalszeit ist Hochbetrieb. Die Feiern für ältere Bürger, die von der Bücherei vor Weihnachten und zum Fasching durchgeführt werden, sind sehr beliebt. Prominente Künstler, wie Wolfgang Stumpf, Linda Feller und Achim Menzel, begeistern immer wieder viele Besucher. Zu Konzerten aller Art kann Reihenbestuhlung für 700

Besucher erfolgen. Alljährlich finden die Feiern zur Einschulung und Jugendweihe statt. Der Kleintierzuchtverein Eisdorf e.Y. führt stets Anfang Dezember seineAusstellung durch. Wirtschaftsunterneh-

men in der Region, die IHK Halle-Dessau u.a. wissen die guten Voraussetzungen für Konferenzen, Tagungen u.ä, zu schätzen. Die Volkshochschule Saalkreis nurzt kleinere Räumlichkeiten für Kurse,

wie Fitnessgymnastik und 'Line Dance'. Ferner sind im [ahr etwa zehn Verkaufsveranstaltungen.

21. Im Iahre 1997 ist die Bibliothek im Kultur- und Gemeindezentrum neu eingerichtet worden. Sie ist heute ein modernes Informationsund Kommunikationszentrum über den Ort hinaus. Ersunalig im Saalkreis wurde die vollautomatische Verbuchung eingeführt. An drei Internetarbeitsplätzen ist es möglich, sich weltweit zu informieren und über die Fernleihe Bücher aus ganz Deutschland anzufordern. Der Zugang zur neuesten heute bestehenden Lexikothek gibt Schülern, Studenten und allen Interessenten die Möglichkeit, sich von Experten beraten zu lassen und in bisher nie gekannter Weise für alle beliebigen Fragen und Probleme eine Antwort bzw. Lösung zu finden. Die jährlichen Büchereifeste am 1. Mai erfreuen jung und alt mit neuen Überraschungen

und dem volksfestartigen Programm. Familien und Kinder können auf dem Handwerkerhof und bei Kinderworkshops selbst ausprobieren und kreativ mitmaehen. Viel Spaß gibt es auf dem Abenteuerspielplatz. Der Schachklub e.v., der Kleintierzuchtverein Eisdorf u.a. sind mit dabei. Viele erleben beliebte Künstler auf der Kleinkunstbühne.

22. In den dreißiger [ahren erweiterte Friedrich Schwiefert, der bis 1941 an der Querfurter Straße (FriedrichHenze-Straße 41) den GasthofZur Sonne' mit Fleischerei bewirtschaftete und zugleich eine Tankstelle unterhielt, mit einem Busbetrieb sein Familienunternehmen. Bis in die Kriegsjahre sind seine Söhne als Firma Gebr. Schwiefert die Linien HalleHolleben-Merseburg und Halle- Teutschenthal-Asendorf gefahren. Ab 1938 hatte der Busbetrieb seinen Sitz an der Mansfelder Straße. Bei 'KdF' -Reisen (Kraft durch Freude) fuhren Busse vom Typ Henschel van Kassel, Vomag van Plauen u.a. bis Bad Frankenhausen und Bad Soo-

den-Allenderf Nach dem Krieg kam es zu einer zweijährigen Unterbrechung des Busverkehrs. Von 1955 bis Mitte 1958 befuhren die Busse der Gebr. Schwiefert die Linie Halle-Asendorf und

dann bis zum 15. Oktober 1973 die Linie Halle-Merseburg-Bad Lauchstädt und zurück. Anschließend übernahm der VEB Kraftverkehr Halle auch hier den Busverkehr. [ahre später waren keine

Busse mit Hängern mehr auf den Straßen zu sehen.

23. Die 'Ikarus' -Busse desVEB Kraftverkehr Halle sindAnfang der neunziger [ahre von den MAN -, Setra - und Mereedes-Bussen des Omnibusbetriebes Saalkreis (OBS) abgelöst worden. Diese sind komfortabler ausgestattet, haben mehr Fahrgastplätze und besitzen größere Betriebssicherheit. Vergessen ist die Zeit, als an kalten Wintertagen frühmorgens Busse nicht in Gang kamen. Die Buslinie Halle-Bad Frankenhausen ist weggefallen. Die Busse fahren heute von Halle bis Asendorf oder Querfurt und zurück, wobei einige über Bennstedt, andere über Zscherben verkehren. Da viele mit dem eigenen Auto fahren, sind die Omnibusse selten voll be-

setzt. An Schultagen wird zusätzlich für den Schülertransport gefahren. Die elektronischen Kassen ermöglichen den zusteigenden Fahrgästen einen zügigen Fahrkartenkauf Seit dem Iahr 2001

gehört der OBS dem Mitteldeutschen Verkehrsverbund an. Seitdem gibt es u.a. Zweizonenfahrkarten. Vom Zeitpunkt des Kaufes im Bus kann man mit diesen bis zum Ablauf von 90 Minuten alle

öffentlichen Verkehrsmittel in Halle benutzen.

24. Auf der Kasseler Bahnstrecke, einst D-Zugverbindung zwischen Kassel und Breslau, wurden seit dem Bau der Bahn im Iahre 1864 über hundert [ahre lang die Personen- und Güterzüge von Dampflokomotiven gezogen. Die Eisdorfer waren an das Dampfen, Pfeifen und Fauchen besonders beim Anfahren der Züge gewohnt, ärgerten sich bei ungünstigem Wind über Rauchverschmutzungen in Wohnungen, Wäscheplätzen und Gärten. Die ansteigende Bahnstrecke zwischen Eisdorf und Zscherben mußte bei schweren Güterzügen, die infolge minderwertiger Kohle für die Lokomotiven in den Nachkriegsjahren immer langsamer fuhren,

durch zusätzliche Schiebelokomotiven überwunden werden. Die Demontage des zweiten Gleises für Reparationsleistungen an die SU erschwerte stark den Bahnverkehr. Nach [ahren stellten die

Bahnmeistereien die zweigleisigen Strecken wieder her. Viele Pendler fuhren mit der Bahn zur Arbeit, so daß früh und abends die Personenzüge voll besetzt waren.

25. Vor vierzig [ahren wurde begonnen, mit Diesel berriebene Lokomotiven aus der SU aufunseren Reichsbahnstrecken einzusetzen. Mit der Zeit sah man immer mehr in der DDR gebaute Dieselloks fahren. Die Elektrifizierung, die Anfang der siebziger [ahre an der Bahnstrecke HalleNordhausen - Arenshausen begann, führte zur Ausgliederung der Dampfloks bei den Personenzügen, später im Güterverkehr und zuletzt im Rangierdienst. Damit verschwand der schädliche Einfluß des Rauches auf die oberirdischen Stromleitungen. Die Wasserkräne, die an größeren Bahnhöfen zur Wasserversorgung standen, wurden überflüssig. Nach der

Wende erfolgte die durchgängige Erneuerung und Anpassung der Ausrüstungen zum elektrischen Bahnbetrieb entsprechend den Erfordernissen der Deutschen Bundesbahn. Heute fàhrt der

Kupferexpreß als Regionalbahn auf den Bahnhöfen Teutschenthal und Teutschenthal-Ost stündlich in der Zeit zwischen 6.00 bis 20.00 Uhr ab und verkehrt von Halle bis Nordhausen

bzw. Sangerhausen und zurück.

26. Das Bild ist von einem Moto-Cross-Rennen im Teutschenthaler "Ialkessel' , wo in den siebziger und achtziger [ahren die besten Fahrer aus den sozialistischen Ländern um den 'Pokal der Kalikumper oder um den 'Pokal für Frieden und Freundschaft der sozialistischen Länder' kämpften. Etwa 100 bis 150 Teilnehmer fuhren mit PKVY, LKW und ihren Rennmaschinen aufHängern laut durchs Dorf zur Moto-Cross-Strecke. Neben der langfristigen Vorbereitung und Organisation sorgte der MC-Klub für Unterbringung in der Agraringenieurschule (Schloß) und allseitige Versorgung. Je nach dem Wetter konnte es zu großen Staubbildungen oder

verschlammten Dreckstrecken bei den Trainingsund Wertungsläufen kommen. Nach der Wende hat sich vieles geändert. Die Rennmannschaften kommen mit großen Wohnmobilen

auf der Bundesstraße 80 zu Europa- und Weltmeisterschaften, die wieder in Teutschenthal ausgetragen werden. In den Mobilen ist für die Betreuung der Honda-, Suzuki-,Yamaha-, und Kawa-

saki-Maschinen alles vorhanden.

27 . Im Fahrerlager sind große Vorzelte an den Mobilen zu sehen. Zur Rennmannschaft gehören Rennfahrer, Mechaniker, Physiotherapeut und einzelne Angehörige, für deren Versorgung und Wohlergehen alles vorhanden ist. Hervorragende Repräsentation und bestmögliche Erfolge bei den Rennen sollen natiirlich für die Herstellerfirmen werben. Das Fahrerlager, im Bild teilweise zu sehen, wurde mit 30.000 m' auf das Dreifache vergrößert. Der MSCTeutschenthal e.v. schuf ferner eine Waschanlage für Rennmaschinen und Wohnmobile. In zehn unterirdischen Behältern befinden sich 400 m ' Regen- und Naturwasser aus der Umgebung.

Mittels Leitungen in der Erde kann die Rennstrecke überall nach Bedarfbesprengt werden. Zugleich sind auch Wasserableitungen vorhanden. Durch einige Untertunnelungen kann das Überqueren der

Rennstrecke vermieden werden. Für Gästebetreuung, Veranstaltungen usw. ist ein neues VIP-Gebäude vorhanden. Viele bunte Flaggen, eine geschäftige Ladenstraße, Konzerte, Veranstaltungen u.ä.

gehören zu den Renntagen als Volksfest für 10 000 bis 20 000 Besucher.

28. Der Bau derWohnblöcke und der neuen Schule am Wiesenweg (heute AugustBebel-Hof / Maerkerstraße) erfolgte in den [ahren 192 8 und 1929 von der Gemeinnützigen Siedlungsgesellschaft Unterteutschenthal GmbH nach den Plänen des Architekten Trommler aus Gera. Damals gab es über 110 Wohnungssuchende und dazu bei zahlreichen Familien miserable Wohnverhältnisse. Es entstanden 44 neue Wohnungen mit jeweils 69m'Wohnfläche. Der Block an der heutigen Märkerstraße Nr. 22, 24, 26, 28 wurde mit Betonfußböden und Zentralheizung versehen. Die Mietkosten je Monat betrugen hier 40 RM. Für die weiteren

Wohnungen, die Dielenfußböden mit Linoleum und Ofenheizung harten, waren monatlich 3 1 RM Miete zu bezahlen. Das Gemeindeamt Unterteutschenthal wurde für die erste Zeit im heutigen

August-Bebel-HofNr. 4 eingerichtet. Doch bald verlegte man es in den Block an der heutigen Maerkerstraße 22, wo es als Gemeindeverwaltung von Teutschenthal bis zum [ahre 1999 existierte.

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