Teutschenthal Band 3 damals und heute

Teutschenthal Band 3 damals und heute

Auteur
:   Margarete und Helmut Gerlach
Gemeente
:   Teutschenthal
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6732-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Teutschenthal Band 3 damals und heute'

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29. Im Bild zuvor sind die Flachdächer zu erkennen, die dem von Architekten TrommIer angewandten Bauhausstil entsprachen. Bereits 1939 erfolgte in der Pestalozzischule der Ausbau eines Dachgeschosses mit Spitzdach, um neue Lehrerwohnungen zu schaffen. Ab der fünfziger Iahre begann Regennässe in die Häuser einzudringen. Eine Erneuerung der Flachdächer undAbf1ußrohre wäre zu teuer geworden. Deshalb wurden alle Gebäude mit Spitzdächern überbaut. Damit entstand zusätzlicher Raum zum Wohnen oder Abstellen. Sehr zum Vorteil für die Bewohner war der Bau zweier zentralgelegener Wirtschaftsgebäude mit vier Wan-

nenbäder, sechs Waschräumen und fünf Trockenböden. jede Familie konnte nach einem Monatsplan dreieinhalb Tage Waschraum und Trockenboden nutzen. Im Februar 1933 wurden ferner

vier Wannenbäder in den Kellerräumen unter dem Gemeindeamt an der Maerkerstraße für die Bevölkerung bereitgestellt, die alles weitgehend nutzte.

30. Die Einteilung der Räume in den Wohnungen ist sehr überlegt und zweckmäßig erfolgt. Neben Küche, zwei Wohnzimmern, Schlafzimmer und Toilette sind auch Speisekammer und Abstellraum, wenn auch klein, vorhanden. Alle Wohnungen hatten Anschluß für einen Gasherd. In der Kûche stand ein Kohleherd, der entweder gekachelt oder emailliert war. Die zwei Wohnzimmer wurden von einem Kachelofen beheizt. Das zweite Wohnzimmer eignete sich auch als Kinderzimmer. Die Möbel incl. Einbauschränke waren, wie die Abbildungen zeigen, für die damalige Zeit sehr praktisch und modern. Die Anfertigung der Möbel, die

Klempner- und Installationsarbeiten und das Notwendige für die Strom- und Lichtversorgung haben weitgehend einheimische Handerker übernommen. Den einzelnen Familien kam man sehr entgegen, ihre individuellen Wünsche bei der Wohnraumgestaltung zu berûcksichtigen.

31. Nach der Wende sind alle Wohnungen privatisiert worden. Die Kohleheizung gehört derVergangenheit an, da fast überall Gasheizungen eingebaut worden sind. Die vielfältigen Angebote beim Einkaufmachen es jedem möglich, die Wohnräume ganz nach seinen individuellen Vorstellungen weiter zu modernisieren und zu verbessern. Deutlich wird das bei den Wohnzimmerbildern von früher und heute. Moderne Küchentechnik erlaubt es. die Küche mehr als früher in das Wohnen mit einzubeziehen. Für die Einrichtung neuer Dusch- bzw Wannenbäder hat man Speisekammer und Abstellraum genutzt. Die Keller sehen freundlicher aus,

sind z.T. gefliest und eignen sich für verschredene Zwecke, wie z.B. zumAbstellen, als Hobbyräume u.ä, EingebauteThermofenster haben den Energieverbrauch verringert. Die Gebäude in Ziegel-

bauweise am August-BebelHof und Märkerstraße stehen unter Denkmalschutz und sind in ihrem einheitlichen äußeren Erscheinungsbild zu erhalten.

32. Das Bild zeigt eine Gymnastikgruppe in derTurnFesthalle, die in der neuen Pestalozzischule seit dem Iahre 1929 genutzt wurde. Viel Publikum erlebte Theaterspiel von Schülern auf der Bühne. Vor dem Krieg fanden musikalische Darbietungen der Lehrer Hans Becker und Kurt Hölzer großen Anklang. Damals gab es eine Theatergemeinde im Ort. Auch in den Nachkriegsjahren haben Künstler von Eisleben und Halle klassische Dramen, einige Operetten sowie Konzerte dargeboten. Seit dem [ahre 1986 gibt es die neue Turnhalle am Stadion. Nach Verwendung als Kaufhalle ab 1990 fand Achim Mechsner in der alten Turnhalle die be-

ste Voraussetzung, hier im Iahre 1995 das "Ieutsche TheaterTeutschenthal' mit Platz für 99 Besucher zu eröffnen. Inzwischen hat der Theaterverein dreißig Mitglieder. Ferner besteht eine Kinder- und eine Jugendtheatergruppe. Eine Reihe erfolgreicher Inszenierungen zeugen von der begeisterten und regen Mitarbeit. Monatlich finden 4-8 Aufführungen statt, zu denen Gastauftritte von Künstlern der 'Kiebitzensteiner' und von Theatern in Halle gehören.

33. Die neue Turnhalle am Stadion wurde mit einem Flächenumfang von 630m2 im [ahre 1986 eröffnet. Sie hat die Voraussetzungen, den Schulsport für alle Schüler der Grund- und der Sekundarschule regelmäßig und lehrplangerecht durchzuführen, Die Halle wird täglich ohne Unterbrechung genutzt. Spielsportarten, wie Volleyball und Basketball, Geräteturnen an Barren, Reck und Balken sowie Leichtathletik besonders im Winter sind Hauptbestandteil des Sportunterrichts. Die Nähe des Stadions ist sehr vcrteilhaft, um schnell zwischen Turnhalle und Rasen zu wechseln. Im außerschulisehen Sport sind häufig die

Fußballspieler der SV 1885 Teutschenthal und Eisdorf 1918 e.Y. sowie Handhallspieler des SV J 925 Steuden e.Y. und des Langenbogener Sportvereins e.Y. in der Halle zu sehen. Viele aktive Teilneh-

mer im Tischtennis, bei der Gymnastik und beim Teutschenthaler Karnevalklub sind froh, ihren Interessen in dieser modernen Halle, die der Gemeinde gehört, nachgehen zu können.

34. Das Bild zeigt ein Klassenzimmer und den Schülerabort im Hof der ehemaligen Schule an der AlbertHeise-Straße (früher Hallesche Straße). Im Gebäude waren unten zwei Lehrerwohnungen und im ersten Stockwerk zwei Klassenräume. An der Zahl der Löcher für die Tintenfässer ist zu erkennen, daß in jeder Holzbank sechs Schüler Platz hatten. Links im Bild sind der gußeiserne

Ofen und das lehrerkatheder zu sehen. Hier fand der Unterricht für die älteren [ahrgänge bis zum Schulabgang nach der achten Klasse statt. Im alten Schulgebäude unweit des 'Würdenhofes' an der Karl-Iohn-Straße befanden sich vier Klassenräume.

Die Kinder wurden hier eingeschult und in den niederen Klassen unterrichtet. In jeder Klasse waren 40 bis 50 Kinder aus Unterteutschenthal. Die vier Klassenräume wurden noch bis in die siebziger [ahre benötigt, wenngleich mit der Fertigstellung der neuen Pestalozzischule am Wiesenweg im [ahre 1929 der überwiegende Teil der Schüler dorthin wechselte.

35. Hier sehen wir zwei von sechzehn Klassenräumen der heutigen Sekundarschule, während der Grundschule acht freundliche und moderne Klassenräume im gleichen Schulgebäude, das im [ahre 1985 am Stadion fertiggestellt wurde, zurVerfügung stehen. Für die Fächer Physik, Chemie, Biologie, Computertechnik und Hauswirtschaft sind Klassenräume als Fachkabinette eingerichtet worden. Statt des vorwiegenden Unterrichts mitWandtafel und Kreide sind heute Polyluxprojektoren, Videorecorder, Computer u.a. unentbehrliche Lernmittel für Lehrer und Schüler. Die Grundschule besitzt neuerdings eine Lernwerkstatt für Werk-

unterricht, die von den Klassen der Sekundarschule rnitgenutzt wird. Die Grundschule einschließlich der Außenstelle in Bahnhof Teutschenthal besuchen jetzt 460 Schüler(innen), und etwa 460 sind es in der Sekundarschule, In den Abendstunden finden in den Klassenräumen der Sekundarschule zahlreiche Kurse derVolkshochschuIe des Saalkreises statt.

36. Früher waren verschiedene Schausteller im Ort gern gesehen. Auf der damallgen Kabel nahe des 'Wûrdenhofes' konnten sich erstmalig am 23. März 1923 alt und jung auf der' Amerikanischen Schiffsschaukel' von Ernst Gebhardt und später auf seinem Fahrradkarussell bis nach dem Krieg vergnügen. Die Schausteller Buchmannl Stedten und Jesche/Wiehe kamen mit der Berg- und Talbahn 'Waldidyll' , der 'Seestrumbahri' sowie Bodenkarussell wiederholt hierher. Mit Kettenkarussell und selbstgebautem Kutschenkarussell war Hugo Backhaus bis 1949 dabei. Nach der Gestaltung des 'Platzes der Ein-

heit' Ende der fünfziger [ahre mußte man dorthin ausweichen, wo später das Feuerwehrgebäude an der Karl[ohn-Straße entstand. Die Enkel von Ernst Gebhardt. nämlich Klaus Gebhardt mit dem 'Venus Clipper' und Edda Vo-

gel mit 'Walzerfahrt auf dem Mond' kamen ab der siebziger [ahre zum alten Sportplatz in Teutschenthal-Mitte, zur Pflaumenkabel in Teutschenthal-Ost und zu Parkfesten in Teutschenthal- West. Seit zwanzig [ahren gehen

Anke und Peter Lutze in vierter Generation im Frühjahr mit dem Karussell 'Kinderschleife', mit Autoskooter, Schießhalle, Spielautornat u.a. aufTour.

37. Heutzutage finden Dorffeste vor allem auf der Eisdorfer pflaumenkabel statr. Das Bild oben ist vom lodernden Feuer nach dem Fackelumzug, der jährlich am 30. April durchgeführt wird. Die Freiwillige Feuerwehr Eisdorf feiert ihr Fest in den Tagen von Himmelfahrt bis Sonntag (s. Bild unten).Auch zum Sommerfest haben die Kameraden Unterstützung von der Karnevalsgesellschaft 'Die echten Eisdorfer Gardejungs'. Schließlich ist am Samstag vor dem 4.Advent das öffentliche Adventsfest. Familiäre Feste wie Hochzeit u.ä. lassen sich auf der Kabel durchführen. Seit Iahren ist es Brauch geworden, daß die Freiwillige FeuerwehrTeut-

schenthal die im ganzen Ort eingesammelten Weihnachtsbäume Anfang [anuar hinter dem neuen Gerätehaus am Stadion verbrennt. Zum Ostersonnabend entzündet sie abends weiter ein großes Osterfeuer. Hunderte Besucher schauen in die lodernden Flammen, die etliche Meter in der dämmernden Dunkelheit hochschlagen. Mit volkstümlicher und popiger Musik und bei hinreichend Speis und Trank werden Eltern mit Kindern und viele Gäste unterhalten.

38. Das Bild zeigt das Prinzenpaar und die Prinzengarde beim Karnevalsumzug im Februar 1972, der, wie alle Iahre zuvor, seit 1958 am einstigen Kulturhaus Teutschenthal- West begann. Alte und neue Zugmaschinen mit Hängern, Autos und LKWs sowie selbstgebaute fahrbare Untersätze mit teilweise merkwürdigem Motorengeräusch fuhren auf. Das Fußvolk verwandte geeignete Handwagen, Karren und Gestelle mit 2-4 Rädern. Viel Improvisation verhalf zu einer erstaunlichen Vielfalt bei der Darstellung von 10- 2 0 Schaubildern. Mit der Zeit gab es zur bunten Ausschmückung mehr zu kaufen. Vor allem ergaben individuel-

le Anfertigungen aus Pappe, Textilien, Kunststoffen, Farben und dgl. mit viel Phantasie ein buntes und freudiges Aussehen des Umzuges. Flotte Sprüche, schwungvolle Musik und Sprechkanonaden

ertönten, wie heute, aus den Lautsprechern durch den Ort. Damals gab es noch nicht viele Fotoapparate, somit auch weniger Erinnerungsbilder. Auch zahlreiche ältere Bürger harten jedesmal viel

Spaß und Freude an humorvollen bzw. ironischenAnspielungen auf Geschehnisse und Menschen im Alltag.

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