Teutschenthal Band 3 damals und heute

Teutschenthal Band 3 damals und heute

Auteur
:   Margarete und Helmut Gerlach
Gemeente
:   Teutschenthal
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6732-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Teutschenthal Band 3 damals und heute'

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49. Der neue Speicher am Busch ist von den Gebr. Wentzel im [ahre 1992 errichtet worden. Bei 8500 t Lagerkapazität können Getreide, Raps, Hülsenfrüchte und Sonnenblumen gelagert und ganzjährig ausgeliefert bzw. verkauft werden. Die Technik im dreischiffigen Gebäude mit 50 x 50 m Grundriß reicht aus, um je Stunde 100120 t, d.h. 4-5 Lastzüge zu entladen oder zu beladen. Bei der An- undAuslieferung erfolgt jeweils eine Siebreinigung des Körnergutes. Die Kaltbelüftung schaltet sich je nach Temperatur und Feuchtigkeit in den einzelnen Speicherboxen von selbst ein und aus. Vor der nächsten Ernte sind die elf Boxen vier Wo-

chen leer, um gründlich reinigen und desinfizieren zu können. Seit dem 15. August 1992 wurden 2 700 ha als Betriebsgemeinschaft der Gebr. Wentzel und der Sûdzucker AG bewirtschaftet. Er-

im Betriebsgelände der 'Fa. Steffen Gabler Garten- und Landschaftsgestaltung' Weihnachtsbäume im Angebot.

stere übernehmen den Betrieb Teutschenthal-Salzmünde nach zwölf]ahren in Eigenbewirtschaftung. Im Bild ist links Landtechnik der 'Fa. Bernard Krone GmbH' zu sehen. Ganz rechts sind gerade

50. Seit über 100 [ahren gibt es die Gärtnerei Barth zwischen der Maerkerstraße und der Straße des Friedens. Im Frühjahr kommen viele zum Familienbetrieb Winfried Barth wegen Jungpflanzen, die hier meist selbst gezogen werden. Topf- und Schnittblumen sind teils aus eigener Produktion, teils nach Aufkauf im Großmarkt von Halle im Angebot. Auf Bestellung sind heute Blumen, Zierpflanzen, Stauden usw. aus Holland, den Mittelmeerländern, Costa Rica, d.h. aus aller Welt, lieferbar. Schwierig war die Bewirtschaftung der über sechzig [ahre bestehenden Gewächshäuser mit minderwertige Kohle in der DDR-Zeit. Heute sind sie rno-

dernisiert und werden mit Öl beheizt. Ein neues Doppelfoliengewächshaus wird vor allem für die Anzucht von Schnittblumen und von Beetund Balkonpflanzen genutzt. Es steht auf einer Fläche von

150 rn', ist mit einer Ölheizung ausgestattet und wird neun Monate im [ahr intensiv bewirtschaftet. Schon immer sind die Kranzbinderei und Herstellung von Gräberschmuck aus Blumen und

Grünmaterial ein wichtiges Arbeitsgebiet.

51. Im jahre 1929 wurde die einstige Gärtnerei Pröschel von Otto Göpfert übernommen. Fünf [ahrzehnte war die Gärtnerei Göpfert ein wichtiger Lieferant von Gemüse aller Art für die heimische Bevölkerung. Mit einem Dreiradlieferauto wurde auch regelmäßig zum Wochenmarkt nach Halle gefahren. Im [ahre 1980 erwarb Eberhard Bamme die Gärtnerei mit 2 ha Nutzfläche. In den langjährig genutzten Gewächshäusern erfolgte weiterhin Jungpflanzenanzucht sowie der Anbau von Topf- und Schnittblumen. Nach der Wende 1989/90 veränderte sich vieles. Im [ahre 1995 eröffnete Götz Bamme ein neugebautes Produktionsgewächshaus mit

460 m' und ein Verkaufsgewächshaus mit 340 m' Nutzfläche. Statt Gemüse im Freiland (Blumenkohl, Tomaten, Zucchini u.a.) werden hier und im Gewächshaus Schnittblumen, Schnittgrünarten, floristisches Beiwerk, wie Gräser, Beerensträucher, Sedumarten usw. sowie Koniferen angebaut. Im Verkaufsgewächshaus erfolgt daraus und aus zugekauften Blumen und Pflanzen die Herstellung von Sträußen, floristischen Gebinden, Kränzen und Grabschmuck und deren Verkauf

52. ImAprill966 begann Joachim [ahnke mit einem selbständigen Fuhrbetrieb auf dern Grundstück Milde an

der Friedrich-Engels-Straße. Nach zwei [ahren wurde unter großen Anstrengungen

ein neuer Firmensitz an der Straße des Friedens geschaffen. Lastzüge vom Typ Büssing, H 6 (s. Bild) und Skoda hatten bei 1 SO PS Motorleistung und mit Hänger etwa

1 8 t Ladegewicht. Bis Anfang der neunziger [ahre erfolgten die Transporte im damaligen Bezirk Halle vornehmlich für die Industrie und Landwirtschaft, im Bauwesen sowie für das Betonwerk Bahnhof Teutschenthal. Die Herstellung von Transportbeton wurde im ehemaligen volks-

eigenen Werk einige [ahre weiter fortgeführt. Zugleich begannen die Erweiterung und Modernisierung des Fuhrbetriebes mit Einführung von Funktelefonen und Bordcomputer. Der heu-

tige Standort der Fa. Iahnke entstand Mitte der neunziger [ahre auf dem Gelände der früheren Zuckerfabrik (später Trocknungswerk) am Ortsausgang nach Zscherben.

53. Einige Iahre später wurde ein modernes Betonmischwerk errichtet. Die Iahresproduktion von etwa 20 000 t übertrifft bei weitem die Leistung des alten Werkes. Der Beton wird für den Autobahn-, Straßen- und Brückenbau sowie für Industrie und Wohnungsbauten geliefert. Ferner erfolgt Vertrieb von Kies, Sand, Schotter, Rindenmulch u.a. Zum Betrieb gehören zwanzig Lastzüge der Typen Mercedes und MAN, und zwei Tieflader, Schüttgutfahrzeuge und Tankfahrzeuge. Der Lastzug im Bild faßt 24 m' chemische Flüssigkeiten oder Flüssigkeitsabfálle. Planen für den Transport von Lebensmitteln und Vorrichtungen bei Über-

längen und -breiten, z.B. bei Baustellenausrüstungen oder Baumaschinen, erweitern die Einsatzmöglichkeiten. Mit 450 PS Leistung und 25 t bis 60 t Ladung sind IahnkeLastzüge im In- undAusland

unterwegs. Das Unternehmen 'Spedition Transport GmbH Joachim [ahnke' ist von vier Beschäftigten in der DDR-Zeit aufheute dreißig Arbeitskräfte angewachsen.

54. Die Erschließung der Erdgaslagerstätte zwischen Teutschenthal und Bad Lauchstädt begann mit der ersten Bohrung am 4. April 1970 durch den VEB UGS (Untergrundspeicherung) Stendal, später UGS Mittenwalde. Über eine 'Feldstation' , etwa 2 km von Teutschenthal entfernt, erfolgte ab 1 976 die Abförderung des Erdgases. Nach deren Beendigung im [ahre 1977 wurde die Lagerstätte für die Speicherung von Importgas (IEG) aus der Sowjetunion genutzt. Es ist ein Porenraumspeicher mit einer Teufe von 750-1000 m. Das überlagernde Staßfurt -Steinsalz mit dem unmittelbar darüberliegenden Kaliflöz deckt alles gasdicht ab. Neben

dem Speicherbetrieb begann am 14. April 1974 die Niederbringung der ersten Kavernenbohrung. Nach der Aussolung der Kaverne wurde im Juni 1979 das erste Stadtgas eingebracht. Der VEB

Verbundnetz Gas übernahm am 30.April1978 die wirtschaftliche Nutzung des Gesamtspeichers. Nunmehr nahm die Obertageanlage Gestalt an (s. Bild) und umfaßt etwa 10 ha. In den folgenden

Jahren erfolgten konrinuierlich weitere Aussohlungen bis in die Zeit nach der Wende.

55. Heute bestehe 18 Kavernen. Die Hohlräume haben einen Durchmesser von

90 m, eine Höhe von etwa 100 m und sind etwa 260 m voneinander entfernt. Somit besteht ein nutzbares geometrisches Volumen von 400-450 Tausend rri'. Bis zur Wende wurde in den Kavernen Stadtgas gespeichert. Dann erfolgte die Umstellung aufErdgas. Mit den Kavernenspeichern ist die heutige Verbundnetz Gas AG (VNG) stets in der Lage, den schwankenden Bedarf bei der Gasabnahme jederzeit auszugleichen. Zielstrebig erfolgte die Modernisierung der Obertageanlage, vor allem der Gastrocknungsanlagen sowie der Verdichtersysteme

(5. Bild). Die VNG achtet sehr auf den weiteren Ausbau der Sicherheitssysteme, um ein risikofreies Betreiben der Speicher zu gewährleisten. Das rex (Petrolchemisches Kombinat) Schwedt hat aus

grierten Stoffkreislauf der Buna Snow Leuna (BSL) Olefinverbund GmbH erfolgen heute aufneuestern technischem Niveau.

drei kleineren Kavernen seit 1975 Ethylen an die Bunaund Leunawerke geliefert. Weitere Aussolungen und Lieferungen von gespeicherten Ethylen, Propylen und Solen mit NaCl in den inte-

56. In den siebziger und achtziger [ahren sind auf dem Schafberg über 50 Eigenheime erbaut worden. Der Bau des Eigenheimes im Bild dauerte über drei [ahre, bis man einziehen konnte. Die schwierige Materialbeschaffung und der Umstand, daß Verwandte und Bekannte immer nur an ihren eigenen freien und Urlaubstagen mithelfen konnten, verursachten ständig Unterbrechungen im Baugeschehen. Oft war der Bauplatz nicht erschlossen. Es fehlten feste Wege sowie der direkte Strom- und Wasseranschluß. Die Betonmiseher reichten nicht aus, so daß Mörteloder Betonmischungen mit der Schaufel in der Hand vorbereitet werden

mußten. Am halbfertigen Rohbau sind die verschiedenartigen Bausteine zu sehen. Neben Ziegeln fanden Hohlblocksteine, Betonplatten,

Anhydritsteine, Abbruchziegel u.ä. Verwendung. Für das Fundament durften Kupferschlackensteine genommen werden. Die Unterkellerung

war notwendig, urn Kartoffeln, Gartenerzeugnisse sowie Kohlen zu bevorraten. Nach Möglichkeit fand dabei die Tiefgarage ihren Platz.

57. Das Zweifamilienhaus am Kirschberg 9 in Teutschenthal/Eisdorf ist nachAbriß eines alten Hauses auf einem Gelände erbaut worden, wo daliinter mal eine kleine Ziegelei war. Für dieses Selbstbauhaus sind Holzbetonschalungssteine verwendet worden. Diese Hohlsteine sind mit Beton verfüllt. Die bessere Wärmedämmung kommt dem Niedrigenergiehaus entgegen, das mitAlternativenergie ökologisch günstig versorgt wird. Den Haus- und Innenausbau führten die Bauherren selbst durch. Die Errichtung des Daches, die Installation und die Einrichtung der Energieversorgung erfolgten in Zusammenarbeit mit den speziellen Hand-

werksbetrieben. Mit den genannten Eigenleistungen war es möglich, die Höhe der Finanzierung um mindestens 20 Prozent zu vermindern. Anfang des [ahres 2002 wurde mit dem Bau des Hauses

begonnen. Bereits im Herbst erfolgte der Einzug in die Wohnungen mit 230 m' Wohnfläche. Das Grundstück zum Hause umfaßt 550 m'.

58. Das Haus amWege zur Bahnhofsstraße wurde im [ahre 1882 mit Klinkersreinen erbaut. Es ist eines von drei Gebäuden nahe der Kirche St. Johannes, in die bis zur Nachkriegszeit die Eisdorfer Kinder zur Schule gingen. In der Zeit 1947/48 kamen Klassen in das Gutshaus von Wilhelm Kempe, der bei der Bodenreform enteignet wurde (Eisdorfer Straße 7). Gegenüber vom Nebenhof mit Scheune und Schafstall des Bauerngutes Ernst Kanitz (Eisdorfer Straße 15-20) war bis zur Bodenreform im [ahre 1945 der sogenannte Ochsenhof (heute Getränkestützpunkt Pecher). Hier wurden bis 10 Paar Zugochsen der Wentzel'schen Güter gehal-

ten. Auf dem Hof stand ein langer Flachbau, auch 'Kaserne' genannt. Dort waren vom Frühjahr bis Herbst Gastarbeiter aus Italien, Polen, Schlesien u.a. (z.B. die Schnitter für die Getreideern-

te) untergebracht. Die Eisdorfer Straße hieß Hauptstraße, als sie im [ahre 1908 mit Mansfelder Kupferschlacken sternen gepflastert wurde. Sie ersetzten die Porphyrsteine, mit denen der lange Feldweg

in der Eisdorfer Hohle für die pferdefuhrwerke befestigt wordenist.

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