Teutschenthal in alten Ansichten Band 1

Teutschenthal in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Margarete Gerlach
Gemeente
:   Teutschenthal
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6355-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Teutschenthal in alten Ansichten Band 1'

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59 Acht junge Männer aus Eisdorf fanden sich am 8. Juli 1887 am Denkmalplatz in Eisdorf zusammen und gründeten den Turnverein ' Askania'. Als Turnraum diente der große Saal des Gasthofes 'Zur Linde' , der den Gastwirten Ferdinand Fritsche und später Richard Kloß in Eisdorf gehörte.

Im Iahre 1906 gründeten die Arbeiter einen weiteren Turnverein. Im [ahre 1933 wollten die an die Macht gekommenen Nationalsozialisten die beiden Turnvereine unter ihren unmittelbaren Einfluß stellen. Dem widersetzten sich die Turner von Eisdorf und versteckten ihre Turngeräte, wie Barren, Pferd und Reck. Nachdem

sie von den SA-Schlägertrupps gezwungen wurden, die Geräte wiedervorzuholen, hat man sie zerschlagen. So fand der Turnsport in Eisdorf zunächst sein Ende. Erst im [ahre 1947

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wurde mit dem Turnen im Ort wieder begonnen.

60 Bis in die Nachkriegsjahre fand zu Pfingsten das Kranzreiten statt. Der sportlicheTeil am Sonntag vormittag bestand darin, beim Reiten durch ein girlandengeschmücktes Tor die oben angehängten Kränze von dreißig Zentimetern Durchmesser, die aus Maiengrün gewickelt waren, mit einem meterlangen Stock wegzunehmen. Die Kapelle hatte Mühe, bei jedem geglückten Versuch den erwarteten Tusch zu spielen. Am Nachmittag war viel Betrieb auf dem Dorffestplatz bei Tanz, Musik und Unterhaltung. In Eisdorf feierte man auf der Pflaumenkabel, in Unterteutschenthal auf dem Platz zwischen Kaufhalle undAn-

ger und in Oberteutschenthal auf dem Festplatz an der feldseitigen Parkmauer. Mit der Verfügung im [ahre 1 95 1 , das Hauen und Stechen vom Pferde zu unterlassen, ging die schöneTra-

dition zu Ende. Ein paar [ahre wurde trickreich weitergefeiert, indem man Ballreiten durchführte, das heißt, daß man beim Vorbeireiten einen Ball von einer schwenkbaren Halterung

mit der Hand wegzunehmen hatte.

61 Die frühere Schmiede an der Bennstedter Straße Nr. 14 (heute Nr. 9) wurde van Schmiedemeister Andreas Busse, Urgroßvater des jetzigen Grundstücksbesitzers Herbert Kloß, im [ahre 1907 erbaut. In der Schmiede arbeiteten ein bis zwei Gesellen und ein bis drei Lehrlinge. Es wurden meist schwerere Kaltblutpferde aller vier bis zehn Wochen beschlagen. Bei Pferden zur Feldarbeit war es nicht so oft notwendig wie bei Pferden für die Straße. Ferner wurden die Schmiedearbeiten für die in der Stellmacherei von Franz Ritter und seinem Nachfolger Albert Witte, Kirchstraße Nr. 2, aus Holz gebauten

Pferdewagen durchgeführt. So wurden Eisenbereifungen angefertigt, die zwei bis fünf Zoll breit waren. Letztere waren bei sehr schweren Fuhrwerken für Holzund Lastentransporte in In-

dustrie und Gewerbe notwendig. Eine ständige Aufgabe war die Herrichtung und Reparatur von Ackergeräten und eisernen Ausrüstungen und Geräten für die Landwirtschaft sowie für

Straßenwirtschaft und Bergbau.

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