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Thale in alten Ansichten Band 2

Thale in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Werner Schatz
Gemeente
:   Thale
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6575-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Thale in alten Ansichten Band 2'

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Vorwort

Thale, mit etwa IS 000 Einwohnern, zählt nicht zu den Harzorten, die besonders wegen ihrer mittelalterlichen Stadtkerne die Besucher anziehen, wie zum Beispiel Quedlinburg, Goslar, Stolberg oder Seesen. Der Ort kann auch nicht damit brillieren, seiner Zeit von Merian in Kupfer gestochen worden zu sein. Und dennoch hat sich hier in geschützter Lage am Austritt der Bode aus dem Harz eine Ansiedlung entwickelt, die ebenfalls im Mittelalter schon präsent war und deren Ursprünge bis in vorgeschichtliche Zeiten zurück reichen. Grabungsfunde belegen, daß die Umgebung von Weiberborn und Siebenspringe in der Stein-, Bronze- und Eisenzeit besiedelt war und schon früh eine landwirtschaftliche Nutzung erfolgte. Oben auf den beiderseitigen Torpfeilern des Bodetaleinganges, der Roßtrappe und dem Hexentanzplatz bzw. dem Homberg, befinden sich noch Reste vorgeschichtlicher Burganlagen und germanischer Opferstätten. Gewissermaßen als geistiger Gegenpol dazu wurde schon um 800 auf dem Gelände einer vormaligen germanischen Gerichtsstätte eine Klosteranlage errichtet. Um das 'Kloster Wendhusen' entwickelte sich nun die alte Siedlungsstätte zum Dorf. 1231 wurde das 'Dorp to dem Dahle' erstmals urkundlich erwähnt. Im ausgehenden Mittelalter faßte neben der nun schon viele Jahrhunderte etablierten Land- und Forstwirtschaft auch das Hüttenwesen in Thale Fuß, und zwar etwa zwei Kilometer vom alten Siedlungskern entfernt, unmittelbar am Eingang des Bode-

tales. Die 1445 erwähnte Hütte 'Zurn wilden Mann' wurde 1670 wieder stillgelegt. Aus der 1686 an gleicher Stelle neu gegründeten Hütte - unter Friedrich dem Großen seit 1778 'Blechhütte' genannt - entwickelte sich schließlich bis um

1900 ein metallurgischer Großbetrieb, das Eisen- und Hüttenwerk Thale, das wegen seiner Produktion von Feinblechen und emailierten Erzeugnissen auch überregionale Bedeutung hatte. Die 'Hûtrc' war bis zur Wiedervereinigung Deutschlands unter wechselnden Eigentumsverhältnissen mit über 6 000 Beschäftigten der wichtigste Arbeitgeber in Thale und Umgebung. Nach den Befreiungskriegen gegen Napoleon 1. besann man sich wesentlich beeinflußt durch die Geistesströmung der Romantik - verstärkt auf die Natur. Und so entstand allmählich auch in Thale ein weiterer Erwerbszweig - die 'Fremden-Industrie'. Auf der Grundlage solch natürlicher Reichtümer wie dem Bodetal sowie der Natrium-Calcium-Chlorid-Quelle auf der Hubertusinsel und begünstigt durch die ab 1862 bestehende Eisenbahnanbindung wuchs Thale zu einem erstklassigen Kurort, der insbesondere von Heilungssuchenden aufgesucht aber auch von Tagestouristen stark besucht wurde. An Wochenenden zählte man zu Spitzenzeiten bis zu 20 000 Tagesgäste. Im Zuge dieses Prozesses erfolgte bis zur Jahrhundertwende die Bebauung des heutigen oberen Stadtteils auf dem Gelände zwischen Eisenbahn und Wald mit zahlreichen Hotels, Pensionen und vielen

villenartigen aber auch einfachen Wohnhäusern. 1863 wurde das damals größte Sommerhotel Deutschlands, das Hotel Zehnpfund - heute teilweise als Rathaus genutzt - eingeweiht. Der wohl berühmteste Gast dieses Hauses war der Dichter der Mark Brandenburg, Theodor Fontane. Er fand hier den Stoff zu seinem Roman 'Cecilc'. in dem er unter anderem mit der ihm eigenen Liebe zum Detail, das damalige Flair des Kurortes Thale beschrieb. Er berührte dabei auch das zu jener Zeit schon vorhandene Spannungsfeld zwischen den Erfordernissen des Kurortes und den vom Eisenhüttenwerk ausgehenden Umweltbelastungen, ein Konflikt, der ständig sich verstärkend bis zur Stillegung der metallurgischen Anlagen im [ahre 1990 anhielt. Aus der kurz geschilderten spezifischen Entwicklung von Thale resultiert eine Bebauungsvielfalt bestehend aus dem städtischen Teil, dem Dorf, den beiden Rittergütern und dem Forstgutsbezirk, die sich in einem auch heute noch weitestgehend uneinheitlichen Ortsbild darstellt.

DemAutor ist es mit seiner vorgelegten Bildersammlung sehr gut gelungen, die historisch bedingte Gemengelage aus dörflichem Charakter, Industriestandort und Thale als Erholungsstätte zu verdeutlichen. Richtigerweise wird vom größten Touristenmagnet im Unterharz, dem Bodetal, nur wenig gezeigt, denn es geht ja hier vorrangig um den Ort Thale. Der Betrachtungszeit raum umfaßt die Zeitspanne von der Mitte des vorigen [ahrhunderts bis in die dreißiger [ahre. Thale war in dieser Zeit als Erholungs- und Industriestandort ganz besonders aber wegen des alpin anmutenden Badetals bis ins Ausland bekannt. Das sorgfältig ausgewählte Bildmaterial wurde geschickt sortiert und

sachkundig kommentiert, so daß auch Entwicklungszusammenhänge erkennbar werden, die man von einer Bildchronik dieses Zuschnitts nicht unbedingt erwarten muß. Hier war ein profunder Kenner der hiesigen Regionalgeschichte arn Werk. Und so dürfte das vorliegende Büchlein seine Wirkung auf viele traditionsbewußte Thalenser nicht verfehlen, wenn beim Durchsehen alte Erinnerungen wieder aufgefrischt werden, zumal ja manches gezeigte Gebäude den Fährnissen der Zeit nicht widerstehen konnte und heute nicht mehr existiert bzw. dem Verfall preisgegeben ist oder sich in einem völlig anderen 'Outfit' zeigt.

Aber auch für den Besucher, der natürlich hauptsächlich des Badetals oder des Bergtheaters wegen hierher kommt, lohnt sich ein Abstecher in die Ortslage von Thale durchaus, auch wenn er ein Stadtzentrum im üblichen Sinne nicht vorfinden wird. Manches Alte ist noch vorhanden und einiges sehenswerte Neue ist in den letzten [ahren hinzugekommen. Der vorliegende Band 2 ist nicht als Ersatz für die im Auftrag derThalenser Stadtverwaltung 1992 erschienene Ausgabe "Thale in alten Ansichten' zu verstehen, sondern als eine weiterführende Ergänzung. Das wird schon allein dadurch deutlich, daß kaum eine Ansicht der damaligen Ausgabe noch einmal präsentiert wird. Auf eine Wiederholung des detaillierten geschichtlichen Abrisses von Thale wurde hier ebenfalls bewußt verzichtet.

Thale om Harz irn lanuar 1999 Dr. Ham1d Watzek

1 Diese älteste bisher bekannte Fotografie stammt aus den Iahren 1864/65. Der Bahnhofspark ist noch nicht gestaltet und ohne Busch- oder Baumbewuchs. Eine Ausnahme bildet das sogenannte Kaffeeloch, eine künstlich angelegte Vertiefung in der vormaligen Ackerfläche, das bereits mit Büschen umgeben ist. Angelegt für das Hotel Zehnpfund, befand sich hier ein 18 x 5.40 m großer offener Pavillon, welcher der sommerlichen Bewirtung diente und in dem später auch die Kurkapelle musizierte. Von den Hotels der Hubertusstraße ist nur der Rohbau des Hotels Zur Heimburg zu

sehen. Das 'kleine' Gelände des Eisenhüttenwerkes schmiegt sich eng an die Bode. Es gibt keine (sichtbare) Brücke über die Bode. Das Gelände zwischen Eisenhüttenwerk

und der späteren Steinbachstraße wird noch landwirtschaftlich genutzt. Auch die Flächen zwischen der Bode und dem Kirchberg sind noch völlig unbebaut.

2 Diese Ansichtskarte aus dem Iahre 1913 zeigt die enorme Entwicklung des Eisenhüttenwerkes seit demjahre 1865. Unter den Schornsteinen ist noch das alte Hüttenverwaltungsgebäude am Kopfende vom ehemaligen Walzwerk II zu sehen. Das spätere Wahrzeichen des Hüttenwerkes, der große Schornstein mit Wasserbehälter, steht noch nicht. Am rechten Bildrand ist ein kleines Stück der Ecke des Hotels Zehnpfund zu sehen. Der inzwischen starke Baumbewuchs läßt nur noch die Sicht auf das Dach des Bahnhofs zu.

3 Das Motiv dieser Ansichtskarte läßt sich zeitlich genau einordnen, weil im Iahre 1913 das neue Gebäude der Hauptverwaltung des Eisenhüttenwerkes errichtet wurde, und dieses Gebäude auf dem Bild noch ohne Dach ist. Gut zu erkennen ist auch der inzwischen weitläufige Komplex des Hüttenwerkes. Im Vordergrund die Gebäude des Hubertusbades, dahinter die der Brauerei. Die Bebauung des Stadtgebietes endet praktisch an der Ecke Stecklenberger Allee - Walpurgisstraße. Am Obersteiger Weg gibt es erst wenige Häuser. Das Gelände zwischen Obersteiger Weg und Musestieg dient noch der Landwirtschaft.

Thale (Har~)1 ven der Roßtrappe gcfehen

4 Um 1910 ist die Bebauung der späteren Oberstadt zwischen Stecklenberger Allee und Waldrand im wesentlichen abgeschlossen. In der Birkenstraße fehlt noch die Eckbebauung zur Gebirgsstraße. Auf dem Bild sieht man deutlich, daß das Gelände noch mit Bäumen bewachsen ist. Gut zu sehen ist auch der Steinbruch, nach dem die Stecklenberger Allee bis 1897 benannt war (Steinbruchsweg) . Der alte Weg am Waldrand in Richtung Stecklenberg deutet schon ein wenig auf die spätere Trennung in Stecklenberger Allee (obererTeil) und auf die Straße am Tannenkopfhin, ohne jedoch mit

der heutigen Trassenführung schon überein zu stimmen. Interessant ist auch das weite 'Vordringen' des Waldes in den Musestieg.

THALE A. HARZ mil dom Lindenberg.

5 Ansichtskarte aus dem Iahre 1907. Die Häuser des DorfesThale scheinen direkt an die Häuser des oberen Stadtteiles, das Eisenhüttenwerk und den Eingang des Bodetales herangerückt zu sein. Damit wird dem Betrachter der Eindruck eines einheitlichen Ganzen vermittelt, den es in Wirklichkeit so nicht gegeben hat. Abgesehen vom Turm der Andreaskirche sind die anderen Darstellungen der Gebäude mit Vorsicht zu genießen. Wirklichkeitsnah könnten die dem Eisenhüttenwerk entströmenden schwarzen Rauchwolken sein.

Harz. Thale

11. Eingang in's Bodetbat;

..

6 Diese Ansichtskarte aus dem Iahre 1922 gibt eine bessere räumliche Darstellung derVerhältnisse zwischen dem eigentlichen DorfThale und den Gebäuden der heutigen Oberstadt. Im Vordergrund die Kantorstraße. Auf dem Gelände hinter der Mauer befand sich bis 1990 ein großer Schafstall mitAußengehege, der dem heutigen Wohnkomplex den Namen gab. Auch aus dieser Perspektive ist das Ende der Bebauung der Oberstadt längst des Obersteiger Weges deutlich zu erkennen. Der alte Ortskern von Thale, der sich um die Andreaskirche gruppiert, hat bis in die heutige Zeit sein

ländliches Aussehen bewahrt. Die Landwirtschaft, früher Haupterwerbszweig der Bewohner, spielt jedoch jetzt keine Rolle mehr.

7 Thale vom Kahlenberg aus gesehen auf einer Ansichtskarte aus dem Iahre 1907. Die Bebauung der Roßtrappenstraße endet an der Brückenstraße, die es von der Einmündung der Roßtrappenstraße bis zur Rübchenstraße offensichtlich noch nicht gibt. Auch der Anschluß zur Karlstraße und damit zur Kahlenbergstraße fehlt. Beeindruckend sind die großen Flächen an der Kahlenbergstraße, Karlstraße und ab der Brückenstraße in westlicher Richtung, die zu dieser Zeit noch der Landwirtschaft dienten. Über den Rauchwolken der Hüttenschlote sind Hotel Roßtrappe und Hexentanzplatz

angedeutet; auch der Eingang ins Steinbachtal ist gut zu sehen. Allerdings hat dieses Tal auf der Karte eine 'etwas breitere' Form erhalten.

8 Das Motiv dieser Ansichtskarte ist ebenfalls um 1907 einzuordnen. Der Blick vom Kahlenberg erfaBt im Vordergrund die KahlenbergstraBe, die jedoch auf der Seite zum Kirchberg nur um den Thaler Hof (damals Prinz Heinrich genannt) bebaut ist. Auf der Fläche zwischen dem Betrachter und dem Schleifenbach, hier Acker, befand sich während des Zweiten Weltkrieges ein Barackenlager für Kriegsgefangene, die im Eisenhüttenwerk tätig waren. Daraus entwickelte sich nach 1945 der Herdbau Thale, aus dem dann nach 1990 einige kleinere Betriebe hervorgegangen sind. Auch die obere Fläche des Kirchberges wird um 1909 noch voll landwirtschaftlich genutzt.

Thal, Harz.

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