Torgelow - wat häst du di vaännat

Torgelow - wat häst du di vaännat

Auteur
:   Bernhard Albrecht
Gemeente
:   Torgelow
Provincie
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6541-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Torgelow - wat häst du di vaännat'

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Einleitung

Seit 1991 har sich in Torgelow sehr viel verändert. Wenn Freunde oder Bekannte unsere Stadt nach längerer Zeit wieder einmal besuchen, laufen sie Gefahr, sich angesichts der völlig veränderten Innenstadtarchitektur und der modernen Straßenzüge zu verirren. Und wer als alter Torgelower sich nicht laufend orientiert, verpaßt die kurzen Momente, da Altes verschwindet und Neuesentsteht.

[ahrrausende plätscherte besinnlich die Uecker durch unsere Stadt. Nicht nur sauberer und klarer ist sie geworden, sondern ihre Ufer, einst ungepflegt und kaum begehbar, bieten heute ein umweltfreundliches, zum Spazierengehen einladendes Aussehen. Durch die unsere Stadt umgebende Heide weisen uns über zehn Kilometer Rad- und Wanderpfade den Weg in die ausgeglichene Natur und in das Umfeld Torgelows, in dem seit mehreren Iahren in den Industrie- und Gewerbegebieten die weißen und nach unverkennbarer rostbrauner norddeutscher Backsteinarchitektur errichteten Geschäftsbauten auf neue Bedingungen der Arbeit deuten.

Auch das Leben unserer Einwohner hat sich nachhaltig und beeindruckend verändert. Und es ist nicht immer leicht, die fast erdrückende Arbeitslosigkeit im Vergleich mit dem Phänomen 'einer Stadt imAufbruch in die Zukunft' zu begreifen. Doch darin liegen nun mal die Gegensätze unserer Zeit, wie sie in allen anderen Gesellschaftsepochen, in vielleicht anderen For-

men, aufgetreten sind. Immer waren es die Menschen - auch unsere Torgelower - die sie mit ihrem Willen und Wollen zu lösen verstanden. Dieser fünfte Band der Bilderreihe über unsere Heimatstadt möchte gerade das verdeutlichen. Und wenn ich seinen Titel 'wie hast du dich verändert' in Plattdeutsch ausdrückte, liegt hierin auch ein Widerspruch zu 'damals', als diese niederdeutsche Mundart in Torgelow Umgangssprache war, sie heute aber nur noch von einzelnen Mitbürgern in Interessengemeinschaften dankenswerterweise systematisch gepflegt wird. Bei allen Freunden und Bekannten möchte ich mich bedanken, die mir bei der Zusammenstellung dieses Bandes behilflich waren und mir alte Fotos zur Verfügung stellten. Dies gilt besonders Ulrich Blume, der wohl viele unserer heimatverbundenen Empfindungen und Gedanken in seiner jüngsten Ode an unsere Heimatstadt zum Ausdruck bringt, deren Verse ich als Zwischentexte der Bildfolge voranstellte:

Torgelow - Viele Jahre bist du stets die graue Maus gewesen.

Du hast dich klein gemacht, dein Gesicht war blaß und schmal. Auf deinen Dächern lag dieser dichte schwarze Ruß von der Fabrik. Wie es immer war. Du warst der Mittelpunkt einerWelt,

die immer ganz woanders war.Weil hier nichts geschah ...

Bernhard Albrecht

1/2 Torgelow um 1910 aus der Vogelperspektive.

Die damals noch nicht gepflasterte Wilhelmstraße führte ins Dorf mit der 'ChristusKirche' als Mittelpunkt.

Das Foto nahm seinerzeit der Torgelower Drogist Fritz MentzeI vom hohen Schornstein der Eisengießerei 'Mentzel & Co.' auf, der heute nicht mehr steht. Aber noch 1978 wurde er von 'Sohni Hedtke", mit einigen Flaschen Bier im Gepäck, erklettert, was für ihn dann nicht ohne Folgen ausging.

Wesentlich großflächiger und moderner zeigt sich unsere Stadt heute.

Nur die bedächtlich dahinfließende Uecker kann bestatigen, daß Arbeit und Fleiß

unserer Menschen auch Früchte trug, an denen sie zwar nicht immer den größten Anteil hatten (Foto Graupner, nächste Seite).

3 Als 'Eisenharnmer' bezeichneten wir diesen ehemals am Dornberg stehenden Betriebskomplex, der an den Grundstock der fast zweihundertfünzigjährigen Torgelower Eisenindustrie erinnerte. Seine Hallen wurden 1937 abgerissen. Die im mittleren Hintergrund des Fotos stehenden Gebäude der ehemaligen 'Maschinenfabrik' wurden 1 996 / 97 ebenso beseitigt' wie zwanzig Iahre zuvor die im rechten Hintergrund erkennbare, seit 1756 bestandene imposante Schleusenanlage.

4 Heute zeigt sich der Dornberg eher reizlos. Doch noch 1998 soll auf demAreal der ehemaligen Maschinenfabrik der erste Spatenstich für ein 'Haus der Begegnung', das unter der Trägerschaft der Bundeswehr entstehen wird, getan werden. Dieses künftige kulturelle Zentrum wird der Öffentlichkeit vielseitig nutzbar sein, wobei auch sein Umfeld, entlang der Ueckerläufe, park- und promeriadenähnlich gestaltet und der jetzige unschöne Anblick verschwunden sein wird.

· .. und [eden Morqen sah man die Menschen / durch die Straßen eilen, / als hier noch Arbeit war, / 8ab es keine Zeit fiir dich. / Sie hoben dich 8esehn / wie ein unqeliebtes Kind aus einer Zeit, / so unendlich weit. .. (UIrieh Blume)

5 Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Eisengießereien buchstäblich aus den Trümmern wieder aufgebaut. Wir sehen hier die Belegschaft des 'Haller I.' von 1948, unter ihnen Walter Fimm,

Bernhard Siodla oder Alex Lewenhagen, die ihr 'Halb-Iahres Auflage-Soll' mit 358 t Grauguß erfüllt hatten.

6 Oder hier die Beschäftigten des ehemaligen Sägewerkes Lünse, an der BorkenstraBe, anläßlich des 1. Mai 1950. Zuversichtlich stellten sie sich damals dem Fotografen, und Horst Kantowski schwingt die Fahne (im Bild oben). Doch kurze Zeit danach muBte das Werk stillgelegt werden. Unsere umliegenden Wälder, damals überaus dezimiert, gaben die nötigen Rohholzstämme zum Einschnitt nicht mehr her. Das war auch das Ende der Sägewerke in unserer Stadt.

7 Doch die Eisenindustrie blühte auf Nach 1950 entstanden für sie neue Produktionsstätten, wie zunächst die zentrale Putzerei für Grauund Stahlguß. Unser Bild zeigt ihr Richtfest, an dem

Belegschaft und Bauarbeiter teilnehmen.

8 Im September 1956 war dann die neue Gießereihalle fertig. Heute ist sie ein noch erhaltener baulicherTeil eines sich zögernd behauptenden Betriebes, der die Traditionen derTorgelower Eisengießerei erhalten möchte. Auf unserem Bild ist um 1985 Bruno Selonke mit seinern Kumpel beim Gießen zu sehen.

9 Der in den siebziger [ahren erbaute Stahlbaubereich des 'Gießerei und Maschinenbau Torgelow' firmiert heute als SMA Schiffs-, Metall- und Anlagenbau GmbH & Co. KG, womit der ME- LE Holding GmbH & Co. Torgelow zu verdanken ist, eine Reihe von Arbeitsplätzen in unserer Stadt vor dem Aus gerettet zu haben.

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