Torgelow damals und heute

Torgelow damals und heute

Auteur
:   Bernhard Albrecht
Gemeente
:   Torgelow
Provincie
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6145-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Torgelow damals und heute'

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311m 'TorgelowerTageblatt' vom 9. Oktober 192 7 heißt es: 'Auch dem Bau des Sportplatzes an der Ueckerrnûnder Straße kam die produktive Erwerbslosenfürsorge zugute. Er wurde am 22.5.1927 eingeweiht und dem Ortsausschuß für Jugendpflege übergeben.' Mit seinem Bau begann die Gemeindevertretung Torgelow damals das am Rande des Dorfes liegende 'Hasenkampsmoor' für die Ortsbebauung zu erschließen.

Obwohl wir heute ein modernes 'Spartakusstadiori' haben, ist der 'alte Sportplatz', ohne seine damalige große Bedeutung wiederzuerlangen, in den letzten Iahrzehnten sehr oft erneuert worden. Im Vergleich zum alten Bild

har sich die Stadtbebauung bis an seine Begrenzung vorgeschoben, und er dient auch heute weiterhin allen beliebten Bodensportarten.

32 Der letzte 'Mümmelmann' auf 'Hasenkampsmoor'

Vor vielen hundert Iahren sollen aus der Gegend um Meiersberg zwei Hasenfamilien (Lepus euroaus) nach 'Hasenkampsmoor' bei Torgelow, wo heure Sportplatzsiedlung und Schwimmbad stehen, zugewandert sein. Hier lebten sie voller Eintracht, liebten und vermehrten sich von Iahr zu Iahr,

Hundert Iahre später baute der 'Alte Fritz' in Torgelow sein Eisenhüttenwerk. Viele Menschen zogen ins Dorf, die nach getaner Arbeit Holz und Stubben im Busch für den Winter warben. So trafen sie die hoppelnden Hasen. Die Kinder spielten mit ihnen. Der Torgelower Kûster ging mit seinen Zöglingen hierher, erklärte ihnen die Wunder der Natur und auch das Leben der Hasen. Gemeinsam kamen sie auf den Gedanken, diesen lauschigen Ecken in der sumpfigen Ueckerniederung, am Rande Torgelows, 'Hasenkampsmoor' zu nennen. So ist sein Name entstanden. Er hat sich bis heute, von vielen vielleicht vergessen, erhalten.

Doch in den folgenden Zeiten begab sich der Mensch mit den Hasen aufKriegsfuß: Es begann mit dem Bau der Eisenbahn von [atznick nach Ueckermünde. Die Gleise, auf denen mancher Hase den Tod fand, teilten das 'Hasenkampsrnoor' . Bäckermeister Hein aus der Schleusenstraße, der hier seine Jagdpacht hatte, schoß wie besessen auf die 'Mümrnelmänner'. Der Sportplatz und seine Siedlung wurden errichtet, 1938 der

uralte Buchenwald und 20 Morgen Kiefern abgeholzt, um für Theo Kemp aus der Luisenstraße Ackerland zu schaffen, weil er sernes beim Bau der Spreng chemie hergeben mußte.

Nach 1945 dachten sich die Torgelower noch was aus: Zwischen der Karlsfelderstraße und dem Bahngleis wurden riesige Plattenbauten errichtet, am Ende der Ueckermünderstraße ein großes Schwimmbad gebaut. Dazu kamen noch fünfLaubenpieperanlagen. Und das alles auf''Hasenkampsmoor', was die Mümmelmänner vertrieb, weil sie über Zäune und Dächer nicht zu springen vermochten. Doch wo sollten sie nun hin? In ihre Urheimat Meiersberg konnten sie nicht zurück. Hier tobte eine gewaltige Chemieschlacht auf den Feldern, um die Erträge ins Unermeßliche zu steigern. Also blieben sie im ernstmals so schönen 'Hasenkarnpsmoor' , wo sie bis auf den letzten 'Meister Lampe' zu Grunde gingen. Auch dieser hauchte anno Domini, den 30. [anuar 1995 sein Leben aus.

Nicht nur der Mond schaute hierbei betrüblich zu, auch zwei Rehe, der Keiler 'Urian', der Fuchs und das Eichhörnchen standen ihm zur Seite, als seine Seher brachen. Der Hirsch 'Cervus' hielt Andacht, würdigte sein Hasenleben, den ungleichen, verlorenen Kampf mit den habgierigen Menschen, obwohl diese immer wieder beteuerten, alles zu tun, den Erhalt der Natur zu garantieren.Von Uhu-Rufen des Kauzes begleitet, hämmerte der

Specht 'Lepus, Vergeßt ihn nicht' als Mahnung an die Menschen in eine nahestehende Tanne.

Das Hasengrab befindet sich hinter den kleinen Bergen, nicht bei den sieben Zwergen, sondern im 'Hasenkampsmoor' . Schaut doch gelegentlich einmal vorbei.

Ham Rengeit

33 Indenjahren 1968-

1 972 wurde unser Waldschwimmbad auf einer bis dahin öden, vom wilden Gestrüpp überwuchterten Fläche des 'Hasenkampmoores' gebaut. Ein jahrzehntelanger Wunsch unserer Einwohner ging in Erfüllung, die sich größtenteils durch freiwillig unbezahlte Arbeit diese Erholungsstätte selbst geschaffen hatte. Dafür wurde die Stadt

1 973 als eine der besten von einhundert Städten in der DDR besonders geehrt.

Längst entsprach diese Anlage jedoch nicht mehr den sportlich technischen Aniorderungen, so daß die Stadtvertretung 1994 ihre Rekonstruktion im Werte von 5.2 Mio DM beschloß. Am 6. April

1995 erfolgte hierfür die Grundsteinlegung und bereits am 26. Juli 1995 das Richtfest für den Gebäudeteil.

Zu Beginn der Badesaison 1996 wird das umgestaltete Freibad mit vielen Nebenan-

lagen und einer tollen Spaßrutsche alle Badelustigen wieder zu kühlenden Wasserspielen einladen.

34 Schon1907wurdein der Nähe der Kirchenheide an den Ufern der Uecker eine Badeanstalt, damals von Otto Fertig, gebaut. Es war ein Brettergebäude, in dem man sich umkleiden konnte. Späterhin hatten die Inhaberin des Restaurants 'Zur grünen Wiese', Frau Bigalke, und danach ihr Schwiegersohn, Fritz Masch, die Badeanstalt gepachter (alres Bild).

Die Zeit nach 1945 ließ von der 'Bretterbude' nichts mehr übrig. Handwerker und Geschäftsleute errichteten unter Mithilfe der Einwohner unserer Stadt, größtenteils auf eigene Kosten und in freiwilliger Arbeitsleistung, 1951 an gleicher Stelle ein rnassives Gebäude mit einer in die

Uecker sich hineinschiebenden Badestelle. Doch der erhebliche Verschmutzungsgrad des Wassers ließ ein öffentli ches Baden kurz danach nicht mehr zu, sodaß die sich im Gebäude befindliche Gaststatte, zunächst als 'Haus der Handwerker', dann bis heute als 'Anglerheirn' von Frau Thieme bezeichnet, umsomehr des Besuches von 'Nichtbadenden' erfreut.

Restau'r2nt ?. Zur grilnen Wiese". Inh. D. Bigalke

T orgelow i I Porno

35 Die Traditionen der Schiffahrt und des Wassersportes wurden in Torgelow schon immer gepflegt. Besonders nach dem Zweiten Weltkrieg nahm diese Sportart einen steilen Aufstieg. Torgelower Persönlichkeiten, wie Hermann Wittenberg, Hugo Dieckmann oder Willi Ritz sind mit ihr unauslöschlich verbunden.

Die 'Paddlergilde Torgelow' setzt heute diese Traditionen. nach einiger Zeit des Ruhens, fort. Ihr schmuckes Bootshaus an der Oberuecker ist zu jeder Jahreszeit beliebter Treffpunkt begeisterter Wassersportler. Die alten Bilder, hier die Jungmannen des 'Torgelower Marine- Vereins bei der Bootsweihe am alten Hütten-

werk Vollgold und der 'Torgelower Wassersportverein' beim Neptunfest an der Inselbrücke der Dornbergstraße, zeugen von der immerwährenden Verbundenheit unserer Einwohner mit ihrer Uecker,

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