Treuchtlingen in alten Ansichten

Treuchtlingen in alten Ansichten

Auteur
:   Fritz Korn
Gemeente
:   Treuchtlingen
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2912-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Treuchtlingen in alten Ansichten'

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9. Weit geht der Bliek vom Galgenbuck über ausgedehnte Wiesen und Ackerflächen auf das im Hintergrund gelegene Treuchtlingen. Wohnblöcke, Hochhäuser und Einfamilienwohnheime beherrschen heute das Bild des Galgenbuckes. Lange Zeit stand auf dieser Anhöhe ein Gasthans mit einer Glasveranda, die aber einem Sturm zum Opfer fiel. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann die Erschließung dieses Geländes für den Wohnungsbau. Für die jungeren Treuchtlinger ist dieses Bild recht fremd geworden, doch die Älteren können sich noch gut an die Zeit erinnern, als sie irn Winter den Hang des Galgenbuckes hinunterrodelten.

10. Auch von der Patrichhöhe bot sich in früherer Zeit ein herrlicher Ausblick auf Treuchtlingen. Die heutige Hahnenkammstraße hinauf zu den Wohnhäusern des Patrichs und zum Schulungsheirn war zu der Zeit, als dieses Foto entstand, nicht ausgebaut und glich eher einem Hohlweg. Im Winter tummelte sich hier die Treuchtlinger Jugend beim Rodeln. Die beiden Herren, die um die Jahrhundertwende so stolz in die Kamera sehen, würden sicher sehr verwundert sein, wenn sie einen Bliek auf das Treuchtlingen der Gegenwart werfen könnten, Die Abzweigung des Weges führte zum ehemaligen Steinbruch Lehnberger, spater wurde ein Schießstand im Bruchgelände errichtet, Heute befindet sich ein Fabrikationsbetrieb an dieser Stelle.

11. An der Säg- und Nehermühle vorbei schlängelt sich der Möhrenbach der Altmühl zu. Die Sägmühle rechts im Vordergrund wird heute nicht mehr genutzt, die Nehermühle in der Mitte des Bildes beherbergt jetzt das Marrnorwerk Forster. Links im Bild ist die Streckenfuhrung der neuen Bahnlinie nach Donauwörth zu erkennen. Um diese Zeit stand die Neher- oder Schmarrmühle noch abseits der Stadt. Jetzt ist sie von einer stattlichen Anzahl von Häusern umgeben.

12. Ein Bliek vom Perlachberg auf die Stadt Treuchtlingen ist heute noch so reizvoll, wie er es früher gewesen ist. Im Blickfeld liegt die Stadt mit ihren vielen Dächern aus Solnhofer Schiefer. Dominierend sind das Schulhaus, Rathaus, Schloß und Brauerei Schäff. Im Hintergrund erhebt sich der Nagelberg (früher: Aichelberg), an dessen Hang sich die Kästleinsmühle, der Weinbergshof, die Lehnleinsmühle und Kohlmühle schmiegen. Im Vordergrund des Bildes erkennt man ein Stück des alten Fuhrweges zum Steinbruch Gloßner auf den Perlachberg.

creuchtlingen

Markt mit Blid in die Klrchenstraß«

13. Der Marktplatz mit seinen stattlichen Bürgerhäusern bildete früher den Mittelpunkt der Stadt. Im Hintergrund, in der Mitte des Bildes, ist die evangelische Markgrafenkirche zu erkennen. Mag auch die Zufahrt zur Kirchenstraße für die damaligen Verhältnisse vollkommen ausgereicht haben, so ist sie für den heutigen Verkehr zu schmal, Links im Vordergrund steht das Haus von A. Neuburger, das in den Besitz der Eisenhandlung Bohner übergegangen ist. Früher stand hier die Ochsenwirtschaft. Rechts gegenüber befindet sich das Haus des Konditors Brandt. Das Geschäft versorgte lange Jahre die Treuchtlinger Bürger mit Kolonialwaren und Konditoreierzeugnissen. Später wurde das Haus umgebaut und noch ein kleines Tagescafé eingerichtet. Leider ist das Geschäft aufgegeben und der Laden zu einer Wohnung ausgebaut worden.

14. Der weit außerhalb der Kernstadt geplante neue Friedhof wurde 1893 angelegt. 1895 fand die Einweihung mit der Übergabe an die beiden Konfessionen statt. Seit dieser Zeit diente er als letzte Ruhestätte der Treuchtlinger Bevölkerung. Die damaligen Kosten beliefen sich auf 60 000 Mark. In der Zwischenzeit ist dieser Friedhof zu klein geworden und wurde um ein großes Stück erweitert. Im Laufe der letzten Jahrzehnte sicdelten sich in seiner Nachbarschaft Betriebe an.

15. Die in Treuchtlingen sehr starke jüdische Gemeinde kaufte 1773 am Hang des Burgberges ein Gelände und errichtete hier ihren eigenen Friedhof. Bis zum Jahre 1920 wurden hier jüdische Bürger, auch aus der näheren Umgebung, beigesetzt. Im vorigen Jahrhundert hatte die jüdische Bevölkerung in Treuchtlingen ihren höchsten Bevötkerungsanteil erreicht. Um das Jahr 1860 war von den 1 700 Einwohnern Treuchtlingens sechzehn Prozent jüdischen Glaubens. Es waren darunter Bürger und Kaufleute, die in der Stadt ein hohes Ansehen genossen. Mit der Machtergreifung Hitlers mußten die meisten Juden ihre Heimatstadt verlassen. Der Judenfriedhof in der Uhlbergstraße ist der letzte Zeuge einer ehemals starken jüdischen Gemeinde geblieben.

16. In unmittelbarer Nähe der Sägmühle spannte sich diese Brücke über den Möhrenbach. Die reizvolle Umgebung inspirierte Zeichner und Maler zu ihren Bildern. Eingerahmt von vier Bäumen erfreute sie die Blicke der Treuchtlinger Spaziergänger. In den letzten Tages des Zweiten Weltkrieges wurde die Brücke gesprengt, in dem Glauben, den Feind damit aufhalten zu können.

17. Die Fossa Carolina, der Karlsgraben, führte um das Jahr 1910 noch mehr Wasser als in der heutigen Zeit. Sie ist der letzte sichtbare Rest eines Versuchs Kaiser Karls des Großen, 793 die Frankische Rezat mit der Altmühl und somit den Main mit der Donau durch einen Kanal zu verbinden. Die Eichen, die den Wassergraben säumen, sind in der Zwischenzeit zu mächtigen Bäumen herangewachsen. Im Winter wurde der wasserführende Teil der Fossa Carolina von den Treuchtlingern neben den Fischweihern als beliebter Schlittschuhplatz benutzt. Heute ist dieser Karlsgraben nach dem Ausbau eines Rundwanderweges wieder ein Anziehungspunkt für geschichtlich interessierte Touristen geworden.

18. Es war für die Kleinstadt Treuchtlingen ein besonderes Ereignis, als in den Altmühlwiesen hinter der Brauerei Schäff im Jahre 1915 ein Plugzeug landete. Groß und klein strömte herbei, um dieses Fluggerät gebührend zu bestaunen. Für die Treuchtlinger Bevölkerung war es eine Sensation; viele hatten ein Flugzeug noch nicht aus der Nähe betrachten können. Der Doppeldecker wurde pausenlos von Neugierigen umlagert, der Pilot gebührend bewundert. Diese Flugzeuglandung war noch lange Gesprächsstoff an den Treuchtlinger Starnrntischen.

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