Treuchtlingen in alten Ansichten

Treuchtlingen in alten Ansichten

Auteur
:   Fritz Korn
Gemeente
:   Treuchtlingen
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2912-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Treuchtlingen in alten Ansichten'

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19. Ein großes Ereignis war der Flug eines Zeppelins über die Stadt Treuchtlingen. Das geräuschlose Luftschiff schwebte am 30. Mai 1909 über die Stadt, Die Nachricht verbreitete sich in Windeseile unter der Bevölkerung. Während die Erwachsenen den Flug des Luftschiffes interessiert verfolgten, versteekte sich so manches der Kinder ängstlich hinter den Rücken seiner Eltern. Das Bild zeigt die Hauptstraße mit den Geschäften Kramer, Café Aurnhammer und Mührl, im Hintergrund das Rathaus. Aus Anlaß dieses Fluges wurde die Postkarte mit einer Fotomontage des Zeppelins in den Handel gebracht.

Ze ppe lin 11 über T reuchtl.ngen am 30. Mai 1909

20. Eines der wenigen Zeugen geschichtlicher Vergangenheit ist das Treuchtlinger Schloß geblieben. Die in alten Urkunden erwähnte 'Niedere Veste' des Treuchtlinger Herrengeschlechts kam nach dessen Aussterben 1425 durch Kauf an das Pappenheimer Stammgeschlecht. Erbmarschall Veit, Neubegründer der Pappenheim-Treuchtlinger Zweiglinie, ließ das Schloß 1575 im Stil der Renaissance erweitern. Ein Salbuch nennt 1596 zwanzig gemeine Stuben, siebzehn Kammern, eine Torstube, ein Bad, eine Torwartskammer, ferner eine Harnisch-, sowie eine Speisekammer, dazu sechs Gewölbe, zwei Küchen und einen Keller.

21. In diesern Schloß wurde der Sohn Matsehall Veits, Gottfried Heinrich von Pappenheim, geboren. Der wohl berühmteste Treuchtlinger erblickte am 29. Mai 1594 das Licht der Welt, wurde im Dreißigjährigen Krieg zum Reichsfeldmarschall befördert und zeichnete sich durch seine Tapferkeit in mehreren Schlachten aus, In der Schlacht bei Lützen wurde er tödlich verwundet und starb tags darauf. Er ist im Kloster Strahow zu Prag beigesetzt, Sein einziger Sohn starb in jungen Jahren bei einem Duell. 1647 gelangten Ort und Schloß in den Besitz der Ansbacher Markgrafen.

22. Die prachtige Stuckumrahmung der Fenster, die schöne, von Bäurnen begrenzte Zufahrt und auch der Vorgarten sind verschwunden. Das vor sechzig Jahren entstandene Bild stimmt den Betrachter wehmütig, wenn er an den jetzigen Zustand dieses Schloßf1ügels denkt. Durch Besitzwechsel wurde dieser Teil des Schlosses in einen nüchternen Zweckbau umgestaltet. Fabrikant Johann Caspar Aurnhammer konnte 1798 das damals stark verfallene Schloß erwerben und vor dem Abbruch retten. Es bleibt zu hoffen, daß dieses Schloß auch der nächsten Generation erhalten wird.

23. Den Schloßeingang schmückte nach dem Umbau durch Marschall Veit das Pappenheimer Wappen. Auch das Innere des Tores wurde mit Fresken ausgeschmückt, die die Göttin Diana und Jagdszenen darstellten. Eine Zugbrücke, die am Tor mit Ketten befestigt war, überspannte den breiten, mit Wasser gefüllten Graben. Nach Ubergang der Herrschaft an die Brandenburg-Ansbachischen Markgrafen wurde das Pappenheimische Wappen durch das Wappen der Ansbacher ersetzt. Auf dem steinernen Wappen stehen die Buchstaben A.E.M.Z.B., das heißt Albrecht Ernst Markgraf zu Brandenburg. Nach dem Erwerb des Schlosses durch Fabrikant Aurnhammer wurde in dem Gebäude eine Bortenfabrikation eingerichtet. Die Gleisanlage verlegte man durch das Schloßtor. Im inneren Toreingang ist ein römischer Votivstein unbekannter Herkunft eingemauert.

24. Die ehemalige Hochburg des Treuchtlinger Herrengeschlechts dürfte Mitte des 13. Jahrhunderts erbaut worden sein. Nach dern Aussterben der Treuchtlinger Linie wechselte die Burg in kurzer Zeit öfter den Besitzer. Die Zeit des angenehmen Wohnens und die Erfindung der Pulverwaffen brachte es mit sich, daß sich die Herrschaft lieber im Stadtschloß aufhielt als auf der kalten, unbequemen Burg. So wurde die Veste dem natürlichen Verfall überlassen, Das Bild, das um das Jahr 1890 entstanden sein dürfte, zeigt sogar noch einen Teil des Bergfrieds, der im Hintergrund in die Höhe ragt. Leider ist in der Zwischenzeit dieses Denkmal Treuchtlinger Geschichte bis auf einige Mauerreste dem Erdboden fast gleichgemacht worden.

T reucht:ingen - Burgrume

25. An der Südseite der Treuchtlinger Burganlage war um die Jahrhundertwende noch stattliches Mauerwerk der Ringmauer zu erkennen. In diesen äußeren Mauerring fiel 1945 bei einem Fliegerangriff eine Bombe, die bei der Explosion ein großes Loch in den Mauerverband riß. Da auch die Burgruine selbst eine fast magische Anziehungskraft auf die Treuchtlinger Jugend ausübte, war es nicht verwunderlich, daß die Mauern Jahr für Jahr niedriger wurden. Auch für den Bau von Häusern wurden häufig Steine weggefahren. Es bleibt zu hoffen, daß die neugegründete 'Fördergerneinschaft Burg Treuchtlingen' dieses Stück alter Treuchtlinger Geschichte restaurieren und erhalten kann.

26. Einen herrlichen Ausblick auf die bewaldeten Hänge des Heumöderntales belohnten früher den Besucher der Burgruine auf dem Schloßberg. Eine Ruhebank lud zum Verweilen und zum Träumen von vergangenen Zeiten ein. Dieser Platz war für die Treuchtlinger Bevölkerung eine Oase der Ruhe und des Friedens. Hinter der Ruhebank erhebt sich noch ein Mauerrest der alten Burgbefestigung, der leider ebenso verschwunden ist, wie die davorstehende Ruhebank.

27. Dieses Treuchtlinger 'Denkmal' war schon des öfteren Anlaß einer Verwechslung mit der richtigen Burgruine auf dem Schloßberg. Unterhalb des Treuchtlinger Kriegerdenkmals wurde über dem Wasserhochbehälter nach 1906 eine künstliche Burgruine errichtet, die weithin sichtbar mit der alten Burgruine konkurrierte. Vermutlich wurden zum Bau dieser Neuzeitruine sogar Steine von der alten Burg verwendet. Nach dem Bau des Kriegerdenkrnals 1926 wurde die künstliche Ruine abgetragen, die Steine für die Zufahrt verwendet.

28. Das Entstehungsjahr der Lambertuskirche liegt im Dunkel der Geschichte. Wahrscheinlich erfolgte die Errichtung der früheren Kirche im 9. oder 10. Jahrhundert. Erstmals wird im Jahre 1297 in den Eichstätter Regesten die Kirche urkundlich erwähnt. Gottfried Heinrich von Pappenheim, der berühmte Sohn der Stadt, wurde in der Lambertuskirche am 5. Juni 1594 getauft. Sein Vater Veit und die Mutter Regina ruhen hier in dem Gotteshaus. Nach dem Dreißigjährigen Krieg befand sich die Kirche in einem ruinösem Zustand. 1733/34 gelang es, durch umfassende Baurnaßnahmen die Kirche vor dem Abbruch zu bewahren. Einen Friedhof mit einer Ringmauer urngab früher die Lambertuskirche, doch wurde dieser 1895 wegen des immer stärker aufkommenden Verkehrs beseitigt,

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