Treuchtlingen in alten Ansichten

Treuchtlingen in alten Ansichten

Auteur
:   Fritz Korn
Gemeente
:   Treuchtlingen
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2912-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Treuchtlingen in alten Ansichten'

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49. Mit der neuerbauten Bahnlinie Ingolstadt-Treuchtlingen (1867-1869) erhielt Treuchtlingens Bevölkerung, die inzwischen auf 1 700 Einwohner angewachsen war, ein Bahnhofsgebäude, Die Reisenden mußten also nicht mehr zum Antritt einer Reise nach Dietfurt, um dort mit der Postkutsche befördert zu werden. 1869 verkehrten in Treuchtlingen täglich drei Züge. Im Jahre 1878 war der tägliche Zugverkehr bereits auf einundfünfzig Züge angewachsen. Da die Gleisanlagen für den Rangierbetrieb bald nicht mehr ausreichten, wurde 1891/92 das Bahnhofsgelände erweitert. Bald wurde der Eisenbahnknotenpunkt für die Reisenden zu einem Begriff. Während des Zweiten Weltkrieges erfolgte am 30. Februar 1945 ein Luftangriff auf Treuchtlingen. In einem Bombenhagel versank der Bahnhof in Schutt und Asche.

50. Mit der Eröffnung der Bahnlinie Ingolstadt-Treuchtlingen am 12. April 1870 hatte Treuchtlingen den Anschluß an das neue Verkehrswesen geschafft. Vorausgegangen war ein zähes Ringen der Städte um die Streckenführung der neuen Bahnlinie. Auf der neuen Strecke verkehrten täglich vier Züge. Zur Aufrechterhaltung des Bahnbetriebes waren damals vierundsechzig Bedienstete erforderlich. Der zunehmende Eisenbahnverkehr brachte Treuchtlingen einen explosionsartigen Bevölkerungszuwachs. In der Zeit von 1870 bis 1890 stieg die Bevölkerung von 1 707 auf 2 826 Einwohner. Noch 1962 beschäftigte die Bundesbahn ein Drittel der Erwerbstätigen von Treuchtlingen. Das Bild zeigt eine Gruppenaufnahme des Bahnhofpersonals am Anfang des 20. Jahrhunderts. Im Hintergrund ist das Bahnhofsgebäude zu erkennen.

51. Der Bau der zweigleisigen Eisenbahnstrecke Donauwörth-Treuchtlingen in den Jahren 1904-1906 brachte für Treuchtlingen eine weitere Verbesserung des Schienenverkehrs und des wirtschaftlichen Aufschwunges. Nach Treuchtlingen kamen in diesem Zeitraum mehrere hundert auswärtiger Arbeiter, die für die Gaststätten und die Treuchtlinger Geschafte eine willkommene Kundschaft waren. Bei der Streckenführung des Bahnbaues durch das Möhrenbachtal entstanden größere Schwierigkeiten. Teils mußte der Felsen herausgesprengt werden, teils bedurfte es größerer Darnrnaufschüttungen, bis endlich die neue Bahnlinie fertiggestellt werden konnte, Die Eröffnung erfolgte am 30. September 1906. Das Bild zeigt den Bauabschnitt zwischen der Schürmühle und der Dickmühle. Während im Vordergrund die Unterführung der Straße nach Haag bereits fertig ist, kann man im Hintergrund die Pfeiler der großen Eisenbahnbrücke über den Möhrenbach erkennen.

52. Acht Pferde mußten vor einen Wagen gespanrit werden, um einen Steinblock aus dem Steinbruch Gloßner zur Bahnstation zu bringen. Ein steiler Weg, der auch noch heute teils als Pfad parallel zur Bahnlinie zu erkennen ist, führte den Perlachberg hinauf zu diesera Steinbruch. Neben dem "Ireuchtlinger Marmor' wurden auch Bruchsteine geliefert. Seit einigen Jahren ist der Steinbruch in den Besitz der Firma Balz aus Pappenheim übergegangen, die aber keine Steine mehr abbaut, sondern die Gebäude nur zur Steinbearbeitung nützt.

53. Mit welchen Anstrengungen noch vor fünfzig Jahren die Steinbrucharbeiter arbeiten mußten, verdeutlicht dieses Bild sehr anschaulich. Der Abbau der Steine, der recht mühevoll war, gab einem Teil der Bevölkerung Arbeit und Brot. Die Jurablöcke wurden geschnitten und gelangten als 'Treuchtlinger Marmor' in viele Länder der Welt.

54. Durch eine Stiftung des jüdischen Bürgers Elkan Naumburg konnte 1902 in Treuchtlingen ein Kinderheim gebaut werden. Elkan Naumburg wanderte nach New York aus, spendete aber weiterhin größere Geldbetrage für die Stadt Treuchtlingen. Die Stadt zeigte sich dankbar und ernannte Elkan Naumburg zu ihrem Ehrenbürger. Eine Straße trägt heute seinen Namen. In dem Gebäude befanden sich neben der Kinderschule auch Räume für Schulklassen. Während des Zweiten Weltkrieges wurde das Kinderheim durch eine Bombe stark beschadigt. Nach dem Krieg erfolgte der Wiederaufbau des Hauses, das nun von der Mädchcn-Mittclschuie und einigen Klassen der Volksschule benutzt wurde. Später fand hier die Staatliche Realschule ihr Domizil. Heute gehört das Gebäude zum Städtischen Krankenhaus.

55. Bereits vor dem Jahre 1596 entstanden außerhalb der Mauern des Marktes Treuchtlingen das Kellerhäuschen und das Hirtenhaus, Beide Gebäude wurden im Dreißigjährigen Krieg völlig zerstört. Nach dem Wiederaufbau diente das Kellerhaus dem Bärenwirt vom Marktplatz erneut als LagerkeIler für sein Bier. 1885 wurde das Haus abgebrochen und Buchbinder Gustav Attrnannspacher eröffnete in dem Neubau eine Buchhandlung und Buchbinderei. In den letzten siebzig Jahren hat sich das Bild völlig verandert. Die beiden kleinen Häuser an der Ecke Luitpoldstraße und Alte Burgstraße mußten einem Neubau der Buchhandlung Korn weichen.

56. Dieses Bild, das die Spezerei- und Glaswarenhandlung Wilhe1m Kraft in der Bahnhofstraße zeigt, entstand kurz vor dem Abbruch im Jahre 1911. Wilhelm Kraft kaufte 1879 dieses Haus neben der Gastwirtschaft 'Krone'. In dem Haus befand sich zuvor eine Bäckerei, Sein Sohn Karl Kraft, der hier an der Ladentüre steht, erstellte nach dem Abbruch auf diesem Platz einen stattlichen Neubau, der sich von den umliegenden niedrigen Häusern in der Bahnhofstraße auffällig hervorhob.

57. Ein Handwerk, das in Treuchtlingen ausgestorben ist, war die Wagnerei. Christian Albrecht besaß in dem Haus Nummer 102, der heutigen Fischergasse 1, eine Spezerei und Wagnerei. Das Haus wurde in den vergangenen Jahrzehnten baulich stark verändcrt. 1912 wurde auf dem Grundstück ein weiteres Gebäude errichtet, in dem das vielen Treuchtlingern noch bekannte Filmtheater 'Union-Lichtspiele' untergebracht war. Spater wurde es in 'Capitol' umgetauft, Auch dieses Filmtheater existiert nicht mehr. Das Vorderhaus, das in die Fischergasse hineinragte, wurde zum Teil abgebrochen. Ein Milchladen hat seinen Platz in diesem Haus gefunden. Auch er wird im Zuge der Altstadtsanierung dem künftigen Marktplatz weichen.

58. Das Haus des Treuchtlinger Zinngießers Karl Wagenländer stand in der Oettinger Straße rechts von der heutigen 'Neuen Apotheke'. Neben der Zinngießerei betrieb Karl Wagenländer auch noch einen Handel mit Glas- und Porzellanwaren. Im Zuge der Bahnerweiterung 1939 stand auch dieses Haus im Wege und mußte abgebrochen werden.

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