Treuchtlingen in alten Ansichten

Treuchtlingen in alten Ansichten

Auteur
:   Fritz Korn
Gemeente
:   Treuchtlingen
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2912-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Treuchtlingen in alten Ansichten'

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59. Der 'Bayerische Hof, der früher 'Gasthaus zur Eisenbahn' hieß, war ein beliebter Treffpunkt der Treuchtlinger Bevölkerung bei gesellschaftlichen Ereignissen. Der Besitzer des Gasthauses hatte einen kleinen Saal angebaut, in dem Tanzveranstaltungen, Faschingsbälle und so weiter abgehalten wurden. Der 'Bayerische Hof, der ja den meisten Treuchtlinger Bürger noch gut in Erinnerung ist, wurde im Juni 1971 abgebrochen. Auf dem Gelande errichtete die Schäffbräu ihr Verwaltungsgebäude mit einem Großraumladen im Erdgeschoß.

Hauptstrasse.

60. Der Bliek von der Straßenkreuzung Hauptstraße und Bahnhofstraße bietet sich heute dem Betrachter in einem stark verändertern Bild. Die linke Häuserreihe der früheren Vorstadt wurde ein Opfer der Altstadtsanierung. Aus einem Bauplan von 1835 geht hervor, daß dieser Platz fünf Dungstätten, zwei Schweineställe und ein hölzernes Aborthäuschen aufwies. Nach dem Abbruch der Häuser (1972) wurde dieser Bereich der Stadt zu einem großzügigen freien Platz umgestaltet, den heute ein Brunnen, Grünanlagen und Ruhebänke zieren.

61. Die alte Handelsstraße, die über die Haupt- und die Alte Burgstraße führte, war für damalige Verkehrsverhältnisse sehr breit angelegt. Mit dem Bau der Bahnstrecke wurde die Straßenführung unterbrochen, aber ein Bahnübergang angelegt. Erst mit dem Bau der Oettinger Straße wurde der Bahnübergang aufgelöst. Die Alte Burgstraße war zu einer Sackgasse geworden. Irn Vordergrund ganz links steht das Kaufhaus Hose, dessen Inhaber Fritz Hose eine Hornwarenfabrikation betrieb. Das Kaufhaus wurde später umgestaltet und von dem neuen Besitzer Boesner zu einem Bekleidungsgeschaft ausgebaut. Gegenüber sieht man das Haus des Landwirts Friedrich Meyer, das ebenfalls 1972 abgebrochen wurde.

62. Neben der bereits vor 1840 genarmten Hummel'schen Wirtschaft außerhalb des Marktes wurde 1862 von dem Bierbrauer Kolb eine zweite Brauerei errichtet. Es war die spätere Brauerei Roth, deren Haus im Hintergrund des Bildes zu sehen ist, Links sind die beiden Anwesen Schlachtberger und Eppelein noch in gleicher Bauweise und Höhe abgebildet. Später wurde das Uhrengeschäft Schlachtberger aufgestockt. Im März 1972 erfolgte der Abbruch der beiden Häuser um die Verkehrslage an dieser Stelle wesentlich zu verbessern. Das Haus rechts der Straße gehört der Familie Bauer, die hier früher ein LebensmitteJgeschäft betrieb. Es soll ebenfalls im Rahmen der Altstadtsanierung einer übersichtlicheren Verkehrsführung weichen.

Treuchtlingen Luîtpoldstraße

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63. Die Luitpoldstraße, früher Pappenheimer Straße, war um 1596 nur ein schmaler Fußweg hinaus zu den Mühlen des Möhrenbaches. Dieser Hohlweg hieß damals Mühlgasse. Links ist das große, alle Häuser der Nachbarschaft überragende Gasthaus 'Prinz Luitpold' zu sehen, das 1902 von Leonhard Münchmeyer auf dem Gelände eines abgebrochenen alten Bauernhofes errichtet wurde. Schräg gegenüber befand sich die Gastwirtschaft von Amselrn Preißler, die zu einern Friseurgeschäft umgebaut wurde.

64. Gleich nach der Bahnunterführung an der Oettinger Straße bot sich dem Betrachter dieses Bild. Bis auf das alte Kastenhaus (früher Forstamt) wurden sämtliche Häuser baulich verandert. Im Vordergrund links sieht man einen Teil der Bäckerei Bosch. Daneben befand sich das Anwesen von Magdalena Drießlein. Durch ihr Aussehen und ihre Lebensart wurde sie von den Treuchtlingern mit dem Namen 'Schwart'n' bedacht. Die Kinder stellten sie sich als Hexe vor und neckten und verspotteten sie. Das Hochwasser, das während der Schneeschrnelze im Frühjahr als regelrechter Wildbach aus dem Heumöderntal hervorschoß, überspülte oft die Schwelle ihres Hauses, Wegen Baufálligkeit wurde das Gebäude schließlich beseitigt. Auf diesem Gelände entstand das Tankstellengebäude von Karl Liebhardt, der gegenüber eine Reparaturwerkstätte errichtet hatte.

Forsthaus und Burgruir:e 1 reuchtllnqen

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65. Der sogenannte 'Neue Bau', der unter der Pappenheimer Herrschaft außerhalb der Stadtmauer im Jahre 1618 errichtet wurde, berherbergte die Wohnung des Wildmeisters. Große Getreideböden und ausgedehnte Kellerräume sorgten dafür, daß die Herrschaft ihre landwirtschaftlichen Vorräte hier lagern konnte. Lange Zeit war dieses Gebäude das Domizil des Forstamtes gewesen. Nach dem Neubau eines Forstamtes bezog die Sondervolksschule für kurze Zeit die Räurne. Anschließend stellte die Stadt sie der Sanitätskolonne des Roten Kreuzes und der Alpenvereinsjugend zur Verfügung, Im Hintergrund des Bildes ist die künstliche Ruine über dem Wasserbehälter zu erkennen.

66. Diese malerische Gruppenaufnahme aus der Zeit kaum nach dem Ersten Weltkrieges zeigt den Schmied Friedrich Schmidt mit seinen Gesellen und Lehrjungen. Von seinem Vorgänger Leykauf hatte Schmidt die Schmiede im Jahre 1910 gekauft. Systematisch wurde der Betrieb weiter ausgebaut. Der Besitzer hatte die Zeichen der Zeit erkannt und richtete sich nebenbei noch eine Tankstelle ein. Doch auch diese Schmiede mußte geschlossen werden, als die Pferde und die Holzfuhrwerke immer mehr aus dem Straßenbild verschwanden. Nach einigen Umbauten wurde aus der ehemaligen Schmiede eine Gastwirtschaft, die den Treuchtlingern als 'Scharfes Eek' an der Straßenkreuzung Oettinger- und Wettelsheimer Straße bekannt ist.

67. Wenn alljährlich die Treuchtlinger Einwohner während der Zeit des Volksfestes zu dem Festplatz an der Stadthalle strömen, wissen wohl die wenigsten Besucher, daß sich früher die Treuchtlinger Kirchweih in der Bahnhofstraße abspielte. Eine Schießhalle, Karussells sowie einige Verkaufsstände waren um das Jahr 1900 das einzige Volksfest-Vergnügen der Treuchtlinger Bürger, Rechts im Vordergrund ist das Gebäude der Bortenfabrik Grahl zu erkennen. Dahinter wirbt ein Reklameschild auf dem Dach für das Hotel Schödel, in dem heute die 'Adler-Stuben' untergebracht sind.

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Bnhnhcfstraße

68. Ruhe und Beschaulichkeit herrschte in der damaligen Bahnhofstraße. Fuhr einmal ein Auto vorbei, so war es für die Anwohner schon etwas Besonderes, das ihre Beachtung fand. Am Abend wurden die Gaslaternen angezündet und die Nachtruhe wurde höchstens von lärmenden Wirtshausbesuchern gestört. Heute pulsiert ein starker Verkehr durch diese Straße. Oft ist kein Parkplatz zu finden. Die Bewohner rnüssen mit dem Verkehrslärm leben. Auf dem Foto steht rechts das Doppelhaus der Drogerie Heldmann und des Friseurs Tieftrunk, das im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Der Neubau der Stadt-Apotheke steht nun auf diesem Platz. Weiter stadteinwärts auf der linken Seite stehen die Geschäftshäuser Kraft und Pfeiffer. Das kleine Haus daneben war die Uhrenhandlung KohIer, die in den sechziger Jahren einem Neubau des Uhren- und Schmuckgeschäftes Karg weichen mußte.

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