Treuchtlingen in alten Ansichten

Treuchtlingen in alten Ansichten

Auteur
:   Fritz Korn
Gemeente
:   Treuchtlingen
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2912-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Treuchtlingen in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

69. Für die Bewohner der Bahnhofstraße war das Jahr 1920 ein besonderes Ereignis. Ihre Straße wurde in diesern Jahr kanalisiert und gepflastert. Rechts ist auf dem Foto der 'Krone-Garten' zu erkennen, daneben das Schuhhaus Lang, das im Zweiten Weltkrieg total zerstört wurde. Im Hintergrund überragt der Kamin der Grahl-Fabrik das Gebäude. Auf der linken Seite der Straße im Vordergrund befindet sich die Kolonialwarenhandlung August Kreichauf. Das Haus, das später das Friseurgeschaft Tieftrunk beherbergte, wurde ebenfalls ein Opfer der Zweiten Weltkrieges. In diesem Bereich steht jetzt die Stadt-Apotheke.

70. Dieser Bliek auf die Kreuzung der Bahnhofstraße und der Elkan-Naumburg-Straße ist heute nicht mehr möglich. Auf dem freien Platz im Vordergrund entstand 1933/34 nach dem Abbruch der Vierzehn-Nothelfer-Kapelle der Neubau der Marienkirche. Das Grundstück unmittelbar an der Straßenkreuzung wurde mit einer Bruchsteinmauer abgegrenzt. Das Foto, das um das Jahr 1920 entstanden sein dürfte, zeigt links das Gasthaus 'Zur Eisenbahn', der spatere 'Bayerische Hof. Früher stand hier das Gemeinde-Brechhaus.

T reuchtlinqen

71. Nachdem die Apotheke in der Gutenbergstraße zu klein geworden war, errichtete Apotheker Staudinger 1897 in der Bahnhofstraße einen Neubau, der die anderen Häuser stolz überragte. Im Zuge der Altstadtsanierung hat sich die Gesamtansicht heute stark verandert. Der Vorgarten und die Treppe des Apothekengebäudes wurden beseitigt, große Fenster eingebaut und der neue Laden an das Blumengeschäft Keß vermietet. Die Häuser der rechten Straßenfront sind alle der Altstadtsanierung zum Opfer gefallen. Ganz vorne das Uhren- und Schmuckwarengeschäft Christoph Schlachtberger, dann das Mederlein-, Löblein- und Landvogthaus.

72. Oben: Einen gepflegten Vorgarten besaß das Haus der Bortenmacherfamilie Grahl in der Bahnhofstraße. Für eine Straßenverbreiterung mußten alle Vorgärten beseitigt werden. Die Fabrikation von Gespinsten, Gold- und Silbertressen wurde in Treuchtlingen schon lange Zeit betrieben. Die Erzeugnisse der Firmen Grahl, Aurnhammer, Winter und Staudinger wurden vor dem Ersten Weltkrieg in viele Länder, sogar nach Indien und China, exportiert. In den Kriegjahren stellten sich die Firmen dann größtenteils auf die Herstellung von Kupferdraht um. Der Betrieb der Firma Grahl existiert heute nicht mehr. Das Wohnhaus und die Fabrikräume wurden verkauft. Der neue Besitzer änderte die Fassade des Hauses und errichtete einen Anbau, in dem sich jetzt das Geschäft 'Süße Ecke' befindet.

Unten: Eines der ältesten Häuser im Markt Treuchtlingen, mit der früheren Hausnummer 15, war das landwirtschaftliche Anwesen der Familie Rachinger in der Hauptstraße. Es hatte als eines der wenigen Häuser eine Außentreppe. Nur über diese konnte das obere Stockwerk erreicht werden. In den Räumen gab es noch zwei offene Kamine. Bereits in den Jahren 1937/38 waren Bestrebungen im Gange, das Haus abzubrechen, doch selbst den Zweiten Weltkrieg überstand es unversehrt. Als aber dann der Durengangsverkehr in der Hauptstraße immer mehr zunahm, war das Gebäude zu einem Verkehrshindernis geworden und wurde beseitigt. Etwas zurückgesetzt entstand an dieser Stelle der Neubau der Metzgerei Jochner.

T reuchtlingen, Marktpatz.

73. Vor füntzig Jahren bot sich den Treuchtlinger diese Ansicht ihres Marktplatzes. Die beiden Häuser im Vordergrund sind noch mit Legschieferdächern gedeckt. Das rechte Haus gehörte dem Kaufmann Louis Freirnann, der mit Fetten und Ölen handelte. Hier befindet sich jetzt die Kohlenhandlung Schweitzer. Daneben lugt das Elektro-Geschaft von Philipp Schiehl hervor, das jetzt das Tabakwarengeschaft Stengel beherbergt. Beide Häuser sollen im Zuge der Altstadtsanierung abgebrochen werden. Links im Bild ist das Stoffgeschäft Oestreicher zu sehen, das dem Erweiterungsbau des Rathauses weichen mußte. Daneben sieht man das Rathaus vor seinem Umbau und in der Mitte ist die Eisenhandlung Neuburger (jetzt Bohner) zu erkennen.

T reuchtlingen

Partie m. d. R.othaus.

74. Das Treuchtlinger Rathaus beherbergte im 17. Jahrhundert die Schule des kleinen Marktfleckens. Das einstöckige Gebäude war mit einem hohen Giebeldach und einer Außentreppe versehen. 1892/93 wurde es abgebrochen und an seiner Stelle das prunkvolle Rathaus aus einem Gemisch von Jugendstil und Klassizismus nach Plänen von Architekt Th. Eyrich aus Nürnberg errichtet. Der Kostenaufwand für die Gemeinde war beträchtlich, die Schuldenlast stieg auf eine noch nie dagewesene Höhe von 200000 Mark. Vierzig Jahre nach der Grundsteinlegung erwies sich das Sandsteinrnaterial an der Fassade als nicht genügend wetterbeständig und wurde vollständig beseitigt. 1934 erfolgte ein zeitgemäßer Umbau mit gleichzeitiger Vergrößerung durch den Abbruch des links neben dem Rathaus stehenden Anwesens Oestreicher. Ein schöner Brauch war es, vom Rathausturm zu Neujahr einige festliche Lieder zu blasen.

75. Oben: Zwischen der Spenglerei Leonhard Kramer und der Seilerei Gebhardt stand der Torturm der ehemaligen Marktbefestigung. 1818 führte noch ein Brücklein über den Marktgraben durch das Tor. Es wurde wegen des stärkernen Verkehrsaufkommens 1873 beseitigt. Rechts ist das Haus des ehemaligen "I'orbecks' Dorner zu erkennen, das 1976 der Altstadtsanierung weichen muf He. Links befand sich die Spenglerei Leonhard Kramer und als Nachbar die Konditorei Aurnhammer, in deren Mauern sich jetzt die Gewerbe- und Landwirtschaftsbank befindet. Die Treuchtlinger Bürger konnten damals noch ungehindert die Straße statt den Gehsteig benutzen.

Unten: Zwischen dem Geschäft Etschel am Beginn der Uhlengasse und dem alten Schulhaus stand das Reißinger-Haus rnit seinern hübschen Fachwerk. Auf dern Foto sieht es schon recht baufällig aus. 1931 fiel das Haus der Spitzhacke zum Opfer. Früher gehörte dieses Gebäude zu der Frühmeßkapelle, die auf dem Platz der heutigen Markgrafenkirche stand. Der herrschaftliche Geistliche hatte hier seine Wohnung.

1313 - Treuchtllngen

H ?. upl:;,'rU14

76. Die Häuser der Uhlengasse gehörten mit zu den ältesten Anwesen Treuchtlingens und blieben lange Zeit baulich unverändert. In dem größten und stattlichsten Haus am Beginn der Uhlengasse wohnte der Markgräfliche Verwalter Billing (1789). Leider wurde in neuester Zeit das Haus umgebaut und der herrliche Giebel beseitigt. In der Uhlengasse befand sich neben der Synagoge auch die Judenschule, die aber später in einem Haus nahe des Schlosses eine neue Bleibe fand. In der Mitte des Bildes schließt das Haus des Zimmermeisters Etschel die Uhlengasse ab. Zwischenzeitlich wurden etliche Häuser der Uhlengasse abgebrochen oder baulich stark verandert, so daß die charakteristische Bauweise des alten Treuchtlingens auch hier nicht mehr vorhanden ist.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Algemene voorwaarden | Algemene verkoopvoorwaarden | © 2009 - 2022 Uitgeverij Europese Bibliotheek