Ueckermünde in alten Ansichten Band 2

Ueckermünde in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Heinz Großkopf
Gemeente
:   Ueckermünde
Provincie
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6525-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Ueckermünde in alten Ansichten Band 2'

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Einleitung

Man sollte dieses Buch im Zusammenhang mit den vorherigen Ausgaben 'Ueckermünde in alten Ansichten' von 1991 und 'Ueckermünde damals und heutc' (1996) betrachten, in deren Einleitungen auf die allgemeine Stadtgeschichte etwas näher eingegangen wurde. Für die Leser, denen die Bücher nicht zur Verfügung stehen, möchte ich einige Sätze zur Lage und zur Geschichte der Stadt voran stellen. Ueckermünde liegt in Vorpommem an der Südküste des Stettiner Haffs. Aus der Uckermark kommend, mündet nach etwa 100 km unweit der Stadt der Fluß Uecker ins Haff und er gab der Stadt ihren Namen.

Um 1260 wurde Ukramund vom Pommernherzog das Stadtrecht verliehen. Sie hatte eine wechselvolle Geschichte mit mehrTiefen als Höhen. Stadtbrände und kriegerische Ereignisse machten wirtschaftliche Fortschritte immer wieder zunichte. Besonders im Dreißigjährigen Krieg wurde Ueckermünde fast völlig zerstört und entvölkert. Es dauerte bis ins 19. [ahrhundert, um zu einem gewissen Wohlstand zu kommen. Besonders der Schiffbau, die Schiffahrt und die Ziegelindustrie machten die Stadt überregional bekannt. 1926 begann die Entwicklung zum Haffbad. Durch Aufspülung mit Baggersand wurde ein herrlicher, fast 1 000 m langer Badestrand geschaffen.

Seit der Zeit strömten zunehmend jedes [ahr tausende von Urlauber ans Haff. Besonders in den [ahren der DDR, als die Reisemöglichkeiten stark eingeschränkt waren.

Mit diesem Buch möchte ich weiter in der Stadtgeschichte blättern und Ansichten zeigen, die vordem nicht untergebracht werden konnten, oder die inzwischen neu hinzugekommen sind. Einem Abschnitt des Buches kann man den Untertitel 'Kennt Ihr sie noch?' geben. Das bezieht sich sowohl aufPersonen, als auch auf Gebäude, Geschäfte, Vereine und Ereignisse. Viele Motive kennt der Leser schon aus den ersten Büchern und doch sind es nicht die gleichen. Häuserfassaden, Firmenschilder, Verkehrsmittel und Bekleidungsmoden unterscheiden sie und lassen auf das Stadtleben jener Zeit schließen.

Den Ausführungen zur Stadtgeschichte sind insofern Grenzen gesetzt, als die entsprechenden Abbildungen vorhanden sein müssen. DerText zu den einzelnen Bildern wird aber versuchen, weite Zusammenhänge darzustellen, soweit der angebotene Platz dazu ausreicht.

Die Sammlung von Stadtansichten ist immer wieder eine Quelle für Beiträge zur Stadtgeschichte. Es tauchen nur noch selten unbekannte Motive auf und doch konnte ich einige einarbeiten, die mir von der Familie der Buchhandlung Wagner, dem Haffmuseum und von Herrn Jürgen Kliewe zur Verfügung gestellt wurden. Dafür möchte ich herzlich danken.

Ueckermünde, im jmuor 1998, Heim Großkopf

1 Das baulich und geschichtlich bedeutendste Bauwerk in der Stadt ist das ehemals herzogliche Schloß aus dem 16. Jahrhundert. Allerdings ist es nur ein Restgebäude des ursprünglich vierflügeligen, dreistöckigen Gebäudekomplexes. Seit 1781 wird es als Rathaus genutzt. Nach dem Brand von 1866 wurde der heute noch stehende Anbau winklig zum Hauptgebäude errichtet, in dem sich auch der Eingangsbereich befindet. Wir sehen noch die alte Turmkuppel mit offener Laterne, die 1908 durch Funkenflug in Brand geriet und abstürzte. In herzoglicher Zeit wurde das Schloß vornehmlich zu Jagdaufenthalten der Stettiner Hofgesellschaft genutzt, aber auch mehrfach wurden hier Landtage abgehalten.

Gruss aus ra

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2 Nach dem Turmbrand wurde die Kuppel umgehend in veränderter, barocker Form wieder aufgebaut und erhielt eine Kupferdeckung. Diese Kupferdeckung wurde im Ersten Weltkrieg abgenommen und der Rüstung geopfert. ]ustizfiskus und Landrat hatten ihren Anteil an den Räumen im Schloß inzwischen abgegeben und eigene Häuser bezogen. Der Stadtverwaltung stand das ganze Schloß als Rathaus zur Verfügung. 1923 erfolgte an dem Anbau ein weiterer mit Flachdach. Hier zog die Stadtsparkasse ein, dieim]ahre 1842 gegründet worden war. Im Erdgeschoß neben der Toreinfahrt befand sich das Polizeigefängnis.

3 Links: Die im Ersten Weltkrieg am Turm aufgebrachte Teerpappendeckung bedurfte ständiger Pflege. In zeitlichen Abständen mußten neue Teeranstriche aufgebracht werden. Auf dem Bild von 1934 sehen wir die Dachdecker (von links) Gustav Krüger, Georg Großkopf und Artur Habermann vom Betrieb meines Vaters nach getaner Arbeit. Ohne Rüstung, nur mit Hilfe von Leitern, mit Sicherheitsgurt und -Leinen wurden die Arbeiten ausgeführt.

Rechts: Durch Vernachlässigung und Alterung des Materials wurde die Dachhaut wasserdurchlässig und 1959, im [ahr vor der 700-Jahrfeier der Stadt, wurde die Deckung mit Bitumen-Gewebebahnen

erneuert, ausgeführt von der PGH 'Vorwàrts' Leopoldshagen. Auch dieses Material war nur eine Notlösung und nach

fast dreißig [ahren und einem zähen Kampf war es der Stadt möglich, wieder eine Kupferdeckung aufbringen zu las-

sen. Dies gelang 1988 mit Unterstützung der Firma des Klempnermeisters Martin Böcker aus Hintersee.

4 Um 1930 entstand diese Aufnahme der Polizeiverwaltung mit Bürgermeister Pirwitz (vorn Mitte) und Ratsherrn Sellin. Sieben unilor mierte Polizeibeamte gehörten zur Stadtpolizei. Von links:

Purkat, Leu, Buschhorn, Ed. Ramm, Koppermann, Schmidt und Scheefeld. Zur Polizeiverwaltung gehörten (von links in Zivil): Arend, Warnecke, Rahn und im Hintergrund Mitte Brückenwärter Müller.

5 Im [ahre 1938 fanden sich die Angestellten der Stadt, wozu auch das Personal des Krankenhauses, der Gasanstalt usw. gehörten, zu dieser Aufnahme zusammen. In der Mitte Bürgermeister Max Cronauer (in der Trachtenhose ). Er kam von Freiburg nach hier. Auf seine Veranlassung wurde vom Konrektor i.R. August Bartelt die Stadtgeschichte bis 1936 fortgeschrieben, nachdem seine erste Fassung 1926 geendet hatte.

6 Bevor wir den Abschnitt Schloß verlassen, machen wir einen Sprung in die Gegenwart. Ein für Ueckermünde seltenes Ereignis möchte ich festhalten. Am 2. Juli 1993 besuchte die Stadt Bundespräsident Richard von Weizsäcker; er wurde von Bürgermeister Westphal und Stadtverordnetenvorsteherin Völker ins Schloß geführt. Damit weilte hier nach 280 [ahren wieder ein Staatsoberhaupt. Denn 1 71 3 waren es zuletzt König Friedrich Wilhelm 1. von Preußen, Zar Peter 1. von Rußland, Kurfürst August lIl. von Sachsen und der König von Polen im Laufe des Nordischen Krieges.

7 Nun zu einigen Hafenbildern, zum Hafen, der der Stadt ein besonderes Flair gibt. Im Oktober 1928 wurde diese erste massive Brücke mit eiserner Klappe dem Verkehr übergeben. Damit war die Zeit der Holzklappbrükken für immer vorbei. So gut sie auch ins Hafenbild paßten, sie konnten den zunehmenden Verkehr nicht mehr bewältigen. Im]uli 1929 hatte man einen durchschnittlichen täglichen Verkehr von 208 Autos, 180 Motorrädern und 41 5 Fuhrwerken gezählt. Man war überzeugt, für lange Zeit keine Kosten für Brükkenbau zu haben. Doch der 27. April 1945 brachte die teilweise Zerstörung dieses soliden Bauwerks. Es war zur Sprengung vorgesehen und um 10.30 Uhr wurde die

ostseitig angebrachte Seemine durch ein Wehrmachtskommando gezündet. Das Ostufer wurde weggerissen, die Klappe hing ins Wasser. (Im Bild die Brücke vor der Sprengung.)

8 Links: Mitte der dreißiger [ahre herrschte im Hafen ein lebhafter Güterumschlag. Frachtkähne und Frachtensegler füllten das Hafenbekken. Zum Teil fuhren diese Schiffe noch unter Segel. Hatten sie keinen eigenen Hilfsmotor, wurden die Fahrten in Schleppzügen, von einem Schlepper gezogen, durchgeführt. Hochseedampfer (im Hintergrund) brachten Langholz aus Finnland für die Sä-

gewerke in Ueckermünde und Eggesin. Die Stämme wurden zu Flößen zusammengenagelt und stromaufwärts geschleppt. Ganz links liegt der Ueckermünder Dampfer am Bollwerk. Er fuhr im Linienverkehr nach Stettin und beförderte nicht nur Fahrgäste, sondern auch viele Stückgutfrachten für die Kaufleute in der Stadt und den umliegenden Dörfern.

9 Rechts: Im [ahre 1937 baute die Pasewalker Firma Deike den Getreidespeicher am Neuen Bollwerk. Schon seit [ahren wurde hier Getreide aus der Uckermark und dem Kreis Randow zum Weitertransport auf Schiffe verladen.

10 Auch dieses Bild zeugt vom lebhaften Betrieb am Hafen. Der Speicher ist fertiggestellt, ein stationärer Elektrokran der Firma Hermann Pröchel arbeitet, die Tankstelle für Motorschiffe der Firma L.c. Schmidt ist zu sehen und im Vordergrund sieht man Kohlenwaggons zur Entladung bereit stehen. Auch ein Feldbahngleis führte von den Ziegeleien an der Stettiner Straße bis zum Hafen. Größtenteils fand die Verladung der Mauersteine allerdings an Köhns Kanal statt. Dieser reichte bis an die Hindenburgstraße und ermöglichte die Verladung in Kähne als auch in Waggons der Reichsbahn auf dem Anschlußgleis der Hafenbahn.

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