Unna in alten Ansichten Band 2

Unna in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Willy Timm
Gemeente
:   Unna
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2855-1
Pagina's
:   128
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Unna in alten Ansichten Band 2'

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9. 'Bocksminengasse' war der Beiname, den der Unnaer Lokalwitz dem alten SüdwaII zwischen Wasserstraße und Neumarkt um die Jahrhundertwende angehängt hatte. Pate soll dabei eine Wilhelmine Bange gestanden haben, die einen Ziegenbock hielt. Vielleicht war es das Tier, das links in der Tür jenes Hauses steht, welches auch auf dem vorigen Bilde dargesteIlt ist, vieIleicht handelt es sich bei der Frau im Rollstuhl um die bewußte 'Bocksmine', Interessant sind die beiden Vorratshäuschen, die die fehlenden KeIlerräume unter den Wohnhäusern ersetzten. Oben links, hinter den Dächern, erkennt man einen Rest der mittelalterlichen Stadtmauer. Um 1972 wurde diese Straße abgerissen und durch Neubauten ersetzt.

10. Dieses Bild bot der alte Südwall vom Neumarkt aus, Die Fachwerkhäuschen auf der linken Straßenseite gehörten um 1930, als dieses Foto entstand, einer Familie Klernp. Zur Miete wohnten damals darin die Familien Friedrich Schoep, Wilhelm Kracht, Franz Kaiser und Wilhelm Rebbert. Die Häuser an der rechten Straßenseite besaß der Fuhrunternehmer Karl Grote, während der Spediteur Eduard Pähler das verputzte Haus in der Straßenbiegung erbaut hatte. Sanierungsmaßnahmen ließen 1972 diese Häuser fallen; mit den Neubauten erhielt die Straße auch einen neuen Verlauf.

11. Vom alten Südwall aus gewährt dieses, um 1920 entstandene Foto einen Bliek in die frühere Eulenstraße, die durch die Sanierung 1972 auf ein geringes Reststück zusammenschrumpfte und zum Teil von der neuen Josef-Ströthoff-Straße überbaut wurde. Gleich an der Ecke steht das einst für Unna typische Ackerbürgerhaus des Ackerers Wilheim Lategahn, rechts daneben das Wohnhaus der Familie Ketzer. Im nächsten Ackerbürgerhaus wohnte der Fuhrunternehmer Wilrnes, im Häuschen dahinter die Familie Steinhoff. Der folgende stattliche Fachwerkbau, Eulenstraße 7, gehörte dem Schreinermeister Karl Ketzer, das Haus Nummer 5 dem Mühlenbesitzer Diedrich Höltermann. Ganz oben rechts in der Eulenstraße ist noch das Haus des Fuhrmanns Heinrich Drobe zu erkennen. (Vergleiche 1/67.)

12. Auch dieses namenlose Gäßchen, dessen Häuser der Eulenstraße zugeordnet waren, fiel mit der Sanierung im Jahre 1972. Aufgenommen wurde dieses Foto mit dem schönen Durchblick zur evangelischen Stadtkirche erst um 1960. Zu jener Zeit wohnten dort die Familien Rentmeister, Klaas, Günther, Kelm, Rust, Belitz und Czakay zufrieden beieinander.

13. Die Wallgasse, die sich von der Massener Straße, zwischen dem Schuhhaus Pothmann und der Gastwirtschaft Haus Höhmann, über dem Stadtwall an der Stadtmauer entlangschlängelt, war bekannt wegen ihrer Bebauung mit Gademen, die einst Tagelöhnern und Dienstboten preiswerte Wohnungen boten. Im 18. Jahrhundert dürften diese Häuser entstanden sein, und noch um 1960 waren sie mit Leben gefüllt. Doch bald darauf verließen die Familien die Gasse und suchten komfortablere Wohnungen. Die Häuser gerieten in Verfall. Während die der linken Seite schon von Jahren beseitigt worden waren, wurde die hier im Bild gezeigte westliche Bebauung im Frühjahr 1985 abgerissen. Das Foto zeigt die Häuser 11 und 9, die in den dreißiger Jahren von den Familien Kusenberg und Osthaus bewohnt waren.

14. Anfang April 1945, in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges, haben Bomben diese Kleinstadtidylle an der Niesenstraße zerstört, Heute befindet sich auf dem Grundstück ein öffentlicher Parkplatz, Um 1925, als diese Fotografie entstanden ist, gehörten die beiden vorderen Häuser, Niesenstraße 2 und 4, dem Anstreichermeister Sigmund Meyer. In dem quer dahinter stehenden Hause Niesenstraße 6 betrieb der Sattler und Polsterer Carl Lohrmann sein Handwerk mit einem kleinen Lederwarengeschaft. Unter dem Lohrmannschen Firmenschild, ganz rechts im Bilde, ist das ebenfalls kriegszerstörte Seligsche Haus, Schäferstraße 37, zu erkennen.

UNNA - Markt

Straßen und Häuser

15. Der alte Markt (1/10-13) bot um 1920 nach Süden hin dieses Bild. Das 1884 erbaute Krieger-Ehrenmal erinnert an die Gefallenen der Kriege 1866 und 1870/71. Einige Markthändler halten ihre Waren feil, und neugierig beobachten Kinder in gebührendem Abstand den Fotografen. Im Haus ganz links befand sich das Kolonialwarengeschäft Gebr. Wolff; Markt 6 wie heute noch die Buchhandlung Hornung. Auf zwei Häuser hatte sich das Textilgeschäft Otto Marx ausgedehnt. Im Eckhaus zur Wasserstraße befand sich die Buchhandlung Timmermann. Es folgten nach rechts das 'Schokoladenhaus' und das Möbelhaus Wilhelm Hagemeyer. An der Westseite waren Markt 10 das Tabakgeschäft Bindel und das Lebensmittelgeschäft Neuber, daneben der Uhrmacher Wißling und die Färberei Schaufelberger.

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16. Den Mittelpunkt dieses um 1900 entstandenen Postkartenbildes vom alten Markt bildet das 1833 geweihte Rathaus. Links daneben steht hinter dem Germania-Denkmal das Wohn- und Geschäftshaus Franz Belz. Rechts neben dem Rathaus ist noch das kleine Geschäftshaus des Textilhändlers Raphael Reifenberg zu erkennen, das später die Kaufleute Heinrich Thöne und Karl Ruland erwarben und an seiner Stelle einen stattlichen Neubau errichteten, in welchem sie ein Konfektionsgeschäft betrieben. Rechts daneben, im heute Dorpmüllerschen Haus, Bahnhofstraße 1, befanden sich das Kaffee-Filialgeschäft Koux und das Wollwarengeschäft Carl Linnhoff. Irn Doppelhaus Markt 2/3 führte Karl Schelte eine Spezereihandlung. Markt 4 war das Café Carl Brix, während Ludwig Nase Markt 5 ein Schuhgeschäft betrieb.

17. Recht kahl wirkte der Markt, nachdem 1939 das Kriegerdenkmal beseitigt worden war. Dadurch war ein wenig mehr Platz gewonnen für den Wochenmarkt aber auch für die häufigen Aufmärsche und Kundgebungen jener Jahre. Rings um den Platz befinden sich von links nach rechts die Geschäfte des Uhrmachers Wißling, der Färberei Schaufelberger, des Uhrmachers Hoffesommer, des Kräuterhauses Schnettler, dann die Elektro- und Huthandlang Schluckebier und die Lindenschänke. An der Nordseite des Marktes stehen die Geschäftshäuser Elektro Niederstadt, Pass Butter-Halle, Modewaren Bäumer. Das 1925 mit einer Bogenhalle umgebaute alte Rathaus diente damals von 1934 bis 1945, der Kreisleitung Hellweg der NSDAP. Schlaff hängt auf dem Dach des Hauses eine Hakenkreuzfahne.

18. Von Fußgängern recht belebt zeigt sich die obere Bahnhofstraße auf dieser Ansichtskarte um 1910. Schüler und Schülerinnen promenieren über die Fahrbahn, während die ältere Generation doch den Bürgersteig oder, wie man damals sagte, das 'Trottoir' benutzte. Im Hause links mit dem geschlossenen Schaufenster befand sich die Uhrenhandlung Rudolf Dröge, Daneben, Bahnhofstraße 13, waren eine Filiale des Hagener Spezial-Butter- und Kaffeegeschäftes A. Pfeiffer und die Modewarenhandlung Christoph Kaufhold. Möbel und Tabakwaren bot Gustav Schneider im Hause Bahnhofstraße 11 an, Auf der rechten Straßenseite ist das Haus Bahnhofstraße 14 mit der Drogerie August Müller und der Putzmacherei Rosenbaum zu sehen, das im Kriege 1945 durch Bomben zerstört wurde.

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