Unna in alten Ansichten Band 2

Unna in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Willy Timm
Gemeente
:   Unna
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2855-1
Pagina's
:   128
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Unna in alten Ansichten Band 2'

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19. Diese Postkarte wurde 1901 abgestempelt. Sie bietet einen Bliek von der Morgenstraße die Bahnhofstraße hinunter. In dem stattlichen Neubau auf der linken Seite betrieb Gottfried Beckmann sein Textilgeschäft. Im Hause daneben, Bahnhofstraße 20, befand sich die Schlosserei von August Rogge. Das kleine Fachwerkhaus jenseits der Niesenstraße mußte bald schon dem Neubau der Firma Ferdinand Holtzwart weichen. Vom rechts, im Eckhaus zur Morgenstraße, bot Simon Gumpertz, Inhaber der Firma Geschwister Gottschalk, Damen- und Herrenkonfektion an, Im schieferverk1eideten Nebenhaus war das Hutgeschäft von Otto Wlilfing, während der Kastanienbaum dem Restaurant Josef Klein Schatten spendete.

20. In diesem schieferverkleideten Fachwerkhaus des frühen 19. Jahrhunderts, Bahnhofstraße 33, hatte 1856 Wilhelm Didier eine Kolonialwarenhandlung begründet, die nach seinern Tode 1877 vom Sohn Carl fortgeführt wurde, Zur Ausdehnung seines Geschäftes kaufte dieser 1903 das links daneben gestandene Haus Bahnhofstraße 35 des Uhrmachers Hermann Bergmann (1/30) hinzu. Nach dem Abbruch der beiden Altbauten ließ er an deren Stelle das heute noch stehende Wohn- und Geschäftshaus Bahnhofstraße 33/35 erbauen, in welchem heute die Dresdner Bank AG untergebracht ist.

21. Dieses Foto zeigt nun die Ladenfront der 'Colonialwaren- und Delikatessenhandlung Carl Didier' im neuen Hause. Das Geschäft galt für Feinschmecker als eine der ersten Adressen im alten Unna. Wild, Geflügel, auch Fluß- und Seefische gehörten zum ständigen Angebot, Auch eine kleine Kaffeerösterei war mit dem Geschäft verbunden. Zu festlichen Anlässen konnten die Kunden zur Bewirtung der Gäste auch Tafelgeschirr und Besteek ausleihen. Entstanden ist dieses Foto mit den beiden hochgeschürzten Verkäuferinnen in der Ladentür im Jahre 1912. Aus Altersgründen gab der letzte Inhaber 1952 das Geschäft auf. Die Räumlichkeiten mitsamt dem im selben Hause befindlichen Modegeschäft von Theodor Freise übernahm darauf die Dresdner Bank AG.

22. Die Untere Bahnhofstraße mit den Hausnummern 34 bis 40 zeigt diese Ansichtskarte aus einer gemächlich-gemütlichen Zeit zu Beginn unseres Jahrhunderts. Noch beherrschen Fußgänger und einige Pferdefuhrwerke das Straßenbild. In den Häusern, die im wesentlichen noch erhalten sind (nur die Besitzung Schulz, heute Jürgens, war in den letzten Kriegstagen 1945 schwer beschädigt worden) befanden sich damals die Geschäftslokale Friseur Friedrich Kett, Drechsler Robert Klauschke, Uhrmacher Wilhelm Beckmann, Textilkaufmann Karl Schulz. An der Ecke zum Nordring stand die Städtische Sparkasse. Rechts im Bilde erhebt sich hinter der Mauer der Kippschen Besitzung der Turm der alten katholischen Kirche,

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23. Die Kleine Bahnhofstraße bildete einst den Zufahrtsweg zum Unnaer Bahnhof. Nach der anliegenden katholischen Kirche wurde sie 1945 in Katharinenstraße umbenannt, nach Abbruch der Häuser und Bau des Ringtunnels 1982 dann eingezogen. Die um 1908 entstandene Ansichtskarte zeigt einen Bliek vom Bahnhofsplatz die Straße hinauf. Links steht der Gasthof 'Zur Tonhalle' von Wilhelm Dröge mit dem damals größten Konzert- und Theatersaal Unnas sowie einem schattigen Gartenrestaurant. Dahinter ist wieder der Turm der katholischen Kirche zu sehen. Im Eckhaus vom rechts befand sich damals die Fahrradhandlung von Walter Staby. Dahinter lagen die Gebäude der Gastwirtschaft Karl Moder (später Wilhelm Wittler).

24. Der 'Rahlenbecksche Hof', der früher einen großen Vorgarten besaß und von der Gerhart-Hauptmann-Straße durch ein Gartentor in der Straßenabmauerung zu erreichen war, ist seit dem Bau des vorgesetzten Wohn- und Geschäftshauses nach 1960 in ein Hinterhausdasein verdrängt. Im 17. Jahrhundert war dieses stattliche Fachwerkhaus auf den Fundamenten eines früheren Baus errichtet worden. 1723 bewohnte die Familie Dr. Davidis das Anwesen, um 1800 besaß es der Justizbürgermeister Jobst Henrich Basse. Von diesem erwarb es Caspax Diederich Rahlenbeck und gelangte 1844 im Erbgang an seinen Sohn Carl Dieterich. 1892 erwarb der Braumeister Drücke die Besitzung, aus dessen Familie sie um 1950 an die Stadt Unna überging,

25. Diese aneinandergebauten Gademen an der Klosterstraße waren eigentumsmäßig stets mit dem dahinter gelegenen Rahlenbeckschen Hof verbunden und sind 1965 abgebrochen worden. Die in Reihenhausart erbauten schlichten Wohnungen, ursprünglich für Tagelöhner und Dienstboten ihrer Herrschaft bestimmt, sind bereits auf einem Stadtplan von 1723 eingezeichnet. Nach dem Adreßbuch der Stadt Unna waren die letzten Bewohnerfamilien vor dem Abbruch im Hause Nr. 40, ganz links, Gustav Wilke, 42 Otto Griesard und Kar! Leege, 44, mit dem Mädchen vor der Tür, Max Hensel, 46 Emil Lückel und Adolf Deilmann, 48 Ernst Kremer und Therese Maiwald. Das Foto der Hausgruppe wurde wenige Monate vor dem Abbruch aufgenommen.

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26. Diese, im Jahre 1906 abgestempelte Ansichtskarte zeigt einen Bliek durch die heutige Gerhart-Hauptmann-Straße, die damals noch Königstraße hieß, von der Klosterstraße zum katholischen Krankenhaus. Im linken Haus Klosterstraße 51 betrieb Friedrich Dorpmüller seine Schleiferei, die er 1912 zur Bahnhofstraße 1 verlegte. Das Gebäude wurde um 1960 abgebrochen, Das rechte Haus Klosterstraße 49 hatte Guido Hufschmidt 1900 von dem Schornsteinfeger Gustav Hilburg erworben und darin eine Buchhandlung und Bildereinrahmung eingerichtet, die bis in die siebziger Jahre bestanden. Nach einem Durchbau des Hauses mit Freilegung des Fachwerks wurde darin ein Geschenkartikelladen eingerichtet.

27. Seit 1974 ist sie zwar den Fußgängern reserviert, aber bis dahin war die Massener Straße eine der Hauptverkehrsstraßen in der Unnaer Innenstadt. Bis 1965 befuhr sie zudem die Dortmunder Straßenbahn im 20-Minuten-Takt. Wie gemütlich und behäbig zeigte sich da das Leben um die Jahrhundertwende. Im Hause ganz links mit den Fensterläden betrieb J osef Henke zu jener Zeit eine Gastwirtschaft, daneben war das Haushaltwarengeschäft Heinrich Ruß. Es folgte das Textilgeschäft von Sally Kronenberg. Auf der rechten Straßenseite, im Hause mit der Laterne, befand sich das Modegeschäft Adolf Kaufhold, in dem großen Gebäude daneben das Textilhaus Levy vormals Kerb. Dahinter betrieb Wilhelm Sommer eine Drechslerei.

28. Der aus Herbede an der Ruhr stammende Kaufmann Emil Köhler war über Hagen 1902 nach Unna gezogen und hatte hier noch im selben Jahre im Nielingschen Haus Massener Straße 13 eine Pfandleih-Anstalt mit An- und Verkauf von Damen- und Herrenkleidung, auch Gebrauchsgegenständen aller Art, eröffnet. Stolz hat er sich hier mit seiner Frau Hedwig vor dem Ladenlokal fotografieren lassen. Im Hintergebäude betrieb damals August Hasselbeck eine Böttcherei,

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