Unna in alten Ansichten Band 2

Unna in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Willy Timm
Gemeente
:   Unna
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2855-1
Pagina's
:   128
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Unna in alten Ansichten Band 2'

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Gruss

aus anna-l öniqsborn.

'.~' J' '7 ~ ....

/

.- -

39. Aus dem Jahre 1900 datiert diese Ansichtskarte der heutigen Friedrich-Ebert-Straße, die damals noch Kaiserstraße hieß. Beherrschend stand auch damals schon die Klönnesche Villa an der Straßenbiegung. Links im Bild sieht man das Logierhaus 'Quisisana', das um 1890 von der Badeverwaltung durch den bekarmten Essener Architekten Peter Zindel erbaut worden war. Nach 1891 nutzte der Königsbomer Badearzt Dr. Carl Wegele, ein angesehener Magenspezialist, die 'Quisisana' als Klinik 'Dr. Wegeies Anstalt für Magen- und Darmkrankheiten'. 1m Ersten Weltkrieg gab er diese Einrichtung wieder auf. Rechts im Bild erkennt man das Gebäude des Hotel-Restaurants Karl Berthold, heute 'Rockpoint', mit der offenen Veranda.

40. Zu den ältesten Ansichtspostkarten von der Stadt Unna gehört dieser 'Gruss aus Königsborn' , der einen Poststempel vom September 1895 trägt, In recht primitivanmutenden Federzeichnungen im grünen Druck sind auf ihr im Kreis das 1882 erbaute Kurhaus, damals noch mit Türmchen (1/121), und das Gartenrestaurant, im Bilde rechts oben der Eingangsbereich des Kurgartens mit 'neuem Logierhaus', Amtshaus mit Uhrturm und Kurhaus abgebildet, während die kleine Zeichnung links unten den Musikpavillon zeigt.

41. Ähnlich der vorigen ist auch diese, im September 1898 zur Post gegebene Ansichtskarte einfarbig grün gedruckt. Doch hat sich dieses Mal der Zeichner alle Mühe gegeben, in künstlerischer Weise auch Einzelheiten exakt wiederzugeben. Dargestellt ist oben der ausgedehnte Kurbereich mit Kur-, Logier- und Verwaltungsgebäuden. Hinter dem Wohnhaus im linken Bildteil ist in der Ferne der Friedrichsborn mit den Gradierwerken zu erkennen. Im Mittelteil der Karte ist das 1882 eröffnete Badehaus eingezeichnet und darunter der Goldfischteich mit der geschwungenen Brücke und dem hölzernen Pavillon, der später durch das Tempelchen ersetzt wurde.

42. 'Die schöne Tür, des Hauses Zier'· war einst ein fester Begriff, und im alten Unna gab es eine stattliche Anzahl kunstvoll geschnitzter Haustüren, die allerdings in den letzten Jahrzehnten zumeist bei modernisierenden Hausumbauten durch neue Industrieerzeugnisse verdrängt wurden. Wenige Stücke konnten immerhin am Haus oder für das Unnaer Museum gerettet werden. Ein schönes Beispiel solcher Haustürenkunst befand sich bis um 1910 im Hause Markt 15. In dem Hause betrieb zu jener Zeit Elfriede Niederstadt geborene Sethe eine Kolonialwarenhandlung. Im Juni 1913 eröffneten dann die Gebrüder Niederstadt darin ein Spezialgeschäft für Stark- und Schwachstromanlagen.

43. Diese schöne barocke Haustür mit zwei Flügeln stammt aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Sie gehört heute noch zum Hause Morgenstraße 15 mit der Schenkwirtschaft 'Zum Morgentor'. Die Initialen FS im reichverzierten Oberlicht sind eine Zutat des 19. Jahrhunderts und weisen auf den Hausbesitzer Friedrich Schmitz. Das Haus gehörte Ende des 18. Jahrhunderts dem Richter Groote. Von dessen Erben erwarb es 1824 Thomas Carl Friedrich Schmitz, der darin dann eine Schenkwirtschaft einrichtete, mit der eine Bierbrauerei verbunden war. Seit 1935 ist die Wirtschaft verpachtet. Ein Gegenstück besaß die Tür übrigens im Hause der Schmiede Schmale am Kletterpoth 5. Sie ist in den Bau- und Kunstdenkmälern des Kreises Unna (Seite 482) abgebildet.

Unna

E'l. Kirche,

Kirchen

44. Die evangelische Stadtkirche bildet auch heute noch das beherrschende Bauwerk in der Stadt Unna. Als dritte Kirche an dieser Stelle nach der karolingischen und romanischen wurde 1322 mit ihrem Bau begonnen. Wirkt der gotische Bau von außen auch als einheitliches Ganzes, so lassen sich im Innern doch drei Bauphasen unterscheiden, in deren frühester das Langhaus entstanden ist. Mit dem Chor wurde 1389 begonnen; Turm und Westpartie folgten in den Jahren 1407 bis 1467. Der Turmhelm jedoch wurde nach einem Brand 1863 neu erbaut.

45. Während der Ewigen Anbetung des Jahres 1932 entstand, zwei Jahre vor ihrem Abbruch, diese Innenaufnahme der alten katholischen Kirche zu Unna (1/39). Reich mit Kerzen und Blumen ist der neugotische Hochaltar in der kleinen Apsis geschmückt, der von der Firma Bücker in Rheda gearbeitet und der Kirche 1909 von dem Rentner Zentini aus Dortmund gestiftet worden war. Im selben Jahre auch war der von der KunstschIosserei Falger in Münster gefertigte große Kronleuchter angebracht worden. In der linken vorderen Reihe sind einige Ordensschwestern aus dem katholischen Krankenhaus in ihrer Tracht zu erkennen.

46. Im Jahre 1930, als die katholische Bevölkerung Unnas mit 6 054 Personen schon fast ein Drittel der Einwohnerschaft ausmachte, wurde ein katholischer Kirchenneubau erforderlich. Die alte Kirche von 1848 vermochte den Erfordernissen nicht mehr zu genügen, Ein Kirchenbauverein wurde gegründet, und Pfarrer Wilhelm Stratmann verstand es mit Geschick, die Finanzierung zu lösen, Die Dortmunder Architekten Flerus und Konert fertigten die Pläne, und am 9. Oktober 1933 erfolgte der erste Spatenstich. Rasch wuchs der aus Anröchter Dolomitstein errichtete Bau, und am 7. Oktober 1934 erfolgte die Konsekration der neuen Pfarrkirche St. Katharina durch den Erzbischof Dr. Kaspar Klein (K/14). Die Ansichtskarte entstand 1935.

47. Das Innere der neuen katholischen Pfarrkirche St. Katharina war als Basilika-Anlage mit hohen Seitenschiffen anfangs sehr schlicht und zweckdienlich gehalten. Der in einfacher Form ausgeführte Hauptaltar auf dem erhöhten Chorraum war wie auch die Kommunionbank und der Marienaltar mit der aus der alten Kirche übernommenen Marienfigur im roten Brunhilden-Marmor angefertigt. Die beabsichtigte Gestaltung der Chorrückwand mit einem Christ-König-Bild wurde allerdings nie ausgeführt. Dafür erhielt die Kirche in den Nachkriegsjahren eine reichere Ausstattung und wurde 1971 mit einer großzügigen Innenrenovierung den Erfordernissen der neuen Liturgie angepaßt.

48. Einen historischen Augenblick, das Richtfest der katholischen Herz-Jesu-Kirche (1/32) in Unna-Königsborn im Herbst 1902, hält diese Aufnahme fest. Vor dem Rohbau stehen Zimmermänner, Maurer und Vertreter der Gemeinde. Kollekten und Stiftungen hatten die Baugelder aufgebracht, die Bergbau-AG Königsborn das Baugrundstück und 5 000 Mark, die Witwe des Firmengründers Grillo weitere 10 000 Mark zur Verfügung gestellt. Nach Plänen des Bochumer Architekten Hermann Wielers wurde 1902 mit dem neogotischen Ziegelbau begonnen; am 15. Oktober 1903 konnte Dechant Staußberg aus Hemmerde die Kirche weihen, die dann 1919 in den Rang einer Pfarrkirche erhoben wurde.

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