Unna in alten Ansichten Band 2

Unna in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Willy Timm
Gemeente
:   Unna
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2855-1
Pagina's
:   128
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Unna in alten Ansichten Band 2'

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Bad Königsborn

49. Die evangelische Christuskirche wurde in den Jahren 1904/05 für die evangelische Bevölkerung in Königsborn und der Colonie erbaut. Der Anstoß dazu war 1902 von der Aktiengesellschaft Königsborn durch Generaldirektor Effertz ausgegangen, als sie dem Presbyterium das Angebot machte, zur Errichtung eines evangelischen Betsaals in Königsborn ein Grundstück zu geben und 5 000 Mark zu den Baukosten beizusteuern. Gleichfalls stellte die Witwe Grillo auch hier 10000 Mark zur Verfügung. Ein Kapellenbauverein und die Kirchenkasse brachten die restlichen Baugelder auf. Nach Plänen der Architekten Arno Eugen Fritsche aus Elberfeld wurde dann die Kirche als Zentralanlage mit seitlichem Turm erbaut. Am 2. Mai 1904 erfolgte die Grundsteinlegung; am 25. Mai 1905 wurde die Kirche geweiht.

50. Die katholische Kirche St. Peter und Paul in Unna-Hemmerde war arn 16. Oktober 1833 geweiht worden. Ein nicht gerade glückliches Simultaneum in der lutherischen Kirche Hemmerde und manche Streitigkeiten waren vorangegangen, ehe der katholische Pfarrer Johannes Schunk arn 6. Juni 1823 den Grundstein legen konnte. Der Hammer Landbauinspektor Philipp Leonhard Pistor hatte die Pläne zu diesem klassizistischen Saalbau mit Westturrn und dreiseitig geschlossenem Chor entworfen. Das flache Turmdach, das auf diesem, um 1900 aufgenommenen Foto zu sehen ist, wurde 1916 durch einen höheren Turrnhelm ersetzt, Durch Kriegsereignisse brannte die Kirche im Apri11945 aus, Nach erfolgtem Wiederaufbau wurde sie zu Weihnachten 1948 wieder in Benutzung genommen.

51. Diese Innenansicht der katholischen Kirche zu Unna-Hemrnerde zeigt den Zustand um 1900. Der heute noch erhaltene barocke Hochaltar war 1862 aus der Pfarrkirche in Wed gekauft worden. Ebenfalls aus Wed stammte der nördliche (linke) Seitenaltar, der auf 1603 datiert war. Der dem heiligen J osef geweihte südliche Seitenaltar war ebenfalls ein Werk des frühen 17. Jahrhunderts, während die Kanzel um 1830, der Taufstein 1855, die im Gewölbe hängende Madonna und die vierzehn Bilder des Kreuzwegs 1872 entstanden waren. Bis auf geringe Reste wurden diese Ausstattungsstücke bei dem Brand vom April 1945 zerstört.

Soziale Einrichtungen

52. So kannten die Unnaer ihr Evangelisches Krankenhaus bis zum Jahre 1968. Der inzwischen fertiggestellte großzügige, moderne Neubau ließ dann das alte Gemäuer fallen. 1858 war das Evangelische Kranken- und Armenhaus an der Flügelstraße gegründet worden. 1889 konnte es einen Neubau an der Holbeinstraße beziehen 0/63), der 1901 eine erste Erweiterung erfuhr, Der Anbau des westlichen Bettenflügels mit dem Mitteltrakt in den Jahren 1911/12 gab dem Krankenhaus die auf der Ansichtskarte gezeigte Form.

Kath. Krankenhaus, Unna

53. Diese Ansichtskarte zeigt das Katholische Krankenhaus um 1910 vom Nordring her. 1887 hatte der Kultusminister der katholischen Gemeinde die Genehmigung zur Einrichtung eines Krankenhauses erteilt und bereits im März 1888 konnte Pfarrer Brisken ein solches im Wohnhaus Rahlenbeckstraße 5 eröffnen. Noch im gleichen Jahre begann er Ecke Nordring/Obere Husemannstraße mit dem Bau eines größeren Hauses, das mehrfach baulich erweitert wurde. Ein dritter Bauabschnitt erhielt am 22. Mai 1903 seine Weihe. Diesen Bauzustand dokumentiert diese Ansichtskarte. In dem kleinen Gebäude vor dem Krankenhaus war am 1. Oktober 1901 eine katholische Kleinkinderschule eröffnet worden.

54. Dieser 'Gruß aus Bad Königsborn' aus dem Jahre 1904 zeigt eine Ansicht des Kinderkurhauses der Barmer Ferienkolonie am Zimmerplatz (I/131). 1880 hatte sich in der Stadt Barmen im Wuppertal ein Verein gebildet, der Arbeiterkindern, die eine schwere Krankheit durchgemacht hatten, eine Genesungskur im Bad Königsborn ermöglichte. Der Erfolg dieser Kuren ließ den Verein bald ein eigenes Kurheim in Königsborn errichten, dessen erster Bauabschnitt, das helle Gebäude, am 14. Juni 1882 eröffnet wurde. Das Heim wurde ständig erweitert. Später diente es tuberkulosekranken Kindern, seit 1964 als Kinderklinik Königsborn spastisch gelähmten und mehrfach behinderten Kiridem.

UNNR

RItersheim

55. Als 'Israelitisches Altersheim für Westfalen' war dieses Haus an der Mühlenstraße 7 unter Leitung des Baurneisters Robert aus Bochum erbaut worden. Nach der Grundsteinlegung am 29. Mai 1904 konnte es am 9. Juli 1905 seiner Bestimmung übergeben werden. Rabbiner Dr. Coblenz aus Bielefeld hielt dabei die Weiherede. 38 alten Menschen bot das Heim, das von Oberschwester Henriette Karpes vom Berliner Verein für jüdische Krankenpflegerinnen geleitet wurde, eine Bleibe, 1942 wurde die Anstalt aufgelöst und die damals 68 Insassen deportiert, Nach Kriegsende wurde das Haus dem katholischen Krankenhans angegliedert und 1956 von der Jewish Trust Corporatien an die katholische Gemeinde verkauft, die darin das Bonifatius-Altenheim einrichtete.

56. Im 17. Jahrhundert sind diese beiden Fachwerkhäuser an der Ecke Kloster-/Schäferstraße erbaut worden. fin rechten Hause wurde 1884 auf evangelischer Basis eine 'Herberge zur Heimat' eingerichtet, in der wandernde Handwerksburschen eine heirnatliche Stätte finden konnten und auch gut und preiswert verpflegt wurden, Solche Herbergen entstanden damals vielerorts, um die Wanderer schlechten Einflüssen zu entziehen. Als dieses Haus nicht mehr ausreichte, wurde der Herbergsbetrieb auf das Nebenhaus Schäferstraße 50 ausgedehnt. 1900 bezog die Herberge neue Räume im Lutherhaus, Das Haus Klosterstraße 12 wurde 1976 wieder in seinen alten Zustand mit Fachwerk gesetzt und beherbergt heute Standesamt und Stadtarehiv.

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57. Das 'Lutherhaus' an der Oberen Husemannstraße trägt diesen Namen seit 1930. Nach Plänen des Dortmunder Architekten Markmann war es 1899 gemeinsam vom Verein 'Herberge zu Heimat' und einem evangelischen Gemeindehaus-Verein erbaut worden. Bereits am 1. Mai 1900 wurde die Herberge hierher verlegt, 1946 dann aber aufgelöst. Am 26. August 1900 erfolgte die Weihe des 'Evangelischen Gemeindehauses', Ursprünglich besaß es manche historisierende Zier, die den Pfarrer Lutz 1944 seinem Tagebuch anvertrauen ließ: Unser Gemeindehaus mit dem stolzen Namen Lutherhaus ist ein vollkommen verbauter Kasten. Eine Reihe kleiner Türmchen sollen wohl einen burgartigen Eindruck machen: Ein feste Burg ist unser Gott. Nach dem Kriege wurde dieser 'Nippes' dann beseitigt.

58. Zur Katharinenkirmes im November 1905 entstand dieses Foto des Gasthauses 'Zur Kaiserhalle' von August Rüberg an der Klosterstraße. Eröffnet hatte August Adrion am 1 LOktober 1891 in diesem 'Schmollschen Hause' den Gaststättenbetrieb. Im August 1896 hatte Rüberg das Restaurant erworben und das Haus mit dem großen Saal vor allem katholischen Vereinen geöffnet. Im Oktober 1905 verkaufte er dann die Besitzung an den katholischen Gesellenverein, der hier am L Januar 1906 das Katholische Gesellenhaus eröffnete, das seit 1926 die Bezeichnung 'Kolpinghaus' führt.

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