Unna in alten Ansichten Band 3

Unna in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Willy Timm
Gemeente
:   Unna
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5118-4
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Unna in alten Ansichten Band 3'

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EINLEITUNG

Nach den beiden bisher erschienenen historischen Bildbänden 'Unna in alten Ansichten', von denen allein der erste bis 1989 acht Auflagen erreicht hat, und dem ergänzenden Band 'Kennt Ihr sie noch ... die Unnaer', der Gruppenaufnahmen aus vielen Lebensbereichen und nahezu allen sozialen Schichten der Unnaer Bevölkerung, die schließlich Geschichte und Leben dieser Stadt wesentlich geprägt hat, enthält, folgt nun ein weiterer Band mit Wiedergaben alter Ansichtspostkarten, dokumentarischer Fotos und Gruppenaufnahmen aus dem Unna früherer Jahrzehnte, mitsamt den 1968 eingegliederten Ortsteilen .

Bei dem guten Zuspruch, den die bisherigen drei Unna-Bücher bei Bürgern und Freunden dieser Stadt, auch bei Sammlern solcher Stadtbildbände gefunden haben und noch finden, entschloß sich der Verlag Europaïsche Bibliothek in Zaltbommel (Niederlande), ein viertes historisch-nostalgisches Bilderbuch unter dem Titel 'Unna in alten Ansichten Band 3' folgen zu lassen. Gern nahm der Bearbeiter auch diese neue Aufgabe an, obwohl er sich der Schwierigkeit, Wiederholungen und Überschneidungen gegenüber den früheren

Bänden zu vermeiden, durchaus bewußt war. Immer ließ sich das allerdings nicht verhindern. Bei Aufnahmen, die wesentliche bauliche Veränderungen gegenüber den früher gezeigten aufweisen, schien ihm das sogar ratsam. Doch Markt, Hauptstraßen oder Kirchen, die schon ausführlich vorgestellt sind, hat er tunlichst in dieses neue Buch nicht mehr mit aufgenommen.

Wäre von vornherein das Bildwerk 'Unna in alten Ansichten' auf eine bestimmte Bandzahl festgelegt worden, so hätte der Bearbeiter dafür gleich eine durchgehende Konzeption vorgeben können. Nun aber hat der Verkaufserfolg, besser vielleicht ein wachsendes historisches Interesse bei Lesern und Betrachtern das Erscheinen weiterer Bände bestimmt, für die der Bearbeiter jeweils eine neue Gliederung und Konzeption festlegen mußte.

Für diesen dritten Band alter Ansichten hat er sich wieder für eine Aufteilung des Bildmaterials nach Sachgruppen entschieden, die er schon mit Erfolg beim zweiten Band angewandt hatte. Allerdings bestimmte auch dieses Mal der Zufall vielfach die Auswahl der Bilder. Manches Neue tauchte auf.

Mehrere bisher unbekannte Ansichtspostkarten stellte ein eifriger Sammler, Herr Axel Bischoff, freundlicherweise zur Verfügung; Frau Studiendirektorin i. R. Ilse Köhler überließ dem Bearbeiter eine Anzahl meisterhafter Fotos ihrer früheren Schülerin Karin Trimborn aus der Mitte der fünfziger Jahre zur Veröffentlichung. Ihnen, wie auch den nicht genannten Helfern am Zustandekommen dieses Buches, gilt ein herzlicher Dank des Verfassers. Zurückgreifen konnte er aber auch wieder auf die reichhaltige Bildersammlung des Stadtarchivs Unna. Das Anliegen des Bearbeiters beschränkte sich auch bei diesem Band nicht darauf, interessante Bilder zusammenzutragen, die vergangene Zustände und den ständigen Wandel des Stadtbildes dokumentieren, vielmehr hat er sich besonders bemüht, genaue Daten und Informationen zum Dargestellten und dessen Umfeld zu ermitteln und in kurzen Texten den Bildern beizugeben, wobei er häufig Archivquellen, alte Bestände der Unnaer Zeitungen und Adreßbücher zu Rate ziehen mußte, aber auch - besonders bei der Identifizierung von Personenaufnahmen - Zeitzeugen befragt hat. Dadurch gelang es

in den meisten Fällen, die Bilddokumente einem historischen Zusammenhang zuzuordnen, sowie die bauliche und kultursoziologische Entwicklung der Stadt, aber auch familiäre Beziehungen seit dem Ende des 19. Jahrhunderts herauszustellen. Wenn für manchen Betrachter die Fotografien mit ihren erläuternden Texten liebe nostalgische Erinnerungen wecken mögen, so sieht der Bearbeiter in dieser wie auch in seinen früheren Zusammenstellungen mehr noch ein wichtiges und vielfach verkanntes Quellenmaterial für die moderne Stadtgeschichtsforschung, Denkmalpflege, Volkskunde und Familiengeschichte.

Um dem ernsthaften Betrachter und Leser Vergleiche mit Bildern in den vorangegangenen drei Bänden zu erleichtern, die ihm den Wandel des städtischen Erscheinungsbildes sichtbar und begreifbar machen, hat der Bearbeiter wieder entsprechende Hinweise eingefügt, wobei die in den Bildtexten auftauchenden Zahlen wie (IJI7), (II! 23) oder (Kl72) auf die entsprechenden Abbildungen in den Bänden 1 und 2 von 'Unna in alten Ansichten' und bei den K-Nummern in 'Kennt Ihr sie noch ... die Unnaer' verweisen.

Unsere Stadt

1. Dieses 'Panorama von Unna' hat der Hannoversche Lithograph Friedrich Gottlieb Müller um 1890 vorn Sudhausdach der Lindenbrauerei aus gezeichnet. Rechts führt der Bliek in die Massener Straße Richtung Markt. Hinter dem Brauereihof mit den abgestellten Pferdewagen zieht sich der damals schmale Nordring entlang. Die beiden Häuser in der Bildrnitte, von denen das größere, Nordring 48, noch steht, gehörten zu jener Zeit zum Gebäudekomplex der längst in Vergessenheit geratenen Bürstenfabrik Herdieckerhoff. Dahinter erhebt sich die 1849 erbaute und 1969 abgebrochene Heiliggeistschule. Zwischen den beiden Kirchtürmen der evangelischen Stadtkirche und der 1934 abgebrochenen katholischen Katharinenkirche ragt noch der Schornstein der 1870 aufgegebenen Zeche Hellweg am Bahnhof empor. (V gl. Il/I.)

2. Das Panorama der Vorseite bildete mitsamt den Ansichten vom Markt und Badehaus zu Königsborn das Motiv der meisten Mehrbildkarten vom Unna der Zeit um 1900, wie auch diese, vom Unnaer Postkartenverlag Paul Schade herausgegebene Grußkarte zeigt. Oben links ist der alte Markt mit dem 1884 enthüllten und 1939 abgebrochenen Gefallenen-Ehrenmal abgebildet, rechts daneben befindet sich die Panorama-Ansicht vom Brauereidach aus, während unter dem Stadtwappen das Badehaus des einstigen Bades Königsborn dargestellt ist. Ähnlich gestaltete Ansichtskarten waren schon im ersten Band von 'Unna in alten Ansichten' abgedruckt (I/l, 2,104.)

3. Mit Mauer und Graben war das mittelalterliche Unna umwehrt. In winterlicher Stimmung eingefangen hat dieses um 1955 aufgenommene Foto einen Rest der verfallenden Stadtmauer, Symbol einstiger Wehrhaftigkeit der Stadt, am Südring. Schemenhaft ist links im Bild der Stumpf des Eulenturms zu erkennen (1l/4). Im Schutz der Mauer ducken sich dahinter noch die kleinen, im 18. Jahrhundert erbauten Fachwerkhäuschen des Südwalls, bis sie um 1970 der Flächensanierung dieses Stadtviertels zum Opfer fielen, um einer modemen Wohnhausbebauung Platz zu schaffen.

4. Im Juni 1988 wurde Unnas neues Rathaus seiner Bestimmung übergeben. Es ist das fünfte in der mehr als 700jährigen Geschichte der Stadt. Während über den ersten Rathausbau nur wenige urkundliche Zeugnisse vorliegen, besitzen wir von dem zweiten Rathaus wenigstens dieses Foto aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Wie eine Inschrift auswies, war es 'Anno 1489' an der Südseite des Marktes im gotischen Stil erbaut worden und trug ursprünglich zur Marktseite gewiß einen Treppengiebel, der später durch ein Walmdach ersetzt wurde. Ratssaal und Rentkammer befanden sich in diesem Haus; allwöchentlich hielt der Rat hier 'auf dem Rhathause' seine Gerichts- und Ratstage, bis die Stadt 1833 ein neues Rathaus an der Nordseite des Marktes bezog und das alte Gebäude der Justizverwaltung übertrug, 1882 wurde dieses mittelalterliche Rathaus abgebrochen.

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Rathaus und Kathol. !()rc~e

5. Auch dieses - in der historischen Reihenfolge vierte - Rathaus der Stadt Unna steht nicht mehr. Es mußte 1968 dem Neubau der Sparkasse weichen. Entstanden war es 1914 durch Umbau und Erweiterung der ehemals Kippschen Villa (I/32), die zuletzt dem Arzt Dr. med. Otto Overbeek gehört hatte. Links daneben steht die 1848 erbaute katholische St.-Katharinen-Kirche, die nach Errichtung einer neuen Kirche im Dezember 1934 abgerissen wurde (III/85).

Straßen und Gassen

6. Dieses Foto aus dem Jahre 1925 zeigt die Einmündung der Burgstraße in die Morgenstraße. Ganz links im Bild ist das Brüggemannsche Haus, MorgenstraBe 14, zu erkennen, in dem Heinrich Bischoff eine Schuhmacherei betrieb. Vorn, hinter der mächtigen Kastanie, steht das stattliche Fachwerkhaus Morgenstraße 16, worin sich mehrere Jahrzehnte das Lebensmittelgeschäft von Ernst Brandt und seinem Nachfolger Fritz Köhler befand. Nach Aufgabe des Lebensrnittelhandels übernahm 1970 die Gastwirtschaft 'Oller Kotten' die Räumlichkeiten. Hinten, ebenfalls im Schatten einer großen (1966 gefällten) Kastanie, steht das zur Mitte des 18. Jahrhunderts erbaute Ackerbürgerhaus des Rohproduktenhändlers ('Lumpensammlers') David Löwenstein, der es 1927 der Stadt Unna auf Abbruch verkaufte, die hier das Landratsamt für die von Hamm nach Unna verlegte Kreisverwaltung erbaute.

7. Das gleiche Motiv der Einmündung der Burgstraße in die Morgenstraße ist auf dieser Kunstpostkarte als kolorierte Federzeichnung dargestellt, die Mitte der zwanziger Jahre von der Kunstanstalt Kettling und Krüger in Schalksmühle herausgegeben wurde. Im Vordergrund steht das teilweise hinter der großen Kastanie versteekte Wohn- und Geschäftshaus Morgenstraße 16, dahinter die 1927 für den Bau des Landratsamtes (I/95) abgebrochene Löwensteinsche Besitzung Burgstraße 30.

8. Pferdewagen und Handkarren beherrschten zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch das Bild der Massener Straße. Erst 1906 kam die elektrische Straßenbahn nach Dortmund hinzu. Auf dieser 1905 abgestempelten Karte macht die Straße nicht gerade einen gepflegten Eindruck. Die große Leuchte am linken Haus erhellte in den Abendstunden den Eingang zur Gastwirtschaft von Josef Henke, Massener Straße 2. Daneben befand sich das Bekleidungsgeschäft Thöne & Ruland, das 1904 den Neubau Bahnhofstraße 3 bezog. Rechts auf dem Bild ist ein Teil des Gebäudes Markt 10 mit der Tabakwarenhandlung Bindel zu erkennen. Im folgenden Haus Massener Straße 1 waren das Modegeschäft von Adolf Kaufhold und der Friseursalon Rudolf Kümmel untergebracht. Im nächsten Haus Massener Straße 3 lebte die Musiklehrerin Johanna Levy mit ihrer Mutter Josefine Levy geborene Kerb. (Vg!. I/52, III27.)

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