Unna in alten Ansichten Band 3

Unna in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Willy Timm
Gemeente
:   Unna
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5118-4
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Unna in alten Ansichten Band 3'

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UNNA i. W.

~m Sahnho~

19. Ebenfalls stark verändert hat sich der westliche Zugang zum Bahnhof Unna, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch von hohen Bäumen umsäumt war (II/90). Der Autoverkehr fehlte noch, als einziges Fahrzeug ist auf dieser 1911 abgestempelten Postkarte eine Schubkarre zu sehen. Links vor dem 1904 erweiterten Stationsgebäude ist noch das niedere erste Unnaer Bahnhofsgebäude von 1855 zu sehen, das 1960 abgebrochen wurde. In dem rechts hinter den Büschen liegenden Wohnhaus mit seinen historisierenden Bauformen betrieb zu Jahrhundertbeginn Walter Staby einen Fahrradhandel. Für den Bau des neuen Rathauses mußte dieses Gebäude um 1985 fallen.

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20. Enge Gassen prägten das Gesicht der Unnaer Altstadt. Die Enge der kleinen Fachwerkhäuser in dieser Nebengasse der Eulenstraße (W12) ließ die Anwohner bei schönem Wetter ihre 'große Wäsche' auf die Straße verlegen, wie auf diesem um 1955 entstandenen Foto zu sehen ist. Während die mit Wassermotor betriebene Waschmaschine Bettücher und Bezüge reinigt, genehmigen sich die Frauen, die in nachbarschaftlicher Hilfe alle mit anfassen, ein Schlückchen aus der Flasche. Mit der Flächensanierung nach 1970ist dieses Stück Unnaer Altstadtromantik gefallen.

21. 'Alt-Unna' nannte der Bergkamener Kunstmaler Hans Güldenhaupt (1914-1952), Gründungsmitglied des Unnaer Künstlerkreises von 1947, diese Tuschezeichnung, die er 1950 angefertigt hat. Sie zeigt einen Bliek von der Burg in die von Fachwerkhäusern umrahmte Mauerstraße. Links ragt die Besitzung der Familie von Karl Gödde in das Bild hinein, der auch das gegenüberliegende Fachwerkhäuschen gehörte, dessen Erdgeschoß sie als Waschküche und Schweinestall nutzte, während im zweiräumigen Obergeschoß die Familie des Korbflechters Konrad Scheelen wohnte. In der Bildmitte erhebt sich der Giebel des Werkstattgebäudes der Druckerei Bresser. Ab 1965 wurden diese Häuser für den Neubau der Sparkasse beseitigt. (Vgl. I/98.)

22. Von der Bahnhofstraße führt dieser Bliek in die noch beiderseitig bebaute Mauerstraße. In dem an der linken Seite gelegenen Fachwerkhaus mit dem weit vorkragenden Obergeschoß befand sich der Druckereibetrieb Bresser, der Mitte der fünfziger Jahre zur Klosterstraße verlegt wurde. Die Manerstraße endete damals vor dem Kutscherhaus der 'Burg'. Nachdem die Stadt Unna diese Besitzung erworben hatte, wohnte darin ein städtischer Bediensteter; die Garagen dienten als Unterkunft für städtische Dienstfahrzeuge. Für den Neubau der Sparkasse wurden diese Häuser zwischen 1965 und 1968 abgebrochen.

23. Auch die enge Wallgasse, die sich von der Massener Straße zwischen dem Schuhgeschäft Pothmann und der Gastwirtschaft Haus Höhmann an der alten Stadtmauer entlangschlängelte und zur Gürtelstraße auslief, ist mit ihrer beiderseitigen Gademenbebauung aus dem 18. Jahrhundert, wie sie auf diesem Foto aus dem Jahre 1955 zu sehen ist, gefallen. Die letzten der kleinen, schon längst geräumten Fachwerkhäuschen wurden 1985 abgebrochen. (Vgl. I/56, II/13.)

24. Zwar hat der Klosterwall 1988 eine nostalgisch anmutende neue Pflasterung erhalten, doch die historische Bebauung des frühen 19. Jahrhunderts fällt nach und nach dem Abbruchhammer zum Opfer. Das vordere Gebäude auf diesem 1955 aufgenommenen Foto, Klosterwall 7, in welchem damals die Familien Veihoff und Graichen wohnten, wurde bereits 1986 beseitigt. In dem dahinter gelegenen kleinen Fachwerkhaus lebte in den fünfziger Jahren die Familie Theodor Büscher.

25. Mit der Flächensanierung im Bereich der Eulenstraße fiel um 1970 auch dieses Stück Unnaer Altstadtromantik, die alte Grabengasse (1II7), die den alten Kletterpoth mit dem Südwall verband. Die Gasse war so eng, daß sich die Bewohner aus ihren Häusern von der einen zur anderen Straßenseite die Hand reichen konnten. Die schlichten, aneinandergereihten Fachwerkhäuschen, sogenannte Gademen, waren zur Mitte des 18. Jahrhunderts erbaut worden. Nach Abriß dieser Häuser wurde der Name der Grabengasse auf eine neue Straße in diesem Sanierungsgebiet übertragen.

26. Zum Bild der Unnaer Straßen gehören auch Müllabfuhr und Straßenreinigung. Der alte von Pferden gezogene städtische Müllwagen war bereits 1946 abgeschafft worden. Ein danach zur Müllabfuhr angemieteter offener LKW bot aber keine glückliche Lösung. Deshalb schaffte sich die Stadt Unna 1948 einen ersten motorisierten 'Rolltrommel-Müllwagen' an. In Ausweitung der Müllabfuhr karn sechs Jahre später ein zweiter Wagen hinzu. Das Foto zeigt diesen neuen, 6 Kubikmeter fassenden 'Mercedes-Benz-Kuka'-Müllwagen, der versuchsweise schon eine staubfreie Schüttung besitzt, bei seinem ersten Einsatz am l. September 1954 in der Massener Straße vor der Gärtnerei Recker-Koch. Seine Bedienung bestand aus dem Fahrer und zwei Stadtarbeitern .

27. Um 1955, als die Stadt Unna noch keine motorisierte Straßenkehrmaschine besaß, waren die städtischen Straßenreiniger mit Handbesen und Karre in aller Frühe, lange bevor die Geschäfte öffneten, schon bei der Arbeit, Unnas Straßen zu säubern. Aufgenommen wurde das Foto in der Massener Straße; links steht das Café von Emil Jokisch, Massener Straße 29, rechts daneben das Lebensmittelgeschäft von Wilhelm Schmidt. Der Treppenaufgang ganz rechts gehörte zum Angestellten-Wohnhaus der Lindenbrauerei, Massener Straße 36, das vorspringende Gebäude dahinter zum Gaststätten- und Kinobetrieb Höhmann.

28. Gleichzeitig mit den Häusern der Grabengasse auf Bild 25 wurde auch die Altbebauung des Südwalls abgerissen. Um 1955 bot dieser zur Mitte des 18. Jahrhunderts errichtete Baubestand noch ein Stück lebendiger Altstadtromantik. In den Häusern wohnten von rechts an die Familien Erich Großeweisehede, Wilhelm Kracht und Gustav Rosenbaum. Ein Foto in entgegengesetzter Richtung befindet sich im zweiten Band von 'Unna in alten Ansichten' unter Nummer 10. Mit der Neubebauung im Rahmen der Sanierung erhielt dieses Straßenstück den an anderer Stelle dieses Altstadtbereichs untergegangenen Namen 'Grabengasse' .

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