Unna in alten Ansichten Band 3

Unna in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Willy Timm
Gemeente
:   Unna
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5118-4
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Unna in alten Ansichten Band 3'

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AlteHäuser

29. Auf dem Betriebshof der Spedition der Gebrüder Pähler am Südring, in der Nähe der Wasserstraße, ging es um 1930 noch recht geruhsam zu. Noch dienten Pferde als Zugkraft der Transport- und Möbelwagen. Neben dem weinumrankten Wohnhaus rechts im Vordergrund bildete der große Pferdestall den Abschluß des Hofes. Für die Anlage des Verkehrsrings um die Innenstadt wurden die Gebäude nach 1965 abgebrochen. Oben links ist das am Südwall gelegene Wohnhaus von Eduard Pähler zu sehen.

30. Dieses recht brüchige, doch in seiner Konstruktion interessante Fachwerkhaus Eulenstraße 14, das den Erben Reese gehörte, wurde 1956 abgebrochen, um Platz für einen Neubau an der Wasserstraße zu schaffen. Zuletzt bewohnten die Familien Herbert Lehmkühler , Kar! Lüke, Wilhelm Pegelow und Kar! Weber das in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts errichtete Gebäude.

31. Im Hause Wasserstraße 5 hatte der Händler David Löhnberg am 17. März 1911 sein neues Geschäft 'Löhnbergs Schuhhaus' eröffnet und dabei diese Fotografie aufnehmen lassen. Der 1876 in Bausenhagen geborene Löhnberg war nach 1880 mit seinen Eltern nach Unna gezogen, wo der Vater Max Löhnberg im Haus Wasserstraße 13 ein Textilgeschäft betrieb, das nach seinem Tod der Kaufmann Bernhard Isaac übernahm. Sohn David Löhnberg kehrte nach längerer auswärtiger Tätigkeit, zuletzt in Schüttorf, 1911 nach Unna zurück, wo er sich dann selbständig machte. 1922 verlegte er den Schuhladen in das Bindeische Haus, Markt 10. Das alte Haus an der Wasserstraße wurde mitsamt den Nachbarhäusern in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs im April 1945 durch amerikanische Bomben zerstört.

32. Im zweiten Band alter Unnaer Ansichten war dieses Wohn- und Geschäftshaus Wasserstraße 7, das ebenfalls im April 1945 zerstört wurde, unter Nr. 35 schon einmal abgebildet. Dieses Foto wurde einige Jahre später, um 1927, aufgenommen. In den Räumen der früheren Sarghandlung von Carl Rammelkamp betrieb nun der Sohn Paul RammeIkamp ein Lebensmittelgeschäft. Rechts daneben führte Emma Pinnow ein Textilgeschäft. Für das Foto bereitgestellt haben sich vor dem Haus von links Schreinergeselle Ernst Döhl, Kaufmann Paul Rammelkamp, dahinter der Maurer Fritz Pinnow, dann Fräulein Schäfer, Geschäftsinhaberin Emma Pinnow, neben ihr liegt im Kinderwagen Hans Pinnow. Die beiden Mädchen rechts davon sind unbekannt. Durch das Fenster im ersten Stock schauen die Eheleute Heinrich Reckert, ganz oben die Schwägerinnen Rammelkamp.

33. Im November 1884 hatte der aus einer Königsborner Schuhmacherfamilie stammende August Berthold zunächst an der Wasserstraße 6 eine 'Handlung in sämtlichen Schuh- und Stiefelwaren' eröffnet. Sechs Jahre später verlegte er das Schuhwarengeschäft in das von ihm erworbene ehemals von Rötelsche Haus Wasserstraße 9 auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Sein gleichnamiger Sohn und Nachfolger ließ das zur Mitte des 18. Jahrhunderts erbaute stattliche Fachwerkhaus um 1935 renovieren und mit einer modernen Schaufensterfront ausstatten, wie es hier auf dem Bild zu sehen ist. In den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs zerstörten amerikanische Fliegerbomben am 7. April 1945 das Gebäude, an dessen Stelle in den Jahren 1953/54 ein Neubau errichtet wurde.

34. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gehörte dieses Gebäude Markt 10 dem Blaufärber Heiermann, von dem es 1860 der Blaufärber Franz Bindel erbte, der mit Heiermanns Nichte Wilhelmine Kehrs verheiratet war. Er führte das Blaufärberhandwerk fort und erweiterte das Geschäft 1871 um eine Kunst-Schönfärberei. 1891 ging das Geschäft auf den Sohn Gustav Bindel über, der einen Tabakwarenhandel hinzunahm. Er starb 1906; seine Witwe Emma geborene Breitenbach führte nur das Tabakwarengeschäft fort. Auf diesem Foto von 1912 steht sie vor der Ladentür zwischen ihrer Schwiegertochter Auguste geborene Willringhaus und Tochter Hedwig Flesch. Rechts im Haus betrieb damals Johannes Heinrich eine Lebensmittel- und Farbenhandlung, die 1920 an Paula Neuber überging.

35. So sah die Westseite der oberen Bahnhofstraße um 1890 aus. Ganz links ist eben noch das alte Rathaus am Markt erkennbar. Das giebelständige Haus rechts daneben mit Ladenlokal, Bahnhofstraße 2, mußte 1894 für den Erweiterungsbau des Rathauses abgebrochen werden, in dessen Untergeschoß sich seit 1967 die Parfümerie Meyer befindet. Recht vielfältig war das Warenangebot im 'Unnaer Bazar' von Paul Schade, der gleichzeitig auch als 'Größtes Spielwarenmagazin in Unna' annoncierte und Ansichtskarten verlegte. Rechts im Bild ist das noch nicht aufgestockte Haus der Eisenwarenhandlung und Schlosserei von Heinrich Wigger, später Gebrüder Wigger, zu sehen.

36. Dieses, zur Mitte des 18. Jahrhunderts erbaute Fachwerkhaus Burgstraße 28 mußte 1965 für eine geräumigere Verkehrsführung abgebrochen werden. 1908 bewohnten es die Familien Gärtner Heinrich Schulte und Arbeiter Heinrich Schwill. 1921, als dieses Foto aufgenommen wurde, gehörte es der Witwe Henriette Scholle, die es mit der Familie Ewald Schuck bewohnte. Links hinter dem Haus ist die Hofmauer der Löwensteinschen Besitzung Burgstraße 30 (III/6, 7) zu sehen, an deren Stelle 1929 das Landratsamt erbaut wurde. Weiter links im Hintergrund steht das Haus Burgstraße 26 des Schneidermeisters Wilhelm Nusch.

37. Im Jahre 1925 entstand dieses Foto vom Gebäude der Reichsbanknebenstelle Unna an der Mozartstraße 1. Auf Wunsch der Unnaer Kaufmannschaft war diese Nebenstelle 1898 im Haus Bahnhofstraße 40 eingerichtet worden. Die rasche Zunahme der Bankgeschäfte machte nach anderthalb Jahrzehnten eine Erweiterung der Geschäftsräume erforderlich. Das ReichbankDirektorium in Berlin entschloß sich für den Neubau eines Bankgebäudes, das nach Plänen des Regierungsbaumeisters B. Kühn in Bielefeld erbaut wurde. Am 8. September 1913 hatte die Polizeiverwaltung Unna dazu die Bauerlaubnis erteilt; am 28. Dezember 1914 wurde der Neubau bezogen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Reichsbank in Landeszentralbank umgewandelt. ImApril1988 bezog sie ihr neuerrichtetes Bankgebäude am Käthe-Kollwitz-Ring.

38. Ein Schmuckstück am Eingang zum Nordring bildete dieses 1894 im Stil des Historismus errichtete Wohnhaus mit Anwaltspraxis. Erbaut hatte es der Rechtsanwalt und Notar Alfred Reygers, der auch dem Unnaer Magistrat angehörte und den stellvertretenden Vorsitz im Aufsichtsrat der Lindenbrauerei Unna innehatte. Nach seinem Tod übernahm 1897 der aus Olpe zugezogene Rechtsanwalt und Notar Dr. jur. Gottfried Jerrentrup die Anwaltspraxis und erwarb wenig später auch das Gebäude. Als dieser 1930 starb, gingen Haus und Praxis an den Rechtsanwalt und Notar Adolf Herdieckerhoff über. Bomben des Zweiten Weltkriegs zerstörten am 10. April 1945 das Anwesen, das in schlichter Form bald wieder aufgebaut wurde.

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