Unna in alten Ansichten Band 3

Unna in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Willy Timm
Gemeente
:   Unna
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5118-4
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Unna in alten Ansichten Band 3'

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39. Unmittelbar neben dem hiervor abgebildeten Haus stand am Nordring 4 dieses Gebäude, das dem Sparkassenrendanten Wilhelm Homberg gehörte, und in dessen Anbau seit Beginn des 20. Jahrhunderts bis 1927 die 1865 gegründete 'Sparkasse des Amtes Unna-Kamen' untergebracht war. Als diese 1927 den gegenüber, Nordring 3, errichteten Sparkassen-Neubau bezog, übernahm die Spar- und Darlehnskasse, die heutige Volksbank, die freigewordenen Räumlichkeiten. Das Gebäude gelangte nach 1930 im Erbgang an die Familie Dr. med. Ernst Schulze-Velmede. Wie das Nachbarhaus fiel auch diese Besitzung am 10. April 1945 amerikanischen Fliegerbomben zum Opfer. Nach zunächst provisorischem Wiederaufbau errichtete die Spar- und Darlehnskasse hier 1959 ein großes Bankgebäude.

40. Eine recht bewegte Vergangenheit besaß dieses kleine Fabrikgebäude, Nordring 18, in der Mitte des Bildes, zu dem noch das kleinere Haus links daneben gehörte. 1889 hatte es der Blechschmied Wilhelm Schiff als Schmelz- und EmailIierwerk erbaut. Dieses Werk erlebte aber nicht mehr das 20. Jahrhundert. Danach nutzte die junge Neuapostolische Gemeinde das Haus als Gottesdienststätte. In den zwanziger Jahren befand sich der Holzverarbeitungsbetrieb Filipponi & Fliegschmied darin, von dem das Gebäude anden Konsumverein 'Eintracht' zu Dortmund überging. Eingemietet hatte sich das Terrazzogeschäft Anton Bonin. Von 1935 bis 1945 diente das Fabrikgebäude den Unnaer Luftsportverbänden als 'Fliegerhorst', wo sie ihre Flugmodelle bauten. Danach, bis zum Abbruch 1972, nutzte die Buchdruckerei W. & K. Sauerland das Gebäude.

Auf Straße und Schiene

41. Bis in die dreißiger Jahre belieferte der Bäcker Wi!helm Redix aus Billmerich mit dem Pferdewagen seine Kundschaft in Unna jeden Morgen mit frischen Brötchen, Brot und Kuchen. Die Auslieferung übernahmen seine beiden Töchter Änne Redix, spätere Frau Hacheney, und Paula Redix, spätere Frau Flottmann, die hier auf dem Kutschbock des Wagens sitzen. Die Aufnahme entstand vor dem Wohnhaus von Ernst Ketz!er, Massener Straße 56.

42. An dem Festzug zum 30jährigen Stiftungsfest des Kutscher- und Fuhrmanns-Vereins Unna im Juni 1926 beteiligte sich die LindenAdler- Brauerei mit zwei Lastkraftwagen und vier Pferdegespannen (IIII75). Von zwei frisch gestriegelten und geschmückten Pferden gezogen sieht man hier einen der Flaschenbierwagen, der gerade das Brauereigelände verlassen hat. Gelenkt wird das Gefährt von dem Bierkutscher Heinrich 'Pulle ' Brinkmann, neben ihm sitzt der Brauer Georg Strasser. Hinter dem Wagen ist das Pförtnerhaus der Brauerei an der Ecke Massener StraBe/Nordring zu erkennen.

43. Vierspännig fuhr auch dieser mit Bierfässern hochbeladene Transportwagen der Linden-Adler-Brauerei 1926 im Festzug des Kutscher- und Fuhrmanns-Vereins mit. Das Erinnerungsfoto wurde an der Einmündung des Nordrings in die Massener Straße vor dem Pförtnerhaus der Brauerei aufgenommen. Von den Fuhrleuten wurde nur noch der auf dem hinteren Pferd sitzende Heinrich Sommer erkannt.

44. Dieses war der erste Lastkraftwagen der früheren Lindenbrauerei Unna GmbH. Vollgummibereift und mit Kettenantrieb hat er hier im Sommer 1921 bei geöffneter Motorhaube seine schwere Faßbierladung ins Sauerland nach Lendringsen bei Menden gebracht, wo er vor der Gastwirtschaft Ferdinand Dederich zum Abladen anhält. Am Steuer des Wagens sitzt der Kraftfahrer Richard Papenberg. Der ebenfalls vollgummibereifte Anhänger, ein umgebauter Pferdewagen, verfügt zur Sicherheit über einen besonderen Sitz für den Bremser.

45. Moderner, aber immer noch vollgummibereift ist dieser jüngere Biertransporter der 1922 durch Fusion begründeten LindenAdler-Brauerei Unna. Im Juni 1926 hatte der Einzelhandelsverband Iserlohn zur Belebung der heimisehen Wirtschaft auf der Alexanderhöhe eine 'Iserlohner Messe' veranstaltet, die sich zu einem Volksfest gestaltete, wozu auch ein großer Festzug gehörte. Dabei durfte natürlich die Unnaer Linden-Adler-Brauerei als wichtiger Bierlieferant für das Sauerland nicht fehlen. Gesteuert wurde der schwere Wagen von den beiden bewährten Fahrern Wilhelm Ehrenberg und Richard Papenberg.

46. Traditionsgemäß belieferte die Linden-AdlerBrauerei ihre Unnaer Kundschaft noch um 1955 mit Pferdewagen wie hier Gustav Bönnemann in der Schulstraße, der in seinem links noch eben erkennbaren Haus einen Kleinhandel mit Flaschenbier betrieb. Um Parkmöglichkeiten für den zunehmenden Autoverkehr zu schaffen, sind die drei nach rechts stehenden Häuser um 1970 abgebrochen worden. In dem linken dieser Gebäude wohnten damals der Friedhofsgärtner Emil Sieberg und der Brauer Georg Düll, in dem nächsten giebelständigen Haus die Familien Becker, Heumann, Lapsin, Schönewolf und in dem Gebäude ganz rechts die Farnilien Esterhaus, Kappier und Mülle.

UNNPt.

Neue Unterführung - RoonstraBe.

47. Zur Beseitigung des gefahrvollen, schienengleichen Bahnübergangs von der unteren Bahnhofstraße zur Friedrich-EbertStraße (I/lOl, 102) war 1911 von der Post her die abgesenkte Roon-, heutige Kantstraße mit der Bahnunterführung angelegt worden, die damals allgemein als 'Bahnhofstor' bezeichnet wurde. Italienische Gastarbeiter haben den Straßenbau im wesentlichen ausgeführt. Die neue Straße ermöglichte auch die Einführung der elektrischen Straßenbahnlinie Unna-Kamen-Werne in die Stadtmitte mit Endstation zunächst vor dem Rathaus (heute Sparkasse), später, bis 1923, vor dem Amtsgericht an der Hertinger Straße 45. Auf dem Foto befindet sich gerade ein Wagen der Kamener Straßenbahn unter der Brücke.

48. Am 26. November 1906 fuhr die erste elektrische Straßenbahn von Dortmund nach Unna. Am 12. August 1956 feierte die Stadt Unna das 50jährige Jubiläum dieser ersten Fahrt. Die Stadtwerke Dortmund hatten dazu einen bunten Wagenkorso vom 'Oldtimer' bis zum modernen Gelenkzug zusammengestellt, der von einem gewichtigen 'Stadtpolizisten' der Jahrhundertwende und dem Straßenbahner-Musikzug bis zur Endstation Rathaus geleitet wurde, wo dieses Foto aufgenommen wurde. Im Ratssaal empfing Bürgermeister Emil Rasche die Vertreter der Straßenbahn, unter ihnen den Schaffner des ersten Wagens von 1906, und natürlich auch die historisch kostümierten Fahrgäste der nostalgisch hergerichteten 'Elektrischen'. Die letzte elektrische Straßenbahn verließ Unna in Richtung Depot Dortmund-Wiekede am 1. April 1965.

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