Unna in alten Ansichten Band 3

Unna in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Willy Timm
Gemeente
:   Unna
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5118-4
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Unna in alten Ansichten Band 3'

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49. 'Lumpensammler' nannte der Volksmund die letzte Straßenbahn, die allabendlich zu später Stunde auf ihrer Fahrt von Dortmund nach Unna und wieder zurück zum Depot Dortmund-Wiekede die 'Spätheimkehrer' aufnahm und heimbrachte. Zu winterlicher Zeit um 1960 entläßt hier der Spätwagen seine Fahrgäste an der Haltestelle 'Unna-Markt' vor dem Kaufhaus Schnückel an der Massener Straße.

50. An einem Markttag im August 1950 entstand dieses Foto, auf dem ein Straßenbahnzug der Linie 9 in Richtung Dortmund Hauptbahnhof von der Bahnhofstraße in die Massener Straße einbiegt. Die Fahrt von Unna über den Hellweg nach Dortmund dauerte eine gute Stunde.

51. Um 1960 tauschte die Dortmunder Straßenbahn auf der Linie 9 nach Unna ihre bisherigen Motorwagen mit Anhängern gegen diese modernen Gelenkzüge aus. Dieses Bild zeigt einen der neuen Straßenbahnzüge auf einer Probefahrt - noch ohne Liniennummer und Fahrtzielschild - auf der Massener Straße vor dem Gebäude der Gaststätten- und Kinobetriebe Wilhelm Höhmann. Wegen Umwandlung der Bahnhofstraße und des Marktes in eine Fußgängerzone aber auch wegen Einführung des schnelleren Bundesbahn-Taktverkehrs zwischen Unna und Dortmund wurde der elektrische Straßenbahnverkehr in Unna am 1. April 1965 eingestellt.

52. Für nur wenige Minuten hielt am 5. Juli 1940 der Sonderzug mit dem historischen 'Wagen von Compiègne' auf seiner Fahrt nach Berlin im Bahnhof Unna. Rechtzeitig angekündigt, hatte sich eine große Menschenmenge auf dem Bahnhof angesammelt, um sich das Ereignis nicht entgehen zu lassen, wobei auch dieses Amateurfoto entstand. Zweimal war in diesem Wagen ein Waffenstillstand geschlossen worden. Am 11. November 1918 hatte darin, in einem Wald nahe der nordfranzösischen Stadt Compiègne, die deutsche Kommission unter Matthias Erzberger vor dem französischen Marschall Foch den Waffenstillstandsvertrag unterzeichnet, der den Ersten Weltkrieg beendete. Im selben Wagen und am selben Ort wurde während des Zweiten Weltkriegs am 22. Juni 1940 der deutsch-französische Waffenstillstand geschlossen.

Gastronomie

53. Das 'Kaffeehaus auf dem alten Brunnen" (II/81, 91) im nördlich des Kurparks gelegenen Kaffeewäldchen war das letzte Relikt der ersten Königsborner Solbadeanstalt 'Luisenbad' , die von 1818 bis 1860 bestanden hatte. Noch bis in die Jahre des Zweiten Weltkriegs war das Restaurant ein gern besuchtes Ausflugslokal. 1898, als diese Ansichtspostkarte in Unna-Königsborn abgestempelt wurde, betrieb der Königsborner Bahnhofswirt Hermann auf 'm Kampe das Kaffeehaus. Nach ihm pachtete es zu Anfang des 20. Jahrhunderts der Gastwirt Hermann Rössing von der Königsborn AG. Ihm folgten in der Bewirtschaftung von 1920 bis 1930 der Bahnbeamte a.D. Gottfried Böttcher und die Wirtin Maria Niggemann. Die übrigen Bildehen auf der Karte zeigen bekannte Motive des Bades Königsborn.

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54. Im August 1899 wurde dieser 'Gruß aus Alteheide bei Unna-Königsborn' wahrscheinlich von einer Zechtour an einen Freund in Heeren gesandt. Die Karte zeigt oben links die Restauration von Heinrich Koepe, Hammer Straße 177, die sich als beliebter Ausflugsort mit ausgedehnten schattigen Gartenanlagen, schönem Saal und separatem Gesellschaftszimmer empfahl. Im Erbgang gelangte die mit Landwirtschaft verbundene Besitzung an die Familie Willingmann; die Gastronomie wurde 1988 aufgegeben. Die Ansicht rechts auf der Karte zeigt das Adelsgut Haus Heyde der Familie von Bodelschwingh (lII/138, 139), die dieses 1927 der Stadt Kamen verkaufte, die es 1966 abreißen ließ. Unten ist die 1894 erbaute einklassige Schule in der Alten Heide, Hammer Straße 175, abgebildet, die 1965, nach dem Tod ihres letzten Lehrers Erich Kerk aufgehoben wurde.

55. Dieser 'Gruß vom Jägerhof Unna' wurde im Jahre 1900 mit der Post befördert. 1880 hatte der Gastwirt Friedrich Knieben seine neu erbaute Restauration an der Hertinger Straße 48 gegenüber dem Amtsgericht (heute Volkshochschule) unter dem Namen 'Zum Prinz Eugenius' eröffnet und 1887 um 'Kniebens Wintergarten' erweitert. Um 1895 wurde das Restaurant in 'Jägerhof" umbenannt, bei dem natürlich ein Rehzwinger (unteres Bild) nicht fehlen durfte.

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Gruss aus Niedermassen taurent O. Cromberg

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56. Das waren noch Zeiten, als im Mai 1908 Anna Büscher von einem Ausflug ins nahe Massen ihrer in Unna gebliebenen Freundin Johanna Häseler diesen Kartengruß schickte: 'Es hat mir sehr gut gefallen in Massen!' Ziel des Ausflugs war das Restaurant Otto Cromberg an der Mittelstraße 18 in Niedermassen. Die im Jugendstil dekorierte Ansichtskarte zeigt oben links eine Gesamtansicht der Anlage, rechts daneben die überdachte Freiluft-Kegelbahn und unten einen Bliek in den geräumigen KaiserWilhelm-Saal, an dessen Stelle seit 1988 die Zweifach-Sporthalle steht. Seit den dreißiger Jahren hatte Friedrich Brune, in den sechziger Jahren Bernhard Schauerte, die Gaststätte gepachtet. Seit 1964 steht Alfons Krakovka hinter dem Tresen von 'Haus Cromberg'.

57. Im Jahre 1903 hatte der Konditor Erich Kunert im neu erbauten Haus Morgenstraße 1 das Hotel 'Central-Hof errichtet, das mit Konditorei, Café und Restaurant verbunden war (I/S7, II175). Diese Ansichtskarte aus der Zeit um 1920 zeigt den Schanktresen des Restaurants. Die damals sehr moderne Einrichtung weckt heute eher nostalgische Erinnerungen. Palmen, Pfauenfedern und Hirschgeweihe gehörten zur üblichen Ausstattung der Gasträume. Nach Aufgabe der Gastronomie in diesem Haus, das zuletzt als 'Hansa-Hotel' bekannt war, wurden 1974 die Hansa-Apotheke und mehrere Arztpraxen darin eingerichtet.

58. Café 'Dreisterri' war bis in den Zweiten Weltkrieg ein gem besuchterTreffpunkt an der Unnaer Bahnhofstraße. Der Hotelier Wilhelm Niemeyer hatte es im rechten Gebäudeflügel seines Hotels 'Zum König von Preußen' (II/28) eingerichtet, wo es in den zwanziger Jahren von Josef Schwarzhoff bewirtschaftet wurde. Bei 'täglichen Künstler-Konzerten' boten die Gaststuben einen 'angenehmen Aufenthalt'. Bei den Kämpfen um Unna im April 1945 wurde mit dem Hotel Niemeyer auch das Café 'Dreistern' von arnerikanischen Artilleriegranaten getroffen und brannte aus. In dem später dort errichteten Neubau befindet sich an seiner Stelle jetzt ein Fischgeschäft, Die Ansichtskarte aus dem Jahre 1925 zeigt das Innere des Cafés zur Bahnhofstraße hin.

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