Unna in alten Ansichten Band 3

Unna in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Willy Timm
Gemeente
:   Unna
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5118-4
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Unna in alten Ansichten Band 3'

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79. Zu den Höhepunkten der Festwoche des 700jährigen Stadtjubiläums gehörte der große historische Festzug am Sonntag, dem 3. September 1950. Fanfarenbläser, Fahnenschwenker und Herolde hoch zu Roß eröffneten diesen Umzug, der weit über 1 000 Mitwirkende zählte. Das Foto zeigt die Spitze des Zuges auf der Bahnhofstraße vor dem damaligen Rathaus.

80. 'Uns tho nah,' sollen die Kamener ausgerufen haben, als in ihrer Nachbarschaft eine neue Siedlung gegründet wurde, die nach diesem Kamener Ausruf den Namen 'Unna' erhalten haben soll. Diese Ansiedlung zu verhindern, zogen grimmige SchützengeselIen aus Kamen gen Süden, wie sie sich hier im historischen Festzug präsentieren. Doch der Erfolg des Feldzuges blieb aus; Unna überflügelte sogar die ältere Nachbarstadt und erlangte 1930, zum Verdruß der Kamener, gar den Rang einer Kreisstadt.

81. Beim historischen Festzug durfte der bedeutende lutherische Stadtprediger und Liederdichter D. Philipp Nicolai, der von 1596 bis 1601 in Unna gewirkt hatte, natürlich nicht fehlen. Dargestellt wurde er durch Wilhelm Luncke. Im Bild festgehalten wurde diese Fußgruppe bei der Zugaufstellung. Nicolai steht zwischen den Lehrern der städtischen Lateinschule. Hinter ihnen wartet eine Gruppe Lateinschüler, von denen Werner Hedtfeld ein Schild mit dem Titel des Nicolai-Chorals 'Wachet auf, ruft uns die Stimme' trägt.

82. Mehrere Wagen des Festzuges wiesen auf die Tradition der alten Bierstadt Unna hin. Auf diesem Riesenfaß mit einem Fassungsvermögen von '40000 Glas Linden-Adler-Bier' thront Garnbrinus, der sagenhafte flandrische König und Schutzherr der Bierbrauer. Für durstige Zuschauer wurde natürlich Freibier ausgeschenkt. Der von zwei starken Brauereipferden gezogene Wagen biegt auf diesem Bild von der Morgenstraße durch das nachgebaute Morgentor (II/116) in den Ostring ein.

83. Am Mittwoch der Jubiläumsfestwoche '700 Jahre Stadt Unna' feierten die Unnaer Schulen und veranstalteten ebenfalls einen großen Festzug, an welchem sich die Volksschulen mit der Darstellung von Märchen beteiligten, die höheren Schulen die historische Entwicklung des Schulwesens in der Stadt Unna vorführten. Eröffnet wurde der Festzug der Schulen von dieser Mädchengruppe der Aufbauschule , die das von zwei Mitschülern getragene Stadtsymbol begleiten.

84. Beim Festzug der Schulen anläßlich der 700-Jahrfeier zeigten die höheren Schulen die Entwicklung des Unnaer Schulwesens von der mittelalterlichen Lateinschule bis hin zur modernen Erziehungswissenschaft, Den Abschluß dieser schulgeschichtlichen Darstellung bildete eine Abituriëntengruppe 'in jenem Aufzuge, der einst Sitte war, und heute Karikatur ist'. Bei diesen Primanern des Pestalozzigymnasiums handelt es sich vorn um Herbert Wortmann, Matthias Michael und Hartrnut Wolff, links hinter ihm Friedrich Brinkmann, nach rechts Wolfgang Riedel, hinter seiner Schulter Volker Willingmann, Wilhelm Erger, Wilhelm Dümpelmann, Heinz-Adolf Linnhoff und ganz rechts Paul Dieter Grundmann. Ein halbes Jahr später, im Frühjahr 1951, schwitzte die Gruppe über ihren Abiturarbeiten.

Ereignisse

85. Kirchensprengung in Unna! Nach der Weihe der neuen katholischen Katharinenkirche im Oktober 1934 mußte die daneben stehende alte Kirche (1/39) beseitigt werden. Turmhelm und Dach waren schon Anfang Dezember abgetragen worden. Zur Niederlegung des Turms war ein Kommando der 6. Pioniere aus Minden hergekommen. Nachdem die Soldaten bereits am Vortag die Sprenglöcher gebohrt und die Mauerpfeiler angeschlitzt hatten, erfolgte am 13. Dezember 1934 die Sprengung, zu der sich eine große Menschenmenge angesammelt hatte. Nach zweimaligem Trompetensignal erfolgte 10.30 Uhr durch Fernzündung die erste Sprengung, eine zweite folgte um 15 Uhr. Dabei riß der Turm von oben bis unten durch, die vordere Hälfte blieb stehen. Nach einer dritten Explosion am späten Abend brach auch dieser Rest zusammen.

86. Wie kommt das Auto auf das Schuppendach? Da staunten selbst die amerikanischen Soldaten, die am 11. April 1945 die Stadt Unna eingenommen hatten. Bei einem amerikanischen Luftangriff am 23. März 1945 auf die Industrieanlagen des Messingwerks (heute Aluminiumwerk), der Maschinenfabrik Breitenbach und der Unnaer Eisenhütte Carl Michel war eine Bombe auf das Grundstück des Fuhrunternehmers Heinnoh Rüther an der Morgenstraße 62 gefallen. Der Luftdruck der Explosion hatte das auf dem Hof abgestellte Auto auf das Dach des Abstellschuppens gewirbelt.

87. Einen bedeutenden Augenblick in der Unnaer Garnisongeschichte hält dieses Foto fest. Nach Aufhebung des Besatzungsstatuts im Mai 1955 war zu Ende des Jahres die belgische Besatzungstruppe, die etwa zehn Jahre in der Hellwegkaserne an der Iserlohner Straße gelegen hatte, abgezogen worden. Mit einern symbolischen Flaggenwechsel wurde darauf die Kaserne am 2. April 1956 an die neu aufgestellte deutsche Bundeswehr übergeben. Zwei belgische Hornisten bliesen Signal, bei dem die belgische Flagge sank und darauf die deutsche Bundesdienstflagge mit dem BundesadIer von Soldaten der Bundeswehr gehißt wurde. Offiziell übergab dann der Kommandeur des 4. belgischen InfanterieBataillons, Oberstleutnant van Eerdenbrugghe, die Truppenunterkunft an den deutschen Oberst Queisner, Chef des Stabes im Wehrkreiskommando Ill.

88. Im Jahre 1956 wurde Unna eine der ersten Garnisonstädte der neu aufgestellten Bundeswehr. Mit einem Marsch durch die Stadt und einem anschließenden Appell auf dem Kasernenhof (WUD) stellte sich das Flakartillerie-Bataillon 2 unter Oberstleutnant Lüdecke am 23. Juli 1956 der Unnaer Bevölkerung vor. Die jungen Soldaten erwiesen dabei der Garnisonstadt ihre Referenz, indem sie an der Spitze des Zuges das örtliche Symboltier, den 'Unnaer Esel', mit sich führten.

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