Unna in alten Ansichten Band 4

Unna in alten Ansichten Band 4

Auteur
:   Willy Timm
Gemeente
:   Unna
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6168-8
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Unna in alten Ansichten Band 4'

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Einleitung

Mit diesem historischen Bilderbuch legt der Verlag Europäische Bibliothek, Zaltbommel, einen abschließenden vierten Band 'Unna in alten Ansichten' vor. In den bisher erschienenen drei Bänden, die alle in mehrerenAuflagen vorliegen und im Buchhandel noch zu erwerben sind, hat der Bearbeiter 404 alte Unnaer Ansichtspostkarten und dokumentarische Fotografien veröffentlicht und ausführlich beschrieben. Wenn man diesen noch die 78 Gruppen- und Familienfotos des im selben Verlag und in gleicher Ausstattung erschienenen Bandes 'Kennt Ihr sie noch ... die Unnaer' hinzurechnet, ergibt das insgesamt 482 Abbildungen mit ausführlichen Erläuterungen, die das Unna einer vergangenen Zeit, vom Ende des 19. bis in die sechziger jahre des 20.Jahrhunderts, in seiner baulichen Entwicklung, seinem geselligen Leben, auch besonderen Ereignissen sowie den Menschen, die in dieser Stadt leben und gelebt haben, bildlich dokumentieren.

Als nun der niederländische Verlag erneut an den Bearbeiter herantrat, noch einen weiteren, vierten Band mit alten Ansichten zu erarbeiten, stellte sich diesem die bange Frage, ob es ihm überhaupt gelingen würde, noch einmal 140 Ansichtspostkarten und andere historische Fotos für ein solches Bilderbuch zusammenzutragen. Schließlich ist die Zahl der Motive in einer Stadt wie Unna begrenzt; Wiederholungen und Überschneidungen sollten tunlichst vermieden werden. Markante Gebäu-

de, Plätze und Ensembles waren in den früheren Bänden bereits ausführlich vorgestellt worden.

Der Bearbeiter faßte aber dann doch den Mut, es noch einmal zu wagen und dieses Mal vor allem das unscheinbare, unbekannte Unna zu durchstreifen, wobei Bekanntes gelegentlich durchschimmert. Damit erreicht das nun fünfbändige Gesamtwerk die stattliche Anzahl von 622 alten Ansichten aus der Stadt Unna.

Für diesen nun vierten historischen Rundgang durch das alte Unna im Postkartenbild hat der Bearbeiter einen jungen Begleiter gefunden, der Sie gleich auf dem ersten Bild mit seiner Kutsche zur Mitfahrt durch die Unnaer Vergangenheit erwartet. Dabei wird sich auch dieser Rundgang nicht nur im Anschauen nostalgischer Bilder mit kurzen, simplen Unterschriften begnügen, vielmehr hat sich der Bearbeiter auch dieses Mal bemûht, den Betrachtern in ausführlichen Bildtexten historische Hintergründe aufzuzeichnen und Namen zu nennen, wozu er einschlägige Akten des Stadtarchivs Unna, alte Jahrgänge der Unnaer Zeitung und frühere Adreßbücher durchgearbeitet hat. Alteingesessene Bürger, denen sein herzlicher Dank gilt, halfen ihm zudem bereitwillig bei der Lösung offen gebliebener Fragen und beim Erkennen von Personen auf Gruppenfotos. Hinzu kommt aber auch eine genaue Ortskenntnis des Bearbeiters und die Verbundenheit mit seiner Heimatstadt Unna.

So bietet sich dieser neue Fotoband wie schon seine Vorgänger nicht nur als Bilderbuch, sondern gleichermaßen als ein Geschichtsbuch besonderer Art an, das sich besonders an die Bürger und Einwohner der Stadt Unna sowie an Heimat- und Geschichtsfreunde wender. Der Bearbeiter würde sich freuen, wenn Leser und Betrachter auch in diesem vierten Band wieder das einst, 1 938, von Wilm Böckenholt geprägte Lob auf die Stadt Unna bestätigt finden würden:

Kermt iährtWestfaolens schoinste Ecke? Dat ist Unnao an dai Küörtelbecke!

Wie schon bei den Bänden 2 und 3 hat der Bearbeiter auch dieses Mal Querverweise zu den anderen Bänden in die Bildtexte eingefügt, um durch Vergleiche den Wandel des städtischen Erscheinungsbildes im Laufe der [ahrzehnte sichtbar zu machen. Die dabei in Klammern gesetzten Zahlenkombinationen wie (I/IS), (II/30). (IIII4S) oder (KI? S) verweisen auf die entsprechend durchnurnerierten Abbildungen in den Bänden 1. 2 und 3 von 'Unna in alten Ansichten' sowie bei den K-Nurnmern in 'Kennt Ihr sie noch ... die Unnaer'. Darnit bildet die Gesamtausgabe dieser Unna-Bilderbücher zugleich ein wichtiges illustriertes Nachschlagewerk zu einem Iahrhundert Unnaer Geschichte.

Zu dieser nun vierbändigen historisch-nostalgischen Fotodokumentation hat sich 1994 ein erster Farbbildband über die moderne Stadt Unna gesellt, der unter dem Titel 'Stadtbilder aus Unna' im Stadt-Bild-Verlag, Leipzig, erschienen ist und zu dem ebenfalls Willy Timm die historische Einleitung und die Bildtexte beigesteuert hat.

Übrigens zeigt das Titelbild dieses Bandes einen Blick vom Rubens'schen Garten auf das Haus Krummfuß 12, den Ulrichswall und die dahinter gelegene evangelische Stadtkirche urn 1930.

Dieser junge Herr im 'Kieler Matrosenanzug' möchte Sie, wie im Vorwort schon angedeutet, in seiner Kutsche zu einer Rundfahrt durch das alte Unna im Postkartenbild einladen und Sie dabei mit der Stadt und ihrer Geschichte sowie den Menschen, die in ihr leben und gelebt haben, vertraut machen. Steigen Sie deshalb ein und lassen sich bei dieser 'Pahrt ins Blaue' überraschen. Das Foto übrigens ist 1937 an der Herderstraße aufgenommen worden, dicht neben der früheren evangelischen Knabenschule, die unser 'Kutscher' und Begleiter durch das historische Unna damals als 'l-'Mànnchen' im ersten Schuljahr besuchte.

2 In der 1929 eröffneten evangelischen Knabenschule an der Herderstraße, die später den Namen 'HerderschuIe' führte, lernte unser kleiner 'Stadtführer' bei Lehrer Ernst Westermann Lesen, Schreiben und Rechnen. Lehrer ]ulius Göddenhoff, ein engagierter Unnaer Heimatforscher alter Schule (HI7 0), hatte es verstanden, im Heimatkundeunterricht, zu dem auch kurze Rundgänge durch die Stadt und ihre nähere Umgebung gehörten, seinen jungen Schüler schon früh für die Geschichte der Stadt Unna zu begeistern.

3 Dieser noch ungestörte Bliek auf die Stadt Unna bot sich um 1933 von der Herderschule aus, Abgesehen vom Neubau der katholischen Kirche 1934 - auf dem Foto ist rechts noch derTurm der alten zu erkennen - har sich bis 1937 nichts verändert. Das große Gartengelände im Vordergrund zwischen Herderstraße und Tiggesgraben war noch unbebaut, bis hier 1964 der Neubau des Pestalozzigymnasiums errichtet wurde, den seit 1990 die Gesamtschule I nutzt. Am Tiggesgraben stand damals nur das 1931 erbaute Wohnhaus der Familie des Fabrikanten Karl Wigger.

4 Diesesum1930entstandene Ansichtskartenbild zeigt die Unnaer Innenstadt von Süden aus der Luft. Bei dem Platz im Vordergrund handelt es sich um den gegen Ende des 19. Iahrhunderts durch Verfüllung von einem Teil des alten Stadtgrabens angelegten Neumarkt. Am oberen Bildrand ist die Eisenbahnstrecke zwischen der Brücke über die Kantstraße und der Brücke über den Hellweg mitsamt den Bahnhofsanlagen zu erkennen. Damit umgrenzt diese Karte im wesentlichen den Bereich unseres vierten Rundgangs durch das Unna in alten Ansichten. Allerdings werden diese Grenzen gelegentlich, so vor allem nach Königsborn, überschritten.

Straßen und Häuser der Altstadt

5 Damals wie heute bilder der Markt den Mittelpunkt der Stadt Unna. Bei diesem um 1900 entstandenen Bild erhebt sich auf seiner Mitte das 1884errichteteund 1939 beseitigte Denkmal für die Unnaer Gefallenen der Kriege 1866 und 1870/71, die sogenannte Germania. Die Häuser in dieser Marktecke sind noch alle erhalten, jedoch haben die damaligen Geschäfte anderen Branchen Platz gemacht. So betrieb damals in dern, verschieferten Gebäude links der Kürschner Ludwig Schluckebier eine Bandagen-, Kappen-, Hut- und Pelzwarenfabrik. Im Nebenhaus befand sich das Hotel'Zum

Deutschen Kaiser' , und im Eckhaus an der Nordseite bot Witwe Elfriede Niederstadt ihrer Kundschaft Spezereiwaren an, während daneben Josef Saß Modewaren verkaufte. Die Konfektions- und Manu-

fakturwarenhandlung von RudolfBäumer in dem hohen Haus rechts war das größte Bekleidungsgeschäft im Unna der Iahrhundertwende.

6 Das alte Rathaus der Stadt Unna, in dem seit 1969 die Stadtbibliothek untergebracht ist, liegt ebenfalls an der Nordseite des Marktes (I! 16 19). Beim Umbau 1925 war das Erdgeschoß in eine offene Laube, die sogenannte Bogenhalle, umgewandelt worden, die sich rasch zu einem beliebten Treffpunkt entwickelte und Schutz bei plötzlichen Unwettern gewährte. Zwei Ladenlokale waren in die Bogenhalle eingebaut. Im linken hatte Friseurmeister Karl Leßmann seinen Salon eingerichtet; in dem anderen verkaufte Paul Michaelis Uhren und Schmuck. Rechts auf dieser

1 92 7 abgestempelten Ansichtskarte sieht man den an der Ostseite des Marktes gele-

genen Fachwerkbau Markt 2/3, den sich zwei Eigentümer teilten. Die linke Haushälfte gehörte der Familie Schelte; in dem Ladenlokal befand sich das von Meta Eichenwald geführte Textilge-

schäft Grünewald. Eigentümer der anderen Haushälfte war Wilhelm Heil, der hier eine Metzgerei und die Gastwirtschaft 'Heil's Bierquelle' betrieb.

UnnajWestf. - Partie am Markt

7 In Vorbereitung der 1950 gefeierten 700-Jahrfeier der Stadt Unna war der aus dem 18. Jahrhundert stammende Marktbrunnen 1949 wieder an seinem alten Platz aufgestellt und ergänzt worden, der vorn auf diesem Postkartenbild zu sehen ist. Links an der Nordseite des Marktes ist das Geschäftshaus 'ErikaMeden' (früher RudolfBäumer) zu sehen, daneben steht das alte Rathaus von 1833, die heutige Stadtbibliothek. Rechts hinter dem Brunnen erkennt man ferner das große Wohn- und Geschäftshaus Markt 2/3 mit den nun darin befindlichen Geschäften Lebensmittel Hill, Bäckerei Pletz und der Schenkwirtschaft 'Zur Bier-Quelle'. Nur mit ei-

ner Hälfte ragt rechts das schmale Haus Markt 4 mit Konditorei und Café Franz Jokisch ins Bild hinein.

8 Diese etwa zur gleichen Zeit wie die vorige entstandene Aufnahme zeigt einen Blick über den Markt, der noch als Parkplatz genutzt wurde. Fußgängerzonen kannte man in Unna noch nicht; Bahnhofstraße und Massener Straße gehörten zu den Hauptverkehrsstraßen der Innenstadt, über die auch die elektrische Straßenbahn nach Dortmund fuhr. Am Markt befand sich eine Haltestelle der Omnibuslinien nach Iserlohn, Schwerte und Massen. Erst mit Einrichtung der Fußgängerzone 1967 verschwand dann, wie es ein Kommunalpolitiker damals forrnulierte, 'das Blech vom Markt' .

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