Unna in alten Ansichten Band 4

Unna in alten Ansichten Band 4

Auteur
:   Willy Timm
Gemeente
:   Unna
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6168-8
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Unna in alten Ansichten Band 4'

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9 Vorn Markt führt uns unser Rundweg vorbei am Farbengeschäft Strathoff auf den Krummfuß, die Keimzelle der Stadt Unna, wie Historiker sagen. Das stattliche Fachwerkhaus Krummfuß 1 wird, als dieses Foto 1932 entstand, gerade neu verputzt. Der Farben- und Tapetenhändler Karl Strathoffhatte es kurz zuvor von dem Drogisten Johannes Fischer erworben. Strathoff nutzte das Erdgeschoß als Lager; in den oberen Etagen wohnten die Familien Karl Klostermarm und Gustav Stock. Während der letzten Kriegstage im April 1915 wurde das Haus schwer beschädigt und mußte abgebrochen werden. Das rechts daneben gelegene kleine

Häuschen mit dreieckigem Grundrill war unbewohnt und gehörte einer Familie Wolff. Es wurde urn 1918 beseitigt. Darüber ist das Dach des ebenfalls im April 1915 durch Bomben zerstörten Wohn- und Geschäftshauses von Karl Strathoff, Wasserstraße 2, zu erkennen.

10 Auf diesem, um 1955 aufgenommenen Foto vom Krummfuß sind neben den vom Krieg geschaffenen Baulücken auch drohender Verfall zu erkennen. Gut erhalten scheint das an der Frontseite holzverkleidete Fachwerkhaus der Schuhmacherei Wilhelm Hiddemann in der Bildmitte zu sein. Altstädtisch zeigen sich auch die beiden, im 18. Iahrhundert erbauten Fachwerkhäuser auf der rechten Bildseite, von denen das linke dem Bäckermeister Nüsperling, das andere dem Bergmann Rothstein, später dem Heiznngsmonteur Willi Oehl gehörte. Inzwischen ist diese historische Bausubstanz

längst gefallen, um Platz für Neubauten und parkende Autos zu schaffen.

11 Vom Krummfuß aus hat der Fotograf um 1 955 dieses Haus am Kirchplatz 6 aufgenommen. 1912 hatte die Evangelische Kirchengemeinde Unna das Haus von dem Papierwaren- und LederhändIer Moses Sternfeld auf Abbruch gekauft, der aber nicht sogleich durchgeführt wurde. Stattdessen diente das Gebäude der Gemeinde seither über ein halbes [ahrhundert als Küsterhaus. Zwei Generationen der Küsterfamilie Spaenhoff haben darin gewohnt. Erst 1965 wurde das morsch gewordene Fachwerkhaus durch einen längst notwendigen Neubau ersetzt.

12 Auch dieser, um J 930 fotografierte Altstadtwinkel gehört zum Krummfuß, der nach links in die Wasserstraße mündet. Die Giebelfront rechts im Bild gehört zu dem stattlichen, dreigeschossigen Fachwerkhaus Krummfuß 12, das in den dreißiger Jahren dem Kaufmann Wilhelm Wiemer gehörte und in dem damals die Familien Aring, Bólte, Eckes, Möller und Schröder wohnten. Zu sehen ist das im 18. [ahhundert erbaute Haus auch auf dem Urnschlagbild dieses Buches. Das dahinter gelegene kleinere Wohnhaus Krummfuß 1 1 des Bergmanns Gustav Müller wurde im Zweiten Weltkrieg

J 945 durch Bomben zerstört. An seiner Stelle erbaute später

der Polsterer Otto Lichte ein Werkstatt- und Garagengebäude.

13 Noch einmal sieht man hier, dieses Mal um Ulrichswall aus, einen Teil des Hauses Krummfuß 12, an dem man inzwischen um 1 950 das Fachwerk wieder freigelegt hatte. Malerisch wirkt auf diesem Foto das schwarz-weiße Gebäude mit dem schmalen Anbau und den kleinen ummanerten Höfen.

1 4- Dieser Bliek um 1 937 vom Turm der evangelischen Stadtkirehe zeigt die von Kriegszerstörungen und Sanierung noch unberührte südöstliche Altstadt. Vorn rechts ist [ener Teil des Krummfußes zu erkennen, den die Abbildung 9 in diesem Buch aus der Nähe

zeigt. Quer durch das Foto verläuft die Wasserstraße, die rechts mit dem Timmermannsehen Haus ihren Anfang nimmt. Der helle Giebel links daneben gehört zu dem traditionsreichen Caféhaus 'Zur Appeltate' (II71). Hinter dem Fachwerkhaus des Schuhmachermeisters August Berthold erkenrit man die beiden an der Eulenstraße gelegenen Häuser mit den

Hausnummern 8 und 7, die ebenfalls in diesem Band vorgestellt werden (IV / 1 6 und 17).

15 Auf unserem Rundgang haben wir vom Ulrichswall her die Wasserstraße ûberquert und den alten Südwall betreten. Ein Blick zurück zeigt links auf diesem im [ahre 1930 aufgenommenen Foto das im 18. [ahrhundert erbaute Gasthaus 'Zum Wassertor' , das seit 1922 der Dortmunder Hansa-Brauerei als Eigentümerin der LindenBrauerei Unna gehörte. Die Gaststätte wurde um 1 930 von Minna Steinhoff, danach bis zur Schließung von Gustav Winterkamp bewirtschaftet. Das in den letzten Kriegstagen, imApril1945, beschädigte Haus wurde 1956 für einen Neubau abgebrochen. Gegenüber, auf der anderen Seite der Wasserstraße, liegt

die Besitzung des Metzgermeisters Hugo Müller, die später an den Metzgermeister Wilhelm Hartmann gelangte.

16 Die beiden Häuser auf diesen Seiten haben wir schon vom Turm der Stadtkirche aus gesehen (IV 114). Dieses stattliche Fachwerkhaus Eulenstraße 7 hat den Feuersturm des Stadtbrandes von 1723 überdauert, fiel aber der Stadtsanierung 1972 zum Opfer. Der einst steile, zuletzt mit Holz verkleidete Hausgiebel (HilI) war wegen Baufálligkeit bereits in den zwanziger [ahren durch das hier abgebildete Walmdach ersetzt worden. Als Hauseigentümer war gegen Ende des 18. [ahrhunderts der Schneider Eberhardt Bothe eingetragen. Um 1920 gehörte es dem Schreinermeister Kar! Ketzler, zehn Iahre später dem Stukkateur Ernst Dei-

bach, dessen Witwe es noch bis zum Abbruch besaß. Bewohnt wurde das Haus in diesen Iahren von acht Familien.

1 7 Die ursprüngliche Bedeutung dieses, im 16. Iahrhundert erbauten dreigeschossigen Fachwerkhauses Eulenstraße 8 mit dem dahinter gelegenen großen Gartengrundstück gibt der örtlichen Geschichtsforschung immer noch Rätsel auf Noch in den fünfziger [ahren bezeichnete der Volksmund das Anwesen als den 'Katerberg' . Doch dieses Rätsel konnte gelöst werden, als das Haus im 18. [ahrhundert einer Familie Katerberg gehörte. Um 1790 verkaufte die Witwe des reformierten pfarrers Friedrich Arnold Katerberg zu Lünen die Besitzung an den Unnaer Schreiner- und Zimmermeister Eberhard Bremme. Mehrere jahrzehnte betrieben hier

die Bremrnes eine Lohgerberei. Zu Beginn des 20. [ahrhunderts kaufte die Stadt Unna die Liegenschaft; das Haus wurde wie das vorige im Rahmen der Sanierung um 1965 abgebrochen.

18 Wie die beiden Gebäude auf den vorigen Seiten ist auch diese Häuserzeile in der Eulenstraße, die durch Sanierung und Anlage der IosefStröthoff-Straße auf wenige Meter zusammenschrumpfte, bald nach 1960 gefallen. Auf dem um 1950 aufgenommenen Foto ist links die Einmûndung der Eulenstraße in die Hertinger Straße zu erkennen. In dem noch erhaltenen holzverkleideten Eckhaus, Hertinger Straße 8, betreibt die Malerfamilie Walter Schwarze ein Parben- und Tapetengeschäft. Unbewohnt war das nach rechts anschließende kleine Werkstattgebäude. Das daneben gelegene dreigeschossige Haus Eulenstraße 4 gehörte Helmut Mecklenbeck und

war um 1950 von den Familien Heinz Neumann, Paul Schulz und Hans Waltemode bewohnt. Eigentümer des Hauses hinter dem Kastanienbaum war der Schmied Fritz Waltemode. Mit im Hause

wolmte noch die Familie Otto Doll.

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