Unna in alten Ansichten Band 4

Unna in alten Ansichten Band 4

Auteur
:   Willy Timm
Gemeente
:   Unna
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6168-8
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Unna in alten Ansichten Band 4'

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1 9 Diese Ansichtskarte von 1920 führt uns auf den alten Südwall zurück und zeigt einen Bliek entlang der Stadtmauer in Richtung Wasserstraße, Ulrichswall. Die Wohnhäuser an der linken Seite des Südwalls wurden nach dem großen Stadtbrand von 1723 neu erbaut. Das Haus Südwall39, das links ins Bild hineinragt, gehörte, als diese Aufnahme entstand, dem Krankenwärter Rudolf Stork, später der Familie Kiesenberg. Bei dem folgenden Doppelhaus teilten sich die Familien Wilhelm Hufnagel und Wilhelm Bange das Eigenturn (1175). Weiter hinunter liegt die zur Eulenstraße ausgerichtete Besitzung des Ackerbürgers Wilhelm Late-

gahn (HilI) Der dahinter sichtbare Giebel mit Krüppelwalmdach gehörte zum Hause Wasserstraße 17, der Gastwirtschaft 'Zum Wassertor' . Das letzte sichtbare Haus dieser Reihe liegt schon auf der

anderen Seite derWasserstraBe und mit seiner Rückfront zum Ulrichswall.

20 Weiter den früheren Südwall hinauf'bot sich dieses immer wieder fotografierte und gezeichnete StückAltstadtromantik (II/9). Die, um 1930 entstandeneAufnahme stammt von dem Unnaer Essigfabrikanten Otto Lenze, Mitglied des Unnaer FotoClubs der dreißiger [ahre, von dem noch weitere meisterhafte Fotos in diesem Band enthalten sind. Interessant sind die beiden Vorratshäusehen, die fehlenden Kellerraum unter den gegenüber liegenden Gebäuden ersetzten. Von den dahinter liegenden Wohnhäusern gehörten in den dreißiger Iahren das vordere dem Bergmann Wilhelm Müller und die dahinter liegenden dem Fuhrunter-

nehmer Karl Grote. Mit der 'Sanierung' des Bereichs Südöstliche Altstadt fielen 1972 auch diese historischen Bauten, um Platz für eine moderne Bebauung zu schaffen.

2 1 Bei unserem Gang durch die Altstadt sind wir am Neumarkt angelangt, der sich nach rechts hin erstreckt. Das Bild aus dem [ahre 1960 zeigt den alten Zustand an der Einmündung des von links heranführenden frûheren Kletterpotlis in den Südwall, (Der historische Name des Kletterpoths wurde nach Beseitigung der alten Straße auf eine, mit der Sanierung neu angelegte Wohnstraße übertragen.) Links in dem niederen kleinen Haus am Kletterpoth wohnte damals die Familie Kuhles, Durch die am Kletterpoth gelegene Tür des weiß gekälkten Hauses gelangte die Familie Friedrich

Spiekerrnann, später Ernst Obst in ihre Wohmmg, während die Familie Friedrich Schopp den Seiteneingang am Südwall benutzte. Rechts daneben zeigt das Foto die Besitzung der Familie Bünseler,

Südwall 13. Auch diese Häusergruppe ist nach 1 970 beseitigt worden.

22 Nicht sonderlich schön zeigt sich die nördliche Hinterfront dieses im Oktober 1978 abgebrochenen Hauses Kletterpoth 2, das der Volksmund als die 'Krone' bezeichnete. Dem Bauhistoriker jedoch erschließen gerade hier aus dem freiliegenden Fachwerk und dem Bruchsteinsockel die verschiedenen Bauabschnitte des Gebäudes. Interessant sind vor allem bei dem rechten Anbau die Gefachfüllungen aus geflochtener Weide rnit Lehmbewurf und das aus 'naturkrummen Hölzern' geformte geschwungene Dach. Die zum früheren Kletterpoth gelegene Schauseite des Hauses war in 'bergischer Art' rnit Schiefer verkleidet und einer zweiflü-

geligen Barocktür mit Oberlicht versehen, die heute das Haus Hertinger Straße 72 g ziert. 1901 hatte der Kaufmann Gockel die stattliche Besitzung am Kletterpoth, die bisher dem Rechtsanwalt Karl

Derckmann gehört hatte, bei einer Zwangsversteigerung erworden und dem Schrniedemeister Karl Schmale verkauft, der 1902 darin eine Huf- und Wagenschmiede einrichtete.

23 Diese Ansichtspostkarte ist zwar jüngeren Datums, aus dem Iahre 196 3, doch sie ist schon Geschichte. Der hier im Foto gezeigte Bliek von der Kreuzung der Hertinger Straße mit Flügelstraße und früherem Kletterpoth hat sich sehr verändert. Der Neubau an der Ecke zur Flügelstraße, links im Bild, war erst wenige Iahre alt, mußte aber 1978 für eine Erweiterung des Kaufhauses Schnückel fallen. Gegenüber in dem Fachwerkhaus aus dem 18. [ahrhundert befanden sich 1963 zur Marktseite hin die von Hans Kleine geführte Schenkwirtschaft und an der Ecke zum Kletterpoth die Bäckerei und Konditorei von Hennann Wellner. Nach einem völligen

Durchbau des Hauses mit Wiederherstellung des Fachwerks befindet sich darin seit 1977 die städtische Altenbegegnungsstätte 'Fäßchen'.

24 Unter dem Namen 'Bienenhaus' war dieser Gebäudekomplex an der Ecke Flügel-/Hertinger Straße stadtbekannt. Als Handelshaus für Glas-, Porzellan- und Nürnberger Waren en gros war er zur Mitte des 19. Iahrhunderts von dem Kaufmann Friedrich Wilhelm Herdieckerhoff erbaut worden. Nach dem Zusammenbruch des Unternehmens gelangte das Anwesen gegen Ende des 19. [ahrhunderts in den Besitz der 'Königsborn' Actiën-Gesellschaft für Bergbau-, Salinen- und Soolbad-Betrieb (seit 192 3 Klóckner- Werke AG), die darin Bergarbeiterfamilien für ihre Steinkohlenzeehen in Unna und Heeren unterbrachte. Nach dem

Adreßbuch der Stadt Unna von 1907 wohnten 41 Farnilien und Einzelpersonen darin; 1956 waren es 49.Im Rahmen der städtischen Sanierung wurde das Bienenhaus 1 9 7 8 abgebrochen. Die

Firma Schnückel baute auf dem Grundstück ein Parkund Geschäftshaus.

25 Die Hertinger Straße weiter hinauf fûhrt der Rundweg dann in die Gürtelstraße, die auf dem Foto noch starken altstädtischen Charakter zeigt. Das Gebäude links, Gûrtelstraße 23, gehörte dem Straßenbahnschaffner Karl Krause imAfferderWeg. Neben anderen wohnten darin die Familien Franz, Kaune, Rebbert, Rediger, Zintl. Auf dem Nachbargrundstück betrieb Meister Gustav Degenhardt eine Schreinerei. Das schmale Wohnhaus trägt in einern Balken die jahreszahl der Erbauung 1577 und ist somit das älteste datierte Fachwerkhaus in der Stadt Unna. Es schließen sich an die Mehrfamilienhäuser von Brutscheidt und Zillch. Da-

hinter sind die kleinen Gademe der Familien Rammel! Reininghaus und Scheldemantel zu erkennen. Das diese Häuserzeile abschließende Gebäude Gürtelstraße 9 umschließt einen mittelalterli-

chen, in Bruchstein aufgeführten Wohnturrn des 1 5. [ahrhunderts. Links ragt das Wohnhaus der Familie Stratenwerth, Gürtelstraße 18, ins Bild hinein.

26 Kurz vor ihremAbbruch für den Neubau eines Kaufhauses entstand 196 7 dieses Foto von Häusern an der Ostseite der oberen Gürtelstraße. Rechts im Bild erkennt man das stattliche, dreigeschossige Ackerbürgerhaus mit Deelentor der Gemüsehändler Karl Iunker / Martha Binger. Schon unbewohnt ist das benachbarte Haus Gürtelstraße 12, das der Familie Prüfer gehörte und vor der Räumung von den Familien Hussmann, Iürgens, Pasoke, Rothmann, Stock bewohnt war. Zweigeschossig und zur Gürtelstraße traufenständig gebaut waren die beiden nächsten Häuser Gürtelstraße 10 und 8. Im ersteren harten viele Iahre die Iosephs und Viebahns ge-

wohnt, im Nebenhaus, das der Familie Beckmann gehörte, die Brals, Reckows, Winterkamps; die Familie Claus besaß einen eigenen Wohnungseingang an der Flügelstraße.

27 Auf diesern Bild werfen wir einen Blick von der Massener Straße in die längst nicht mehr vorhandene Wallgasse (1156, IIII2 3). Rechts streift das Sonnenlicht die Besitzung Höhmann, Massener Straße 32. Das dahinter gelegene und rnit der Gasse beseitigte Fachwerkhaus gehörte der Familie Müller. Bewohnt wurde es, als dieses Foto

1955 aufgenommen wurde, von der Witwe Agnes Schulz, später von dem Bauarbeiter Erich Dybizbanski.

28 Wer die Wallgasse ein wellig hinauf ging und den Blick über die abgrenzende Ziegelmauer zurückwarf, dem bot sich dieser malerische Altstadt-Hinterhof des Hauses Massener Straße 30. Die verputzte Vorderfront mit modern gestalteter Schaufensterfassade verbirgt das hohe Alter des Hauses, in dem sich viele [ahrzehnte die Schuhmacherei mitsarnt Schuhwarengeschäft von Friedrich Zülch, später Dieter Pothmann, befand, bis das Geschäft in die Bahnhofstraße verlegt wurde.

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