Unna in alten Ansichten Band 4

Unna in alten Ansichten Band 4

Auteur
:   Willy Timm
Gemeente
:   Unna
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6168-8
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Unna in alten Ansichten Band 4'

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Der Stadtgarten, einst gern besuche

49 Der Stadtgarten wurde in den [ahren 1926/27 im Rahmen einer Arbeitslosenbeschäftigung im alten Stadtgraben am Ostring angelegt. Um 1925 befand sich das Gelände noch im Privatbesitz der Farnilien Holtzwart und Sümmermann und wurde von diesen gärtnerisch gel1Utzt. Hinter den blühenden Obstbäumen ist rechts im Bild das große Wohnhaus des Rohproduktenhändlers oder 'Lumpensammlers' Max Lówenstein zu sehen, das 1929 für den Bau des Landratsamtes abgebrochen wurde. In dem Haus links daneben befand sich damals in den zwanziger [ahren das Feinkostgeschäft

Fritz Kóhler, Nachfolger Ernst Brand. Gegenüber, auf der anderen Seite der Morgenstraße, erkennt man das Gasthaus 'Zum Morgentor' .

50 Diese, etwa zur selben Zeit wie die vorige aufgelegte Ansichtskarte zeigt einen Blick über die Gärten im alten Stadtgraben in Richtung

Stadt. Links ist das Haus Burgstraße 24 I zu sehen, das damals der Familie Wilhelm Bräckelmann gehörte, die gemeinsam mit der Familie des Kürschners Willi Berg darin wohnte. Das rechts daneben gelegene Gebäude war unbewohnt und gehörte dem Schmiedemeister KarI Doerth, dessen neu erbautesWohnhaus zwischen diesen beiden Fachwerkhäusern zu sehen ist. Rechts hinter den Bäumen liegt die 'Burg', die sich schon im Besitz der Stadt Unna befand und von dem Bürgermeister Dr. Herbert Emme-

rieh sowie der Studienrätin Antonie Nowotny bewohnt wurde.

UNNA i. W.

An der ~:dlen S~adtn- auer

51 Wenige [ahre nach der vorigen entstand 1928 diese Ansichtskarte. Der Stadtgarten ist inzwischen fertiggestellt (lIl 8 3). Eine breite Treppe durchbricht nun die Stadtmauer und führt die Besucher in den Park, der mit seinen Rasenflächen und Blumenbeeten sowie den rot angestrichenen Bänken zum Spaziergehen undAusruhen einlädt. Gleich hinter der Treppe steht übrigens das Haus BurgstraBe 24 J, das wir auf dem vorigen Bild schon gesehen haben, und vor dem Kirchturm erkennt man die Löwensteinsche Besitzung wieder. Ganz links im Bild liegt die Besitzung des WeinhändlersJosefVoss,~orgenstraße 17, die 1966 fûr den

Bau des Verkehrsrings abgebrochen wurde, bei dem auch der Stadtgarten stark beschnitten wurde.

Unna. Stadtqarten

c-

52 Wildromantisch war der Stadtgarten in seinem ersten. nördlichen Bauabschnitt hinter dem damaligen Rathaus gestaltet. Hier harte man die natürliche Geländehöhe mit derTiefe des in den Park einbezogenen alten Stadtgrabens, der von einer Brücke überzogen war, architektonisch in Kontrast gesetzt. 'Von der Überführungsbrücke aus (von der man auf dem Foto das Geländer erkennt) bleibt das Auge auf den alten Grotten und natürlichen Felspartien, die erhalten geblieben sind, haften, während der obere Promenadenweg einen herrlichen Ausblick auf die ganze Grünanlage bietet', schrieb der Hellweger Anzeiger und Bote 1926 bei der Er-

öffnung dieses ersten Parkabschnitts. Auf dem Foto geht der Blick von der Höhe nach Südosten über den Ostring in Richtung Morgenstraße.

53 Auf diesem Foto, das im Februar 1935 aufgenommen wurde, sieht man, ebenfalls in südöstlicher Richtung, die beim vorigen Bild erwähnte Überführungsbrücke vom Stadtgraben aus. Oben auf dem Brückengeländer steht links unser junger Stadtführer, der uns auf dem ersten Bild zu diesem Rundgang eingeladen hat, Gewiß erklärt er seinem großen Vetter Wilhelm gerade die historische Bedentung des Stadtgrabens. Nur wenige Wochen später mußte die Brücke für den Bau des Gefallenen-Ehrenmals (lI/8S) abgebrochen werden.

S4 Dieses Foto von 1930 zeigt den Übergang von dem romantisch angelegten ersten Bauabschnitt des Stadtgartens zu dem mit hellen Rasenflächen gestalteten jüngeren Teil. Die rechts erkennbare Pergola (II/84) grenzte die beiden Bereiche der Parkanlage voneinander ab. Nach links verläuft die mittelalterliche Stadtmauer; dahinter erhebt sich die Burg, nun Wohnstätte des Unnaer Bürgermeisters Dr. Emmerich.

Vilr den Toren der Altstadt

55 Wir verlassen den Stadtgarten und überqueren die Morgenstraße, die unmittelbar vor dem Stadttor um

1 92 5 dieses Bild bot. Rechts ist die noch innerhalb der Stadtmauern gelegene Gastwirtschaft 'Zurn Morgentor' von Friedrich Schmitz zu erkennen. Das folgende stattliche Gebäude war zur Mitte des 19. Iahrhunderts auf dem verfüllten früheren Stadtgraben erbaut worden. JosefVoß betrieb darin neben der Gastwirtschaft eine Weinhandlung und Likörfabrik. Gern getrunken wurde sein 40prozentiger Kräuterschnaps 'Unnaer Eselsmilch' . jenseits des damals noch schmalen Ostrings

sieht man auf diesem Postkartenbild einen Teil der Besitzung des praktischen Arztes Sanitätsrat Dr. Max Lehmann.

56 Von der Morgenstraße sind wir rechts in den Ostring eingebogen. Bis in die sechziger Iahre prägte dieser große, dunkle Ziegelbau, der unmittelbar an das Wohn- und Gasthaus Voß angebaut worden war, diesen Bereich des Ostrings. Es handelte sich dabei um das Lager- und Remisengebäude der Weinhandlung Voß. Durch das rechte Einfahrtstor gelangte man in den Hofraum. Nach links schloß sich hinter der hohen Mauer der Hausgarten an. Das weiße Haus links im Hintergrund. das am Ulrichswalllag, gehörte ebenfalls zur Voß'schen liegenschaft. Das gesamte Anwesen wurde 1966 für den Bau des städtischen Verkehrsrings abgebrochen.

57 Vom Ostring gelangen wir in die Wasserstraße und werfen mit dieser Ansichtskarte aus dem jahre 1915 einen Bliek zurück. Noch sind hier Schienen und Oberleitung der elektrischen Straßenbahn Dortmund-Unna vorhanden, die von 1912 bis 1916 vom Markt her über Wasser- und Iserlohner Straße bis zum Schützenhof im Bereich der heutigen Hellwegkaserne fuhr. Das Gebäude rechts im Bild, Wasserstraße 28, gehörte damals dem Grubeninspektor Friedrich Zehntgraf; im Haus darunter, Wasserstraße 26, wohnte und praktizierte der Arzt Dr. med. Karl Friedrichs.

UNNA. Wasserstraße

58 Gleich am Anfang der Iserlohner Straße hatte der bekannte Unnaer Architekt Paul Flügge für den Gastwirt Friedrich Fälker, der im Nebenhaus eine Gaststätte betrieb, dieses Zweifamilienhaus erbaut. 1920 gehörte es der Witwe Gustav Sauerland; mit im Hause wohnte Friedrich Schlienkamp, Lehrer am Unnaer Lehrerseminar und nach dessen Auflösung 1 92 5 Studienrat an der Staatlichen Aufbauschule. Um 1930 war der Gutsverwalter EmU Thomashoff Eigentümer des Hauses. Dessen Sohn Heinz Wilhelm verkaufte die Besitzung 1979 an die Familie Werner Schlunz.

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